Wolf Hornisgrinde – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 10 Mar 2026 15:58:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Wolf im Nordschwarzwald wird vorerst nicht mehr gejagt https://www.die-neue-welle.de/wolf-im-nordschwarzwald-wird-vorerst-nicht-mehr-gejagt-1865754/ Tue, 10 Mar 2026 15:56:49 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1865754 Schwarzwald (dpa/dk) – Die Jagd auf den Wolf an der Hornisgrinde ist erst einmal beendet. Das Umweltministerium in Stuttgart hat entschieden, die Abschuss-Genehmigung nicht über den 10. März hinaus zu verlängern. Ganz vom Tisch ist das Thema damit aber nicht.

Abschuss-Genehmigung läuft aus

Der umstrittene Wolf im Nordschwarzwald wird bis auf Weiteres nicht mehr gejagt. Nach Angaben des baden-württembergischen Umweltministeriums wird eine geltende Abschuss-Genehmigung nicht verlängert.

Stattdessen sollen die Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen nun genutzt werden, um neue Konzepte zur Vergrämung des Tieres außerhalb der sogenannten Ranzzeit zu entwickeln.

Wolf war wochenlang gesucht worden

Zuletzt hatten Jäger den sogenannten Hornisgrinde-Wolf über Wochen im offiziellen Auftrag des Landes gesucht, um ihn zu erlegen. Zuvor hatten zwei Gerichte den Abschuss erlaubt und eine Klage von Naturschützern gegen die Genehmigung abgewiesen.

Die Jagd war von Politik und Justiz genehmigt worden, um Risiken für Mensch und Tier vorzubeugen.

Ministerium verweist auf Ende der Ranzzeit

Der als „GW2672m“ identifizierte Rüde hatte sich laut Ministerium wiederholt vor allem Menschen mit Hunden bis auf wenige Meter genähert. Experten gehen davon aus, dass der Wolf in der Ranzzeit, also der Phase der Fortpflanzungsbereitschaft bis März, an Hündinnen interessiert war.

Nach Angaben des Ministeriums nimmt dieses Interesse mit dem Ende der aktuellen Ranzzeit erfahrungsgemäß ab. Außerdem seien im Februar bereits deutlich weniger Sichtungen gemeldet worden als im Monat davor. Im Jahr 2025 sei dieser Rückgang erst Mitte März festgestellt worden.

Auf dieser Grundlage werde die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss nicht verlängert, teilte das Ministerium mit.

Keine Entwarnung für die Zukunft

Eine grundsätzliche Entwarnung gibt es aber nicht. Das Umweltministerium betont, dass sich am Verhalten des Wolfes ohne Eingriffe nach Einschätzung von Experten voraussichtlich nichts ändern werde.

Zur nächsten Ranzzeit könnte der Wolf demnach wieder zur Gefahr für Menschen werden, sollte sich sein Verhalten nicht nachhaltig ändern. Deshalb wurde die Forschungs- und Versuchsanstalt Baden-Württemberg damit beauftragt, Konzepte zur Vergrämung auszuarbeiten.

Umweltministerin Thekla Walker sagte: „Wir legen die Hände nicht in den Schoß. Wir müssen die Situation genau beobachten.“

Debatte dürfte weitergehen

Die Diskussion um den Wolf an der Hornisgrinde beschäftigt Baden-Württemberg seit Wochen. Es gab Unterschriftenlisten auf beiden Seiten und Mahnwachen.

Gegen die Abschuss-Genehmigung hatte die Naturschutzinitiative geklagt und dabei auf die geringe Wolfspopulation im Südwesten verwiesen. Nach ihren Angaben waren bislang nur vier Tiere nachgewiesen. Der Abschuss eines Wolfs entspreche damit einem Viertel der bekannten Population und könne den Erhaltungszustand der Art gefährden.

Für eine neue Genehmigung wären neue Argumente nötig. Auch die politische Lage nach der Landtagswahl könnte bei weiteren Entscheidungen eine Rolle spielen.

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Abschuss frühestens nächste Woche: Wolf auf der Hornisgrinde vorerst sicher https://www.die-neue-welle.de/abschuss-fruehestens-naechste-woche-wolf-auf-der-hornisgrinde-vorerst-sicher-1855770/ Sat, 07 Feb 2026 10:16:06 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1855770 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Obwohl ein Gericht die Abschusserlaubnis bestätigt hat, wird der Wolf im Nordschwarzwald vorerst nicht gejagt. Nach Angaben des baden-württembergischen Umweltministeriums soll eine mögliche Jagd frühestens in der kommenden Woche beginnen.

Ministerium wartet Begründung des Gerichts ab

Zunächst wolle man abwarten, wie das Verwaltungsgericht Stuttgart seinen jüngsten Beschluss im Detail begründet, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums mit. Erst danach werde entschieden, ob ein Team professioneller Jäger beauftragt wird.

Mit einem Abschuss am Wochenende ist laut Ministerium nicht zu rechnen. In der Nationalpark-Region im Schwarzwald seien samstags und sonntags zu viele Ausflügler unterwegs, weshalb die Maßnahme ohnehin nicht umgesetzt werden könne.

Gericht bestätigt Abschusserlaubnis

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte am Donnerstag entschieden, dass der Wolf im Nordschwarzwald geschossen werden darf. Der Grund: Das Tier habe sich wiederholt Menschen genähert. Damit bestätigte das Gericht die umstrittene Entscheidung von Umweltministerin Thekla Walker.

Ausnahmegenehmigung weiterhin gültig

Die bis zum 10. März befristete Ausnahmegenehmigung bleibt damit wirksam. Der Abschuss ist nach derzeitigem Stand rechtlich zulässig – solange die klagende Naturschutzinitiative keine erfolgreiche Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) einlegt.

Bislang ist beim VGH noch keine Beschwerde eingegangen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Sollte dies noch geschehen und erfolgreich sein, müssten die Maßnahmen auf der Hornisgrinde erneut ausgesetzt werden.

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Kretschmann genervt über Wolfs-Debatte: „Der Wolf weiß nicht, wann Wahlkampf ist“ https://www.die-neue-welle.de/kretschmann-genervt-ueber-wolfs-debatte-der-wolf-weiss-nicht-wann-wahlkampf-ist-1854720/ Tue, 03 Feb 2026 12:29:53 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1854720 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Die Diskussion um den geplanten Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald wird immer emotionaler. Mahnwachen, juristische Schritte und sogar Wahlkampfvorwürfe stehen im Raum. Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigt sich davon irritiert – und weist die Kritik deutlich zurück.

„Mich erstaunt die große Emotionalität“

Der Abschuss eines Wolfsrüden auf der Hornisgrinde sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Am Freitag ist in Bühl sogar eine Mahnwache angekündigt, Naturschützer haben Klage gegen die Abschussgenehmigung eingereicht. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte dazu in Stuttgart: „Mich erstaunt die große Emotionalität dieser Debatte, das muss ich schon sagen.“

Der Wolf habe sich wiederholt Menschen genähert und sei deshalb ein Sonderfall, betonte der Regierungschef. Die geplante Entnahme diene dem unmittelbaren Menschenschutz. „Das ist kein Thema des allgemeinen Artenschutzes“, so Kretschmann.

Wahlkampfvorwurf „abwegig“

Besonders deutlich reagierte Kretschmann auf Vorwürfe, die Abschussgenehmigung des grün geführten Umweltministeriums sei ein Wahlkampfmanöver. „Der Vorwurf ist abwegig. Der Wolf weiß ja nicht, wann Wahlkampf ist – das ist doch einfach Blödsinn“, sagte er.

Der Zeitpunkt der Entscheidung habe nichts mit politischer Strategie zu tun, sondern mit der Ranzzeit. In dieser Phase seien Wölfe auf Partnersuche und könnten sich Menschen oder Hunden bis auf wenige Meter nähern.

Gericht entscheidet im Eilverfahren

Aktuell liegt der Fall beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Naturschützer haben gegen die Abschussgenehmigung geklagt. Über den Eilantrag soll in den kommenden Tagen entschieden werden. Bis zu dieser Entscheidung darf der Wolf nicht getötet werden.

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