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Alkoholverbot am Karlsruher Werderplatz - und was sich in November noch alles ändert

Karlsruhe/Rust  (as) Alkoholverbot in Karlsruhe, Rulantica, Personalausweis, Pflege-TÜV, Videogames und TV sowie Rechnungen an Behörden: Vieles neu macht der November. Am Karlsruher Werderplatz endet die erste Phase des Alkoholverbots. Der Europa-Park Rust kommt mit einer neuen Groß-Attraktion und auch bei Bürokratie, Freizeit und Alter gibt es wichtige Änderungen.

Foto: Manfred-Hattenkerl-CCBY-NC-SA2.5

Werderplatz Karlsruhe: Was ist mit dem Alkoholverbot?

Es ist ein Teil des Suchtkonzeptes der Stadt Karlsruhe, den Brennpunkt Werderplatz als Treffpunkt für die Alkohol- und Drogenszene zu entschärfen. Dazu wurde für die warme Jahreszeit von April bis Ende Oktober tagsüber ein Alkoholverbot auf dem öffentlichen Platz eingeführt. Gleichzeitig ist in den Nähe (Schützenstraße) ein betreuter Raum entstanden, in dem mitgebrachter Alkohol getrunken werden kann – allerdings kein Schnaps. Jetzt ist die warme Jahreszeit vorbei und  bis Ende März gilt das Alkoholverbot vorerst nicht mehr. Der erste Drogenkonsumraum in Baden-Württemberg startet dann Anfang Dezember in der Kriegsstraße.

18 Alkoholverstöße in sieben Monaten gezählt

Das Ordnungsamt der Stadt Karlsruhe zieht aus dieser ersten Phase des Alkoholverbots am Werderplatz ein positives Fazit: “Wir haben durchweg positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und der Geschäftswelt dort, die Situation hat sich deutlich beruhigt”, so Amtsleiter Björn Weiße. So gab es 363 Kontrollen, also durchschnittlich 1 bis 2 am Tag, bei Bedarf auch mehr. Insgesamt gab es zwar 68 Anzeigen. Der Großteil betraf demnach aber andere Delikte als das Alkoholverbot, zum Beispiel Parkverstöße. Insgesamt wurden in den sieben Monaten 18 Platzbesucher mit Alkohol erwischt. Sie bekamen einen Platzverweis. Die rechtlich möglichen Bußgelder bis zu 5.000 Euro wurden laut Weiße nicht verhängt. Das war aber auch nicht wirklich Sinn der Sache.  “Das Ziel, den Platz wieder für Anwohner nutzbar zu machen, wurde erreicht.” Die Vermüllung sei kein primäres Problem mehr und die Betroffenen hätten vom betreuten Alkohol- und Drogenkonsumraum erfahren. Ab Ende März tritt das Alkoholverbot für den Werderplatz wieder in Kraft.

Groß-Attraktion am Europa-Park Rust

Der Europa-Park Rust kommt mit einer neuen Attraktion: Der Wasserpark Rulantica eröffent am 28. November. Auf fast 33.000 Quadratmetern wurde seit September 2017 die neue Wasserwelt mit nordischem Thema gebaut. Neun “Welten” sowie 25 verschiedene Attraktionen von der Freefallrutsche bis zum riesiges Wellenbecken oder ein 250 Meter langen Lazy River machen ordentlich nass – und sicher auch Spaß. Die Karten gibts vorerst nur online. 

Pflege-TÜV wird reformiert

Ab November gelten neue Richtlinien, wie die Qualität in Pflegeheimen geprüft wird. Viele Missstände haben eine Überholung des bisherigen “Pflege-TÜVs”  notwendig gemacht. Zwischen Bewertungen der 13.000 Pflegeheimen in Deutschland und der Realität, die Bewohner erleben und versorgt werden, klaffte oftmals ein krasser Unterschied. Bislang wurde vor allem die Dokumentation der Pflege-Arbeit  geprüft. Künftig muss für jeden Bewohner erfasst werden, ob sie zum Beispiel Druckstellen vom Liegen oder Verletzungen  hatten o.ä. – und welche Förderungen von Mobilität, Selbstständigkeit, Kommunikation und Sozialkontakten ihnen zugute kam.

Online-Ausweis für alle

Den Personalausweis mit online-Funktion gibt es seit 2017 in Deutschland – allerdings nicht für alle. Wer als Deutscher im Ausland lebte oder als EU-Bürger bei uns, konnte sich bisher noch nicht über die sog eID  (electronic Identity) im Netz ausweisen. Ab November wird aber die neue eID-Chipkarte eingeführt. Darauf sind dann die wichtigsten Daten des Inhabers gespeichert. Das soll es  zum Beispiel einfacher machen, bei Behörden online-Formulare ausfüllen zu können etc.

E-Rechnungen an den Bund

Das soll Bürokratie abbauen und Vorgänge beschleunigen: Ab Ende November (27.11.) müssen alle öffentlichen Auftraggeber vom Bund elektronische Rechnungen (also per mailversand oder Download o.ä.) annehmen.  Bisher galt das nur für die ganz hohen Bundesbehörden. Ab nächstes Jahr im November sollen dann nur noch elektronische Rechnungen für Bundesaufträge gelten. 

Neuer Anbieter von Video on demand

Ab November bekommen Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime und Co. Konkurrenz von Apple: Apple TVPlus geht an den Start mit Eigenproduktionen – dafür braucht man sogar nicht mal ein Apple Gerät. Wer sich einen neuen Apple-Fernseher kauft, bekommt  allerdings ein Jahr Apple TVPlus gratis dazu.

Video-Games ohne Konsole und Co

Auch Google kommt im November mit einer Neuheit: dem Cloud-Gaming-Dienst Stadia (ab 19. November). Dabei streamen User Bild und Ton auf ihr Engerät und brauche keine Konsolen oder Spiele-PCs mehr.