Sternschnuppen – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 04 Dec 2025 10:09:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Sternschnuppen-Schau: Wann und wie ihr die Geminiden am Himmel findet https://www.die-neue-welle.de/sternschnuppen-schau-wann-und-wie-ihr-die-geminiden-am-himmel-findet-1821401/ Thu, 04 Dec 2025 08:41:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1821401

Region (dpa/tk) – Die Geminiden sorgen im Advent für zahlreiche Sternschnuppen am Nachthimmel. Wann sich die besten Beobachtungsmöglichkeiten bieten und in welche Richtung ihr schauen müsst…

An Sonntag am Himmel

Die Geminiden sind ein alljährlicher und reichhaltiger Sternschnuppenstrom in der Vorweihnachtszeit. Dieser startet nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin am kommenden Sonntag (7.12.) und ist bis 17. Dezember aktiv.

Der Höhepunkt wird laut Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg dieses Jahr in den späten Morgenstunden des 14. Dezember erwartet, wenn es schon hell ist. Die beste Geminiden-Nacht sei also praktischerweise jene von Samstag auf Sonntag (13. auf 14.12.), so dass man die Sternschnuppen unabhängig von Schule und Arbeit auch zu späterer Stunde genießen könne. «Der Mond ist abnehmend und geht in dieser Nacht erst gegen 2.30 Uhr auf. Er stört daher kaum.»Aus Sicht von Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde lohnt es sich aber wegen des Mondes nicht, einen wirklich dunklen Standort aufzusuchen. «Den vollen Lichterglanz der Städte sollte man dennoch meiden.»

So findet ihr sie

Um die Geminiden zu entdecken, muss man nach Liefkes Angaben das Sternbild Zwillinge suchen. Dieses gehe in den Abendstunden am Osthimmel auf. Daher sei die ganze Nacht hindurch mit Sternschnuppen zu rechnen. «Wer das Sternbild Zwillinge nicht kennt: Es befindet sich links oberhalb vom Orion am Himmel», erklärte die stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie.

Besonders hell im Sternbild Zwillinge seien die beiden Hauptsterne Castor und Pollux, die nach einem Zwillingspaar aus der griechischen Mythologie benannt sind. «Das Auffinden ist in diesem Jahr nicht schwer: Der auffällig helle Planet Jupiter steht mitten in den Zwillingen rechts unterhalb von Castor und Pollux, mehr braucht es als Anhaltspunkt eigentlich nicht», erläuterte Liefke. Pilz rät mit Blick auf die Nacht zum 14. Dezember: «Am besten wird man sie in der zweiten Nachthälfte sehen, wenn die Zwillinge – das Ursprungssternbild – hoch am Himmel stehen.»

Der scheinbare Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen liegt laut dem Haus der Astronomie knapp über Castor, dem oberen der beiden Zwillingssterne. Allerdings kommen die Geminiden nicht wirklich aus dem Sternbild, das auf Lateinisch Gemini heißt. Es handele es sich nur um einen perspektivischen Effekt, ähnlich wie bei einer Autofahrt durch einen Schneeschauer.

Geminiden vergleichsweise langsam

Die Geminiden übertreffen in ihrer Intensität sogar ihr sommerliches Gegenstück, die Perseiden, wie die Stiftung Planetarium Berlin berichtet. Im Vergleich zu anderen Sternschnuppenströmen seien sie mit etwa 35 Kilometern pro Sekunde jedoch relativ langsam.

Anders als bei vielen anderen Sternschnuppenströmen ist ihre Quelle ein Asteroid namens Phaethon und kein Komet. Da seine Bahn seit einigen Jahren näher an jene der Erde heranrücke, könne man tendenziell mehr Sternschnuppen sehen, erklärt das Haus der Astronomie. Bei dunklem Himmel seien etwa 50 Sichtungen pro Stunde möglich.

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Sternschnuppen am Himmel: Aussichten für Südwesten sind gut https://www.die-neue-welle.de/sternschnuppen-am-himmel-aussichten-fuer-suedwesten-sind-gut-1649611/ Tue, 12 Aug 2025 09:55:32 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1649611
Der Höhepunkt der Perseiden ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu sehen: Dann könnten bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde entdeckt werden, sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. Abhängig ist das natürlich von der Wetterlage in dieser Nacht – und die ist gut!

Warme, trockene Sommernacht im Südwesten

«Wir haben Hochdruckeinfluss», sagt Meteorologe Marco Puckert. Die Wahrscheinlichkeit, die Sternschnuppen sehen zu können, sei sehr hoch. «Es ist eine sternenklare Nacht, nur vereinzelt ziehen Wolken durch.» Gewitter und Regen sind laut Deutschem Wetterdienst nicht zu erwarten.

Angenehm warm wird es auch fürs Sternschnuppen-Erspähen: Nachdem im Südwesten am Dienstag im Tagesverlauf weit über 30 Grad möglich sind, kühlt es in der Nacht auf Mittwoch bis zu 18 Grad ab.

Woher kommen die Sternschnuppen eigentlich?

Die Perseiden haben einen gemeinsamen Ursprung, den Komet 109 P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt ihn auf ihrer Bahn um die Sonne und trifft dabei auf die von ihm verstreuten Teile. «Jede einzelne Sternschnuppe ist in Wirklichkeit ein Staubteilchen, das in dem Falle mit relativ großen Geschwindigkeiten auf die Erde trifft», sagt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. «Wir reden über so was wie 30, 35 Kilometer pro Sekunde.»

Wenn ein Staubteilchen auf die Erdatmosphäre trifft, erzeuge es mit den Luftmolekülen Reibung, erläutert die Physikerin. Grob kann das so erklärt werden: Die Luft entlang dieses kleinen Schlauches, durch das das Staubteilchen flitzt, werde aufgeheizt und fange an zu leuchten. «Das ist das, was wir als Sternschnuppe sehen.» Üblicherweise bleibe von den Staubteilchen am Ende nichts übrig.

Komet kommt nur alle 133 Jahre wieder

Durch diese Spur von Staubteilchen läuft die Erde jedes Jahr von Ende Juli bis Ende August, 2025 erreicht das Maximum der Perseiden die Erde am Abend des 12. August. Der Komet selbst komme nur alle 133 Jahre auf seiner Umlaufbahn wieder in unsere Region. Der Name Perseiden gehe auf den Eindruck zurück, dass die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus fallen, so Liefke. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike.

Alle Sterngucker, die nun die besondere Nacht verplanen wollen, sollten wissen: Das Sternbild Perseus – und damit der Meteorschauer – sei grundsätzlich in der zweiten Nachthälfte besser zu sehen, erklärt Liefke. Dann sei allerdings in der Nacht auf Mittwoch auch der noch fast volle Mond auf unserer Himmelsseite und sein Licht beeinträchtige die Wahrnehmung der Sternschnuppen. «Ganz ideal ist es nicht in diesem Jahr mit den Perseiden.»

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Sternschnuppen der Perseiden vor Maximum https://www.die-neue-welle.de/sternschnuppen-der-perseiden-vor-maximum-994020/ Sun, 11 Aug 2024 15:05:45 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=994020

Die Perseiden, einer der bekanntesten Meteorströme, erreichen ihr Maximum.

Kleine Einschränkung

Beim Maximum am Montagabend haben die Sternschnuppen eine leuchtende Konkurrenz. «Dieser Zeitpunkt ist für die Beobachtung nicht sonderlich günstig: Der Mond steht am Himmel, er geht erst gegen 23 Uhr unter», sagte Pilz. Der Radiant, also die Stelle, von der die Perseiden kommen, stehe zum Ende der Nacht am höchsten. «Deshalb rate ich zur Beobachtung während der zweiten Nachthälfte.» Von einem dunklen Standort aus könne man dann 20 bis 30 Meteore je Stunde erwarten. Am Morgenhimmel steht das Sternbild Perseus, dem die Perseiden zu entspringen scheinen, in östlicher Richtung. «Die Perseiden geben ihr jährliches Gastspiel. Bei optimalen Bedingungen wird man alle zwei, drei Minuten einen Meteor erspähen», heißt es auch bei der Max-Planck-Gesellschaft.

Woher kommen die Sternschnuppen?

Ihre wahre Ursache liegt darin, dass die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt und auf die von ihm verstreuten Teilchen trifft. Diese verglühen dann als leuchtende Sternschnuppen, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Die Max-Planck-Gesellschaft beschreibt dies so: «Kometen, die auf periodischen Bahnen sehr oft die Sonne umlaufen, verlieren dabei an Substanz. Nach den Gesetzen der Himmelsmechanik bleiben die Teilchen aus dem Kern jedoch nahezu in der Spur. Durchkreuzt die Erde die Kometenbahn, setzt sie sich einem Bombardement der Brösel aus.»

Teils gute Chancen auf klar Sicht

Für den Wochenstart mit dem Maximum sind dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach zufolge in weiten Teilen Deutschlands die Chancen nicht schlecht, Sternschnuppen sehen zu können. In den beiden Nächten zum Samstag und zum Sonntag sind die Chancen noch geteilt. In der Nacht zu Samstag gebe es im Norden und Osten noch dickere Wolken. Im Süden seien die Chancen auf einen freien Blick am besten. In der Nacht zu Sonntag könnten nördlich des Münsterlandes und der Oberlausitz Wolken die Sicht versperren. Nach Süden hin lockere es auf und in Bayern und Baden-Württemberg werde es klar.

In der Nacht zum Montag vor dem Maximum gebe es gute Chancen, wenn man sich nicht gerade an der Ostseeküste oder in Nordfriesland aufhalte, sagte ein Sprecher. Auch die Temperaturen würden für einen Aufenthalt im Freien weitestgehend mitspielen. Am Montagabend ziehen ihm zufolge in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und am Alpenrand Schauer und Gewitter und damit auch Wolken auf. Diese könnten sich aber in der Nacht auflösen. «Ansonsten ist es gering bewölkt und klar.» Die Nacht auf Mittwoch sei dann nach derzeitigen Modellen «nicht mehr so toll».

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Gute Aussichten für das Sternschnuppen-Schauspiel über dem Südwesten https://www.die-neue-welle.de/gute-aussichten-fuer-das-sternschnuppen-schauspiel-ueber-dem-suedwesten-427998/ Fri, 11 Aug 2023 12:41:44 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=427998 Region (dpa/tk) – Jedes Jahr im August kreuzt unser Planet Erde auf seinem Weg um die Sonne den Trümmerschweif eines Kometen. Die Gesteinsbrocken verglühen in der Atmosphäre…und wir Menschen freuen uns über die viele Sternschnuppen!

Kein Mond und (fast) keine Wolken

Wenn der besonders ergiebige Sternschnuppenstrom der Perseiden am Wochenende seinen Höhepunkt erreicht, könnte Baden-Württemberg ein gutes Fleckchen für Sternenfreunde sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Südwesten zwar nicht mit optimalen, aber immerhin mit günstigen Bedingungen, um das jährliche Schauspiel am nächtlichen Himmel zu sehen. «In den Nächten zum Donnerstag und zum Freitag ist es bereits klar und auch am Wochenende rechnen wir nicht mit einer dichten Bewölkung», sagte ein DWD-Meteorologe. «Vielleicht wird es nicht komplett sternenklar, aber es dürfte ausreichen.»

Alljährliches Schauspiel

Die Perseiden sind ein wiederkehrender Meteorstrom, der jährlich Mitte August zu vielen Sternschnuppen führt. Ihren Namen haben sie, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Einige der Sternschnuppen sind bereits jetzt schon zu beobachten.

Tipps für Sterngucker

Um den Schwarm der Perseiden besonders gut zu sehen, sollten Schaulustige nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) im südhessischen Heppenheim helle Städte verlassen. «Gleichzeitig sollte man möglichst freie Rundumsicht haben, zum Beispiel auf einer Anhöhe», sagte die Astronomin und VdS-Sprecherin Carolin Liefke. Etwa gegen 03.00 Uhr nachts seien die Beobachtungsbedingungen am besten. Die VdS empfiehlt, sich in einer klaren Nacht einfach auf eine Wiese mit freiem Himmelsblick zu legen und nach oben zu schauen.

Die Perseiden könnten auch schon abends beobachtet werden, nur seien es dann vermutlich deutlich weniger, hieß es weiter. Das Maximum der Perseiden erwarten die Astronomen Sonntagfrüh.

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Gar nicht schnuppe: Darum heißt der Perseiden-Strom auch „Laurentiustränen“ https://www.die-neue-welle.de/gar-nicht-schnuppe-darum-heisst-der-perseiden-strom-auch-laurentiustraenen-332073/ Mon, 12 Aug 2019 13:32:06 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/gar-nicht-schnuppe-darum-heisst-der-perseiden-strom-auch-laurentiustraenen-332073/

Wetter und Mond erschweren Sicht auf Schnuppen-Strom

Auch eine Art, auf die Erfüllung eines Wunsches zu hoffen: Die Perseiden-Sternschnuppen sind wieder aktiv. Auch in Baden-Württemberg steigt derzeit die Wahrscheinlichkeit, Sternschnuppen zu sehen. Das Wetter und der Mond könnten den Blick auf das Spektakel in der Nacht zum Dienstag allerdings beeinträchtigen, sagte Carolin Liefke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Haus der Astronomie in Heidelberg. Der Sternschnuppenstrom sollte dann seinen Höhepunkt erreichen. „Der beinahe Vollmond erhellt den Himmel so, dass es schwieriger wird, Sternschnuppen zu sehen“, sagte Liefke.

Beste Zeit früher Dienstagmorgen

Weitere Probleme seien das Wetter und der bedeckte Himmel. Am besten seien die Sternschnuppen am frühen Dienstagmorgen im östlichen Teil des Landes zu sehen, sagte Liefke. Doch auch in den folgenden Nächten sollten die Menschen die Augen offenhalten.

„Laurentiustränen“ sind verdampfende Meteoriten

Die Perseiden sind ein wiederkehrender Meteorstrom, der jährlich Mitte August zu vielen Sternschnuppen führt. Sie bestehen aus den Auflösungsprodukten eines Kometen. Die Erde kreuzt dabei die Staubspur, die der Komet im Weltall hinterlassen hat. Die Perseiden haben ihren Namen, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Weil das in etwa mit dem Fest zu Ehren des Märtyrers Laurentius  zusammenfällt, wird der Meteoritenschauer im Volksmund auch Laurentiustränen oder Tränen des Laurentius genannt.

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