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Alkohol und Drogen: Polizei überprüft LKW-Fahrer in großer Sonderkontrolle bei Bruchsal

Bruchsal/Karlsruhe (fg/cmk) Am Samstagabend fand auf der Tank- und Rastanlage Bruchsal eine groß angelegte Sonderkontrolle der Polizei statt. Ziel war es, Alkohol und Drogen im gewerblichen Schwer- und Fernverkehr zu bekämpfen. Die Autobahnpolizei musste nicht lange suchen, bereits nach einigen Minuten ging der erste betrunkene LKW-Fahrer ins Netz. 

Foto: Fabian Geier / einsatzreport24.de

Mehrere Polizeiteams im Einsatz

Die Einheiten der Autobahnpolizei Karlsruhe begannen ab 19 Uhr mit der Großkontrolle auf der Rastanlage in Bruchsal. Das Ziel: Bekämpfung von Alkohol und Drogen bei LKW-Fahrern. Mit mehreren Teams durchkämmten die Polizeibeamten den Parkplatz. Jeder Brummi-Fahrer, der dort pausierte, wurde auf Alkohol und Drogen kontrolliert. Der Hintergrund: Am Sonntag gilt für alle Fahrer im Schwer- und Fernverkehr ein Fahrverbot bis 22 Uhr. Die Fahrer, die die Zeit bis dahin in ihren Führerhäusern verbringen, trinken dabei erfahrungsgemäß häufig Alkohol. Anschließend beginnen sie noch alkoholisiert ihre Weiterfahrt.

Führerschein bei betrunkenen Fahrern einbehalten

Um dem entgegenzusetzen, startete nun die Autobahnpolizei Karlsruhe ihre zweite Kontrolle dieser Art. Die LKW-Fahrer wurden nach und nach kontrolliert und bei entsprechender Alkoholisierung wurden der Führerschein, sowie die Frachtpapiere einbehalten und erst am nächsten Morgen wieder ausgehändigt. Alkohol am Steuer kann schon bei geringer Menge zu einem verheerenden Problem werden. Die Folge sind nicht selten schwere Unfälle mit Verletzten oder gar Toten.

Abfahrtskontrolle bis in die Nacht hinein

Hat ein LKW-Fahrer sein Führerhaus beim ersten Klopfversuch nicht geöffnet, bekam dieser einen kleinen Aufkleber auf seinen LKW. Die Beamten wollten die Fahrer nicht mit Zwang aus ihrer vorgeschriebenen Ruhezeit wecken. Die Fahrer konnten die Kontrolle damit aber nicht umgehen. Die Beamten führten ab 22 Uhr eine Abfahrtskontrolle durch, alle Fahrzeuge die bis in die Nacht hinein ihre Parkplätze verlassen haben oder losgefahren sind, wurden spätestens dann von den Beamten gestoppt. Hierbei half den Beamten der kleine Aufkleber bei der Erkennung der Fahrzeuge. Bereits kontrollierte LKW durften sofort weiterfahren. 

Prävention statt Bußgelder

Dass sich die Kontrolle rentiert hat, zeigte sich für die Beamten schnell. Bereits nach wenigen Minuten waren die ersten alkoholisierten LKW-Fahrer gefunden. Die Papiere wurden eingezogen und durch Beamte aufbewahrt. Sobald die Fahrer ausgenüchtert und wieder fahrtauglich sind, erhalten diese ihrer Papiere wieder zurück. Für die Polizei ist die Großkontrolle keine Aktion, um Bußgelder einzunehmen, sondern eine rein präventive Maßnahme.