Ukraine – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 21 Apr 2026 09:45:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 VGH entscheidet: Rundfunkbeitrag verstösst nicht gegen Verfassung https://www.die-neue-welle.de/vgh-entscheidet-rundfunkbeitrag-verstoesst-nicht-gegen-verfassung-1886763/ Tue, 21 Apr 2026 09:45:50 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1886763 Mannheim (pm/tk) – Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat Klagen gegen den Rundfunkbeitrag abgewiesen. Sieben Kläger finden die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen nicht ausgewogen.

Sachverhalt

Die Kläger wenden sich gegen ihre Pflicht zur Zahlung des Rundfunkbeitrags. Sie sind im Wesentlichen der Auffassung, der Rundfunkbeitrag verstoße gegen das verfassungsrechtliche Äquivalenzprinzip, weil das Gesamtprogrammange­bot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Anforderungen an die ge­genständliche und meinungsmäßige Vielfalt und Ausgewogenheit über einen längeren Zeitraum gröblich verfehlt habe und auch weiterhin verfehle. Dies be­treffe nahezu sämtliche gesellschaftlich kontrovers diskutierten Themen, zu de­nen in den letzten Jahren insbesondere die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und auch die Berichterstattung über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump zählten. Im Kern bevorzuge der Rundfunk einseitig „linke“ Par­teien und „progressive“ Positionen.

Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs

Der 2. Senat des VGH hat die Berufungen zurückgewiesen. Er ist zu dem Ergebnis gelangt, dass der Rundfunkbeitrag nicht gegen das verfassungsrechtliche Äquiva­lenzprinzip verstoße. Ein solcher Verstoß liegt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vor, wenn das Gesamtprogrammangebot in sämtlichen Verbreitungsmedien über einen längeren Zeitraum evidente und regelmäßige Defizite hinsichtlich der gegenständlichen und meinungsmäßigen Vielfalt und Ausgewogenheit aufweist und der verfassungsrechtliche Funktionsauftrag des Rundfunks gröblich verfehlt wird (BVerwG, Urteil vom 15. Oktober 2025 – 6 C 5.24 -).
Das sei nach Ansicht des Gerichts nicht festzustellen. Der ÖRR decke durch seine Angebote in Fernsehen, Hörfunk und Mediathek die Bereiche Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung einschließlich Sport jeweils in ihrer vollen Breite ab.

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Hilfstransport in die ukrainische Partnerstadt Winnyzja https://www.die-neue-welle.de/hilfstransport-in-die-ukrainische-partnerstadt-winnyzja-1872249/ Wed, 25 Mar 2026 03:30:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1872249 Karlsruhe (pm/tk) – Seit 2022 unterhält Karlsruhe eine Städtepartnerschaft mit Winnyzja in der Ukraine. Die Stadt im von Russland angegriffenen Landes erlebt die Folgen des Krieges. Hierbei will Karlsruhe seine Freunde unterstützen.

Medizin-Hilfstranspüort gestartet

Gemeinsam mit der Partnerstadt Winnyzja werden regelmäßig konkrete Projekte identifiziert, in denen gezielt Hilfe geleistet werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der medizinischen Unterstützung. Aufgrund ihrer zentralen Lage innerhalb der Ukraine sieht sich die Partnerstadt Winnyzja in der Verantwortung eine große Zahl von Binnenflüchtlingen sowie zurückkehrenden Soldat*innen medizinisch zu versorgen. Die vorhandenen Kapazitäten stoßen dabei ohne externe Hilfe schnell an ihre Grenzen.

Förderung durch den Bund

Dieses Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), unterstützt durch das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), umfasst derzeit 87 deutsche Städte, die sogenannte Beschaffungspakete erhalten (derzeitiger Wert: 65.000 Euro pro Kommune), um diese in ihre ukrainischen Partnerkommunen zu liefern und so eine breit gefächerte Hilfeleistung in nahezu der gesamten Ukraine ermöglichen.

Im Rahmen des aktuellen GIZ-Programms hat sich die Stadt Karlsruhe in enger Abstimmung mit Winnyzja für die Lieferung von neuen Krankenhausbetten und Rehabilitationsmaterialien entschieden. Diese sind am Dienstag von der Fächerstadt aus auf den Weg geschickt worden.

Darüber hinaus beteiligt sich der Verein der Ukrainer in Karlsruhe mit gespendeten Rollstühlen und Rollatoren. Abgerundet wird der Hilfstransport durch ein Notstromaggregat zur Sicherstellung der Energieversorgung eines Waisenhauses in Winnyzja, gespendet von Rotary Karlsruhe-Schloss, sowie durch privat gesammeltes Verbandsmaterial.

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Prozessauftakt in Landau: Pflegevermittlerin soll illegal Arbeitskräfte vermittelt haben https://www.die-neue-welle.de/prozessauftakt-in-landau-pflegevermittlerin-soll-illegal-arbeitskraefte-vermittelt-haben-1744816/ Mon, 06 Oct 2025 13:00:10 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1744816 Landau/Kandel (dpa/dk) – Vor dem Amtsgericht Landau hat am Montag der Prozess gegen eine Frau aus Kandel begonnen, die nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft rechtswidrig ausländische Pflegekräfte an Privathaushalte vermittelt haben soll.

Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen

Zu Beginn der Verhandlung wurde die Anklage verlesen, die Beschuldigte machte lediglich Angaben zu ihrer Person. «Zur Sache selbst wollte die Angeklagte heute keine Angaben machen», erklärte eine Sprecherin des Gerichts. Drei weitere Verhandlungstermine bis Ende November sind angesetzt, bei denen Zeugen gehört werden sollen.

Vermittlung ohne Visum

Die Frau soll von März 2017 bis März 2021 als Geschäftsführerin eines Arbeitsvermittlungsdienstes für polnische Pflegekräfte tätig gewesen sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wusste sie jedoch, dass auch ukrainische Pflegekräfte in deutsche Privathaushalte geschickt wurden, die nicht über das erforderliche Visum verfügten.

Einnahmen von über 50.000 Euro

Für ihre Dienste soll die Angeklagte mehr als 50.000 Euro kassiert haben. Ob es zu einer Verurteilung kommt, wird nach Abschluss der Zeugenaussagen entschieden.

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Medienkunst trifft Wissenschaft – Halbzeit bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/medienkunst-trifft-wissenschaft-halbzeit-bei-den-schlosslichtspielen-karlsruhe-1683016/ Mon, 01 Sep 2025 14:25:36 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1683016

Karlsruhe (pm/dk) – Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe haben zur Halbzeit ihres Festivals bereits 157.000 Besucherinnen und Besucher begeistert. Unter dem Motto „The Shining Lights of Science“ verwandelt sich die Fassade des Karlsruher Schlosses noch bis zum 14. September in Europas größtes Medienkunstwerk. Für die zweite Hälfte des Programms warten besondere Highlights – von einer Liveschalte in die Ukraine über eine brandneue Show bis hin zu Musik, Kunst und kulinarischem Genuss.

Zeichen der Solidarität

Am heutigen Montag, 1. September, dem Antikriegstag, steht ein bewegender Moment im Mittelpunkt: Im Projekt „OneVoice“ der Initiative KulturKonvoi wird ein Musiker aus der Ukraine per Liveschalte direkt auf die Schlossfassade zugeschaltet und spielt live. „Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe stehen für hochwertige Medienkunst und zwischenmenschliche Begegnungen“, betonte Martin Wacker, Geschäftsführer der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH. „Wir möchten, wie auch bei DAS FEST, ein Zeichen der Solidarität in die Ukraine senden: Denn Kunst und Menschlichkeit verbinden, über alle Grenzen hinweg.“

Neue Show ab 6. September

Ein Höhepunkt der zweiten Hälfte ist die Premiere der Show „TIME³“, die in der ersten ZKM Summer School von 15 internationalen Kreativen erarbeitet wurde. Unterstützt vom Kollektiv ruestungsschmie.de feiert das Werk am Samstag, 6. September, um 21 Uhr Premiere. „Am ZKM heißen wir Künstler:innen aus allen Regionen und Kulturen immer herzlich willkommen, um voneinander zu lernen und neue, innovative Ideen zu entwickeln“, sagte Alistair Hudson, künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM, und hob die Energie und Begeisterung der Teilnehmenden hervor.

Musik-Highlights in der finalen Woche

Auch musikalisch bietet die zweite Halbzeit viel Abwechslung. Am 8. September präsentieren Tommy Baldu und Medienkünstler haegar gemeinsam mit Saiten-Künstler Ómar Guõjónsson das Programm „The Spirit: Sounds & Visuals“. Einen Tag später sorgt die Karlsruher Jazz Connection für Live-Musik, kombiniert mit Visuals von Andreas Siefert. Zudem gibt es ein musikalisches Begleitprogramm zur Lichtinstallation „Stellar Sanctuary“ in der Evangelischen Stadtkirche, unter anderem mit Jazzmusiker Peter Lehel und dem Ensemble LiBellen.

Kulinarisches Finale mit Weinleuchten

Zum Abschlusswochenende vom 12. bis 14. September laden die SCHLOSSLICHTSPIELE gemeinsam mit regionalen Winzern zum „Weinleuchten“ ein. Besucher können sich auf eine breite Auswahl an Weinen, kulinarische Spezialitäten und Lounge-Events mit DJ-Musik freuen. Ergänzt wird das Programm durch die Präsentation der Gewinnerbilder des Malwettbewerbs „Die Schlossmaler“ sowie die Open-Air-Ausstellung „Media art is here“ im Karlsruher Stadtraum.

Unterstützung durch Freundeskreis

Erstmals begleitet ein neu gegründeter „Freundeskreis SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe e.V.“ das Festival. Ziel ist es, Spenden zu sammeln, um die Qualität und Vielfalt des Formats auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern und den kostenlosen Zugang zum Karlsruher Sommerhighlight zu bewahren.

Die SCHLOSSLICHTSPIELE starten ab sofort um 20:30 Uhr, in der finalen Woche ab dem 8. September bereits um 20:15 Uhr.

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Zahl der Asylsuchenden in Baden-Württemberg sinkt weiter https://www.die-neue-welle.de/zahl-der-asylsuchenden-in-baden-wuerttemberg-sinkt-weiter-1399453/ Wed, 09 Apr 2025 02:23:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1399453

Stuttgart (dpa/tk) – Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg Zuflucht suchen, geht deutlich zurück. Die meisten Antragsteller fliehen nach wie vor aus bekannten Krisenregionen.

Weniger Asylsuchende

Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten suchen immer seltener Asyl im Südwesten. Zwischen Januar und März wurden nach Angaben des zuständigen Justizministeriums etwas mehr als 3.600 Menschen gezählt, die nach einem Asylantrag oder einen Folgeantrag in Baden-Württemberg verblieben sind. Das sind 26 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres (4.890 Menschen). Hinzu kommen mehr als 6.500 Geflüchtete aus der Ukraine.

Was fällt auf?

Auffällig ist auch der starke Rückgang innerhalb des vergangenen Quartals – die Zahl der Asylsuchenden ging von etwa 1.500 im Januar und knapp 1.200 im Februar auf lediglich noch rund 920 Menschen im vergangenen Monat zurück. Auch aus der Ukraine kamen im Januar noch mehr als doppelt so viele Menschen wie im März.

Woher stammen die Menschen?

Die meisten Asylsuchenden kamen in diesem Zeitraum nach Angaben des Ministeriums aus dem langjährigen Bürgerkriegsland Syrien (18,1 Prozent), aus der innenpolitisch kriselnden Türkei (17,8), aus Afghanistan (15,7) und auch aus China (5,2). Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der syrischen (26,3) und türkischen (22,7) Flüchtlinge gesunken, während anteilig mehr Menschen aus Afghanistan (12,3) nach Baden-Württemberg kamen.

Wie haben sich die Zahlen in den vergangenen Jahren entwickelt?

Deutlich ist: Die Zahl der Zugänge geht seit Jahren zurück – egal ob man sie mit oder ohne die Ukraine-Flüchtlinge betrachtet. Zwischen 2021 und 2022, dem Jahr des Kriegsbeginns, verzehnfachten sie sich zunächst von insgesamt 17.261 auf 176.402, bevor sie Jahr für Jahr sanken. Auch ohne die Menschen aus der Ukraine stiegen die Zahlen damals deutlich von 15.470 auf 27.818 und ein Jahr später erneut auf 36.319. Im vergangenen Jahr kamen erstmals wieder weniger Menschen als im ersten Jahr des Ukraine-Kriegs nach Baden-Württemberg (22.105).

Und was wird von den kommenden Jahren erwartet?

Eine belastbare Prognose lässt sich da natürlich nicht aufstellen. Das Justizministerium rechnet aber damit, dass geflüchtete Menschen auch weiterhin in größerer Zahl nach Baden-Württemberg kommen werden. «Beispielsweise ist die Lage in Syrien und Afghanistan als potenziellen Hauptherkunftsländern weiterhin angespannt und volatil», teilte das Ministerium mit. Auch sei ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht absehbar. Entspannung sei zudem bei vielen weiteren Konflikten und Kriegen nicht in Sicht. Hunger und der fortschreitende Klimawandel dürften zudem auch künftig Menschen nach Deutschland treiben.

Gibt es denn noch Platz genug in den Aufnahmelagern?

Ja, derzeit schon. Die Erstaufnahme des Landes Baden-Württemberg besitzt eine Regelkapazität für rund 6.350 Menschen, außerdem stehen Notkapazitäten für weitere rund 5.900 Asylsuchende bereit. Laut Ministerium sind die Regelkapazitäten der Erstaufnahme zu etwa 74 Prozent belegt. «Um auf mögliche, kurzfristige hohe Zugänge vorbereitet zu sein, hält die Erstaufnahme des Landes einen Teil ihrer Kapazitäten zur Erfüllung ihrer Pufferfunktion vor», teilte das Ministerium weiter mit.

Überdies will das Land auch gegen den Willen von einigen Kommunen Kapazitäten der Erstaufnahme zügig und nachhaltig ausbauen. «Unser Land muss auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben», sagte Justizministerin Marion Gentges (CDU). «Wenn wir im Ernstfall die Belegung von Turnhallen und Bürgerhäusern vermeiden wollen, müssen wir weitere Regelkapazitäten in der Erstaufnahme aufbauen.»

Wie viele Plätze soll es künftig geben?

Ziel ist es nach früheren Angaben des Ministeriums, die sogenannte Regelkapazität auf 15.000 Plätze für 12.000 Menschen auszubauen. Durch eine höhere Regelkapazität könnten Asylverfahren auch häufiger direkt in der Erstaufnahme abgeschlossen und Kommunen entlastet werden, argumentiert das Ministerium. Verteilt würden dann vor allem Menschen, die eine Bleibeperspektive hätten.

Und wie viele Menschen wurden abgeschoben?

Laut Ministerium mussten im vergangenen Jahr 2.873 Menschen das Land als abgeschobene Asylbewerber wieder verlassen, 736 von ihnen waren Straftäter. Weitere 3.473 verließen freiwillig das Land. 2023 lag die Zahl der Abschiebungen bei 2.099, darunter waren 818 Straftäter. Zudem gab es 2.327 freiwillige Ausreisen. Diese Zahlen dürften in diesem Jahr insgesamt weiter steigen, bleibt es beim Trend. Denn allein im ersten Vierteljahr lag die Zahl der Abschiebungen bei 1.003.

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Drei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine: Solidaritätskundgebung in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/drei-jahre-nach-kriegsbeginn-in-der-ukraine-solidaritaetskundgebung-in-karlsruhe-1324877/ Mon, 24 Feb 2025 04:17:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1324877 Karlsruhe (pm) – Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ruft der Deutsch-Ukrainische Verein e.V. zur Solidaritätskundgebung „Solidarität mit der Ukraine = Frieden und Stabilität in Europa“ auf. Die Veranstaltung findet am 24. Februar 2025 von 17:30 bis 19:30 Uhr auf dem Marktplatz Karlsruhe statt. Ziel ist es, an die Opfer des Krieges zu erinnern, die Unterstützung der Ukraine zu betonen und ein starkes Zeichen für Frieden und Demokratie in Europa zu setzen.

Drei Jahre Krieg – Europa in der Verantwortung

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wurde nicht nur das Land selbst, sondern auch die europäische Sicherheit massiv erschüttert. Doch die Aggression begann bereits 2014 mit der Annexion der Krim und dem Krieg in der Ostukraine. Der Verein betont, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen handeln müsse, um demokratische Werte und die territoriale Integrität Europas zu verteidigen.

Russlands Strategie sei nicht nur auf die Zerstörung der Ukraine als souveränen Staat ausgerichtet, sondern auch auf die Destabilisierung der Europäischen Union durch hybride Kriegsführung, politische Einflussnahme und gezielte Desinformation. Die engen Kooperationen mit autoritären Regimen wie Nordkorea, Iran und China verschärfen die geopolitische Lage zusätzlich.

Dank an die Helfer in Karlsruhe

Während der letzten drei Jahre haben viele Menschen in Deutschland Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen und humanitäre Hilfe geleistet. Der Verein „Ukrainer in Karlsruhe“ war dabei eine zentrale Drehscheibe für Unterstützung und Hilfstransporte in die Ukraine.

„In dunklen Zeiten kann man helle Menschen deutlich sehen“, zitiert der Verein den Schriftsteller Erich Maria Remarque und dankt allen, die sich für die Menschen in der Ukraine einsetzen – von privaten Helfern bis hin zu staatlichen Institutionen.

Warum es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen

Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch die Sicherheit Europas. Der Krieg hat sich längst zu einem brutalen Angriff auf zivile Strukturen entwickelt: Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Versorgungsinfrastruktur werden gezielt bombardiert.

Die Kundgebung in Karlsruhe soll ein klares Zeichen setzen: Für die Ukraine, für die Demokratie und gegen Diktatur und Krieg. Alle Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren wollen, sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

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Tod von zwei Ukrainerinnen – Mordprozess hat begonnen https://www.die-neue-welle.de/tod-von-zwei-ukrainerinnen-mordprozess-beginnt-1266508/ Tue, 07 Jan 2025 08:00:22 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1266508 Mannheim/Bad Schönborn – Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen: Ein Ehepaar aus Nordbaden wollte unbedingt ein eigenes Kind haben und soll dafür die Mutter und die Großmutter eines fünf Wochen alten Babys getötet haben. Die Leiche der 27-jährigen Mutter wurde im März bei Hockenheim, die der Großmutter bei Bad Schönborn gefunden.

Angeklagte gestehen die Tat

Ein Ehepaar, das eine ukrainische Frau und ihre Mutter getötet haben soll, um das Baby der Jüngeren als das eigene auszugeben, steht seit heute vor dem Landgericht Mannheim. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Mordes erhoben. Die Frau und ihr Mann sollen demnach im vergangenen März die 27 und 52 Jahre alten Frauen getötet haben. Außerdem wird den beiden auch die Entziehung Minderjähriger vorgeworfen. Das Baby war zur Tatzeit erst fünf Wochen alt.

Zum Prozessauftakt gestanden die beiden Angeklagten in von ihren Anwälten verlesenen Erklärungen die Taten. Darin äußerten beide Reue über das Geschehen.

Unerfüllter Kinderwunsch

Das Motiv für die Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass die mittlerweile 45-Jährige und ihr 43 Jahre alter Mann aus Sandhausen bei Heidelberg seit Längerem den unerfüllten Wunsch nach einer gemeinsamen Tochter gehegt hätten. Spätestens im März 2023 hätten sich die beiden Deutschen damit befasst, ein neugeborenes Mädchen zu entführen und als ihres auszugeben. Die Ehefrau habe deswegen gezielt Kontakt zu ukrainischen Geflüchteten gesucht und sei einer Telegram-Gruppe zu deren Unterstützung beigetreten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Opfer lebten in Flüchtlingsunterkunft

Dadurch habe sie die 27-Jährige kennengelernt, die dort nach Hilfe beim Übersetzen für die bevorstehende Geburt ihrer Tochter gesucht habe. Die Mutter, die Großmutter und das Baby waren zum Tatzeitpunkt in einer Flüchtlingsunterkunft im Rhein-Neckar-Kreis untergebracht.

Am 7. März entdeckte ein Passant die Leiche der 27-Jährigen am Rheinufer bei Hockenheim. Am 13. März nahm die Polizei das Paar fest, bei dem die Ermittler das Baby unversehrt fanden. Am 19. März fanden Polizeitaucher die Leiche der Großmutter in einem See bei Bad Schönborn. Das Ehepaar befindet sich laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Es hat sich demnach bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Baby lebt bei der Tante

Das mittlerweile rund elf Monate alte Baby lebte anschließend mehrere Monate bei einer Pflegefamilie. Im Frühsommer übernahm die Tante – die heute 21 Jahre alte Schwester der Getöteten – die Vormundschaft für das Mädchen und kehrte mit ihr in die Ukraine zurück. Die Schwester tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf.

Für das Verfahren sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Am 21. Februar könnte ein Urteil verkündet werden.

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Klinikum Karlsruhe spendet medizinische Geräte und Materialien in die Ukraine https://www.die-neue-welle.de/klinikum-karlsruhe-spendet-medizinische-geraete-und-materialien-in-die-ukraine-1051110/ Sat, 07 Sep 2024 09:00:53 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1051110 Karlsruhe (pm/jal) – Spritzen, Handschuhe, OP-Hauben, aber auch Knochenzement und Beatmungsbeutel – in der ukrainischen Kinderklinik fehlt es nach dem Angriff an vielen Dingen. Mithilfe eines Hilfskonvois, der von dem Verein Hilfswerk Bodensee organisiert wird und der in der kommenden Woche in die Ukraine aufbricht, spendet das Städtische Klinikum nun medizinische Materialien in Höhe von rund 3000 Euro.

Karlsruher Klinik spendet medizinische Vorräte

„Kinder liegen uns natürlich besonders am Herzen. Der Angriff auf die Kinderklinik in Kiew hat uns alle sehr erschüttert“, sagt Martin Storck, Klinikdirektor der Gefäßchirurgie am SKK, der gemeinsam mit der Unternehmerin Birgit Schäfer den Kontakt zum Klinikum über die Lionsclubs Karlsruhe und Ettlingen hergestellt hat. „Umso mehr freuen wir uns als Klinikum, dass wir erneut mit einer Sachspende zu einer besseren Versorgung für die kleinen Patientinnen und Patienten vor Ort im Kriegsgebiet beitragen können.“

Spenden befinden sich nun auf einer wichtigen Reise

Neben der Kinderklinik in Kiew unterstützt das SKK mit dieser Spende auch ein weiteres Krankenhaus in der Ukraine. Dafür sind in dem Paket zwei Beatmungsgeräte, ein EKG-Gerät sowie ein Hörtestgerät enthalten. Am Mittwoch wurden die Paletten mit den medizinischen Materialien und Geräten zum Transport in die Ukraine abgeholt. „Vor Ort fehlt es oft auch an Kleinigkeiten. Das Schöne ist, dass die Spenden dort direkt zum Einsatz kommen“, berichtet der Karlsruher Unternehmer Stanislaw Jakubiec, der die Hilfsgüter gemeinsam mit dem Verein Hilfswerk Bodensee in die Ukraine bringt. Voraussichtlich am 14. September sollen die Spenden vor Ort ankommen. „Die Übergabe ist immer ein sehr emotionaler Moment – da fließen schon mal Tränen“, sagt Jakubiec.

Seit Kriegsbeginn hat das SKK bereits mehrfach Spendenaktionen für die Ukraine mit Hilfsgütern wie Medikamenten oder medizinischem Material unterstützt.

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Benefizaktion „Spielend helfen“ – 11 Klaviere in Karlsruhe zum freien Musizieren https://www.die-neue-welle.de/benefizaktion-spielend-helfen-11-klaviere-in-karlsruhe-zum-freien-musizieren-835836/ Fri, 31 May 2024 12:52:20 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=835836 Karlsruhe (pm/dk) – Kann der „normale Bürger“ etwas gegen den Krieg in einer globalen Welt ausrichten? JA – Man braucht eine pfiffige Idee und Menschen, die mithelfen. Die Benefizaktion „Spielend helfen“ ist so eine Idee, die Menschen verbindet – noch bis zum 09. Juni 2024.

11 Klaviere in der Innenstadt

Einen Monat lang werden in Karlsruher Innenstadt 11 Klaviere zum freien Musizieren aufgestellt. Spenden von Passantinnen und Passanten und Gagen von Musikerinnen und Musiker, die auf den Klavieren spielen, kommen den Zivilisten von Charkiw, dem Familienzentrum und dem Rehabilitationszentrum in Chernivtsi zugute. Dies alles dank der Initiative des Musikhauses Schlaile und dem Herrn Peter Schlaile, der sich mit dem Verein Ukrainer in Karlsruhe e.V. sowie zahlreichen Musikern und Engagierten aus der Region zusammenschloss. Seit Beginn des vollflächigen Krieges organisiert Deutsch-Ukrainischer Verein e.V. ununterbrochen Hilfe für die Ukraine und repräsentiert sein Heimatland in der Region.

Bringt alle zusammen

Dieses Projekt bringt Einheimische und Ukrainer, Profi- und Amateurpianisten, Lehrer und Schüler, Chorleiter, Geschäftsleute vor denen die Klaviere stehen und viele andere zusammen. Sie alle wollen ein klares Zeichen zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine setzen. Und das sind viele. Auch zufällige Passanten werden durch ein inspirierendes Musikstück animiert, mit einer Geldspende zu helfen.

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Acht Jahre Haft nach tödlichem Streit in Acherner Flüchtlingsunterkunft https://www.die-neue-welle.de/acht-jahre-haft-nach-toedlichem-streit-in-acherner-fluechtlingsunterkunft-699705/ Wed, 28 Feb 2024 16:00:21 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=699705

Baden-Baden (dpa/dk) – Der Angeklagte bestritt seine Schuld – ohne Erfolg. Nach einem tödlichen Streit zwischen zwei Ukrainern in einer Flüchtlingsunterkunft in Achern soll ein 72-Jähriger für viele Jahre hinter Gitter.

Mit Küchenmesser tödlich verletzt

Im Prozess um den Tod eines Ukrainers in einer Flüchtlingsunterkunft in Achern (Ortenaukreis) ist ein 72-Jähriger zu acht Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das Landgericht Baden-Baden sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass er den 64 Jahre alten Landsmann bei einem Streit in der Unterkunft mit einem Küchenmesser in den Oberbauch gestochen und tödlich verletzt hat.

Angeklagter bestreitet Tat

Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft wegen Totschlags für die Tat im Juli 2023 beantragt. Die Verteidigerin des Angeklagten hatte auf Freispruch plädiert. Im Prozess hatte der Angeklagte die Tat bestritten und sich als Opfer eines Komplotts bezeichnet. Wegen seiner körperlichen Konstitution wäre er gar nicht zu einer solchen Tat in der Lage gewesen, hatte er gesagt. Dem schenkte das Gericht keinen Glauben.

Der 72-Jährige war als Kriegsversehrter in die Flüchtlingsunterkunft nach Baden gekommen. Nach seinen Angaben hatte im Ukraine-Krieg eine russische Bombe auf sein Haus seine Familie ausgelöscht. Nur er habe mit schweren Verletzungen überlebt.

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