Züge – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Mon, 11 May 2026 09:13:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Residenzbahn: Warum weniger Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart fahren https://www.die-neue-welle.de/warum-weniger-zuege-zwischen-karlsruhe-und-stuttgart-fahren-1895658/ Fri, 08 May 2026 12:46:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1895658
Reisende und Pendler müssen in den kommenden beiden Wochen auf der sogenannten Residenzstrecke, zwischen Karlsruhe und Stuttgart, erhebliche Geduld aufbringen – und buchstäblich Stehvermögen. Denn wegen Bauarbeiten ist der Regionalexpress RE1 von Arverio ab Montag, 11. Mai, zwischen Karlsruhe und Stuttgart für zwei Wochen deutlich seltener und auch nicht durchgehend unterwegs. Vielen Bahnreisenden stehen als Alternativen Umstiege oder zeitraubende Busfahrten bevor.

Was im Mai geplant ist

Laut Bahn-Unternehmen dauern die Bauarbeiten bis in die Nacht zum 23. Mai. Es werde in diesem Zeitraum jeder zweite RE 1-Zug zwischen Stuttgart Hbf und Mühlacker ausfallen, warnte die Bahn. «Zwischen Mühlacker und Karlsruhe sind unsere Züge regulär unterwegs», teilte Arverio als Betreiber mit und ergänzte: «Außerdem werden in diesem Zeitraum die 196XX – Züge zwischen Stuttgart Hbf und Karlsruhe zweistündlich ohne Zwischenhalt verkehren.»

Zur jeweils anderen Stunde fährt laut Ersatzplan ein Direktbus als Schienenersatzverkehr zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Wer zwischen Pforzheim und Mühlacker sowie Stuttgart unterwegs sein will, muss in Bietigheim-Bissingen umsteigen.

Bislang fährt der RE zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart über Mühlacker und Vaihingen innerhalb von zwei Stunden im Normalfall dreimal. Die vierte Fahrt macht der IC – für Deutschlandticket-Kunden ist das keine Alternative.

Und was Bahnreisenden dann droht

Die Unternehmen warnen bereits vor «massiven Kapazitätseinschränkungen bei der Fahrgastbeförderung» zwischen Karlsruhe und Stuttgart, also vor spürbar überfüllten Zügen – allerdings ist dies in den Pendlerphasen morgens und nachmittags längst auch ohne Bauarbeiten der Fall.

Grund für die Störung sind Bauarbeiten im Pragsatteltunnel zwischen den Stationen Feuerbach und Nordbahnhof. Dort sind die S-Bahn-Gleise für den Zugverkehr gesperrt – mit Auswirkungen über den S-Bahn-Verkehr im Raum Stuttgart hinaus, wie die für die Schieneninfrastruktur zuständige Bahntochter DB InfraGo mitteilte.

Und auch der Fernverkehr ist betroffen: Laut DB können nicht alle Züge zwischen Stuttgart und München fahren. Es gibt ein stündliches Direktangebot mit ICE-Zügen sowie zusätzlich etwa stündliche Verbindungen zwischen Esslingen (Neckar) und München Hauptbahnhof. ICE-Züge von und nach Österreich werden ebenfalls nach Esslingen umgeleitet. Statt der ICE/TGV-Verbindungen Stuttgart–Paris bestehen lediglich Direktverbindungen ab und bis Karlsruhe.

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Bahnverkehr zwischen Forbach und Freudenstadt rollt wieder https://www.die-neue-welle.de/bahnverkehr-zwischen-forbach-und-freudenstadt-rollt-wieder-1886562/ Tue, 21 Apr 2026 02:40:30 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1886562 Forbach (pm/tk) – Nach einem schweren Baggerunfall in Raumünzach war die Bahnstrecke gesperrt. Jetzt rollen die Züge wieder.

Schäden repariert

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) hat die Schäden an der Bahninfrastruktur bei Raumünzach instandgesetzt. Die Bahnstrecke zwischen Forbach und Freudenstadt ist wieder für den Zugverkehr freigegeben. Seit dem frühen Montagabend verkehren die AVG-Stadtbahnen der Linien S8 und S81 sowie Regionalzüge der Deutschen Bahn (DB) wieder nach ihrem regulären Fahrplan zwischen Forbach und Freudenstadt.

Der Busnotverkehr, der während der Streckensperrung eingerichtet worden war, wurde gegen 21 Uhr eingestellt.

Schwerverletzt nach Baggerunfall

In der Nacht zuvor war es im Bereich Raumünzach bei Vegetationsarbeiten mit einem Bagger zu einem Unfall gekommen. Das Fahrzeug rutschte einen Abhang hinunter, überschlug sich und landete in der Murg. Der Bagger-Fahrer wurde schwer verletzt.  Durch den Unfall wurden Kabel beschädigt, die für das dortige Stellwerk auf der Murgtalbahn benötigt werden.

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Weniger Züge, höhere Preise? Die Folgen des Schienen-Urteils https://www.die-neue-welle.de/weniger-zuege-hoehere-preise-die-folgen-des-schienen-urteils-1871556/ Tue, 24 Mar 2026 14:23:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1871556

Stuttgart (dpa/tk) – Der EuGH hat ein Urteil zu Trassenpreisen gefällt – und das kann sich massiv auf den Regionalverkehr auswirken. Müssen die Bahnen nun ihre Ticketpreise drastisch erhöhen?

EuGH gibt Klage der Bahn Recht

Pendlerinnen und Pendlern in Baden-Württemberg drohen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs massive Einschnitte im S-Bahn- und Regionalverkehr. Ohne zusätzliches Geld vom Bund könnten Zugangebote ausgedünnt, Fahrkarten teurer und selbst stark genutzte Berufsverkehrs-Strecken spürbar eingeschränkt werden. «Es geht dabei um ein Risiko von mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr», warnte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Nach Schätzungen des Ministeriums könnte wegen des Urteils zu den sogenannten Trassenpreisen – also zu den Gebühren für die Nutzung der Schieneninfrastruktur – ungefähr jeder zehnte Zug auf der Kippe stehen. «Es gibt aber auch Prognosen, dass bis zu 20 Prozent der Züge abbestellt werden müssen», sagte Hermann. «Wenn es schlecht läuft, müssten wir also jeden fünften Zug abbestellen.»

Drohende Fahrplanlücken für Pendler

Bei den Trassenpreisen handelt es sich um eine Art Schienenmaut, die die Verkehrsunternehmen für die Nutzung der Infrastruktur an den Netzbetreiber Deutsche Bahn zahlen müssen. Für den Regionalverkehr waren die Kosten und Preiserhöhungen bisher allerdings gedeckelt – zulasten von Güter- und Fernverkehr. Nach Auffassung des EuGH ist diese deutsche Berechnungsmethode der Trassenpreise nicht mit dem EU-Recht vereinbar.

Die Bundesnetzagentur hatte die Preisbremse im vergangenen Jahr eingeführt, damit der Nahverkehr für die Länder bezahlbar bleibt. Dagegen hatte die DB InfraGo geklagt und nun Recht bekommen. Die Entgelte nach einer starren mathematischen Formel zu deckeln, verstoße gegen EU-Recht, urteilten die Richter in Luxemburg. Das Verwaltungsgericht Köln, bei dem Verfahren dazu anhängig sind, hatte um eine Überprüfung durch den EuGH gebeten.

Milliarden-Mehrkosten und Reform

Den Nahverkehrsunternehmen drohen nun Mehrkosten in Milliardenhöhe, möglicherweise sogar rückwirkend für mehrere Jahre. Zudem müssen die Trassenpreise für die Jahre 2025 und 2026 neu festgelegt werden, da die bisherigen Genehmigungen der Bundesnetzagentur nicht mit EU-Recht vereinbar sind.

Das Bundesverkehrsministerium will das Urteil in seine geplante Reform des Trassenpreissystems einbeziehen, die ab der nächsten Fahrplanperiode gelten soll. Gleichzeitig betonte das Ministerium, dass noch unklar sei, ob die Entgelte im Schienenpersonennahverkehr ohne Preisbremse höher oder niedriger ausgefallen wären – dies soll jetzt die Bundesnetzagentur klären.

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Stundenlanges Zug-Chaos nach Stromausfall am Karlsruher Hauptbahnhof https://www.die-neue-welle.de/stundenlanges-zug-chaos-nach-stromausfall-am-karlsruher-hauptbahnhof-1851738/ Fri, 30 Jan 2026 03:45:35 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1851738 Karlsruhe (er24/tk) – Ein Schaden an der Oberleitung sorgt am Donnerstagabend für Stillstand und genervte Reisende. Züge stehen still, ein ICE mit vielen Fahrgästen bleibt auf freier Strecke stehen.

Bahn-Chaos in Karlsruhe

Um kurz nach 20 Uhr war ein Tragseil an einer Oberleitung gerissen und führte zu einem vollständigen Stromausfall der Oberleitungen am Hauptbahnhof. In der Folge kam der Zugverkehr im gesamten Bahnhof sowie im umliegenden Streckenbereich weitgehend zum Erliegen.

Mehrere Züge blieben stehen

Laut Deutscher Bahn konnten aufgrund des Stromausfalls zwei ICE-Züge nicht in den Karlsruher Bahnhof einfahren. Einer der beiden Fernverkehrszüge habe nicht weiterfahren können und wurde abgeschleppt. Die rund 170 Fahrgäste an Bord mussten den Zug verlassen und auf den Regionalverkehr umsteigen.

Genervte Reisende

Im Hauptbahnhof sammelten sich im Laufe des Abends zahlreiche gestrandete Reisende. Viele Fahrgäste warteten auf Informationen zur Weiterfahrt oder suchten nach alternativen Reisemöglichkeiten. Mehrere Zugverbindungen im Nah- und Fernverkehr fielen vollständig aus, weitere verspäteten sich erheblich.

,,Wir warten hier seit drei Stunden – wir fahren jetzt mit dem Taxi nach Hause“, erzählt eine Frau. Ein anderer Passant erzählt von wilden Szenen im steckengebliebenen ICE: ,,Eine schwangere Frau war unter den Fahrgästen und ihr ging es nicht gut. Die anderen Fahrgäste waren sauer über den stundenlangen Stillstand. Meine Eltern kommen jetzt 90 Kilometer nach Karlsruhe gefahren mit dem Auto um mich abzuholen“, erzählte er.

Verkehr rollte wieder an

Erst im Laufe des späten Abends konnte nacheinander die Stromversorgung überbrückt und die Gleise wieder freigegeben werden. Lediglich das betroffene Gleis blieb bis nach Abschluss der Reparaturarbeiten gegen Mitternacht gesperrt.

 

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Bahnstrecke Karlsruhe-Pforzheim – Einschränkungen bis Oktober https://www.die-neue-welle.de/bahnstrecke-karlsruhe-pforzheim-einschraenkungen-bis-oktober-1721548/ Mon, 22 Sep 2025 02:32:58 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1721548

Karlsruhe (dpa/tk) – Zwischen Karlsruhe und Pforzheim fallen ab Donnerstag (25. September) die Züge aus oder werden umgeleitet. Warum, wie lange und was Reisende noch wissen müssen:

Bauarbeiten der Deutschen Bahn

Gut zwei Wochen müssen sich Bahnreisende zwischen Karlsruhe und Pforzheim auf Einschränkungen und Umleitungen einstellen. Ab Donnerstag (25. September) bis 11. Oktober ist die Direktverbindung nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) wegen Bauarbeiten gekappt.

Umleitungen und entfallende Halte

Fernzüge der Linie 61 von und nach Stuttgart werden den Angaben zufolge zum Beispiel zwischen Karlsruhe und Vaihingen (Enz) über Bruchsal umgeleitet und halten nicht in Pforzheim und Mühlacker. Auf der von Norden kommenden Linie 26 entfallen die Halte in Heidelberg Hbf, Wiesloch-Walldorf und Bruchsal.

Im Regionalverkehr sei unter anderem die Linie RE 1 (Karlsruhe-Stuttgart) betroffen, die zwischen Karlsruhe und Vaihingen (Enz) ebenfalls über Bruchsal umgeleitet werde. Laut den geänderten Fahrplänen des Betreibers Arverio sind Züge dann schneller am Ziel als über die eigentliche Route.

Bahnen der RE 45 (Karlsruhe-Heilbronn) fahren laut DB bis beziehungsweise ab Karlsruhe-Durlach. Verbindungen der Linie MEX 17 von und nach Bietigheim-Bissingen enden beziehungsweise beginnen der Mitteilung zufolge in Pforzheim. Halte zwischen Karlsruhe und Pforzheim fallen demnach aus.

Schienenersatzverkehr und aktuelle Infos

Die DB rät, sich über bahn.de und die App DB Navigator über jeweils aktuelle Verbindungen zu informieren. Das Unternehmen Arverio kündigte ferner an, zwischen Karlsruhe und Pforzheim werde Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Hintergrund ist, dass die DB laut Mitteilung rund 5.200 Schwellen auf einem Gleis auf der Strecke Karlsruhe-Durlach austauschen lassen will. Dafür müsse auch das Nachbargleis gesperrt werden. Insgesamt sollen die Arbeiten voraussichtlich bis zum 20. November dauern. Vorarbeiten liefen seit August.

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Tunnel Rastatt: Mit großen Schritten zur Inbetriebnahme https://www.die-neue-welle.de/tunnel-rastatt-mit-grossen-schritten-zur-inbetriebnahme-1651132/ Tue, 12 Aug 2025 02:25:14 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1651132
Rastatt (pm/tk) – Der Ausbau des Tunnels Rastatt geht in die finale Phase. Ende 2026 sollen die ersten Züge rollen. Die Havariefolgen aus 2017 sind laut Deutscher Bahn beseitigt.

Einbetonierter Tunnelbohrer geborgen

Beim Bahnprojekt Karlsruhe–Basel ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Tunnelvortriebsmaschine, die nach der Havarie am 12. August 2017 stillgelegt worden war, ist vollständig zurückgebaut. Der planmäßige Rückbau schließt eine technisch anspruchsvolle sowie komplexe Bauphase ab und ebnet den Weg für die finalen Arbeiten am Tunnel Rastatt.

Rückbau nach Plan abgeschlossen

Die rund 90 Meter lange und 2.000 Tonnen schwere Maschine wurde in mehreren präzise geplanten Schritten demontiert. Stück für Stück wurde sie freigelegt, aufgetrennt und in bis zu 70 Tonnen schwere halbkreisförmige Segmente zerlegt. Nach dem Entfernen von Maschine und Beton konnte die Baugrube bis zur künftigen Tunnelsohle weiter ausgehoben und der Tunnelrohbau fertiggestellt werden. Insgesamt wurden rund 52.000 Kubikmeter Erdmaterial ausgehoben – ein Volumen, das etwa 20 olympischen Schwimmbecken entspricht.

Derzeit laufen die abschließenden Ausbaumaßnahmen im Tunnel. Dazu zählen der Einbau des letzten Abschnitts der festen Fahrbahn, die Installation der Oberleitung, die Montage der Signaltechnik, der Beleuchtung und verschiedener Kommunikationssysteme.

Abschließende Phase zur Inbetriebnahme

Nach dem Einbau der technischen Ausstattung folgen in den kommenden Monaten technische Prüfungen der baulichen und betrieblichen Anlagen, Sicherheitsübungen mit Feuerwehr und Rettungskräften sowie Testfahrten. Ziel ist es, die Betriebsbereitschaft des Tunnels vorzubereiten und einen reibungslosen Übergang in den Regelbetrieb sicherzustellen. Das Projektteam der Bahn arbeitet darauf hin, dass erste Züge wie geplant Ende 2026 durch den Tunnel Rastatt fahren können.

Der Tunnel Rastatt ist ein zentraler Bestandteil des viergleisigen Ausbaus der Rheintalbahn, mit dem die Deutsche Bahn zusätzliche Kapazitäten für einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Schienenverkehr schafft. Durch das 4.270 Meter lange Bauwerk unterqueren Züge künftig das Stadtgebiet Rastatt – eine spürbare Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner vom Lärm vorbeifahrender Züge.

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Ende der Bauarbeiten auf der Rheintalbahn https://www.die-neue-welle.de/ende-der-bauarbeiten-auf-der-rheintalbahn-1428046/ Mon, 28 Apr 2025 07:03:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1428046
Nach der Sperrung der Rheintalbahn rollen die Züge wieder. Die Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Basel wurden nach Angaben der Deutschen Bahn zufolge planmäßig am späten Sonntagabend beendet.

Betroffene Abschnitte wieder frei

Der Verkehr laufe seit dem Ende der Arbeiten am Sonntag um 23.15 Uhr wieder planmäßig, sagte ein Sprecher des Konzerns. Die Deutsche Bahn hatte über Ostern und die Tage danach umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt und unter anderem Gleise und Weichen erneuert. Zudem soll die Strecke viergleisig ausgebaut werden – auch daran wurde gearbeitet.

Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr

Bahnreisende hatten während der Sperrung, die am Karfreitag begonnen hatte, einige Verzögerungen und Fahrplanänderungen in Kauf nehmen und für bestimmte Fahrtabschnitte in Busse umsteigen müssen. Der Regionalverkehr war ebenfalls eingeschränkt.

Zum Schienenersatzverkehr hatte die Bahn eine positive Bilanz gezogen. Vor allem über Ostern sei das Konzept dem Andrang gerecht geworden. Täglich waren weit über 100 Busse als Ersatz für ausgefallene Fernzüge im Einsatz.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte die Zahl der Busse begrüßt und als ausreichend bezeichnet. Allerdings seien Regionalzüge teils überfüllt und nicht mit zusätzlichen Waggons ausgestattet gewesen. Mit Blick auf das Rückreisewochenende am Ende der Osterferien setzte die Bahn einen weiteren Regionalzug alle zwei Stunden zwischen Karlsruhe und Offenburg ein.

Bei dem milliardenschweren Ausbau der Rheintalbahn wird die Strecke Karlsruhe-Basel nach und nach von zwei auf vier Gleise erweitert. ICE-Züge sollen dadurch erheblich schneller fahren können. Die rund 200 Kilometer lange Strecke ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas.

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Neue Kinzigtalbahn hält nicht in Loßburg https://www.die-neue-welle.de/neue-kinzigtalbahn-haelt-nicht-in-lossburg-1407061/ Mon, 14 Apr 2025 02:15:15 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1407061
Wegen einer fehlenden Weiche sehen viele Pendler und Schüler in Loßburg die batteriebetriebenen Züge der Kinzigtalbahn an sich vorbeirauschen. Denn ein Großteil der neuen Züge fährt den dortigen Bahnhof nicht mehr an. Auch zwei Stationen vorher in Schenkenzell (Kreis Rottweil) herrscht Ernüchterung.

Umweltschonend, aber nutzlos

Stattdessen fahren Dieselbusse im Ersatzverkehr. Diesel, den man sich eigentlich durch den Einsatz der elektrischen Züge schenken wollte. Laut dem Verkehrsministerium werden zwar rund 2.000 Liter Diesel am Tag eingespart – die Busse verbrauchen aber im Gegenzug rund 145 Liter am Tag. Ein Irrsinn, wie viele Einwohner finden.

36 Sekunden entscheiden über Halt

Seit Mitte Dezember werden auf der Kinzigtalbahn Batteriezüge eingesetzt. Diese haben einen ausfahrbaren Tritt für einen barrierefreien Zugang. «Die Trittbretter brauchen 36 Sekunden pro Halt zum Aus- und Einfahren», sagt der Bürgermeister von Schenkenzell, Bernd Heinzelmann. Durch die Verzögerung könne der Fahrplan nicht eingehalten werden und der Zug nicht in Freudenstadt wenden.

Denn in Freudenstadt fehlt eine Weiche. Diese wird es laut Bahn erst Ende 2026 geben. Viele Bürger hätten sich bei ihm beschwert, sagt Heinzelmann. Sogar eine Postkartenaktion aus Protest an das Verkehrsministerium in Stuttgart habe es gegeben.

Die Bahn, sprich die DB InfraGO AG, wisse laut Heinzelmann schon seit Jahren, dass die Weiche in Freudenstadt kommen muss. «Es ist nicht okay, was hier passiert ist.» Er sei weiterhin bemüht, das Ganze nicht einschlafen zu lassen. «Weil wir hier vor allen Dingen vermeiden wollen, dass nach zwei Jahren dann das Fazit lautet: «Ja, das hat ja funktioniert.»

Betroffene sind empört

«Es ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar, dass man zwei Ortschaften komplett abhängt vom Zug», sagt Kathrin Kilguß, eine betroffene Bürgerin. Sie fühle sich abgehängt. «Und ich bin auch ein Stück weit frustriert, dass vermehrt Leute wieder aufs Auto umsteigen, weil so ein Nahverkehr nicht zuverlässig funktioniert und das macht einfach wütend».

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Bruchsaler Bahnhof wegen Oberleitungsstörung komplett gesperrt https://www.die-neue-welle.de/bruchsaler-bahnhof-wegen-oberleitungsstoerung-komplett-gesperrt-1344029/ Tue, 04 Mar 2025 13:51:29 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1344029 Bruchsal (pm/svs) – Wer vom Bruchsaler Bahnhof aus mit dem Zug fahren möchte, muss derzeit umplanen. Wegen einer Oberleitungsstörung ist der Bahnhof aktuell komplett gesperrt. Der Fernverkehr wird über Pforzheim umgeleitet. Für den Regionalverkehr ist ein Schienenersatzverkehr mit zwei Bussen eingerichtet. Wie lange die Reparaturarbeiten dauern, ist noch unklar.

Fast alle Züge fallen aus

Neben mehreren TGV-, IC- und ICE-Zügen im Fernverkehr sowie Verbindungen im Nahverkehr ist laut der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft auch der S-Bahn-Betrieb betroffen. Den Betreibern zufolge kommt es zu Umleitungen und Ausfällen von Halten. Im S-Bahn-Verkehr fallen teilweise auch Züge aus.

Fernverkehr wird umgeleitet – Ausfälle S31 und S32

Auf den Linien S31 und S32 kommt es in beiden Richtungen zur Verspätungen und einzelnen Zugausfällen. Ein Schienenersatzverkehr mit zwei Bussen wurde zwischen Ubstadt Ort und Weingarten Bahnhof eingerichtet. Die Reparaturen dauern bis auf weiteres an. Auch etliche RE und ICE Züge fallen aus. Der Fernverkehr wird über Pforzheim umgeleitet und auch der Regionalverkehr fällt ebenfalls aus oder ist verspätet, weil die Züge nicht in den gesperrten Bahnhof fahren können.

Welche Züge aktuell fahren und welche nicht, erfahrt ihr hier.

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Mammutprojekt Rheintalbahn – Was passiert 2025? https://www.die-neue-welle.de/mammutprojekt-rheintalbahn-was-passiert-2025-1262902/ Thu, 02 Jan 2025 05:59:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1262902 Karlsruhe/Rastatt (dpa/tk) – Pendler und Bahnreisende dürften sich noch lebhaft an die Sperrung zwischen Rastatt und Baden-Baden erinnern. Bauarbeiten auf der Rheintalbahn wird es auch im neuen Jahr geben – doch es wird auch endlich etwas fertig. Die Deutsche Bahn baut baut für Milliarden Euro die Strecke zwischen Karlsruhe und Basel aus.

Abschnitt in Südbaden

Auf der rund sechs Kilometer langen Strecke zwischen Müllheim im Markgräflerland und Auggen werden zwei neue Fernverkehrsgleise gebaut, die Geschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde erlauben, wie Projektleiter Philipp Langefeld der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte. Der Abschnitt solle Ende 2025 offiziell fertiggestellt werden: «Das trägt zu einem stabileren und pünktlicheren Bahnbetrieb auf der Strecke bei.» In Müllheim und Auggen gibt es demnach neue Bahnhöfe.

Viergleisiger Ausbau

Beim Mammutprojekt Karlsruhe-Basel wird die Strecke schrittweise von zwei auf vier Gleise ausgebaut. ICE sollen hier deutlich schneller fahren können. Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im europäischen Eisenbahnnetz. Täglich nutzen sie mehr als 300 Güter-, Fern- und Nahverkehrszüge. Das Gesamtprojekt wird in Teilstücken gebaut und soll erst 2041 abgeschlossen werden. Der Bund und die DB investieren nach Angaben aus dem vorvergangenen Jahr rund 14,2 Milliarden Euro in den Ausbau der rund 200 Kilometer langen Strecke.

Weiter Bauarbeiten

«Es wird auch 2025 weiter Bauarbeiten für unser Projekt auf der Rheintalbahn geben – vor allem am Wochenende», sagte Langefeld. «Dazu werden wir auch mal ein oder zwei Gleise zumachen müssen.» Die DB hatte bereits angekündigt, dass von Karfreitag (18. April) an bis zum 27. April an verschiedenen Abschnitten im südlichen Bereich der Strecke gearbeitet werden wird.

Eine lange Vollsperrung wie im vergangenen Sommer zwischen Rastatt und Baden-Baden sei aber weder im neuen Jahr noch 2026 geplant, versicherte Langefeld. Bei der dreiwöchigen Schließung im August mussten Reisende auf der Teilstrecke auf Busse umsteigen – zu Beginn gab es viel Unmut, denn die Zahl der Fahrzeuge reichte zunächst nicht aus.

Bahn will auf Vorschläge eingehen

Die Bahn hält an ihrem Vorhaben fest, den gesamten, rund 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Offenburg (Ortenaukreis) und Riegel am Kaiserstuhl (Kreis Emmendingen) zwischen 2036 und 2041 zu sperren. Der Güter- und Fernverkehr soll in dieser Zeit über die Neubaustrecke umgeleitet werden – diese ist entlang der Autobahn 5 geplant. Es werde einen leistungsfähigen Busersatzverkehr geben, kündigte Langefeld an.

Die Sperrung löse an Ort und Stelle keine Begeisterungsstürme aus, räumte der DB-Manager ein. «Wir schauen uns aktuell die Vorschläge aus der Region an, auf der Neubaustrecke Ersatzhalte einzurichten: Genauer untersuchen wir derzeit einen Ersatzhalt im Norden und einen im Süden.» Die Haltestellen könnten den Bauzeitraum für die Region verträglicher machen. «Die Rahmenbedingungen müssen passen, und es muss finanziert werden. Wir stellen uns der Herausforderung.»

Weiter südlich soll es im Abschnitt zwischen Riegel und March nordwestlich von Freiburg nun losgehen: Langefeld kündigte für das neue Jahr Rodungen und andere vorbereitende Arbeiten an. Mit dem eigentlichen Bau der Strecke entlang der A5 werde dann 2026 begonnen. Der Güterverkehr soll künftig auf zwei neuen Gleisen entlang der Autobahn verlaufen.

Rastatter Tunnel soll 2026 öffnen

Zwei große Tunnelprojekte auf der Strecke sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Der gut vier Kilometer lange Bahntunnel in Rastatt soll Ende 2026 in Betrieb genommen werden. Durch das Bauwerk sollen Züge das Stadtgebiet künftig unterqueren können, um Anwohner und Anwohnerinnen vom Lärm vorbeifahrender Züge zu entlasten.

Für den rund elf Kilometer langen Tunnel in Offenburg braucht die Bahn erst einmal Baurecht, wie der verantwortliche Projektleiter Frank Roser sagte. Nach der sogenannten Offenlage der Pläne wolle die DB im neuen Jahr alle Einwendungen beantworten. «Es wird sicher einige Hundert Einwendungen geben. Das ist aber im Vergleich zu Projekten ähnlicher Größenordnung wenig – denn mit der Untertunnelung von Offenburg erfüllen wir eine Kernforderung der Region», sagte Roser. Für das Projekt werde ein Baubeginn im Jahr 2028 angepeilt.

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