Vergünstigungen – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Wed, 14 Jan 2026 05:27:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Die neue Ehrenamtskarte ab sofort in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/die-neue-ehrenamtskarte-ab-sofort-in-karlsruhe-1842468/ Wed, 14 Jan 2026 05:23:15 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1842468 Karlsruhe (pm/dk) – Wer sich freiwillig engagiert, soll künftig mehr zurückbekommen als nur ein Dankeschön: In Baden-Württemberg wird die Ehrenamtskarte flächendeckend eingeführt. Karlsruhe übernimmt dabei eine zentrale Rolle – gestern sind die ersten Ehrenamtskarten feierlich übergeben worden.

Was die Ehrenamtskarte bringt

Mit der Ehrenamtskarte will das Land den freiwilligen Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger sichtbar würdigen. Karteninhaberinnen und Karteninhaber sollen von Vergünstigungen profitieren – sowohl in städtischen Einrichtungen als auch bei gewerblichen Partnern, unter anderem aus Kultur, Sport, Freizeit und Bildung.

Für Karlsruhe sind aktuell als Partner genannt: Badisches Staatstheater, Naturkundemuseum, ZKM und die Karlsruher Bäder. Die Liste soll regelmäßig erweitert werden.

Wer bekommt die Karte?

Anspruchsberechtigt sind Personen, die sich in Karlsruhe (unabhängig vom Wohnort) im vergangenen Jahr mindestens 200 Stunden freiwillig, gemeinwohlorientiert und ohne Vergütung engagiert haben. Auch wer in jüngster Zeit 100 Stunden in einem gemeinnützigen Projekt tätig war, kann die Karte erhalten.

Automatisch anspruchsberechtigt sind laut Info unter anderem: Inhaberinnen und Inhaber der Jugendleitercard, Freiwilligendienstleistende sowie Mitglieder der Einsatzabteilungen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutz.

Wie lange ist sie gültig?

Die Ehrenamtskarte ist nach Ausstellung zwei Jahre gültig. Bei projektbezogenem Engagement kann die Gültigkeit auch auf ein halbes Jahr begrenzt sein. Außerdem: Die Ehrenamtskarte BW ist abhängig von der Bereitstellung der Haushaltsmittel des Landes.

So beantragt ihr die Ehrenamtskarte in Karlsruhe

Die Karte kann online über die städtische Website als Einzelantrag beantragt werden. Für Vereine und Institutionen gibt es zusätzlich die Möglichkeit eines Sammelantrags.

In Karlsruhe ist die Personalstelle für die Einführung im Büro für Mitwirkung und Engagement angesiedelt. Bei Fragen nennt die Stadt als Kontakt die Mailadresse ehrenamtskarte@afsta.karlsruhe.de und die Telefonnummer 0721 133 1276.

]]>
Gute Nachrichten für Engagierte: Ehrenamtskarte startet jetzt in Pforzheim https://www.die-neue-welle.de/gute-nachrichten-fuer-engagierte-ehrenamtskarte-startet-jetzt-in-pforzheim-1838210/ Mon, 05 Jan 2026 08:57:14 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1838210 Pforzheim (pm/dk) – Ehrenamtliches Engagement bekommt in Pforzheim ab sofort eine besondere Anerkennung. Die Stadt führt die Landesehrenamtskarte ein – und setzt damit ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für alle, die sich freiwillig für das Gemeinwohl einsetzen.

Anerkennung für freiwilliges Engagement

eteiligt sich ab sofort an der Landesehrenamtskarte in Kooperation mit dem Land Baden-Württemberg. Mit der Karte werden Bürgerinnen und Bürger belohnt, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg ehrenamtlich engagieren. Karteninhaberinnen und -inhaber profitieren von attraktiven Vergünstigungen bei zahlreichen teilnehmenden Einrichtungen – nicht nur in Pforzheim, sondern landesweit.

Oberbürgermeister Peter Boch betont die Bedeutung des Ehrenamts für die Stadt:
„Ehrenamtlich engagierte Personen sind ein großer Gewinn für unsere Stadt und prägen unser Miteinander entscheidend.“ Die Ehrenamtskarte sei ein Ausdruck der Wertschätzung für Menschen, die ihre Zeit, Kraft und Leidenschaft für das Gemeinwohl einsetzen.

Wer bekommt die Ehrenamtskarte?

Die Landesehrenamtskarte richtet sich an Menschen, die sich freiwillig und unentgeltlich engagieren – zum Beispiel in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Hilfsorganisationen oder im kulturellen Bereich. Voraussetzung ist ein mindestens einjähriges Engagement mit mindestens 200 ehrenamtlichen Stunden pro Jahr. Weitere Kriterien werden im Online-Antragsverfahren geprüft.

Vergünstigungen in Pforzheim und darüber hinaus

Schon zum Start beteiligen sich mehrere Pforzheimer Einrichtungen an der Aktion. Vergünstigungen gibt es unter anderem im Theater Pforzheim, im Gasometer, bei der Volkshochschule, in der Eishalle sowie im Schmuckmuseum und im Technischen Museum.

Anne Schneider, Koordinatorin der Ehrenamtskarte, freut sich über die große Unterstützung:
„Die große Bereitschaft zur Unterstützung zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt ist.“ Ziel sei es, das Netzwerk an Akzeptanzstellen in den kommenden Wochen weiter auszubauen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Ehrenamtskarte gilt nicht nur in Pforzheim. Auch andere Kommunen machen mit, darunter der Landkreis Calw sowie Karlsruhe, Böblingen und Stuttgart.

Antragstellung ab sofort möglich

Ehrenamtlich Engagierte können die Ehrenamtskarte ab sofort online über die Website der Stadt Pforzheim beantragen. Vereine haben zudem die Möglichkeit, Sammelanträge für mehrere Ehrenamtliche zu stellen. Nach erfolgreicher Prüfung wird die Karte ausgestellt, ist zwei Jahre gültig und kann in ganz Baden-Württemberg genutzt werden.

Weitere Informationen, alle Voraussetzungen und der Online-Antrag sind HIER zu finden.

]]>
Ehrenamtskarte kommt nach Baden-Württemberg: In Karlsruhe könnt ihr sie schon jetzt beantragen https://www.die-neue-welle.de/ehrenamtskarte-kommt-nach-baden-wuerttemberg-in-karlsruhe-koennt-ihr-sie-schon-jetzt-beantragen-1832087/ Fri, 19 Dec 2025 13:28:25 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1832087 Karlsruhe (pm/dk) – Wer sich freiwillig engagiert, soll künftig mehr zurückbekommen als nur ein Dankeschön: Ab dem kommenden Jahr wird die Ehrenamtskarte Baden-Württemberg flächendeckend eingeführt. Karlsruhe übernimmt dabei eine zentrale Rolle – und wer die Voraussetzungen erfüllt, kann die Karte sogar bereits jetzt beantragen.

Was die Ehrenamtskarte bringt

Mit der Ehrenamtskarte will das Land den freiwilligen Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger sichtbar würdigen. Karteninhaberinnen und Karteninhaber sollen von Vergünstigungen profitieren – sowohl in städtischen Einrichtungen als auch bei gewerblichen Partnern, unter anderem aus Kultur, Sport, Freizeit und Bildung.

Für Karlsruhe sind aktuell als Partner genannt: Badisches Staatstheater, Naturkundemuseum, ZKM und die Karlsruher Bäder. Die Liste soll regelmäßig erweitert werden.

Wer bekommt die Karte?

Anspruchsberechtigt sind Personen, die sich in Karlsruhe (unabhängig vom Wohnort) im vergangenen Jahr mindestens 200 Stunden freiwillig, gemeinwohlorientiert und ohne Vergütung engagiert haben. Auch wer in jüngster Zeit 100 Stunden in einem gemeinnützigen Projekt tätig war, kann die Karte erhalten.

Automatisch anspruchsberechtigt sind laut Info unter anderem: Inhaberinnen und Inhaber der Jugendleitercard, Freiwilligendienstleistende sowie Mitglieder der Einsatzabteilungen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutz.

Wie lange ist sie gültig?

Die Ehrenamtskarte ist nach Ausstellung zwei Jahre gültig. Bei projektbezogenem Engagement kann die Gültigkeit auch auf ein halbes Jahr begrenzt sein. Außerdem: Die Ehrenamtskarte BW ist abhängig von der Bereitstellung der Haushaltsmittel des Landes.

So beantragt ihr die Ehrenamtskarte in Karlsruhe

Die Karte kann online über die städtische Website als Einzelantrag beantragt werden. Für Vereine und Institutionen gibt es zusätzlich die Möglichkeit eines Sammelantrags.

In Karlsruhe ist die Personalstelle für die Einführung im Büro für Mitwirkung und Engagement angesiedelt. Bei Fragen nennt die Stadt als Kontakt die Mailadresse ehrenamtskarte@afsta.karlsruhe.de und die Telefonnummer 0721 133 1276.

Erste Karten werden im Januar übergeben

Der Startschuss in Karlsruhe ist symbolisch mit der „Fahrt der beklebten Straßenbahn“ verbunden. Ab sofort können Anträge gestellt werden. Die ersten Ehrenamtskarten sollen am 13.01.2026 von Bürgermeister Dr. Albert Käuflein übergeben werden.

]]>
Baden-Württemberg will Ehrenamtskarte flächendeckend einführen https://www.die-neue-welle.de/baden-wuerttemberg-will-ehrenamtskarte-flaechendeckend-einfuehren-1343711/ Tue, 11 Mar 2025 11:00:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1343711

Calw (dpa/tk) – Wer sich bei etwa bei der Feuerwehr engagiert, kann im Kreis Calw und drei weiteren Regionen im Südwesten bereits Vergünstigungen bei Eintritten bekommen. Bald sollen Freiwillige landesweit profitieren.

Ehrenamtliches Engagement im Südwesten

Für die landesweite Einführung der Karte stünden im Doppelhaushalt 2025/26 Mittel in Höhe von etwa fünf Millionen Euro bereit, teilte die Grünen-Fraktion im Stuttgarter Landtag mit. Die Karte erkenne den wertvollen Beitrag von Ehrenamtlichen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt an, hieß es weiter. Deswegen sei die Karte ein wichtiges Anliegen der Grünen gewesen, sagte Fraktionschef Andreas Schwarz. «Etwa die Hälfte unserer Bürgerinnen und Bürger engagiert sich ehrenamtlich – sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Mit der Ehrenamtskarte sagen wir nicht nur Danke, sondern schaffen auch echte Vorteile für die Menschen, die sich für andere einsetzen.»

Nach dem jüngsten Ländervergleich des Freiwilligensurveys hat Baden-Württemberg die höchste Quote beim Engagement im Vergleich aller Länder: Rund 46 Prozent engagieren sich demnach im Südwesten ehrenamtlich. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2019, neuere wird es erst im kommenden Jahr geben.

Wer kann die Karte erhalten?

Die Testphase der Ehrenamtskarte habe gezeigt, dass diese bei den Engagierten gut ankomme, hieß es von der Fraktion. Seit August 2023 wird die Karte in den Städten Freiburg und Ulm sowie im Landkreis Calw und im Ostalbkreis erprobt. Karteninhaber müssen unter anderem in Freizeiteinrichtungen weniger Eintritt bezahlen.

Erhalten kann die Karte, wer in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 200 Stunden ehrenamtlich und gemeinwohlorientiert engagiert war. Bei projektbezogenem Einsatz sind es mindestens 100 Stunden. Einen garantierten Anspruch auf Ausstellung der Ehrenamtskarte haben Mitglieder in taktischen Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes wie zum Beispiel Feuerwehren, Rettungsdienste wie DRK, Johanniter, Malteser oder Technischem Hilfswerk.

Ermäßigungen im Theater, Museum und in Schlössern

Gültig ist die Karte zum Beispiel im Badischen Staatstheater, in der Staatsgalerie Stuttgart, im ZKM Karlsruhe sowie in zwölf Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Mit der Ehrenamtskarte sind auch Vergünstigungen in den Einrichtungen der anderen Modellkommunen möglich.

In einigen anderen Bundesländern gibt es Ehrenamtskarten bereits schon länger. In Niedersachsen ist im Mai die 25.000. Karte übergeben worden. Insgesamt profitieren Inhaberinnen und Inhaber einer solchen Karte dort laut Staatskanzlei von landesweit rund 2.700 Vergünstigungen – beispielsweise im Einzelhandel, in Museen und Schwimmbädern.

Eingeführt wurde die Karte dort 2007, seit 2010 gilt sie länderübergreifend für Niedersachsen und Bremen. In Mecklenburg-Vorpommern können Ehrenamtler eine Karte seit August 2020 beantragen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sie gemeinsam mit Städten und Kreisen landesweit vor mehr als zehn Jahren eingeführt. Auch Bayern bietet die Karte landesweit an.

]]>
Baden-Württemberg will Ehrenamtskarte 2025 flächendeckend einführen https://www.die-neue-welle.de/baden-wuerttemberg-will-ehrenamtskarte-2025-flaechendeckend-einfuehren-1242244/ Thu, 12 Dec 2024 05:32:07 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1242244
Nach einer Probezeit in mehreren Modellregionen soll die Ehrenamtskarte für freiwillig Engagierte in ganz Baden-Württemberg kommen. Für die landesweite Einführung der Karte stünden im Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026 Mittel in Höhe von etwa fünf Millionen Euro bereit, teilte die Grünen-Fraktion im Landtag mit. Endgültig verabschiedet werden soll der Etat am 18. Dezember.

Ehrenamtliches Engagement im Südwesten

Die Karte erkenne den wertvollen Beitrag von Ehrenamtlichen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt an, hieß es weiter. Deswegen sei die Karte ein wichtiges Anliegen der Grünen gewesen, sagte Fraktionschef Andreas Schwarz. «Etwa die Hälfte unserer Bürgerinnen und Bürger engagiert sich ehrenamtlich – sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Mit der Ehrenamtskarte sagen wir nicht nur Danke, sondern schaffen auch echte Vorteile für die Menschen, die sich für andere einsetzen.»

Nach dem jüngsten Ländervergleich des Freiwilligensurveys hat Baden-Württemberg die höchste Quote beim Engagement im Vergleich aller Länder: Rund 46 Prozent engagieren sich demnach im Südwesten ehrenamtlich. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2019, neuere wird es erst im kommenden Jahr geben.

Wer kann die Karte erhalten?

Die Testphase der Ehrenamtskarte habe gezeigt, dass diese bei den Engagierten gut ankomme, hieß es von der Fraktion. Seit August 2023 wird die Karte in den Städten Freiburg und Ulm sowie im Landkreis Calw und im Ostalbkreis erprobt. Karteninhaber müssen unter anderem in Freizeiteinrichtungen weniger Eintritt bezahlen.

Erhalten kann die Karte, wer in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 200 Stunden ehrenamtlich und gemeinwohlorientiert engagiert war. Bei projektbezogenem Einsatz sind es mindestens 100 Stunden. Einen garantierten Anspruch auf Ausstellung der Ehrenamtskarte haben Mitglieder in taktischen Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes wie zum Beispiel Feuerwehren, Rettungsdienste wie DRK, Johanniter, Malteser oder Technischem Hilfswerk.

Ermäßigungen im Theater, Museum und in Schlössern

Gültig ist die Karte zum Beispiel im Badischen Staatstheater, in der Staatsgalerie Stuttgart, im ZKM Karlsruhe sowie in zwölf Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Mit der Ehrenamtskarte sind auch Vergünstigungen in den Einrichtungen der anderen Modellkommunen möglich.

In einigen anderen Bundesländern gibt es Ehrenamtskarten bereits schon länger. In Niedersachsen ist im Mai die 25.000. Karte übergeben worden. Insgesamt profitieren Inhaberinnen und Inhaber einer solchen Karte dort laut Staatskanzlei von landesweit rund 2.700 Vergünstigungen – beispielsweise im Einzelhandel, in Museen und Schwimmbädern.

Eingeführt wurde die Karte dort 2007, seit 2010 gilt sie länderübergreifend für Niedersachsen und Bremen. In Mecklenburg-Vorpommern können Ehrenamtler eine Karte seit August 2020 beantragen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sie gemeinsam mit Städten und Kreisen landesweit vor mehr als zehn Jahren eingeführt. Auch Bayern bietet die Karte landesweit an.

]]>
Ehrenamtliche im Südwesten sollen bald Vergünstigungen erhalten https://www.die-neue-welle.de/ehrenamtliche-im-suedwesten-sollen-bald-verguenstigungen-erhalten-370638/ Wed, 15 Jun 2022 02:30:25 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/ehrenamtliche-im-suedwesten-sollen-bald-verguenstigungen-erhalten-370638/

Verbilligter Eintritt ins Kino, Theater oder Schwimmbad: Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll auch im Südwesten solche Vergünstigungen erhalten. Grüne und CDU wollen die im Koalitionsvertrag geplante Ehrenamtskarte mit Vergünstigungen für sozial engagierte Menschen im Laufe der nächsten zwei Jahre nach und nach auf den Weg bringen. «Sofern der Landtag die angemeldeten Haushaltsmittel genehmigt, wollen wir die Ehrenamtskarte im Jahr 2023 zunächst in Modellprojekten erproben», sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Im Jahr 2024 sollten die Erfahrungen ausgewertet und in ein Konzept eingebracht werden. Die CDU-Fraktion pochte darauf, dass die dafür nötigen finanziellen Mittel im Doppelhaushalt 2023/2024 trotz des eher geringen Spielraums auch freigegeben werden.

Kein Rückhalt für Steinmeier: Pflichtdienst fällt durch

Zuvor hatte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz erklärt, das Ministerium arbeite an Eckpunkten für die Ehrenamtskarte. Schwarz reagierte damit auf die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angestoßene Debatte um ein soziales Pflichtjahr für junge Menschen. Schwarz hält positive Anreize für besser als eine Pflicht. «Ich könnte mir auch eine Art Bonuskarte für junge Menschen, die sich für andere engagieren, gut vorstellen, mit der man kostenlos ins Museum kommt oder Vorteile bei der Bewerbung zum Studium erhält.» Darauf ziele die Idee einer Ehrenamtskarte ab.

In anderen Bundesländer gibt es die Karte längst

Mit der Karte sollen Menschen Vergünstigungen erhalten, die sich in Verbänden, Vereinen oder auch in der Pflege ehrenamtlich engagieren. Im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU heißt es: «Sie soll den Ehrenamtlichen einen praktischen Nutzen bieten und ihnen ein paar wohlverdiente schöne Stunden ermöglichen – beispielsweise beim kostenfreien Besuch von Kultureinrichtungen.» Für die Karte hatte sich insbesondere die CDU stark gemacht. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. In Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern etwa gibt es die Karte bereits, auch in Nordrhein-Westfalen können Ehrenamtliche mit der Karte preiswerter Museen, Kinos oder Theater besuchen, ebenso Schwimmbäder oder auch Kurse in Volkshochschulen. Die Karte erhält dort, wer sich mindestens fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr für das Gemeinwohl engagiert.

FDP dringt auf Gleichbehandlung bei Ehrenamtlichen

Für die FDP-Fraktion sagte Dennis Birnstock, die geplante Ehrenamtskarte dürfe nicht mehr oder weniger Vergünstigungen beinhalten als bestehende Nachweise wie die Jugendleiter-Card (Juleica). «Die Herstellung einer solchen Gleichwertigkeit könnte mit einem Aufdruck auf der Juleica ganz leicht umgesetzt werden.» Im grün-schwarzen Koalitionsvertrag heißt es: «Wir werten die Jugendleiterkarte «Juleica» als Ehrenamtskarte der Kinder- und Jugendarbeit auf und sorgen so für Anerkennung von jungen Ehrenamtlichen.»

Selbst SPD bei Pflichtdienst zurückhaltend

Auch SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch setzt auf Anreize, um noch mehr junge Menschen für ein soziales Jahr zu gewinnen. «Zwischen Ausbildung und Beruf, zwischen Schule und Studium einmal Dienst für die Allgemeinheit zu leisten und dabei gerade auch die Herausforderungen sozialer Berufe kennenzulernen, kann für jeden Menschen ein großer Gewinn sein», sagte Stoch der SPD. Er könne sich Modelle vorstellen, «in denen ein solcher Dienst zwar nicht zur Pflicht, aber deutlich attraktiver gemacht wird. Vorteile bei der Vergabe von Studienplätzen wären ein Beispiel.» Steinmeier hatte in einem Interview gefragt, «ob es unserem Land nicht gut tun würde, wenn sich Frauen und Männer für einen gewissen Zeitraum in den Dienst der Gesellschaft stellen». Der Bundespräsident sprach von einer «Pflichtzeit», die aber kein Jahr lang sein müsse. Aus der Ampel-Koalition in Berlin kam prompt Ablehnung.

Freiwillig Soziales Jahr bis 27

Bislang gibt es speziell für junge Menschen das Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr und den Internationalen Jugendfreiwilligendienst. Diese Angebote stehen jungen Frauen und Männern unabhängig von Schulabschluss, Herkunft oder Einkommenslage bis zum Alter von 27 Jahren offen. Daneben gibt es den Bundesfreiwilligendienst als Angebot für Menschen jeden Alters.

]]>