Wolf Baden-Württemberg – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 06 Oct 2026 14:42:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 Toter Wolf am Schluchsee identifiziert – nur noch fünf sesshafte Wölfe im Südwesten https://www.die-neue-welle.de/toter-wolf-am-schluchsee-identifiziert-nur-noch-fuenf-sesshafte-woelfe-im-suedwesten-1980762/ Tue, 06 Oct 2026 14:01:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1980762 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Jetzt steht fest, welcher Wolf Ende September schwer verletzt am Schluchsee gefunden und später getötet wurde: Es handelte sich um den dort ansässigen Rüden GW1129m. Damit sinkt die Zahl der sesshaften erwachsenen Wölfe in Baden-Württemberg auf fünf.

Schluchsee-Wolf eindeutig identifiziert

Das Landwirtschaftsministerium hat die Identität des Tieres bestätigt. Bei dem toten Wolfsrüden handelt es sich um GW1129m, der im Gebiet rund um den Schluchsee als sesshaft galt.

Der Wolf war schwer verletzt entdeckt worden und musste getötet werden, weil er nicht mehr überlebensfähig war.

Verkehrsunfall gilt als wahrscheinlich

Wie genau die schweren Verletzungen entstanden sind, konnte nicht sicher geklärt werden.

Bei den Untersuchungen wurden komplexe Frakturen im Bereich der Lendenwirbelsäule festgestellt. Ein Verkehrsunfall könne zwar weder sicher bestätigt noch ausgeschlossen werden, sei nach Angaben des Ministeriums aber sehr wahrscheinlich.

Als möglicher Hinweis gilt die B500, die in unmittelbarer Nähe des Fundorts verläuft. Sicher ausgeschlossen werden konnte dagegen, dass die Verletzungen von einem Schuss stammen.

Wolf musste getötet werden

Das Tier war noch am Leben, als es gefunden wurde, seine Verletzungen waren allerdings so schwer, dass keine Überlebenschance mehr bestand.

Das Landwirtschaftsministerium hatte erklärt: „Im Sinne des Tierschutzes und um dem Tier weiteres Leid zu ersparen, wurde es getötet.“

Ob der Wolf eingeschläfert oder erschossen wurde, teilte das Ministerium nicht mit.

Nur noch fünf sesshafte erwachsene Wölfe

Mit dem Tod von GW1129m gelten in Baden-Württemberg nun noch fünf erwachsene Wölfe als sesshaft.

Dazu gehört ein Wolfspaar im Enztal, das als mutmaßliches Elternpaar eines kürzlich auf einer Fotofalle gesichteten Welpen gilt.

Weitere männliche Wölfe leben in den Territorien Hornisgrinde, Reichenbacher Wald und Ostbaar.

Die wissenschaftlichen Kennungen der vier männlichen Tiere lauten GW5057m, GW852m, GW2672m und GW4389m. Die Wölfin trägt die Kennung GW4816f.

Mehrere Wölfe bereits im Verkehr getötet

Nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf sind zwischen 1991 und 2026 in Baden-Württemberg bislang acht Wölfe bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Ein weiterer Wolf wurde 2017 illegal erschossen und tot aus dem Schluchsee geborgen. Bei einem zehnten Tier ist die Todesursache ungeklärt. Der nun getötete Schluchsee-Wolf ist in dieser Statistik noch nicht enthalten.

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Wolfsnachwuchs in Baiersbronn: Fotofalle zeigt Welpen https://www.die-neue-welle.de/wolfsnachwuchs-in-baiersbronn-fotofalle-zeigt-welpen-1973880/ Thu, 24 Sep 2026 14:14:14 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1973880 Baden-Württemberg (dpa/dk) – In Baden-Württemberg gibt es Wolfsnachwuchs. In der Gemeinde Baiersbronn ist auf einer Fotofalle zweifelsfrei ein Wolfswelpe aufgenommen worden. Welches Geschlecht der junge Wolf hat, ist derzeit nicht bekannt.

Geschlecht noch unklar

Das Tier wurde am 17. September aufgenommen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg bestätigte anschließend, dass es sich zweifelsfrei um einen Wolfswelpen handelt. Welches Geschlecht der junge Wolf hat und ob es noch weitere Welpen gibt, ist derzeit nicht bekannt.

Wolfspaar war schon länger im Nordschwarzwald unterwegs

Bereits seit einiger Zeit wurde im Nordschwarzwald ein Wolfspaar beobachtet. Bei den Tieren handelt es sich vermutlich um die Eltern des Welpen. Die Fähe ist erst seit kurzem in der Region ansässig. Ihr Partner ist der Rüde GW852m. Experten der FVA hatten bereits zuvor eine erfolgreiche Verpaarung für sehr wahrscheinlich gehalten.

«Wildbiologisch gesehen klappt eine Verpaarung zwischen Wölfen meistens», hatte FVA-Experte Micha Herdtfelder erklärt.

Die Fähe war vermutlich im Februar oder März trächtig geworden. Die Tragezeit bei Wölfen beträgt rund 60 Tage. Normalerweise umfasst ein Wurf vier bis sechs Welpen, allerdings ist die Sterblichkeit hoch.

Wieder ein Wolfsrudel im Südwesten

Zuletzt hatte es in Baden-Württemberg Ende 2023 ein Wolfsrudel gegeben. Damals wurde der einzige lebende Welpe in der Nähe des Schluchsees überfahren. Im April darauf verendete auch das Muttertier bei einem Verkehrsunfall nahe Lenzkirch. Die Wölfin war zu diesem Zeitpunkt mit mehreren Welpen trächtig. Danach gab es längere Zeit kein Weibchen im Südwesten, das für Nachwuchs hätte sorgen können. Wölfe sind vor mehr als 20 Jahren wieder in Deutschland aufgetaucht. Seitdem nimmt ihre Zahl kontinuierlich zu.

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Letzte Chance für den Hornisgrinde-Wolf? Experten starten neuen Versuch https://www.die-neue-welle.de/letzte-chance-fuer-den-hornisgrinde-wolf-experten-starten-neuen-versuch-1948467/ Fri, 07 Aug 2026 12:29:35 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1948467 Seebach (dpa/svs) – Der Hornisgrinde-Wolf fällt seit Jahren durch seine Nähe zu Menschen auf. Jetzt wollen Fachleute noch einmal versuchen, ihn dauerhaft von Spaziergängern fernzuhalten und tiefer in den Schwarzwald zu treiben. Gleichzeitig warnen Experten: Wie sich der ausgewachsene Wolf künftig verhält, lässt sich nicht vorhersagen.

Wolf soll noch einmal „umtrainiert“ werden

Trotz der bestehenden Abschussgenehmigung wollen die Verantwortlichen einen weiteren Versuch starten, den Wolf zu vergrämen.

„Wir sind uns einig, dass wir nichts unversucht lassen wollen und in den kommenden Wochen schauen, ob es doch noch eine Chance gibt, dieses schon ausgewachsene Tier umzutrainieren“, sagte der Leiter des Nationalparks Schwarzwald, Berthold Reichle, laut Mitteilung.

Wie die Vergrämung genau ablaufen soll, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Gelingt sie, soll sich der Wolf künftig weiter in die Tiefen des Schwarzwalds zurückziehen. Allerdings bezweifeln Experten laut Nationalpark, dass sich ein ausgewachsenes Tier noch erfolgreich umtrainieren lässt.

Abstand halten ist jetzt besonders wichtig

Auch Besucherinnen und Besucher können den Erfolg des Versuchs beeinflussen.

„Jeder Mensch, der sich ihm freundlich nähert, wird das Umtrainieren zunichtemachen“, sagte Urs Reif, Abteilungsleiter Flächenmanagement im Nationalpark.

Der Wolf wurde in den vergangenen Wochen immer wieder gesehen. Seit mehr als drei Jahren kommt der Rüde Spaziergängern teilweise sehr nahe. Besonders häufig betrifft das Menschen, die mit Hunden unterwegs sind. Teilweise folgt der Wolf ihnen mit weniger als 30 Metern Abstand.

Abschussgenehmigung hatte für Proteste gesorgt

Mehrere Versuche, den Wolf mit einem Sender auszustatten und zu vertreiben, waren bislang erfolglos. Das baden-württembergische Umweltministerium hatte deshalb Anfang des Jahres eine Abschussgenehmigung erteilt. Seit Mitte März ist sie mit dem Ende der Paarungszeit ausgesetzt. Vor allem rund um den Nationalpark hatte die Entscheidung Proteste ausgelöst. Lokale Gruppen organisierten Mahnwachen und liefen abends durch den Wald, um den Wolf zu schützen. Gerichte bestätigten die Abschusserlaubnis jedoch.

Experten halten sein Verhalten für ungewöhnlich

Zu einem Angriff auf Menschen ist es bislang nicht gekommen. Trotzdem bewerten Fachleute das Verhalten des Wolfs kritisch.

„Wir haben uns in den vergangenen Monaten auch mit Experten in Deutschland und Europa ausgetauscht und ihre Einschätzung eingeholt – alle sind sich einig, dass das Verhalten dieses Wolfes nicht normal ist und letztlich nicht vorhersehbar ist, ob und wann sich das Verhalten ändern und es doch zu einem Übergriff kommen kann“, sagte Wildtiermanager Raffael Kratzer.

Besonders problematisch seien Menschen, die den Wolf gezielt für Fotos oder Videos aufsuchen. Auch das verbotene Füttern könne dazu beitragen, dass das Tier seine Scheu vor Menschen weiter verliert.

2027 könnte erneut über einen Abschuss entschieden werden

Seit der Änderung des Jagdrechts ist das Landwirtschaftsministerium für den Wolf zuständig. Der Nationalpark steht nach eigenen Angaben eng mit der Forstlichen Versuch- und Forschungsanstalt im Austausch, die das landesweite Wolfsmonitoring koordiniert. Außerdem soll künftig noch stärker über den Wolf informiert werden, unter anderem über Instagram und Youtube. Sollte sich der Wolf weiterhin Menschen nähern und dieses Verhalten mit Beginn der Ranzzeit 2027 noch zunehmen, muss das Ministerium erneut über eine Freigabe zum Abschuss entscheiden.

„Dann geht es für uns auch darum, die Zukunft der Wölfe in Deutschland insgesamt zu schützen“, so Reichle. Die werde es nur geben, wenn sich Wölfe und Menschen nicht gefährlich nahekommen.

 

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Sechster Wolf im Südwesten sesshaft https://www.die-neue-welle.de/sechster-wolf-im-suedwesten-sesshaft-1890153/ Wed, 29 Apr 2026 11:25:44 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1890153 Baden-Württmberg (dpa/dk) – Im Südwesten gibt es einen weiteren sesshaften Wolf. Damit leben jetzt dauerhaft sechs Wölfe in Baden-Württemberg – fünf Rüden und eine Wölfin. Auf ein erstes Rudel wartet das Land aber weiterhin.

Neuer Wolf im Landkreis Freudenstadt

Der neu sesshafte Wolf trägt die wissenschaftliche Bezeichnung GW5057m. Nach Angaben der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, kurz FVA, wurde der Rüde im September 2025 erstmals im Landkreis Freudenstadt nachgewiesen. Danach gab es weitere Nachweise in dieser Region.

Damit gilt der Wolf jetzt als sesshaft.

Sechs Wölfe dauerhaft in Baden-Württemberg

Mit dem neuen Nachweis halten sich aktuell sechs Wölfe dauerhaft in Baden-Württemberg auf. Neben dem neu ansässigen Rüden GW5057m sind das:

GW4816f, eine Wölfin, auch Fähe genannt,
GW852m, ihr mutmaßlicher Partner,
GW2672m im Nordschwarzwald,
GW1129m im Südschwarzwald,
GW4389m auf der Ostbaar.

Damit sind fünf der sechs sesshaften Tiere männlich, dazu kommt eine Wölfin.

Hoffnung auf erstes Rudel im Südwesten

Erst Anfang April war die Wölfin GW4816f im Enztal im Nordschwarzwald als sesshaft gemeldet worden. Außerdem wurde eine Paarbildung mit dem dort bereits ansässigen Rüden GW852m bestätigt.

Ob es bald Nachwuchs gibt, ist noch offen. Unter Experten gilt es aber als sehr wahrscheinlich, dass die Paarung zwischen der Fähe und dem Rüden GW852m geklappt hat. Dann könnten möglicherweise schon im Sommer Wolfswelpen gesichtet werden.

Baden-Württemberg wartet weiter auf ein Rudel

Ein Rudel gibt es im Südwesten damit weiterhin nicht. Mit der sesshaften Wölfin und ihrem mutmaßlichen Partner im Nordschwarzwald wächst aber die Spannung, ob sich das bald ändern könnte.

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Neuer Wolf im Enztal nachgewiesen – Paarbildung im Nordschwarzwald bestätigt https://www.die-neue-welle.de/neuer-wolf-im-enztal-nachgewiesen-paarbildung-im-nordschwarzwald-bestaetigt-1878297/ Wed, 01 Apr 2026 12:28:55 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1878297 Nordschwarzwald (dpa/dk) – Im Nordschwarzwald hat sich ein weiterer Wolf niedergelassen. Im Territorium Enztal wurde eine Wölfin per DNA nachgewiesen. Nach Angaben des Umweltministeriums ist dort nun auch eine Paarbildung bestätigt.

Wölfin im Enztal per DNA nachgewiesen

Das weibliche Tier, eine sogenannte Fähe, wurde laut Umweltministerium Anfang Januar erstmals per DNA im Territorium Enztal im Nordschwarzwald nachgewiesen. Mehr als drei Monate später gab es einen weiteren Nachweis nach dem Fund einer Losung in Gernsbach im Kreis Rastatt.

Die Wölfin trägt die Kennung GW4816f. Nach Angaben der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt wurde sie zuvor bereits in ihrem ursprünglichen Heimatterritorium Wildflecken in Bayern im Grenzgebiet zu Hessen genetisch erfasst. Auf dem Weg in den Nordschwarzwald legte sie damit mindestens 300 Kilometer zurück.

Paarbildung bestätigt

Im Enztal lebt bereits der Wolfsrüde GW852m. Nach Angaben des Umweltministeriums ist damit „gemäß nationaler Monitoringstandards“ eine Paarbildung bestätigt.

Nach Einschätzung von Experten macht das eine Rudelbildung wahrscheinlicher. Der Wolfsexperte des BUND, Hartmut Weinrebe, sagte, schon in diesem Jahr könnte es ein Rudel geben. Als Rudel gilt demnach bereits eine Kleinfamilie aus Vater, Mutter und Wolfswelpen.

Paar schon im Dezember gesichtet

Die beiden Tiere waren nach Angaben von Weinrebe bereits im Dezember mithilfe einer Fotofalle gesichtet worden. Schon damals habe es Hinweise auf eine mögliche Paarbildung gegeben, die nun bestätigt sei.

Ob es tatsächlich Nachwuchs geben wird, ist allerdings noch offen. Laut Weinrebe könnte eine Paarung im Frühjahr erfolgt sein. Sollte die Fähe trächtig sein, könnte schon bald Nachwuchs gesichtet werden. Die übliche Tragezeit liegt demnach bei 61 bis 63 Tagen. In der Regel bringen Wölfinnen vier bis sechs Welpen zur Welt.

Experten sehen Chancen, aber auch Unsicherheiten

Noch ist unklar, ob es tatsächlich zu einem Rudel kommt. Weinrebe verweist darauf, dass die Sterblichkeit der Jungtiere hoch sei. Auch sei nicht bekannt, ob der etwa zehn Jahre alte Rüde Nachwuchs zeugen könne. Ebenso könne die Wölfin unfruchtbar sein.

Die Experten der FVA rechnen dennoch damit, dass es in diesem Jahr zu einer Rudelbildung in dem Territorium kommen könnte.

Fünf Wölfe gelten im Land als sesshaft

Mit dem Nachweis der Wölfin gelten nun fünf Wölfe in Baden-Württemberg als sesshaft. Dazu zählen die Fähe GW4816f und der Rüde GW852m im Enztal, der männliche Wolf GW2672m im Territorium Hornisgrinde, GW4389m im Grenzgebiet der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen sowie GW1129m im Südschwarzwald.

Es gab schon einmal ein Rudel

Ein Wolfsrudel gab es in Baden-Württemberg zuletzt nicht mehr, seit Ende 2023 der einzig lebende Welpe in der Nähe des Schluchsees überfahren wurde. Im April danach starb auch das Muttertier bei einem Autounfall nahe Lenzkirch. Es war trächtig mit mehreren Welpen.

Danach gab es längere Zeit kein Weibchen mehr im Südwesten, das für möglichen Nachwuchs infrage kam.

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Wolf im Nordschwarzwald wird vorerst nicht mehr gejagt https://www.die-neue-welle.de/wolf-im-nordschwarzwald-wird-vorerst-nicht-mehr-gejagt-1865754/ Tue, 10 Mar 2026 15:56:49 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1865754 Schwarzwald (dpa/dk) – Die Jagd auf den Wolf an der Hornisgrinde ist erst einmal beendet. Das Umweltministerium in Stuttgart hat entschieden, die Abschuss-Genehmigung nicht über den 10. März hinaus zu verlängern. Ganz vom Tisch ist das Thema damit aber nicht.

Abschuss-Genehmigung läuft aus

Der umstrittene Wolf im Nordschwarzwald wird bis auf Weiteres nicht mehr gejagt. Nach Angaben des baden-württembergischen Umweltministeriums wird eine geltende Abschuss-Genehmigung nicht verlängert.

Stattdessen sollen die Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen nun genutzt werden, um neue Konzepte zur Vergrämung des Tieres außerhalb der sogenannten Ranzzeit zu entwickeln.

Wolf war wochenlang gesucht worden

Zuletzt hatten Jäger den sogenannten Hornisgrinde-Wolf über Wochen im offiziellen Auftrag des Landes gesucht, um ihn zu erlegen. Zuvor hatten zwei Gerichte den Abschuss erlaubt und eine Klage von Naturschützern gegen die Genehmigung abgewiesen.

Die Jagd war von Politik und Justiz genehmigt worden, um Risiken für Mensch und Tier vorzubeugen.

Ministerium verweist auf Ende der Ranzzeit

Der als „GW2672m“ identifizierte Rüde hatte sich laut Ministerium wiederholt vor allem Menschen mit Hunden bis auf wenige Meter genähert. Experten gehen davon aus, dass der Wolf in der Ranzzeit, also der Phase der Fortpflanzungsbereitschaft bis März, an Hündinnen interessiert war.

Nach Angaben des Ministeriums nimmt dieses Interesse mit dem Ende der aktuellen Ranzzeit erfahrungsgemäß ab. Außerdem seien im Februar bereits deutlich weniger Sichtungen gemeldet worden als im Monat davor. Im Jahr 2025 sei dieser Rückgang erst Mitte März festgestellt worden.

Auf dieser Grundlage werde die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss nicht verlängert, teilte das Ministerium mit.

Keine Entwarnung für die Zukunft

Eine grundsätzliche Entwarnung gibt es aber nicht. Das Umweltministerium betont, dass sich am Verhalten des Wolfes ohne Eingriffe nach Einschätzung von Experten voraussichtlich nichts ändern werde.

Zur nächsten Ranzzeit könnte der Wolf demnach wieder zur Gefahr für Menschen werden, sollte sich sein Verhalten nicht nachhaltig ändern. Deshalb wurde die Forschungs- und Versuchsanstalt Baden-Württemberg damit beauftragt, Konzepte zur Vergrämung auszuarbeiten.

Umweltministerin Thekla Walker sagte: „Wir legen die Hände nicht in den Schoß. Wir müssen die Situation genau beobachten.“

Debatte dürfte weitergehen

Die Diskussion um den Wolf an der Hornisgrinde beschäftigt Baden-Württemberg seit Wochen. Es gab Unterschriftenlisten auf beiden Seiten und Mahnwachen.

Gegen die Abschuss-Genehmigung hatte die Naturschutzinitiative geklagt und dabei auf die geringe Wolfspopulation im Südwesten verwiesen. Nach ihren Angaben waren bislang nur vier Tiere nachgewiesen. Der Abschuss eines Wolfs entspreche damit einem Viertel der bekannten Population und könne den Erhaltungszustand der Art gefährden.

Für eine neue Genehmigung wären neue Argumente nötig. Auch die politische Lage nach der Landtagswahl könnte bei weiteren Entscheidungen eine Rolle spielen.

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Streit um Wolf im Schwarzwald: Ministerin kritisiert Hundebesitzer https://www.die-neue-welle.de/streit-um-wolf-im-schwarzwald-ministerin-kritisiert-hundebesitzer-1860933/ Tue, 24 Feb 2026 15:12:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1860933 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Im Ringen um den Abschuss eines zutraulichen Wolfs im Nordschwarzwald verschärft sich der Ton. Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) wirft Hundebesitzern verantwortungsloses Verhalten vor. Hintergrund ist die anhaltende Suche nach dem Tier im Bereich der Hornisgrinde.

„Das finde ich verantwortungslos“

Es sei bereits schwierig für das offiziell entsandte Team von Jägern, wenn sich viele Menschen im Nationalpark aufhielten, sagte Walker in Stuttgart. „Es wurden Fackelläufe durchgeführt, es gibt die Mahnwachen, es gibt viel Bewegung im Park.“ Das sei nicht hilfreich, sie habe jedoch aufgrund von Erfahrungen aus anderen Bundesländern damit gerechnet.

Deutlich wurde die Ministerin mit Blick auf Hundebesitzer: „Was ich aber nicht sehr lustig finde ist, wenn ich von Hundebesitzern höre, die es ganz toll finden, wenn ihre Hunde Kontakt mit dem Wolf haben. Das finde ich verantwortungslos.“

Wer nicht wolle, dass ein Wolf abgeschossen werden müsse, weil er Menschen zu nahe komme, dürfe sich nicht beschweren, sondern müsse selbst bestimmte Verhaltensregeln befolgen.

Wolf darf bis 10. März getötet werden

Seit einer Woche suchen professionelle Jäger im Nationalpark nach dem Tier. Zwei Gerichte hatten die Genehmigung des Umweltministeriums zum Abschuss zuvor für rechtmäßig erklärt.

Nach aktuellem Stand darf der Wolf bis zum 10. März – dem Ende der Ranzzeit – getötet werden. Ob darüber hinaus ein weiterer Abschussantrag gestellt wird, falls das Tier nicht erlegt wird, ist noch offen.

Ausnahme vom strengen Schutz

Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist grundsätzlich verboten, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Nur im Einzelfall sind Ausnahmen möglich.

Das Umweltministerium hatte den Abschuss im Januar genehmigt. Begründet wurde dies damit, dass sich der Wolf mit der Kennung „GW2672m“ mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Seit Anfang 2024 seien mehr als 180 Sichtungen des sogenannten Hornisgrinde-Wolfs gemeldet worden.

Emotionale Debatte im Südwesten

Das Thema sorgt landesweit für Diskussionen. Sowohl Wolfsfreunde als auch Gegner sammelten Unterschriften in Petitionen. Auch eine Mahnwache gegen den Abschuss wurde geplant.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich überrascht von der großen Emotionalität in der Debatte.

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Schon wieder Kehrtwende im Wolfsstreit: Abschuss im Schwarzwald erneut gestoppt https://www.die-neue-welle.de/schon-wieder-kehrtwende-im-wolfsstreit-abschuss-im-schwarzwald-erneut-gestoppt-1856232/ Mon, 09 Feb 2026 11:58:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1856232 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Das Hin und Her um den geplanten Wolfsabschuss auf der Hornisgrinde geht weiter. Nachdem der Abschuss zuletzt noch als rechtlich zulässig galt, hat nun das nächste Gericht eingegriffen: Der Wolf darf vorerst doch nicht geschossen werden.

Gericht erlässt sogenannten Hängebeschluss

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim hat auf Antrag von Naturschützern einen sogenannten Hängebeschluss erlassen. Damit wurde die Ausnahmegenehmigung des Landesumweltministeriums erneut außer Kraft gesetzt.

Der Abschuss ist damit bis zu einer weiteren Entscheidung des Gerichts ausgesetzt – längstens jedoch bis zum 16. Februar 2026. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine endgültige Entscheidung, sondern um einen vorläufigen Aufschub.

Kurz zuvor noch grünes Licht für den Abschuss

Erst wenige Tage zuvor hatte das Verwaltungsgericht Stuttgart den Abschuss des Wolfs erlaubt. Es bestätigte damit die Entscheidung von Umweltministerin Thekla Walker, nachdem sich das Tier laut Ministerium wiederholt Menschen und Hunden bis auf wenige Meter genähert hatte.

Die bis zum 10. März befristete Ausnahmegenehmigung galt damit zunächst weiter, der Abschuss wäre rechtlich sogar „ab sofort“ möglich gewesen. Das Umweltministerium hatte allerdings angekündigt, frühestens in der kommenden Woche tätig zu werden.

Beschwerde der Naturschutzinitiative erfolgreich

Genau für diesen Fall hatten Naturschützer vorgesorgt: Die Naturschutzinitiative legte umgehend Beschwerde beim VGH ein – und hatte damit zunächst Erfolg. Der jetzt verhängte Abschuss-Stopp ist die direkte Folge dieser Beschwerde.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der VGH das Umweltministerium gebeten, mit dem Abschuss bis Mitte Februar zu warten. Daraufhin hatte das Ministerium selbst einen Hängebeschluss beantragt.

Ministerium sieht Gefahr für Bevölkerung

Das Umweltministerium hält weiter an seiner Linie fest. Der als GW2672 identifizierte Wolfsrüde habe sich auffällig verhalten, es habe sich zudem ein regelrechter Wolfstourismus entwickelt. Spaziergänger und Fotografen hätten versucht, das Tier gezielt anzulocken.

Besonders während der Ranzzeit bis März sei das Verhalten des Wolfs auffällig gewesen. Auch der Naturschutzbund Nabu hatte den Kurs der Landesregierung grundsätzlich unterstützt und das Verhalten als „nicht arttypisch“ bezeichnet.

Naturschützer warnen vor Folgen für Population

Die klagende Naturschutzinitiative verweist dagegen auf die geringe Wolfspopulation im Südwesten. In Baden-Württemberg gelten derzeit nur vier männliche Wölfe als sesshaft. Der Abschuss eines Tieres entspreche einem Viertel der bekannten Population und könne den Erhaltungszustand der Art gefährden.

So geht es jetzt weiter

In den kommenden Tagen sollen die Naturschutzverbände ihre Beschwerde inhaltlich begründen. Danach erhält das Umweltministerium Gelegenheit zur Stellungnahme. Erst anschließend will der Verwaltungsgerichtshof eine endgültige Entscheidung treffen.

Bis dahin gilt: Der Wolf auf der Hornisgrinde bleibt vorerst sicher.

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Hornisgrinde-Wolf darf vorerst nicht abgeschossen werden https://www.die-neue-welle.de/hornisgrinde-wolf-darf-vorerst-nicht-abgeschossen-werden-1852089/ Fri, 30 Jan 2026 15:15:39 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1852089 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Der Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald ist zunächst gestoppt. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat entschieden, dass das Tier trotz erteilter Ausnahmegenehmigung vorläufig nicht getötet werden darf. Damit ist das Schicksal des sogenannten Hornisgrinde-Wolfs vorerst offen.

Gericht stoppt Abschuss vorläufig

Nach Angaben des Gerichts gab es der Klage von Naturschützern gegen die Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums bis zu einer Entscheidung im Eilverfahren statt. Hintergrund ist, dass bereits in der Nacht auf Dienstag, 3. Februar, erste Versuche zum Abschuss des Wolfs geplant waren.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass mit der Tötung des Tieres nicht umkehrbare Zustände geschaffen würden. Deshalb dürfe der Wolf bis zu einer weiteren Entscheidung nicht erlegt werden.

Wolf lebt im Gebiet der Hornisgrinde

Der Wolf mit der Kennzeichnung GW2672m hält sich im Gebiet der Hornisgrinde im Schwarzwald auf. Das Umweltministerium hatte am Dienstag eine bis zum 10. März gültige Ausnahmegenehmigung zum Abschuss erteilt. Begründet wurde dies damit, dass sich der Wolfsrüde mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Andere Maßnahmen, um das Tier zu verscheuchen, seien erfolglos geblieben.

Naturschützer hatten geklagt

Geklagt hatte der Verein Naturschutzinitiative (NI). Nach eigenen Angaben reichte der Verein eine Anfechtungsklage gegen die Genehmigung ein und stellte zusätzlich einen Eilantrag, um den Abschuss bis zum Abschluss des Verfahrens zu verhindern.

Die NI kritisierte, das Ministerium sei tätig geworden, obwohl der Wolf keine Gefahr darstelle. Zudem lebten in Baden-Württemberg nachweislich nur vier Wölfe.
„Würde ein Wolf von insgesamt vier Wölfen geschossen werden, bedeutete dies den Abschuss von 25 Prozent der baden-württembergischen Wolfspopulation“, erklärte der Verein. Eine Verschlechterung des Erhaltungszustands sei nach EU-Recht rechtswidrig.

Entscheidung im Eilverfahren steht noch aus

Wie es weitergeht, entscheidet nun das Gericht im Eilverfahren. Erst danach wird klar sein, ob der Abschuss des Hornisgrinde-Wolfs doch noch erlaubt wird oder dauerhaft untersagt bleibt.

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Wegen „Wolfstourismus“: Wolf in Baden-Württemberg soll abgeschossen werden https://www.die-neue-welle.de/wegen-wolfstourismus-wolf-in-baden-wuerttemberg-soll-abgeschossen-werden-1849710/ Tue, 27 Jan 2026 12:16:58 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1849710 Schwarzwald (pm/dk) – Jäger im Einsatz, Touristen auf Fotojagd: Die Behörden sehen keine andere Lösung mehr. Erstmals seit fast 180 Jahren könnte in Baden-Württemberg wieder ein Wolf erschossen werden.

 

Ausnahmegenehmigung bis 10. März

Das Umweltministerium hat dafür eine befristete Ausnahmegenehmigung erteilt. Im Fokus steht ein Wolfsrüde im Nordschwarzwald, dessen Verhalten Behörden und Naturschützer zunehmend kritisch sehen.

Das Umweltministerium hat konkret benannten Personen eine bis zum 10. März gültige Ausnahmegenehmigung erteilt. Das teilte ein Sprecher in Stuttgart mit. Betroffen ist der im Nordschwarzwald lebende Wolfsrüde mit der Kennzeichnung GW2672m.
Der Wolf habe sich mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert.

Fang- und Vergrämungsversuche gescheitert

Nach Angaben des Ministeriums wurden zuvor andere Maßnahmen ausprobiert. Dazu gehörten Versuche, den Wolf zu fangen und mit einem Sender auszustatten, um ihn anschließend zu verscheuchen oder sein Verhalten abzutrainieren.
Diese Maßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg.

Mehr als 180 Sichtungen seit Anfang 2024

In der Ausnahmegenehmigung heißt es, dass seit Anfang 2024 mehr als 180 Sichtungen des sogenannten Hornisgrinden-Wolfs gemeldet worden seien.
Dabei habe das Tier unter anderem Menschen mit Hunden über mehrere Kilometer hinweg verfolgt und territoriales Verhalten gegenüber Hunden gezeigt.

Laut einer Analyse ist es nicht arttypisch, dass sich ein Wolf während der Ranzzeit von Januar bis März ohne Scheu Hunden – und damit auch Menschen – nähert.
Zwar verhalte sich der Wolf nicht augenscheinlich bedrohlich, dennoch sehen die Behörden Risiken.

Sorge vor Wolfstourismus

Das Umweltministerium warnt vor einem zunehmenden Wolfstourismus. Der Wolf sei zu einem begehrten Film- und Fotomotiv geworden.
„Es ist bereits vorgekommen, dass Menschen versuchen, den Wolf gezielt anzulocken“, hieß es. Dadurch könne das Tier seine natürliche Scheu vor Menschen verlieren.
„Gefährliche Situationen – eventuell provoziert durch menschliches Verhalten, um gute Bilder zu bekommen – sind vor diesem Hintergrund nicht mehr auszuschließen.“

Strenger Schutz – mit Ausnahmen

Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist grundsätzlich verboten, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten.
Ausnahmen sind nur im Einzelfall möglich.

Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) erklärte:
„Unsere Linie im Naturschutz setzt darauf, Konflikte von Mensch und Natur mit den mildesten Mitteln zu lösen.“
Da andere Maßnahmen erfolglos geblieben seien, bleibe „zur Abwehr einer möglichen Gefährdung der Gesundheit von Menschen nur noch die Möglichkeit einer Entnahme“.

Nabu zeigt Verständnis

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbunds (Nabu), Johannes Enssle, äußerte Verständnis für die Entscheidung. Der Wolf habe sich wiederholt Menschen genähert, zuletzt bis auf wenige Meter.
„Das ist ein eindeutig ‚unerwünschtes Verhalten‘.“ Der Abschuss sei die logische Konsequenz, „dazu stehen wir auch als Naturschutzverband“. Es sei richtig, jetzt zu handeln und nicht erst zu warten, bis es zu einer gefährlichen Situation komme.

Mögliche Ursachen für das Verhalten

Der Nabu stuft das Verhalten des Wolfsrüden nicht als gefährlich, sondern eher als neugierig ein.
Artenschutzreferentin Alexandra Ickes erklärte, man vermute, dass GW2672m auf Partnersuche sei. Die Annäherungen an Haushunde hätten vor allem während der Ranzzeit stattgefunden.
Dass der Wolf besonders Interesse an weiblichen Haushunden zeige, könne daran liegen, dass ihm in dem Gebiet eine weibliche Wolfsfähe fehle.

Wölfe im Südwesten und mögliche Rudelbildung

In Baden-Württemberg gibt es erst seit rund zehn Jahren wieder Wölfe. Einige Tiere wurden überfahren. Bisher sind vier sesshafte männliche Wölfe bekannt.
Aufnahmen einer Fotofalle aus Forbach, die zwei Wölfe zeigen, hatten zuletzt für Aufmerksamkeit gesorgt. Experten zufolge könnte damit eine Rudelbildung wahrscheinlicher werden.

Diskussion um Aufnahme ins Jagdrecht

Europaweit hat sich die Zahl der Wölfe in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Für 2023 werden 20.300 Tiere genannt. In Deutschland wurden zuletzt mehr als 1.600 Wölfe gezählt.
Die Bundesregierung plant, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, um sogenannte Problemwölfe leichter töten zu können. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) verwies dabei auf den Schutz von Weidetieren und landwirtschaftlichen Existenzen.

Aus Sicht von Nabu-Landeschef Enssle zeigt der aktuelle Fall, dass das Wolfsmanagement in Baden-Württemberg funktioniert. Eine Aufnahme ins Jagdrecht sei daher nicht notwendig.

Spezialisten im Einsatz

Das Umweltministerium betont, dass das Entnahmeteam aus fachkundigen Spezialisten besteht. Diese seien speziell dafür ausgebildet, einen auffälligen Wolf zu schießen, wenn alle anderen Maßnahmen gescheitert sind.
„Wie schnell sie ihren Auftrag erledigen können, kann vorab nicht vorhergesagt werden“, so ein Ministeriumssprecher.

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