Winfried Kretschmann – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Wed, 13 May 2026 10:43:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Özdemirs Aufstieg: Vom Gastarbeiterkind zum Regierungschef https://www.die-neue-welle.de/oezdemirs-aufstieg-vom-gastarbeiterkind-zum-regierungschef-1898544/ Wed, 13 May 2026 09:45:26 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1898544

Stuttgart (dpa/tk) – Als Kind galt der junge Cem Özdemir noch als Problemschüler, jetzt ist er Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Im Stuttgarter Landtag wurde Özdemir heute zum neuen Regierungschef gewählt. 93 Parlamentarier stimmten mit Ja, 26 mit Nein und es gab 4 Enthaltungen. Über einen, der immer nach oben strebte – auch über Umwege.

Historischer Moment

Als Cem Özdemir im Stuttgarter Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, war das in gleich mehrfacher Hinsicht ein historischer Moment: Der 60-Jährige ist dann nach seinem Vorgänger Winfried Kretschmann der zweite grüne Regierungschef in der Geschichte der Bundesrepublik. Und: Er ist der erste deutsche Ministerpräsident mit türkischen Wurzeln.

Vom Kind zweier Gastarbeiter zum Regierungschef eines der größten Bundesländer: Die Karriere von Cem Özdemir ist eine beispiellose Aufsteigergeschichte. Sein Lebensweg sei ihm so nicht in die Wiege gelegt worden, sagt der Grünen-Politiker häufig über sich selbst. Die Wahl zum Regierungschef im Südwesten sei, so Özdemir im Vorfeld, der «absolute Höhepunkt in meinem Leben».Geboren wurde der heute 60-Jährige in Bad Urach am Fuße der Schwäbischen Alb. Seine Mutter nähte in der eigenen Änderungsschneiderei, sein Vater schuftete in mehreren Fabriken.

In der Schule Probleme gehabt

In der Schule tat sich der junge Cem lange schwer. Hilfe fand er bei Nachbarn und Freunden, die ihn bei den Hausaufgaben unterstützten. Zu seiner Nachhilfelehrerin von damals hat er noch heute Kontakt. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er die Fachhochschulreife nach und studierte Sozialpädagogik. Dann folgte der politische Aufstieg.

Seit 1981 ist Özdemir Mitglied der Grünen, 1994 wurde er zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Auch damals war das schon historisch: Er war der erste Bundestags-Abgeordnete mit türkischen Wurzeln.

Nach dem rasanten Aufstieg folgte der Fall: Als bekanntgeworden war, dass er dienstlich gesammelte Bonusmeilen privat genutzt und außerdem einen günstigen Privatkredit bei einem PR-Berater aufgenommen hatte, trat Özdemir zurück und verzichtete auf sein Mandat. Es folgte eine politische Auszeit in den USA, bevor er sich ab 2004 über das Europaparlament zurück in den Bundestag arbeitete. Von 2008 bis 2018 war er Bundesvorsitzender seiner Partei. Ab 2013 saß er wieder im Berliner Plenarsaal.

Landwirtschaftsminister im Ampel-Kabinett

Im Ampel-Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wurde er überraschend Landwirtschaftsminister. Nach dem Bruch der Koalition übernahm er zusätzlich das bis dahin FDP-geführte Bildungsressort.

Der 60-Jährige gilt als absoluter Medienprofi und bespielt auch die sozialen Netzwerke gekonnt: Ob im Stadion beim VfB Stuttgart, bei der morgendlichen Fahrt mit dem Rad zu den Koalitionsverhandlungen oder in der Backstube beim Brezeln schlingen – die Kamera seines Teams ist immer dabei. Im Wahlkampf etablierten sich seine Fotos und Videos mit Brezeln sogar so sehr als Symbol, dass sich Anhänger auf seiner Wahlparty Brezel-Tattoos stechen ließen.

Im Wahlkampf schnitten die Grünen ihre Kampagne voll auf den prominenten Spitzenkandidaten zu. Auf den dunkelgrünen Plakaten wurde nur für Özdemir geworben, für den Namen seiner Partei brauchte man eine Lupe. Gemeinsame Auftritte und Plakate mit Kretschmann sollten ihn als logischen Erben des beliebten Landesvaters positionieren.

Maximale Abgrenzung zur Bundespartei

Von ihm übernahm Özdemir auch die Strategie der maximalen Abgrenzung von den Bundes-Grünen. Von der «Schwesterpartei» in Berlin sprach Özdemir im Wahlkampf immer wieder – und auch inhaltlich setzte er sich deutlich ab, etwa beim Verbrenner-Aus oder in Fragen der Migration.

Als weiterhin einziger Ministerpräsident der Grünen wird auch sein Einfluss in der Bundespartei zunehmen. Ähnlich wie Vorgänger Kretschmann dürfte er sich auch im Bund für eine Strategie der Mitte werben und sich gegen den linken Parteiflügel stellen. Oder wie Özdemir es selbst sagt: Er stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn man in Berlin wissen wolle, wie die Grünen im Südwesten es geschafft hätten, mehr als 30 Prozent der Stimmen zu holen.

Und was ist über sein Privatleben bekannt?

Mitten in der heißen Phase des Wahlkampfs heiratete Özdemir im Frühjahr seine Partnerin Flavia Zaka. Die 40 Jahre alte Juristin stammt aus Kanada und lernte Özdemir eigenen Angaben zufolge auf einer Geburtstagsparty kennen. Zuvor war er 20 Jahre mit der Journalistin Pia Castro verheiratet, bevor das Paar im November 2023 seine Trennung bekanntgab. Özdemir und Castro haben zusammen eine Tochter und einen Sohn.

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Thomas Strobl ist neuer Landtagspräsident in Baden-Württemberg https://www.die-neue-welle.de/thomas-strobl-ist-neuer-landtagspraesident-in-baden-wuerttemberg-1898373/ Tue, 12 May 2026 13:50:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1898373 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Thomas Strobl hat in seiner politischen Laufbahn schon viele Ämter übernommen. Jetzt kommt ein weiteres dazu: Der bisherige Innenminister ist zum neuen Präsidenten des baden-württembergischen Landtags gewählt worden.

103 Ja-Stimmen für Thomas Strobl

Das Landesparlament in Stuttgart hat Thomas Strobl (CDU) zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. Der bisherige Innenminister erhielt 103 Ja-Stimmen.

52 Abgeordnete stimmten gegen ihn, ein Abgeordneter enthielt sich. Eine Stimme entfiel auf eine andere Person.

Nach seiner Wahl sagte Strobl, er werde alles dafür tun, um die Würde des Landtags zu verteidigen. Das Parlament sei das Herz der Demokratie in Baden-Württemberg. Man müsse gemeinsam die parlamentarische Demokratie sichern, schützen und verteidigen.

Nachfolger von Muhterem Aras

Thomas Strobl folgt auf Muhterem Aras (Grüne). Sie stand dem Parlament seit 2016 vor.

Nach dem Willen der Grünen-Fraktion soll Aras künftig Vizepräsidentin des Landtags werden.

Lange politische Laufbahn

Der 66-jährige Strobl stammt aus Heilbronn. Seit 2016 war er Innenminister im Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Davor war Strobl 18 Jahre lang Bundestagsabgeordneter. Von 2011 bis 2023 war er außerdem Landeschef der CDU. Der Rechtsanwalt ist mit Christine Strobl verheiratet. Sein Schwiegervater war der inzwischen gestorbene Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Neuer Landtag erstmals zusammengekommen

Gut zwei Monate nach der Landtagswahl sind die Abgeordneten erstmals in der neuen Zusammensetzung zusammengekommen.

Bei der Wahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden. Die CDU lag mit 29,7 Prozent dicht dahinter. Im neuen Landtag haben beide Parteien jeweils 56 Mandate. Eine stärkste Fraktion gibt es deshalb nicht.

AfD stärkste Oppositionskraft

Oppositionsführer im neuen Landtag ist die AfD. Sie kam bei der Wahl auf 18,8 Prozent und hat ihr Ergebnis damit fast verdoppelt.

Im Parlament hat die AfD jetzt 35 Mandate. Die SPD kommt auf 10 Sitze. Die FDP ist nicht mehr im Landtag vertreten, weil sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist.

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CDU-Chef Manuel Hagel soll neuer Innenminister werden https://www.die-neue-welle.de/cdu-chef-manuel-hagel-soll-neuer-innenminister-werden-1896108/ Fri, 08 May 2026 11:17:11 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1896108 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Tausende Polizistinnen und Polizisten, Terrorabwehr und große Einsatzlagen: Manuel Hagel übernimmt nach dpa-Informationen das Innenministerium in Baden-Württemberg. Damit bekommt der CDU-Chef eines der wichtigsten Ressorts im Land.

Hagel wechselt in die Landesregierung

Baden-Württembergs CDU-Chef Manuel Hagel soll neuer Innenminister werden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eigene Informationen. Zuvor hatte auch der SWR unter Berufung auf Parteikreise darüber berichtet.

Die Übernahme des Innenressorts war erwartet worden. Hagel war bisher Fraktionschef der CDU im Landtag. Er hatte bereits angekündigt, als Minister und stellvertretender Ministerpräsident in die neue Landesregierung des designierten Ministerpräsidenten Cem Özdemir von den Grünen zu wechseln.

Verantwortung für rund 25.000 Polizeibeamte

Als Innenminister wäre Hagel künftig für rund 25.000 Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg verantwortlich. Das Innenministerium wird seit zehn Jahren von Thomas Strobl von der CDU geführt.

Das Ressort gilt als besonders prestigeträchtig. Dazu gehören unter anderem Kriminalitätsbekämpfung, Terrorabwehr, Großlagen und die öffentliche Sicherheit. Diese Themen sorgen politisch für viel Sichtbarkeit. Gleichzeitig ist das Amt auch mit Risiken verbunden, etwa wenn Polizeieinsätze problematisch verlaufen.

Landtagswahl knapp verloren

Manuel Hagel war bei der Landtagswahl am 8. März als CDU-Spitzenkandidat angetreten. Über Monate lag er in Umfragen teils deutlich vor den Grünen.

Kurz vor der Wahl holte Cem Özdemir mit den Grünen aber deutlich auf. Am Ende gewannen die Grünen die Wahl mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent.

Özdemir soll am 13. Mai gewählt werden

Am 13. Mai soll Cem Özdemir im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt werden. Er soll damit die Nachfolge von Winfried Kretschmann antreten. Kretschmann war nach drei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl angetreten.

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Thomas Strobl soll Landtagspräsident in Baden-Württemberg werden https://www.die-neue-welle.de/thomas-strobl-soll-landtagspraesident-in-baden-wuerttemberg-werden-1894173/ Tue, 05 May 2026 14:35:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1894173

Baden-Württemberg (dpa/dk) – Vom Innenminister zum Repräsentanten des Landtags: Thomas Strobl soll neuer Landtagspräsident in Baden-Württemberg werden. Die CDU-Fraktion hat den 66-Jährigen einstimmig als Kandidaten nominiert.

CDU nominiert Strobl einstimmig

Der bisherige Innenminister Thomas Strobl soll Präsident des baden-württembergischen Landtags werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde Strobl bei einer Sitzung der CDU-Abgeordneten einstimmig nominiert.

Gewählt werden soll der neue Landtagspräsident bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments am 12. Mai.

Grüne und CDU haben klare Mehrheit

Die Wahl Strobls gilt als sehr wahrscheinlich. Grüne und CDU verfügen gemeinsam über eine komfortable Mehrheit im neuen Landtag.

Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden. Die CDU kam auf 29,7 Prozent. Im Parlament ergibt sich trotzdem eine besondere Situation: Beide Fraktionen haben jeweils 56 Mandate.

Eigentlich steht das Amt des Landtagspräsidenten der stärksten Fraktion zu. In den Verhandlungen über die neue grün-schwarze Koalition holte die CDU den Posten aber für sich heraus. Aktuell ist noch die Grünen-Politikerin Muhterem Aras Landtagspräsidentin.

Nachfolger im Innenministerium wohl Manuel Hagel

Strobl ist seit 2016 stellvertretender Regierungschef und Innenminister des Landes. Als möglicher Nachfolger im Innenministerium gilt CDU-Landeschef Manuel Hagel.

Strobl prägt die Landespolitik seit vielen Jahren. Nach der Niederlage der CDU bei der Landtagswahl 2011 übernahm er den Landesvorsitz. Der Jurist aus Heilbronn gilt als Brückenbauer zu den Grünen und hat ein enges Vertrauensverhältnis zu Noch-Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf ließ ihn sein Landesverband allerdings nie ziehen.

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Ballett, Mozart und geheime Playlist – so wird Winfried Kretschmann verabschiedet https://www.die-neue-welle.de/ballett-mozart-und-geheime-playlist-so-wird-winfried-kretschmann-als-ministerpraesident-verabschiedet-1889400/ Wed, 29 Apr 2026 02:20:07 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1889400
Nach 15 Jahren oder knapp 5.500 Tagen geht die Amtszeit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu Ende. Am Mittwoch wird der 77-jährige Landesvater, der mit diesem Titel nie viel anfangen konnte, im Neuen Schloss in Stuttgart feierlich verabschiedet. Dafür wird einiges aufgefahren.

Gauck, Mozart und Strobl

Das Programm teilt sich in mehrere Parts auf. Zunächst findet ein Festakt im Weißen Saal des Schlosses statt. Der beginnt mit dem weltberühmten Ballett «Schwanensee», nach Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und getanzt vom Stuttgarter Ballett. Dann folgt eine Begrüßung durch Vizeregierungschef und Innenminister Thomas Strobl (CDU) – das enge Vertrauensverhältnis von Kretschmann und Strobl hielt die grün-schwarze Koalition über die Jahre zusammen.

Anschließend wollen Altbundespräsident Joachim Gauck und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) Kretschmann mit Wortbeiträgen würdigen. Dazwischen singt ein Tenor der Staatsoper eine Arie aus der Oper «Don Giovanni» von Wolfgang Amadeus Mozart. Kretschmann selbst will dann ein paar Worte zum Abschied sprechen. Es ist sein letzter großer Auftritt.

Kretschmann verrät seine Playlist nicht

Dann findet ein Empfang statt. Erwartet werden viele Weggefährten aus mehreren Jahrzehnten politischer Arbeit. Abschließend versammeln sich die Gäste auf dem Ehrenhof des Neuen Schlosses, um einer Serenade des Heeresmusikkorps Ulm zu lauschen. Ein Heeresmusikkorps ist ein professionelles Blasorchester der Bundeswehr. Es besteht aus ausgebildeten Musikerinnen und Musikern in Uniform, die zugleich Soldaten sind. Sie spielen bei militärischen Anlässen, aber auch bei öffentlichen Veranstaltungen.

Bei solchen Anlässen dürfen sich die Politiker Lieder wünschen. Beim Großen Zapfenstreich in Berlin etwa ließ Altkanzlerin Angela Merkel zum Abschied Nina Hagens «Du hast den Farbfilm vergessen» spielen, Olaf Scholz wählte unter anderem den Song «Respect» von Aretha Franklin. Auch Kretschmann darf sich zum Abschied von den Ulmer Musikern Songs wünschen, verrät diese aber im Vorfeld nicht. Bekannt ist nur: Kretschmann ist Opernfan.

Ausschlafen, Enkel, Gartenarbeit

Kretschmann ist seit 2011 Regierungschef in Baden-Württemberg. Der Mann mit dem ikonischen Bürstenhaarschnitt ist der erste (und bislang noch einzige) Grünen-Politiker, der dieses Amt in einem deutschen Bundesland übernommen hat. Der Konflikt um Stuttgart 21, die Atomkatastrophe in Fukushima und das umstrittene Image von Vorgänger Stefan Mappus (CDU) hatten ihn damals an die Macht geführt.

In seiner ersten Amtszeit regierte Kretschmann in einer grün-roten Koalition mit der SPD, ab 2016 dann mit der CDU. Der Mann mit der trocken-humorigen Art verstand es stets, auch konservative Wählerschichten zu überzeugen – dafür hatte er umso häufiger Ärger mit der eigenen Partei.

Kretschmanns letzter richtiger Arbeitstag ist der 12. Mai – am 13. Mai soll der Landtag Cem Özdemir (Grüne) zu seinem Nachfolger gewählt werden. Und dann? Dann wolle er erst einmal ausschlafen, verriet der 77-Jährige der Presse. Nach Aussagen aus der Vergangenheit will er sich im Ruhestand den Enkeln, dem Handwerken und dem heimischen Garten widmen.

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Grüne und CDU sehen Gespräche auf der Zielgeraden https://www.die-neue-welle.de/gruene-und-cdu-sehen-gespraeche-auf-der-zielgeraden-1880496/ Tue, 07 Apr 2026 12:26:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1880496 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Rund einen Monat nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg laufen die Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU weiter. Nach Angaben der Verhandler könnte es nun in Richtung nächster Phase gehen.

Vierte Gesprächsrunde auf der Zielgeraden

Beim inzwischen vierten Sondierungsgespräch arbeiten sich die Verhandler von Grünen und CDU weiter durch die einzelnen Ressorts der Landesregierung. Dabei geht es nach Angaben der Parteien darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszuloten.

Grünen-Verhandlungsführer Cem Özdemir sagte vor Beginn der neuen Runde: „Deshalb gehe ich jetzt davon aus, dass wir heute durchkommen.“ Die Bürger erwarteten, dass nach der Landtagswahl nun der nächste Schritt folgen könne.

Wann genau über Ergebnisse informiert wird, ist noch offen. Özdemir sagte dazu: „Ich denke, dass wir diese Woche noch mehr sagen können und dann auch, denke ich, gemeinsam vor die Presse treten.“

Schon vor Ostern gab es positive Signale

Bereits nach der dritten Sondierungsrunde am Gründonnerstag hatten sich beide Seiten optimistisch gezeigt. Özdemir sagte der dpa damals: „Aber das hat sich gelohnt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir nach der Osterpause zu einem guten Abschluss kommen können.“

Auch CDU-Verhandlungsführer Manuel Hagel hatte sich zuversichtlich geäußert. „Wir sind sehr optimistisch“, sagte er vor der dritten Gesprächsrunde. Jetzt betonte er mit Blick auf den weiteren Verlauf: „Es gibt keinen Grund irgendwas zu verzögern. Es gibt aber auch überhaupt keinen Grund zum Hudeln, würde man auf Schwäbisch sagen.“

„Hudeln“ bedeutet im Schwäbischen, etwas zu überstürzen.

Parteien sehen inhaltliche Annäherung

Nach Angaben von Özdemir gingen die Gespräche zuletzt bereits deutlich ins Detail. Die Verhandler seien Ressort für Ressort die Themen und Haltungen beider Seiten durchgegangen. Nach der dritten Runde sagte er, man habe bei allen Themen bereits gemeinsame Ideen und Maßnahmen entwickelt und nicht nur die Programme abgeglichen. „Das ist die Basis für gutes Regieren.“

Als Beispiele für Gemeinsamkeiten nannte Özdemir die Modernisierung der Verwaltung und mehr Vertrauen gegenüber Bürgern und Unternehmen. Unterschiede gebe es teils bei der Formulierung und bei Akzenten, beim Ziel sei man sich aber einig. Themen seien unter anderem ein starker Wirtschaftsstandort, Klimaschutz, Artenvielfalt und die Frage, wie verlorenes Vertrauen in die Demokratie zurückgewonnen werden könne.

Koalitionsverhandlungen noch nicht beschlossen

Ob direkt im Anschluss an die Sondierungen formelle Koalitionsverhandlungen angekündigt werden, ist weiter unklar. Klar ist aber: Beide Seiten wollen ihre Gespräche bis spätestens Mitte Mai abschließen. CDU-Chef Hagel hatte dafür bereits den 13. Mai als Zieldatum genannt. An diesem Tag ist die Wahl des neuen Ministerpräsidenten im Landtag geplant.

Beide Parteien betonen zugleich, dass sie sich nicht drängen lassen wollen. Hagel hatte dazu den scheidenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zitiert: Das Gras wachse nicht schneller, wenn man daran ziehe. Özdemir hatte erklärt, man wolle eine stabile Regierung bilden. Wenn das mal einen Tag länger dauere, nehme man sich diese Zeit.

Landesverfassung lässt mehr Zeit

Großer Zeitdruck besteht zumindest formal nicht. Die Landesverfassung sieht vor, dass spätestens drei Monate nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Landtags eine Regierung gebildet und bestätigt sein muss. Die erste Sitzung ist aktuell für den 12. Mai vorgesehen. Damit bliebe theoretisch noch bis Anfang August Zeit.

Grün-Schwarz bleibt die einzige realistische Option

Grüne und CDU regieren in Baden-Württemberg bereits seit 2016 gemeinsam. Bei der Landtagswahl am 8. März wurden die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft, die CDU kam auf 29,7 Prozent. Im neuen Landtag verfügen beide Parteien allerdings über jeweils 56 Sitze – eine ungewöhnliche Pattsituation.

Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt deshalb derzeit als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die anderen im Landtag vertretenen Parteien aus. Andere Mehrheiten sind nicht in Sicht.

Diese Verhandler sitzen am Tisch

Die Grünen gehen mit einer siebenköpfigen Delegation in die Gespräche. Geleitet wird sie von Cem Özdemir. Zu seinem Team gehören die Landesvorsitzenden Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller, Fraktionschef Andreas Schwarz, Finanzminister Danyal Bayaz, Umweltministerin Thekla Walker sowie Innenexperte Oliver Hildenbrand.

Für die CDU verhandeln neben Manuel Hagel Innenminister Thomas Strobl, Landesbauministerin Nicole Razavi, Landesgeneralsekretär Tobias Vogt, der Bezirkschef Nordbaden Moritz Oppelt, der Bezirkschef Nord-Württemberg Steffen Bilger sowie die Freiburger Finanzbürgermeisterin Carolin Jenkner.

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Grüne knapp vor CDU – Was hinter dem Wahlbeben in Baden-Württemberg steckt https://www.die-neue-welle.de/gruene-knapp-vor-cdu-was-hinter-dem-wahlbeben-in-baden-wuerttemberg-steckt-1864977/ Mon, 09 Mar 2026 03:20:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1864977

Stuttgart (dpa/tk) – Die Wahl in Baden-Württemberg ist gelaufen, die Grünen haben mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen. Die CDU verpasst knapp den Sieg. Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis. SPD und FDP liegen in Trümmern. Was Ihr wissen müsst, um heute auf der Arbeit mitreden zu können.

Vorläufiges Endergebnis

Die Grünen haben die Wahl gewonnen. Mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen landeten sie knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent, wie das Statistische Landesamt nach Auszählung aller Wahlbezirke veröffentlichte. Die AfD ist mit 18,8 Prozent drittstärkste Kraft. Die SPD hat es mit 5,5 Prozent nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft. FDP und Linke verpassten mit jeweils 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag.

Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 waren es 63,8 Prozent. Gut 7,7 Millionen Wahlberechtigte durften ihre Stimme abgeben – so viele wie nie zuvor.

Personen wichtiger als Themen

Die wichtigste Erkenntnis: Um Inhalte ging es in der heißen Wahlkampfphase kaum noch. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir führte einen komplett auf seine Person zugeschnittenen Wahlkampf. Auf den dunkelgrünen Wahlplakaten war nur er zu sehen, den Namen seiner Partei musste man mit der Lupe suchen. CDU-Frontmann Manuel Hagel drang mit seinen Themen nicht so durch wie erhofft – sondern machte zuletzt mit einem alten Video und einem Spruch über eine Schülerin Schlagzeilen.SPD-Landeschef Andreas Stoch fasst es nach der heftigen Wahlschlappe seiner Partei frustriert aber treffend zusammen: Man habe einen Wahlkampf erlebt, wie man ihn sonst bei Bürgermeisterwahlen sehe. «Es hat sich allein auf die Frage der Person reduziert», so Stoch. Am Ende verengte sich alles auf die Frage: Wer wird Ministerpräsident in Baden-Württemberg? Der erfahrene Politpromi Özdemir oder der junge CDU-Hoffnungsträger Hagel? Der Wahlkampf war ein Duell.

Grün-Schwarz bleibt an der Macht

Auch wenn nun viel Bewegung in die Landespolitik kommt und bereits Rücktritte erklärt wurden – an den Koalitionsfarben im Südwesten ändert sich wohl nichts. Die einzige Machtoption ist derzeit die Fortführung der seit 2016 bestehenden grün-schwarzen Koalition – nun unter Führung von Özdemir statt von Winfried Kretschmann (Grüne). Eine von Hagel favorisierte Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP scheitert schon daran, dass die FDP aus dem Landtag fliegt. Und auch die SPD musste massiv Federn lassen.

Grünen-Spitzenkandidat Özdemir rief die CDU am Abend bereits zu einer erneuten Zusammenarbeit auf. Er strebe eine «Partnerschaft auf Augenhöhe» an, sagte er vor Anhängern. «Der Maßstab sollten die letzten zehn Jahre sein und die Erfolge, die wir eingefahren haben.» Nach den Anfeindungen der vergangenen Tage könnten die Gespräche aber schwierig werden.

Die Stimmung ist frostig

Am Wahlabend wird deutlich: In der CDU ist man weiterhin wütend bis verbittert. Die Christdemokraten machen die Grünen und auch Özdemir für die Veröffentlichung eines Videos verantwortlich, aus ihrer Sicht eine orchestrierte Aktion. Als Özdemir und Hagel am Abend im Plenarsaal bei einer Pressekonferenz nebeneinandersitzen, wirkt die Stimmung mehr als frostig. Hagel spricht selbst von einer «Schmutzkampagne», die weit unter der Gürtellinie gewesen sei. Özdemir betont, wie wichtig es sei, fair miteinander umzugehen.

Hintergrund: Eine grüne Bundestagsabgeordnete hatte zwei Wochen vor der Wahl ein altes Video aus dem Jahr 2018 gepostet, in dem der 29-jährige Hagel von einer Schülerin schwärmt – und von ihren «rehbraunen Augen». Hagel räumte zwar ein, dass das «Mist» gewesen sei – doch das Video ging viral, verbunden mit Sexismusvorwürfen. Özdemir betonte, nichts von dem Post gewusst zu haben.

Klatsche für den Kanzler

Für die CDU war es ein Fehlstart in das Wahljahr 2026 mit mehreren Landtagswahlen. In zwei Wochen steht in Rheinland-Pfalz der nächste Urnengang an. Sollte auch die Entscheidung für die Union verloren gehen, wird es auch um die Rolle von Kanzler Friedrich Merz gehen. Die Debatten, die in seiner Bundespartei zuletzt über «Lifestyle-Teilzeit» und höhere Zahnarzt-Kosten geführt wurden, dürften den Wahlkämpfern jedenfalls nicht geholfen haben.

Die Kleinen werden zerrieben

Völlig zwischen die Fronten des Duells zwischen Özdemir und Hagel geraten die kleineren Parteien. Auch deshalb ist die Wahl historisch: Die SPD kommt nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde und fährt ihr schlechtestes Wahlergebnis in Baden-Württemberg bislang ein. Und die FDP fliegt in ihrem Stammland aus dem Parlament, dem sie seit mehr als 70 Jahren angehörte. Auch die Linke, die sich über Monate Hoffnungen auf einen erstmaligen Einzug in den Landtag gemacht hatte, scheitert an der Hürde.

Analysen zeigen klar: Die SPD verlor die meisten Wähler an die Grünen, ebenso die Linke. Die FDP gab stark an die CDU ab. Nun müssen sich die beiden Parteien neue Chefs suchen: SPD-Chef Andreas Stoch kündigte noch am Wahlabend seinen Rückzug vom Landes- und Fraktionsvorsitz an, FDP-Chef Hans-Ulrich Rülke ebenso.

AfD ist stark – aber machtlos

Dem Trend entzieht sich einzig die AfD. Sie verdoppelt ihr Ergebnis von vor fünf Jahren – und ist dennoch so weit von der Macht entfernt wie zuvor. Denn Regierungsoptionen hat sie keine, alle anderen Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit der Partei aus, die im Südwesten vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtfall eingestuft wird. Da ändert es auch nichts, dass sich Landeschef Markus Frohnmaier schon am Wahlabend immer wieder der CDU anbietet. «Die CDU und die AfD hätten gemeinsam genug Stimmen für diese konservative Politik», sagte er im ZDF. Für Hagel kommt das nicht infrage. Auffällig: Besonders profitiert die AfD von Nichtwählern, die ihr bei dieser Wahl die Stimme gaben.

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Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne in Umfrage fast gleichauf mit CDU https://www.die-neue-welle.de/landtagswahl-in-baden-wuerttemberg-gruene-in-umfrage-fast-gleichauf-mit-cdu-1861998/ Fri, 27 Feb 2026 04:48:03 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1861998

Stuttgart (dpa/tk) – Bislang sah es im Südwesten so aus, als sei die Wahl schon so gut wie gelaufen. Monatelang lag die CDU in Umfragen deutlich vor den Grünen. Nun deutet eine Erhebung neue Spannung im Wahlkampf an.

Grüne rücken auf

Wenige Tage vor der Landtagswahl sind die Grünen in Baden-Württemberg einer Umfrage zufolge bis auf einen Prozentpunkt an die CDU herangerückt. In der repräsentativen Vorwahlumfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD liegen die Grünen bei 27 Prozent und damit nur noch ganz knapp hinter der CDU mit 28 Prozent.

Hagel oder Özdemir

Damit haben die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir in den vergangenen Wochen deutlich in der Wählergunst zulegt – und das Rennen um den Ministerpräsidenten-Posten ist so offen wie nie. Bei der letzten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von SWR und «Stuttgarter Zeitung» Ende Januar waren die Grünen noch bei 23 Prozent gelandet und damit sechs Prozentpunkte hinter der CDU, die auf 29 Prozent kam. Im Oktober hatte der Abstand sogar noch bei neun Prozentpunkten gelegen.

AfD und Linke büßen ein

Die AfD käme den neuen Zahlen zufolge nun auf 18 Prozent der Stimmen und büßt zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Januar ein. Einbußen muss auch die Linke hinnehmen, sie müsste mit 5,5 Prozent um den sicheren Einzug in den Landtag bangen. Zuletzt hatte die Partei noch bei 7 Prozent gelegen.

Die FDP wäre mit 6 Prozent knapp wieder im Parlament. Ende Januar lagen die Liberalen noch bei 5 Prozent. Die SPD käme auf 7 Prozent und verliert damit erneut einen Prozentpunkt.

Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl im März 2021 hatten die Grünen 32,6 Prozent erreicht, die CDU kam auf 24,1 Prozent, die SPD auf 11, die FDP auf 10,5 und die AfD auf 9,7 Prozent.

Die Umfrage wurde zwischen dem 23. und 25. Februar durchgeführt – und damit genau in dem Zeitraum, in dem ein altes Interview mit CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel im Wahlkampf für Wirbel gesorgt hatte.

Auch in einer Anfang der Woche veröffentlichten Umfrage des Instituts Insa hatten die Grünen aufgeholt, allerdings lag die CDU dort noch sechs Prozentpunkte vorn. Diese Befragung wurde allerdings vor den Diskussionen um das Hagel-Video durchgeführt.

Welche Rolle spielt ein acht Jahre alter Hagel-Spruch?

Hagel berichtet in der Szene von einem Besuch an einer Realschule. In der Klasse hätten damals 80 Prozent Mädchen gesessen. «Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen», sagt Hagel. Dann geht er auf eine Schülerin näher ein, die die erste Frage gestellt habe: «Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.» Hagel hatte nach der Veröffentlichung eingeräumt: «Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist. Meine Frau hat mir damals direkt den Kopf gewaschen.»

Bei der Landtagswahl am 8. März geht es um die Kräfteverteilung im Landesparlament – und damit auch um die Frage, wer nächster Ministerpräsident von Baden-Württemberg wird. Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) tritt nach drei Amtszeiten nicht mehr an. Er regiert derzeit in einer grün-schwarzen Koalition.

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605 Millionen Euro für den Sport: Land erhöht Förderung deutlich https://www.die-neue-welle.de/605-millionen-euro-fuer-den-sport-land-erhoeht-foerderung-deutlich-1861230/ Wed, 25 Feb 2026 11:58:04 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1861230 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Mehr Geld für Vereine und Verbände: Baden-Württemberg stellt von 2027 bis 2031 insgesamt 605 Millionen Euro für den Sport bereit. Das sieht der neue Solidarpakt Sport V vor, den das Land und der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) unterzeichnet haben.

16 Millionen Euro mehr pro Jahr

Ab 2027 steigt die jährliche Förderung um 16 Millionen Euro auf dann 121 Millionen Euro. Insgesamt stehen in dem Fünfjahreszeitraum 605 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einigung steht unter Haushaltsvorbehalt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete den Sport als „wichtigen Kitt“ der Gesellschaft. Sportministerin Theresa Schopper (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einem klaren Signal – auch in Zeiten sinkender Steuereinnahmen. LSV-Präsident Jürgen Scholz hob die Planungssicherheit für Vereine und Verbände hervor.

Geld für Ausbildung, Nachwuchs und Schwimmförderung

Von der Gesamtsumme sind 80 Millionen Euro für nicht-investive Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählen unter anderem:

  • Aus- und Fortbildung von Trainern
  • Förderung des Breiten- und Nachwuchsleistungssports
  • Kooperationen zwischen Schulen, Kitas und Vereinen
  • Schwimmförderung
  • Fanprojekte

Unterstützung für World Games 2029 in Karlsruhe

Auch die World Games 2029 in Karlsruhe profitieren von der Vereinbarung. Für die internationale Sportveranstaltung, bei der nicht-olympische Sportarten im Mittelpunkt stehen, sind bis zu 33 Millionen Euro vorgesehen.

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Hagel greift Grüne und AfD an – CDU-Spitzenkandidat setzt auf „Maß und Mitte“ https://www.die-neue-welle.de/hagel-greift-gruene-und-afd-an-cdu-spitzenkandidat-setzt-auf-mass-und-mitte-1859640/ Fri, 20 Feb 2026 14:22:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1859640 Baden-Württemberg (dpa/dk) – Nur noch gut zwei Wochen bis zur Landtagswahl in Baden-Württemberg: CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat sich beim Bundesparteitag in Stuttgart klar positioniert – und dabei deutliche Worte in Richtung Grüne und AfD gefunden.

„Welt der Ideologie“ und „Radikalität“

Hagel stellte sich als Politiker der Mitte dar. Es gebe eine «Welt der Ideologie» der einen und der Radikalität der anderen, sagte er.

Die Grünen würden zwar die Wirtschaft auf ihre Wahlplakate schreiben, im Europäischen Parlament aber gegen das Mercosur-Abkommen stimmen – und dabei gemeinsame Sache mit der AfD machen.

Zur AfD sagte Hagel, sie wolle raus aus Europa, die müsse man schlagen, mit denen werde die CDU niemals koalieren.

CDU als Kraft der Mitte

„Dazwischen gebe es den christdemokratischen Weg, mit Maß und Mitte und gesundem Menschenverstand“, warb Hagel.

Die CDU trete für die ganz normalen Leute an, die mit geringem Einkommen, die jeden Morgen aufstünden und sich den «Buckel» krumm machten, sich im Ehrenamt engagierten und um die Familie kümmerten.

Landtagswahl am 8. März

Hagel ist Fraktionschef im Landtag und kandidiert als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl im Südwesten am 8. März. Er will der jüngste Ministerpräsident in der Geschichte Baden-Württembergs werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt nach drei Legislaturperioden nicht mehr an. Für die Grünen geht Cem Özdemir ins Rennen.

In der letzten Umfrage von Infratest dimap lag die CDU bei 29 Prozent, die Grünen bei 23 Prozent, die AfD bei 20 Prozent.

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