schweiz – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Fri, 22 May 2026 07:08:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Schweiz will bei Ausländern für Durchfahrt kassieren https://www.die-neue-welle.de/schweiz-will-bei-auslaendern-fuer-durchfahrt-kassieren-1901664/ Thu, 21 May 2026 02:20:27 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1901664
Wer auf dem Weg in die Ferien Richtung Süden die Schweiz durchquert, soll künftig zur Kasse gebeten werden. Die Durchfahrer ließen kein Geld im Land und verstopften nur die Straßen, hieß es in einer Parlamentsdebatte, bevor die Transitgebühr im März beschlossen wurde. Die Abgeordneten wollten «den Deutschen die Italien-Ferien vermiesen», titelte der «Tages-Anzeiger». Was ist genau geplant?

Warum diese neue Gebühr?

Anwohner ärgern sich über Blechkolonnen an Feiertagswochenenden und bei Ferienbeginn und -ende an den zwei wichtigsten Nord-Süd-Achsen: von Basel nach Chiasso durch den 16,9 Kilometer langen Gotthard-Straßentunnel oder von St. Margarethen nach Bellinzona durch den 6,6 Kilometer langen San-Bernardino-Tunnel. Vor Feiertagswochenenden wie Pfingsten und im Sommer staut sich der Verkehr oft kilometerlang.

Was soll das kosten?

Noch wird an den Einzelheiten gefeilt. Im Gespräch ist eine Gebühr in Höhe von durchschnittlich 21 Franken (rund 23 Euro). Die Durchfahrt soll zu Spitzenzeiten besonders teuer werden, in der Hoffnung, dass genügend Urlauber auf andere Reisezeiten ausweichen. Das Ganze soll einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in die Schweizer Kassen spülen.

Bislang ist für die Autobahnnutzung nur eine Jahresvignette für 40 Franken (knapp 44 Euro) nötig. «Die Schweizer Maut ist im europäischen Vergleich extrem niedrig», sagt Kevin Riehl, Dozent am Institut für Transportsysteme und Verkehrsplanung der Universität ETH in Zürich. Ob eine höhere Transitgebühr nötig sei, um den Verkehr besser zu verteilen, müsse getestet werden.

In Österreich kostet eine Autobahn-Tagesvignette 9,60 Euro. Zusätzlich ist am Brenner eine Gebühr von zur Zeit 12,50 Euro fällig. Kosten wie in der Schweiz im ganzen Jahr fallen dort also praktisch bei einer Hin- und Rückfahrt an.

Wann soll das in Kraft treten?

Das kann noch dauern. Zum einen ist die Regierung nicht begeistert von der Parlamentsentscheidung, wird also keine Eile an den Tag legen, die Umsetzung auszuarbeiten. Sie sagt auch, dass dafür womöglich eine Volksabstimmung nötig sei. Das würde den Start weiter verzögern. Sicherlich gehen noch ein, zwei Jahre oder mehr ins Land, bevor es ernst wird.

Warum sollen nur Leute aus dem Ausland bezahlen?

Weil reine Transitfahrten für die Schweiz «ohne nennenswerten Nutzen» sind, wie es in der angenommenen Vorlage von Nationalrat Marco Chiesa heißt. Laut Bundesamt für Statistik machen solche Transitfahrten 31 Prozent des Personenverkehrs über die Schweizer Alpen aus. 34 Prozent sind Leute, die aus dem Ausland zum Urlaub in die Schweiz kommen und aus der Schweiz ins Ausland fahren, 35 Prozent ist Verkehr innerhalb der Schweiz.

Wie soll das umgesetzt werden?

Es gibt fast 700 Grenzübergänge, wobei Langstreckenfahrer Autobahnen und Hauptstraßen nehmen dürften, das sind dann etwa 125, sagt Riehl. Dort wäre die Erfassung mit Hilfe von Kameras und automatischer Nummernschilderkennung im Prinzip kein Problem.

Der TCS, das Schweizer Pendant zum ADAC, warnt vor erheblichem Aufwand für die systematische Erfassung und Überwachung von Fahrzeugen. Sprecherin Vanessa Flack hält deren Umsetzung jedoch weder für realistisch noch für opportun.

Kann so eine Gebühr wirklich Staus reduzieren?

Im Prinzip ja, sagt Thomas Sauter-Servaes, Professor für Mobility Sciences (Mobilitätswissenschaft) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). «Man muss sich aber fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, gleich ganz groß zu denken und ein Mobility Pricing für alle einzuführen.»

Gemeint sind damit Nutzungsgebühren für Straßen, die je nach Tageszeit oder Größe des Fahrzeugs und Auslastung variieren können. «Bislang läuft die Finanzierung der Infrastruktur zum großen Teil über die Treibstoffsteuer, aber bei der wachsenden Zahl von Elektrofahrzeugen wird das immer weniger», sagt er. «Ein faires Modell wäre, wenn die, die die Straßen am stärksten nutzen – durch schwere Autos oder viele Fahrten – auch am meisten zahlen.»

Fluggesellschaften und die Bahn machten dies schon lange so: zu Spitzenzeiten, wenn alle fliegen oder Bahn fahren wollen, sind die Preise höher als an anderen Tagen.

Wie kommen die Pläne in Brüssel und Baden-Württemberg an?

Der CDU-Europaabgeordnete Andreas Schwab hält wenig von der Transitgebühr. «Einseitige Maßnahmen dieser Art sind kein Schritt nach vorn», sagt er auf dpa-Anfrage. «Unsere Grenzgebiete leben von Verlässlichkeit, der Vereinfachung von Regeln sowie einem offenen und reibungslosen Zusammenleben mit den Nachbarländern auf Augenhöhe und ohne jegliche Diskriminierung.»

So sieht es auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner aus dem Wahlkreis Waldshut-Tiengen an der Grenze zur Schweiz. Ausländische Autofahrerinnen und Autofahrer dürften nicht zu Sündenböcken gemacht werden, sagt er.

]]>
Warum der Urlaub in Baden-Württemberg weiter boomt https://www.die-neue-welle.de/warum-der-urlaub-in-baden-wuerttemberg-weiter-boomt-1858803/ Wed, 18 Feb 2026 15:36:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1858803
Etwas mehr Besucher, aber weniger Übernachtungen in Baden-Württemberg: Die Beherbergungsbetriebe zählten im vergangenen Jahr 24,1 Millionen Gäste, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Dies war ein Zuwachs um 1,5 Prozent auf ein Rekordniveau. Die Zahl der Übernachtungen hingegen ging nach Angaben der Statistiker um 0,3 Prozent auf 58,7 Millionen zurück. Der Höchststand wurde hier 2024 verzeichnet.

Bilanz sehr positiv

Tourismus-Staatssekretär Patrick Rapp (CDU) sagte, man habe das hohe Niveau des Vorjahresrekords halten können – sogar ohne sportliches Großereignis. Das Rekordjahr 2024 war zu Teilen der Herren-Fußball-Europameisterschaft zu verdanken. Dass die Gästebilanz für 2025 so positiv ausfalle, bestätige die Attraktivität Baden-Württembergs als Reiseziel.

80 Prozent der Gäste im Südwesten kommen aus Deutschland

Die meisten Touristen im Südwesten kommen weiterhin aus Deutschland. Die Inlandsübernachtungen sind nach Angaben der Statistiker 2025 um 0,4 Prozent leicht angestiegen. Gäste aus dem Bundesgebiet machen 80 Prozent der Gesamtübernachtungen aus, wobei insbesondere Reisende aus den angrenzenden Bundesländern stark vertreten sind, wie die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) mitteilte.

Kurzreisen und Wochenendaufenthalte spielten eine zentrale Rolle. Zu den beliebtesten Reisezielen zählen demnach der Schwarzwald, das nördliche Baden-Württemberg und der Bodensee sowie Stuttgart, Freiburg und Heidelberg.

Die meisten Gäste aus der Schweiz

Die meisten ausländischen Gäste mit Übernachtungen sind im vergangenen Jahr aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, den USA und Österreich gekommen. Positiv entwickelten sich 2025 die Niederlande und Österreich. Die Schweiz und Frankreich verzeichneten ein leichtes Minus.  Für den Rückgang von 9,1 Prozent aus den USA, dem wichtigsten Überseemarkt für Baden-Württemberg, könnten wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Reisekosten und geopolitische Spannungen verantwortlich sein, wie TMBW mitteilte.

]]>
Kretschmanns Abschiedsreise: Ein Ministerpräsident unterwegs https://www.die-neue-welle.de/kretschmanns-abschiedsreise-ein-ministerpraesident-unterwegs-1732168/ Sun, 28 Sep 2025 13:19:43 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1732168

Von Straßburg bis nach Zürich

Nach knapp 15 Jahren im Amt bricht Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Montag zu seiner letzten richtigen Auslandsreise als Regierungschef auf. Der 77-Jährige, seit fast 15 Jahren im Amt, besucht drei Tage lang die französische Region Grand Est rund um Straßburg sowie den Schweizer Kanton Zürich.

Warum ist diese Reise wichtig?

Weil sie einen gewissen Schlusspunkt markiert für Kretschmann, der nur noch wenige Monate im Amt ist. Mittlerweile ist er der dienst-älteste Ministerpräsident in der Geschichte Baden-Württembergs. Zugleich zählt er in Deutschland zu den Länderchefs, die am längsten im Amt sind – nur Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt regiert noch etwas länger. Da kommt man ordentlich herum in der Welt: Kretschmann hat seit 2011 insgesamt 30 Delegationsreisen absolviert.

Wo war er denn überall?

So manches Reiseziel war in wenigen Stunden mit dem Reisebus erreichbar, für andere Ziele musste er quer um die ganze Welt fliegen. So war Kretschmann schon in Argentinien unterwegs, besuchte Japan, China, Israel und Indien. Ganz besonders angetan haben es ihm die USA: Insgesamt dreimal, nämlich 2015, 2018 und 2022, besuchte der Regierungschef die Vereinigten Staaten. Nicht immer verliefen die Reisen glatt. So saß Kretschmanns ganze Delegation 2018 mal wegen eines Tornados stundenlang am Flughafen im kanadischen Ottawa fest.

Warum reist ein Ministerpräsident überhaupt ins Ausland?

Weil internationale Zusammenarbeit auch auf Länderebene bedeutsam ist. Bei den meisten Reisen geht es um Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch um politische Beziehungen. Da werden Kontakte geknüpft, Hände geschüttelt und Absichten geklärt. Das funktioniert wie bei Reisen der Bundesregierung, nur eine Ebene darunter. Wenn Kretschmann nach Frankreich reist, dann trifft er eben nicht Präsident Emmanuel Macron, sondern – wie nächste Woche auch – den Präsidenten der französischen Grenzregion Grand Est.

Wie reist ein Ministerpräsident eigentlich?

Ähnlich wie bei Regierungsvertretern im Bund hat Kretschmann eine kleinere bis große Delegation dabei – Minister, Fachleute aus Ministerien und Behörden, Journalisten, aber auch Vertreter von Unternehmen oder Universitäten. Dazu Personenschützer, Fahrer, Dolmetscher. Allerdings kann Kretschmann im Gegensatz zu Kanzler Friedrich Merz nicht auf die Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums zurückgreifen. Er kommt mit seinen Leuten meist mit einem ganz gewöhnlichen Linienflug ans Ziel. Für seine letzte Reise steht ein Reisebus parat – nach Straßburg sind es ja nur gut zwei Stunden.

Wie sieht der Ablauf einer solchen Reise aus?

Termine, Termine, Termine – das Tagesprogramm ist für einen Länderchef schon zu Hause ziemlich dicht, im Ausland umso mehr. Natürlich wird versucht, so viel Inhalt wie möglich in die knappe Zeit zu packen. Bedeutet für die Teilnehmer: Früh aufstehen, spät ins Bett gehen, und dazwischen unzählige Begegnungen, Vorträge, Treffen, Impulse. Da raucht der Kopf. Kretschmann selbst betonte immer wieder, dass die Reisen für ihn nicht besonders genüsslich sind, sondern sehr anstrengend. Aber einer der Lieblingssprüche des 77-Jährigen lautet ja auch: «Politik macht keinen Spaß, sondern Sinn.»

Was genau hat Kretschmann in Frankreich und der Schweiz vor?

Mehrfach führte es Kretschmann bereits in die beiden Länder. Mit dem Programm will Kretschmann unterstreichen, wie wichtig ihm die zwei Nachbarn und die Zusammenarbeit in Europa grundsätzlich sind – gerade in turbulenten Zeiten der geopolitischen Umwälzungen. So geht es etwa um die Kooperation in der Verteidigungsindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt. Kretschmann will auf dem Trip Unternehmen und Forschungszentren besuchen. Aber auch kulturelle Punkte stehen auf dem Programm: wie die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf bei Mulhouse im Elsass, die an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert.

Wie wichtig sind die Schweiz und Frankreich für den Südwesten?

Die Beziehungen zu den beiden Grenzländern sind für Baden-Württemberg von enormer Bedeutung – wirtschaftlich, wissenschaftlich und politisch. Die Schweiz ist sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten der zweitwichtigste Handelspartner des Landes. Zehntausende Grenzgänger pendeln zudem vom Südwesten in die Schweiz. Baden-Württemberg versteht sich gegenüber der EU als Brückenbauer für die Schweiz. Kretschmann betont immer wieder die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Forschung.

Auch mit Frankreich pflegt Baden-Württemberg intensive wirtschaftliche Beziehungen. Baden-Württemberg exportierte 2024 Waren im Wert von knapp 18 Milliarden Euro dorthin. Frankreich ist zudem das Land mit der längsten Grenze zu Baden-Württemberg – rund 180 Kilometer ist sie lang.

Ist es wirklich Kretschmanns allerletzte Reise?

Da ist laut Staatsministerium gar nicht so sicher. Kretschmann will zwar bei der Landtagswahl selbst nicht mehr antreten, es könne aber sein, dass er kurz nach der Wahl am 8. März nochmal ins Ausland reist, um sich zu verabschieden. Konkrete Planungen dafür gibt es aber noch nicht. Dabei dürfte es dann auch nicht mehr viel um Inhalte gehen.

]]>
KSC verleiht Noah Rupp erneut – Wechsel zum FC Thun https://www.die-neue-welle.de/ksc-verleiht-noah-rupp-erneut-wechsel-zum-fc-thun-1679062/ Fri, 29 Aug 2025 13:17:58 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1679062 Karlsruhe (pm/dk) – Mittelfeldspieler Noah Rupp verlässt den Karlsruher SC erneut auf Leihbasis und kehrt in seine Schweizer Heimat zurück. Der 22-Jährige schließt sich bis zum Saisonende dem FC Thun an, der in der Super League, der höchsten Spielklasse der Schweiz, spielt.

Zweite Leihe in Folge

Bereits in der Rückrunde 2024/25 war Rupp verliehen – damals an den FC Stade-Lausanne-Ouchy. Nun soll er beim FC Thun weitere Spielpraxis sammeln. „Noah hat die Leihe in der vergangenen Rückrunde schon sehr gutgetan, deshalb wollen wir seinem Wunsch nach Spielpraxis wieder auf diesem Weg nachkommen“, erklärte KSC-Geschäftsführer Sport Mario Eggimann.

Hoffnung auf mehr Einsatzzeit

Eggimann ist überzeugt, dass Rupp in Thun wichtige Erfahrungen sammeln wird: „Wir sind überzeugt, dass er in der Super League auf Einsatzzeit kommt und an die Leistungen aus der Rückrunde anknüpfen kann. Wir werden die Leihe und seine Leistung intensiv beobachten.“

Damit setzt der KSC erneut auf die Strategie, jungen Spielern mit Leihen die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu geben – während der Blick auf ihre Entwicklung weiterhin aus Karlsruhe erfolgt.dis

]]>
ZELTIVAL 2025 – Sommerfestival im Kulturzentrum TOLLHAUS Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/zeltival-2025-sommerfestival-im-kulturzentrum-tollhaus-karlsruhe-1489987/ Thu, 03 Jul 2025 02:33:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1489987 Karlsruhe (pm/tk) – Mit musikalischen Schwerpunkten auf der Schweiz und auf Afrika eröffnet das diesjährige ZELTIVAL am 3. Juli. Das Programm ist gespickt mit Stars, wie der afrikanischen Sängerin Angelique Kidjo, der US-Jazzdiva Samara Joy, dem Singer/Songwriter Philipp Poisel, dem Schweizer Pop-Chansonnier Faber oder der Hamburger Techno-Blaskapelle Meute. Aber auch mit zahlreichen Neuentdeckungen lockt das Programm auf das ZELTIVAL-Gelände im Tollhaus Karlsruhe.

Günstig und familienfreundlich

„Angesichts der unaufhaltsam steigenden Kosten und damit einhergehenden Ticketpreise für die prominenteren Künstlerinnen und Künstler wollten wir dieser Entwicklung bewusst entgegensteuern“, so der für das ZELTIVAL-Programm verantwortliche Sebastian Bau, der darauf verweist, dass sieben der insgesamt mehr als drei Dutzend Veranstaltungen im Rahmen der Top-Ten-Reihe zum günstigen Eintrittspreis von zehn Euro zu erleben sind. Alle weiteren Infos sowie Tickets gibt es unter www.zeltival.de.

So sind Künstlerinnen wie die beiden lateinamerikanischen Rapperinnen Rebeca Lane & Audry Funk am 16. Juli, die brasilianischen Akustikgitarristinnen und Sängerinnen Badi Assad und Anna Trea am 7. August oder die Balkan-Pop-Dekonstruierer Suma Covjek am 8. August, deren Konzerte andernorts jeweils gerne gegen 30 Euro Eintritt kosten, beim ZELTIVAL äußerst kostengünstig angeboten. Dazu kommen zwei Familienvostellungen mit Raketenerna und Herrn Jan und seiner Superband und der vollkommen kostenfreie Musical-Gardening-Abend mit der Black Sea Shipping Company, die die Schwelle zum ZELTIVAL bewusst niedrig halten.

Schweizer Künstler

Wie vielfältig und virulent derzeit die Schweizer Musikszene ist, unterstreichen sechs Konzerte beim ZELTIVAL. Gleich zur Eröffnung erklingt am 3. Juli der einschmeichelnde Folk-Pop der Band The Gardener & The Tree, auf die so kontrastreiche Künstler wie Faber, der analog-digitale Punk-Bohème Bonaparte, Suma Covjek, der der ebenso fantasievolle wie spektakuläre Genfer Pop-Fantast Kadeboistany und Black Sea Dahu, die atmosphärisch tiefgehende Indie-Folkband um Singer-Songwriterin Janine Cathrein, die am 17. Juli das Streichquartett Amour sur Mars mitbringt. Ebenfalls aus der Schweiz stammt das Duo Steiner und Madlaina, das am 13. August als der Gäste der Crucchi Gang zum Zeltival kommen. Die Crucchi Gang ist ein vielbeachtetes Projekt von Francesco Wilking (Höchste Eisenbahn), das deutsche Popsongs nach dem Motto Amore e Musica ins Italienische übersetzt.

Afrika zu Gast

Den zweiten Schwerpunkt des betont internationalen ZELTIVAL-Programms, dessen Mitwirkende aus rund zwei Dutzend verschiedenen Ländern stammen, legte Programmgestalter Bau in diesem Jahr auf den afrikanischen Kontinent. der in mindestens acht Konzerten eine Rolle spielt. Unter anderem ist neben Angelique Kidjo, die im vergangenen Jahr bei der feierlichen Wiedereröffnung der Pariser Kathedrale Notre Dames mitwirkte und am 5. Juli erstmals seit 2011 wieder in Karlsruhe zu erleben sein wird, mit der ivorischen Dobet Gnahoré am 1. August eine zweite der großen afrikanischen Diven zu Gast. Noch mehr schwarze Frauenpower versprühen Les Amazones d’Afrique am 12. Juli, eine westafrikanische Supergroup, die sich für weibliche Selbstermächtigung und den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ansingt. Weitere afrikanische Aspekte vermitteln das auf Fela Kutis Spuren wandelnde London Afrobeat Collective, das afrofuturistische Projekt Afrotronics, die zwischen zwei Welten lebenden Kolinga und der südafrikanische Songwriter Sean Koch, der entspannte Sommer-Surf-Vibes verströmt. Einen musikalischen Höhepunkt verspricht am 7. Juli das Quartett Les Égarés, zu dem sich der afrikanische Kora-Virtuose Ballaké Sissoko und sein Duopartner, der französische Cellist Vincent Segal, mit dem Akkordeonisten Vincent Peirani und dem Saxofonisten Émile Parisien, zwei der profiliertesten französischen Jazzmusikern, zu einem exquisiten musikalischen Austausch zusammengetan haben.

Während das ZELTIVAL in diesem Jahr vier exklusive Deutschlandgastspiele verzeichnet, werden auch zu einer ganzen Reihe weiterer Konzerte wie dem der mehrfach Grammy-dekorierten Jazzsängerin Samara Joy, die in diesem Sommer außer beim ZELTIVAL in Deutschland nur in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert, Gäste aus einem weiten Umkreis Süddeutschlands und dem benachbarten Ausland erwartet.

 

 

]]>
Hunderte Schleuser an Grenzen festgenommen https://www.die-neue-welle.de/hunderte-schleuser-an-grenzen-festgenommen-1514851/ Mon, 09 Jun 2025 10:46:50 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1514851 Seit der Intensivierung der Außengrenzen haben Einsatzkräfte eine große Zahl an Schleusern in Baden-Württemberg festgenommen. Dabei zeigt sich laut „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“, dass dort, wo verstärkt kontrolliert wird, auch mehr Schleuser ins Netz gehen.

Höchstwert an Schleusern seit Intensivierung

An der Schweizer Grenze ist demnach unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei mit 146 festgenommenen Schleusern im vergangenen Jahr ein Höchstwert erreicht worden, an der zu Frankreich mit 60 ebenfalls. Seit dem Jahr 2021 bis einschließlich März 2025 sind es insgesamt an Baden-Württembergs Außengrenzen 552 festgenommene Schleuser gewesen. Sie pressen Geflüchteten oft hohe Summen ab und bringen sie teils unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Deutschland.

Auch bei den festgestellten unerlaubten Einreisen und den Zurückweisungen zeigen sich laut den Zeitungen massive Anstiege über die vergangenen Jahre – besonders seit Intensivierung der Kontrollen an der jeweiligen Landesgrenze. An der Grenze zur Schweiz, wo die Verschärfung bereits früher stattgefunden hat, ist der Höchststand der unerlaubten Einreisen mit 16.370 im Jahr 2023 erreicht worden. Seither gehen die Zahlen nach und nach zurück – die Wege ändern sich wohl. An der Grenze zu Frankreich ist der Höchststand im vergangenen Jahr mit 5.466 erreicht worden, die Zahlen steigen seither noch etwas an.

Grenzkontrollen als Zeichen der Entschlossenheit

Grenzkontrollen lösten zwar nicht alle Probleme im Bereich der Migration, sie seien aber ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung illegaler Migration, sagte Migrationsministerin Marion Gentges (CDU). „Wirkung entfalten die Grenzkontrollen unmittelbar durch die Zurückweisung von Migranten ohne Aufenthaltsrecht an der Grenze, die Festnahme von Schleusern, deren Agieren damit einem erhöhten Risiko unterliegt und dem Entdecken von Extremisten und Islamisten, das die Sicherheit in unserem Land erhöht.“ Grenzkontrollen seien ein deutliches Zeichen der auch an Asylsuchende, dass die illegale Einreise nach Deutschland nicht ohne weiteres möglich sei.

In Baden-Württemberg wird die Grenze zur Schweiz bereits seit Herbst 2023 und die zu Frankreich seit einem Jahr stärker überwacht. Zuständig dafür ist die Bundespolizei.

Kontrollen und ihre Nachteile

Kehls Oberbürgermeister Wolfram Britz und seine Straßburger Amtskollegin Jeanne Barseghian allerdings hatten sich bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über die verstärkten Kontrollen an der deutschen Grenze beschwert. Die Kontrollen beeinträchtigten das Leben in dem deutsch-französischen Ballungsraum erheblich. Die seit dem 8. Mai verstärkten Kontrollen machten sich wirtschaftlich bemerkbar, berichteten die Stadtoberhäupter.

Der Kehler Einzelhandel habe weniger Kundinnen und Kunden aus der benachbarten Region Straßburg. Unternehmen in der baden-württembergischen Grenzregion seien auf Fachkräfte aus dem benachbarten Elsass angewiesen.

]]>
Wo es sich vor und hinter der Grenze billiger tankt https://www.die-neue-welle.de/wo-es-sich-vor-und-hinter-der-grenze-billiger-tankt-1501543/ Tue, 03 Jun 2025 02:38:00 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1501543
Wer mit dem Auto über die Pfingstferien von Baden-Württemberg ins Ausland fährt, kann bei der richtigen Wahl der Zapfsäule sparen. Je nach Ziel muss man dafür allerdings vor oder hinter der Grenze den Tank füllen, wie eine Auswertung von aktuellen Spritpreisdaten der EU-Kommission zeigt. Am meisten sparen kann dabei, wer mit einem Benziner Richtung Osten fährt. Ein Überblick:

Richtung Süden

Wer nach Österreich fährt, tankt dort günstiger als in Deutschland. Im Vergleich zu Deutschland ist Benzin dort 22 Cent billiger, Diesel um 6 Cent. Ist Österreich nur Transitland, kommt es auf das Ziel an: In Italien ist Sprit teurer als in Österreich, in Slowenien, Kroatien oder Ungarn dagegen noch etwas billiger. Zur Slowakei sind die Unterschiede bei Benzin gering, Diesel ist dort etwas günstiger als in Österreich – und damit deutlich günstiger als in Deutschland.

Die Schweiz ist dagegen kein gutes Land, um zu tanken. Hier gibt es zwar keine Zahlen der EU-Kommission, Zahlen des Touring Club Schweiz zufolge ist der Sprit dort allerdings teurer als in Deutschland, Italien oder Frankreich.

Richtung Osten

Hier ist die Antwort einfach: In Polen und Tschechien gibt es das billigste Benzin in der näheren deutschen Umgebung. 35 Cent beträgt der Unterschied. Auch Diesel ist hier am billigsten – um 18 beziehungsweise 22 Cent. Wer Richtung Baltikum weiterfährt, tankt dort zwar auch billiger als in Deutschland, aber teurer als in Polen. Wer Ungarn oder die Slowakei durch Tschechien ansteuert, tankt besser im Transitland.

Richtung Westen

Frankreich liegt fast gleichauf mit Deutschland. Wer es Richtung Spanien durchfährt, spart im Zielland deutlich. Belgien ist bei Benzin deutlich billiger – ganze 16 Cent, bei Diesel aber 7 Cent teurer als Deutschland. In den Niederlanden tankt es sich um 17 beziehungsweise 7 Cent teurer als hierzulande und in Luxemburg bei beiden deutlich billiger. Das kleine Land ist mit 24 und 16 Cent Sparpotenzial das günstigste im Westen.

Richtung Norden

Wer nach Dänemark aufbricht, sollte den Tank vorher füllen, Superbenzin ist dort 23 Cent teurer als in Deutschland, Diesel um 14 Cent. Geht es weiter bis Schweden, wird der Sprit allerdings wieder sehr viel günstiger. Super ist dort um 28 Cent billiger als in Deutschland, Diesel um 9 Cent.

Ursache für die Preisunterschiede sind in der Regel unterschiedliche Steuern und Abgaben. Schwankungen der Ölpreise treffen dagegen meist alle Länder. Die Unterschiede – hier berechnet auf Basis von Zahlen vom 26. Mai, neuere liegen noch nicht vor – sind daher relativ stabil.

Die Preise können allerdings je nach Tankstelle, Uhrzeit, Region und abhängig davon, ob man an der Autobahn oder Landstraße tankt, variieren. Auch sind die Unterschiede oft direkt vor und hinter der Grenze niedriger.

Die Reiseroute für billigeren Sprit anzupassen und Umwege in Kauf zu nehmen, dürfte sich allerdings nur selten lohnen. Nicht nur, dass sie Zeit kosten und schlecht für die Umwelt sind – selbst wenn man nur mit vergleichsweise geringen Kosten von 30 Cent pro gefahrenem Kilometer rechnet, schmilzt der Vorteil schnell dahin.

Wer nicht im Ausland tanken will, sollte dies zudem am besten am Abend vor der Abfahrt tun. Dann ist Sprit nämlich in der Regel einige Cent billiger als am Morgen.

]]>
Mit Fallen gegen den schädlichen Japankäfer https://www.die-neue-welle.de/mit-fallen-gegen-den-schaedlichen-japankaefer-1474033/ Wed, 21 May 2025 02:49:52 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1474033 Der Kampf gegen den gefräßigen Japankäfer geht in eine neue Runde. «Wir hängen im Mai die Fallen auf», sagt Frauke Rinke vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe. Die Zahl von 95 Fallen bleibe im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Kampf gegen eingewanderte Art

Der Japankäfer (Popillia japonica) stammt aus Asien. Er gehört in der EU zu den Schädlingen, die systematisch bekämpft werden müssen. Die Insekten fallen über Obstplantagen, Weinberge, Wälder, Grünanlagen und Gärten her und fressen bei mehr als 300 Pflanzenarten mitunter alles kahl.

Von Italien aus gelangte der Japankäfer 2017 in die Schweiz. Allein dort werden die potenziellen Schäden auf mehrere hundert Millionen Franken (mehrere hundert Millionen Euro) pro Jahr geschätzt.

Baden-Württemberg muss wachsam sein. Im vergangenen Jahr wurden einige Exemplare der gefährlichen Käferart gefangen. Nach früheren Informationen des Regierungspräsidiums Freiburg wurde der Käfer wohl über den Güterverkehr eingeschleppt. Auch in Bayern wurde ein Exemplar entdeckt.

Ab Mitte Juni können Käfer kommen

Pflanzenschutzexpertin Rinke sagte nun mit Blick auf den Südwesten: «Falls Käfer kommen, rechnen wir von Mitte Juni an damit.» Reisende sollten etwa beim Pfingsturlaub in Norditalien darauf achten, dass keine Käfer ins Auto kommen – und damit als «blinde Passagiere» auf die Reise in Richtung Norden gehen.

In der Schweizer Grenzstadt Basel war Mitte vergangenen Jahres eine Japankäfer-Population entdeckt worden. Nach den Funden weitete der Kreis Lörrach auf der deutschen Rheinseite vorbeugend Schutzmaßnahmen aus. Wie ein Sprecher des Kreises nun berichtete, können Käferfunde in der Gegend wieder online gemeldet werden.

Schweizer Flughafengemeinde deckte Fußballplätze ab

In der Schweizer Flughafengemeinde Kloten bei Zürich wurden im vergangenen Jahr ganze Fußballplätze mit Plastikfolie abgedeckt, um die Käfer zu bekämpfen. Im Herbst befanden sich dann unter der Folie unzählige tote Japankäfer, die am Ausfliegen gehindert worden waren, wie der Kanton Zürich unlängst berichtete. Kloten will im laufenden Jahr zwar darauf verzichten, die Sportareale wieder abzudecken, aber weiter gegen den Japankäfer vorgehen, etwa mit Fallen. In der Gemeinde wurden auch schon Insektizide eingesetzt.

Grünflächen sind besonders betroffen: Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in feuchten oder bewässerten Grasflächen ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die Graswurzeln fressen und Schäden an Wiesen und Rasenflächen anrichten.

Der Japankäfer ist nur etwa einen Zentimeter groß, hat einen metallisch glänzenden grünen Kopf und braune Flügel. Auffallend sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibseite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.

]]>
EuropaScène – Azubis spielen Theater im Tollhaus Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/europascene-azubis-spielen-theater-im-tollhaus-karlsruhe-1457623/ Wed, 14 May 2025 02:30:55 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1457623 Karlsruhe (tk) – Azubis im Tollhaus Karlsruhe: Bei der 4. Ausgabe von „EuropaScène“ präsentieren über 100 angehende ElektrikerInnen, FriseurInnen und BäckerInnen deutsch-französische Sketche zu ihren Berufen.

Azubis spielen Theater

Im Europa-Monat Mai hat das Publikum an drei außergewöhnlichen Abenden in Karlsruhe, Lahr und Straßburg die Gelegenheit, die unterschiedlichen Berufe von Auszubildenden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Elsass und erstmals auch aus der Schweiz anhand ihrer selbst geschriebenen Theatersketche auf ganz neue Weise zu entdecken.

EuropaScène ist ein europäisches Projekt in der Oberrhein-Region, das vom Programm INTERREG gefördert und von Partnern aus den Bereichen Theater, duale Ausbildung und interkulturelle Zusammenarbeit getragen wird. Die Grundidee: Auf der Grundlage ihrer Erfahrungen aus dem Ausbildungsalltag entwickeln die Auszubildenden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Elsass und der Schweiz (Basel) zusammen mit professionellen Regisseuren fünfminütige Sketche, die sie
einem Publikum auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze präsentieren.

Karlsruhe, Lahr und Straßburg

In der Vorbereitungsphase treffen sich die 20 Azubi-Gruppen zu je zwei Proben, einmal in Deutschland und einmal in Frankreich, und setzen ihre Konzepte kreativ, humorvoll und zweisprachig um. Bei den zwei Halbfinale-Vorführungen in Karlsruhe und Lahr wählt die Jury die Finalisten-Gruppen aus, die ihre Performances bei der prestigereichen Abschlussvorstellung auf der Bühne des Zénith in Straßburg vorstellen dürfen. Dort werden im Anschluss die Sieger gekürt.

Die drei öffentlichen Theatervorstellungen finden am 14. Mai im Tollhaus in Karlsruhe, am 22. Mai im Stadttheater Lahr und am 28. Mai im Zénith in Straßburg jeweils um 20 Uhr statt.

Erstmals auch Schweizer dabei

Auch bei der diesjährigen 4. Ausgabe von EuropaScène steht die interkulturelle Erfahrung im Mittelpunkt: Die Arbeitsgruppen vereinen deutsche, französische und zum ersten Mal auch Schweizer Auszubildende zwischen 15 und 26 Jahren, die denselben Beruf erlernen. Hauptziel ist es, Vorurteile abzubauen, die Jugendlichen zur Kommunikation mit ihren Nachbarn anzuregen und Lust darauf zu machen, die Partnerländer kennenzulernen, vielleicht sogar in einem beruflichen Kontext.

Vor den Theateraufführungen in Karlsruhe und Straßburg findet tagsüber der Jobgarten statt, eine grenzüberschreitende Veranstaltung zur Berufsorientierung. Kostenlose Karten für die Aufführungen können unter www.europascene.eu reserviert werden.

]]>
EuropaScène: eine grenzenlose Bühne für Azubis aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz https://www.die-neue-welle.de/europascene-eine-grenzenlose-buehne-fuer-azubis-aus-deutschland-frankreich-und-der-schweiz-1429732/ Tue, 29 Apr 2025 08:57:12 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1429732 Karlsruhe (tk) – Azubis im Tollhaus Karlsruhe: Bei der 4. Ausgabe von „EuropaScène“ präsentieren über 100 angehende ElektrikerInnen, FriseurInnen und BäckerInnen deutsch-französische Sketche zu ihren Berufen.

Azubis spielen Theater

Im Europa-Monat Mai hat das Publikum an drei außergewöhnlichen Abenden in Karlsruhe, Lahr und Straßburg die Gelegenheit, die unterschiedlichen Berufe von Auszubildenden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Elsass und erstmals auch aus der Schweiz anhand ihrer selbst geschriebenen Theatersketche auf ganz neue Weise zu entdecken.

EuropaScène ist ein europäisches Projekt in der Oberrhein-Region, das vom Programm INTERREG gefördert und von Partnern aus den Bereichen Theater, duale Ausbildung und interkulturelle Zusammenarbeit getragen wird. Die Grundidee: Auf der Grundlage ihrer Erfahrungen aus dem Ausbildungsalltag entwickeln die Auszubildenden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Elsass und der Schweiz (Basel) zusammen mit professionellen Regisseuren fünfminütige Sketche, die sie
einem Publikum auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze präsentieren.

Karlsruhe, Lahr und Straßburg

In der Vorbereitungsphase treffen sich die 20 Azubi-Gruppen zu je zwei Proben, einmal in Deutschland und einmal in Frankreich, und setzen ihre Konzepte kreativ, humorvoll und zweisprachig um. Bei den zwei Halbfinale-Vorführungen in Karlsruhe und Lahr wählt die Jury die Finalisten-Gruppen aus, die ihre Performances bei der prestigereichen Abschlussvorstellung auf der Bühne des Zénith in Straßburg vorstellen dürfen. Dort werden im Anschluss die Sieger gekürt.

Die drei öffentlichen Theatervorstellungen finden am 14. Mai im Tollhaus in Karlsruhe, am 22. Mai im Stadttheater Lahr und am 28. Mai im Zénith in Straßburg jeweils um 20 Uhr statt.

Erstmals auch Schweizer dabei

Auch bei der diesjährigen 4. Ausgabe von EuropaScène steht die interkulturelle Erfahrung im Mittelpunkt: Die Arbeitsgruppen vereinen deutsche, französische und zum ersten Mal auch Schweizer Auszubildende zwischen 15 und 26 Jahren, die denselben Beruf erlernen. Hauptziel ist es, Vorurteile abzubauen, die Jugendlichen zur Kommunikation mit ihren Nachbarn anzuregen und Lust darauf zu machen, die Partnerländer kennenzulernen, vielleicht sogar in einem beruflichen Kontext.

Vor den Theateraufführungen in Karlsruhe und Straßburg findet tagsüber der Jobgarten statt, eine grenzüberschreitende Veranstaltung zur Berufsorientierung. Zum Jobgarten am 14. Mai 2025 in Karlsruhe und am 28. Mai 2025 in Straßburg können sich Lehrkräfte mit ihren Schulklassen kostenlos anmelden, wahlweise für den Vor- oder Nachmittag (per Mail an hugo.mihali@lesalternateurs.fr ).
Kostenlose Karten für die Aufführungen können unter www.europascene.eu reserviert werden.

]]>