Schulstart, – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 16 Sep 2025 03:31:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Das ändert sich zum neuen Schuljahr an den Schulen im Südwesten https://www.die-neue-welle.de/das-ist-zum-start-des-neuen-schuljahrs-im-suedwesten-wichtig-1699954/ Mon, 15 Sep 2025 13:50:39 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1699954
Für hunderttausende Schülerinnen und Schüler gehen die Sommerferien zu Ende – am Montag müssen sie wieder zurück ins Klassenzimmer, denn das neue Schuljahr startet. Und das bringt einige Neuerungen mit sich, weil Reformen von Grün-Schwarz nun umgesetzt werden. Die prominenteste: die Rückkehr zu G9. Was ist zum Schulstart noch wichtig?

Lehrermangel wieder größer?

Zu wenig Lehrkräfte begleiten den Schuljahresbeginn schon seit einigen Jahren. Zuletzt verbesserte sich die Lage aber mit jedem Jahr etwas. Zu Beginn des vergangenen Schuljahres waren laut Kultusministerium 250 Stellen unbesetzt, im Jahr zuvor waren 565 Stellen vakant. Dass die positive Entwicklung auch in diesem Jahr anhält, ist eher unwahrscheinlich. Denn kurz vor Beginn der Sommerferien musste das Kultusministerium einräumen, dass über Jahre 1.440 Lehrerstellen wegen eines Softwarefehlers nicht besetzt waren. Wie viele davon bereits zum neuen Schuljahr besetzt werden konnten, will Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) heute in einer Pressekonferenz erklären. Die Lehrergewerkschaft GEW geht davon aus, dass sich Eltern zum Start des neuen Schuljahres wieder auf Unterrichtsausfall einstellen müssen.

Rückkehr zu G9

Die größte Veränderung im neuen Schuljahr dürfte an den Gymnasien anstehen. Dort starten am Montag die Fünft- und Sechstklässler mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Bislang war G8 Standard an den Gymnasien im Südwesten. Das ändert sich nun Schritt für Schritt. Kultusministerin Schopper erhofft sich davon auch mehr Abiturienten. «Mein Anspruch an das neue Gymnasium ist, dass ein höherer Anteil der Schüler bis zum Abitur gebracht wird», sagte sie der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten».

Für die Grünen-Ministerin bedeutet das auch, dass schwächere Schüler nicht mehr wie bisher in der Mittelstufe an Real- oder Gemeinschaftsschulen abgegeben werden sollen. «Die Zeit zum Fördern, damit Schüler mit Schwächen ihre Defizite überwinden, gibt es jetzt im Gymnasium», sagte sie.

Die Eltern dürfte das neue G9 auch vor Herausforderung stellen, meint GEW-Chefin Monika Stein. Diese müssten nun die Betreuung ihrer Kinder organisieren. «In der fünften und sechsten Klasse der allgemeinbildenden Gymnasien sprechen wir nicht einmal mehr von einer Halbtagsschule», sagte Stein. Grund dafür ist die Streckung des Unterrichtsstoffs auf neun, statt wie bislang acht Jahre. Dadurch sieht die Stundentafel für Fünftklässler nur noch 28 Wochenstunden vor.

Neues Fach «Informatik und Medienbildung»

Zum neuen Schuljahr steht auch an allen weiterführenden Schulen ein neues Fach auf dem Stundenplan. «Informatik und Medienbildung» soll zunächst in den Klassen fünf und sechs starten und perspektivisch, je nach Schulart, bis Klasse neun, zehn oder elf aufwachsen.

In den unteren Klassenstufen soll der Schwerpunkt nach früheren Angaben des Kultusministeriums vor allem auf Medienbildung liegen. Schüler sollen dabei unterstützt werden, mit den zunehmend komplexeren Herausforderungen in der digitalen Welt zurechtzukommen, hieß es aus dem Ministerium. Themen seien etwa KI, Fake News, Echokammern, Hassrede oder Verschwörungstheorien.

In den höheren Klassen soll der Fokus mehr auf Informatik liegen. Die Schüler sollen laut Ministerium grundlegende Kompetenzen vermittelt bekommen, etwa wie man eine Programmiersprache erlernen kann oder wie Künstliche Intelligenz funktioniert. Konkrete Bildungspläne für das Fach werden derzeit noch erarbeitet. Für die ersten Jahrgänge sollen sich Lehrerinnen und Lehrer an bestehenden Bildungsplänen orientieren.

Kein Werkrealschulabschluss mehr

An den mehr als 200 Werkrealschulen im Südwesten startet erstmals ein Jahrgang, der den Abschluss, der den Schulen ihren Namen gibt, nicht mehr machen können. Im Zuge ihrer Bildungsreformen schaffte die grün-schwarze Landesregierung den Werkrealschulabschluss ab. Für die Schülerinnen und Schüler ändert sich laut Kultusministerium erst einmal nichts, es ergäben sich keine Veränderungen im Unterricht. Die Schulen nähmen weiter ihre ureigene Aufhabe wahr, die Schülerinnen und Schüler gezielt zum Hauptschulabschluss zu führen, so ein Ministeriumssprecher.

Für die Schulen bedeutet das aus Sicht der GEW Unsicherheit. Sie bekomme aus vielen Schulen die Rückmeldung, dass diese große Sorge hätten, ob sie ihre Schülerzahlen halten könnten. «Klar ist, dass die Attraktivität deutlich gesunken ist, dadurch dass nicht mehr der mittlere Bildungsabschluss an ihrer Schule angeboten werden kann», sagte Gewerkschaftschefin Stein.

Kürzere Orientierungszeit an den Realschulen

An den Realschulen im Land wird ab diesem Schuljahr bereits nach der fünften Klasse entschieden, ob Kinder weiter auf mittlerem Niveau – also mit dem Ziel Realschulabschluss – weiterlernen, oder ob sie auf grundlegendem Niveau auf den Hauptschulabschluss vorbereitet werden. Bislang wurde diese Entscheidung nach der sechsten Klasse gefällt.

Weiterer Ausbau der Sprachförderung

Neben der Rückkehr zu G9 gehört der Ausbau der Sprachförderung zu den großen Vorhaben der Bildungsreformen von Grün-Schwarz. Schon im vergangenen Schuljahr startete die ergänzende Sprachförderung «Sprachfit» vor der Einschulung mit rund 350 Gruppen an einigen Kitas und Grundschulen, zum neuen Schuljahr sollen dem Ministerium zufolge weitere 600 Gruppen hinzukommen. 2027/2028 will das Land mit 4.200 Gruppen ein flächendeckendes Angebot haben, dann soll die Teilnahme an der Förderung für Kinder mit Sprachdefiziten auch verbindlich werden.

Die Bilanz des ersten Schuljahres mit «Sprachfit» fällt nach Ansicht der GEW gemischt aus. Einer Umfrage der Gewerkschaft zufolge berichten viele Lehrkräfte von einer fehlenden Unterstützung, zudem müsse die Fortbildung überwiegend außerhalb der regulären Arbeitszeit absolviert werden, so die Gewerkschaft.

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Das ist zum Start des neuen Schuljahrs im Südwesten wichtig https://www.die-neue-welle.de/das-ist-zum-start-des-neuen-schuljahrs-im-suedwesten-wichtig-2-1705387/ Fri, 12 Sep 2025 08:34:20 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1705387

G9 wird wieder umgesetzt in Schulen in Baden-Württemberg

Für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler gehen die Sommerferien zu Ende – am Montag müssen sie wieder zurück ins Klassenzimmer, denn das neue Schuljahr startet. Und das bringt einige Neuerungen mit sich, weil Reformen von Grün-Schwarz nun umgesetzt werden. Die prominenteste: die Rückkehr zu G9. Was ist zum Schulstart noch wichtig? Ein Überblick über die größten Themen und Baustellen.

Wegen Softwarefehler: Wieder mehr Lehrerstellen unbesetzt

In den letzten Jahren konnte die Kultusministerin vor dem Schulstart einen Rückgang des Lehrermangels verkünden. In diesem Jahr verhaut ihr aber ein Softwarefehler die Bilanz. Weil vor den Sommerferien plötzlich 1.440 unbesetzte Lehrerstellen auftauchten, sind im Südwesten kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs wieder deutlich mehr Lehrerstellen unbesetzt als noch in den vergangenen Jahren. Es seien noch 1.159 Stellen nicht besetzt, teilte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) in Stuttgart mit. Im Vorjahr hatte die Zahl der offenen Stellen bei 250 gelegen, 2023 waren 565 Stellen vakant.

Die meisten Lehrkräfte fehlen nach Angaben des Kultusministeriums im Bereich der Sonderpädagogik. Alleine dort konnten rund 350 Lehrerstellen nicht besetzt werden. Probleme gibt es auch an den beruflichen Schulen und den Grundschulen sowie bei der Einstellung von Fachlehrern etwa für Musik oder Technik.

Abgesehen von den 1.440 Lehrerstellen sei man bei der Lehrkräfteeinstellung auf einem guten Weg, so Schopper. Wären diese nicht zu besetzen gewesen, hätte sie zum Beginn des Schuljahrs verkünden können, dass man alle offenen Stellen besetzt habe, sagte die Ministerin. Man habe in diesem Jahr bereits 500 Stellen mehr besetzen können als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr.

Rückkehr zu G9

Die größte Veränderung im neuen Schuljahr dürfte an den Gymnasien anstehen. Dort starten am Montag die Fünft- und Sechstklässler mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Bislang war G8 Standard an den Gymnasien im Südwesten. Das ändert sich nun Schritt für Schritt. Kultusministerin Schopper erhofft sich davon auch mehr Abiturienten. «Mein Anspruch an das neue Gymnasium ist, dass ein höherer Anteil der Schüler bis zum Abitur gebracht wird», sagte sie der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten».

Die Eltern dürfte das neue G9 auch vor Herausforderung stellen, meint GEW-Chefin Monika Stein. Diese müssten nun die Betreuung ihrer Kinder organisieren. «In der fünften und sechsten Klasse der allgemeinbildenden Gymnasien sprechen wir nicht einmal mehr von einer Halbtagsschule», sagte Stein. Grund dafür ist die Streckung des Unterrichtsstoffs auf neun, statt wie bislang acht Jahre. Dadurch sieht die Stundentafel für Fünftklässler nur noch 28 Wochenstunden vor.

Auch der Philologenverband, der die Gymnasiallehrkräfte vertritt, sieht das kritisch. Man sehe bei den Eltern einen steigenden Bedarf an Ganztagesbetreuung. Im ländlichen Bereich sei die Nachfrage nicht ganz so groß – in den Städten aber schon, sagte Cord Santelmann vom Philologenverband.

Neues Fach „Informatik und Medienbildung“

Zum neuen Schuljahr steht auch an allen weiterführenden Schulen ein neues Fach auf dem Stundenplan. „Informatik und Medienbildung“ soll zunächst in den Klassen fünf und sechs starten und perspektivisch, je nach Schulart, bis Klasse neun, zehn oder elf aufwachsen.

In den unteren Klassenstufen soll der Schwerpunkt nach früheren Angaben des Kultusministeriums vor allem auf Medienbildung liegen, in den höheren Klassen dann mehr auf Informatik. Konkrete Bildungspläne für das Fach werden derzeit noch erarbeitet. Für die ersten Jahrgänge sollen sich Lehrerinnen und Lehrer an bestehenden Bildungsplänen orientieren.

Der Philologenverband ist mit dem Fach allerdings nicht ganz glücklich. Zum einen sei eine Wochenstunde für das Fach recht wenig, zum anderen sei die Verbindung von Informatik und Medienbildung schwierig. Informatiklehrkräfte seien nicht dafür ausgebildet, Medienbildung zu betreiben.

Kein Werkrealschulabschluss mehr

An den mehr als 200 Werkrealschulen im Südwesten startet erstmals ein Jahrgang, der den Abschluss, der den Schulen ihren Namen gibt, nicht mehr machen können. Im Zuge ihrer Bildungsreformen schaffte die grün-schwarze Landesregierung den Werkrealschulabschluss ab. Für die Schülerinnen und Schüler ändert sich laut Kultusministerium erst einmal nichts, es ergäben sich keine Veränderungen im Unterricht. Die Schulen nähmen weiter ihre ureigene Aufhabe wahr, die Schülerinnen und Schüler gezielt zum Hauptschulabschluss zu führen, so ein Ministeriumssprecher.

Für die Schulen bedeutet das aus Sicht der GEW Unsicherheit. Sie bekomme aus vielen Schulen die Rückmeldung, dass diese große Sorge hätten, ob sie ihre Schülerzahlen halten könnten. „Klar ist, dass die Attraktivität deutlich gesunken ist, dadurch dass nicht mehr der mittlere Bildungsabschluss an ihrer Schule angeboten werden kann“, sagte Gewerkschaftschefin Stein.

Neuerungen an Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Werkrealschulen

An den Realschulen im Land wird ab diesem Schuljahr bereits nach der fünften Klasse entschieden, ob Kinder weiter auf mittlerem Niveau – also mit dem Ziel Realschulabschluss – weiterlernen, oder ob sie auf grundlegendem Niveau auf den Hauptschulabschluss vorbereitet werden. Bislang wurde diese Entscheidung nach der sechsten Klasse gefällt.

Deutsch und Mathe sollen an den Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen durch zusätzliche Studen in Klasse 5 und 6 gestärkt werden.

Weiterer Ausbau der Sprachförderung

Neben der Rückkehr zu G9 gehört der Ausbau der Sprachförderung zu den großen Vorhaben der Bildungsreformen von Grün-Schwarz. Schon im vergangenen Schuljahr startete die ergänzende Sprachförderung „Sprachfit“ vor der Einschulung mit rund 350 Gruppen an einigen Kitas und Grundschulen, zum neuen Schuljahr sollen dem Ministerium zufolge weitere 600 Gruppen hinzukommen. 2027/2028 will das Land mit 4.200 Gruppen ein flächendeckendes Angebot haben, dann soll die Teilnahme an der Förderung für Kinder mit Sprachdefiziten auch verbindlich werden.

Die Bilanz des ersten Schuljahrs mit „Sprachfit“ fällt nach Ansicht der GEW gemischt aus. Einer Umfrage der Gewerkschaft zufolge berichten viele Lehrkräfte von einer fehlenden Unterstützung, zudem müsse die Fortbildung überwiegend außerhalb der regulären Arbeitszeit absolviert werden, so die Gewerkschaft.

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Schulstart im Südwesten: Lehrermangel größer als erwartet https://www.die-neue-welle.de/schulstart-im-suedwesten-lehrermangel-groesser-als-erwartet-1700884/ Thu, 11 Sep 2025 11:20:30 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1700884 Region (dpa/dk) – Zum Start ins neue Schuljahr sorgt im Südwesten ein unerwartet hoher Lehrermangel für Diskussionen. Statt der in den vergangenen Jahren rückläufigen Zahlen sind dieses Mal mehr als 1.100 Stellen unbesetzt – Grund dafür ist ein Softwarefehler, der plötzlich 1.440 bislang übersehene Stellen sichtbar machte.

Unerwartete Lücke durch Softwarefehler

Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) räumte in Stuttgart ein, dass die Lage ungewöhnlich sei. Noch wenige Tage vor Schulbeginn seien 1.159 Stellen vakant. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 250, 2023 noch 565. „Wären diese 1.440 Stellen nicht zu besetzen gewesen, hätte ich zum Beginn des Schuljahrs verkünden können, dass wir alle offenen Stellen besetzt haben“, sagte Schopper. Tatsächlich habe man 500 Stellen mehr als im Vorjahr erfolgreich besetzen können.

Besonders betroffen: Sonderpädagogik

Am größten ist die Lücke im Bereich der Sonderpädagogik. Rund 350 Stellen konnten hier nicht besetzt werden. Engpässe gibt es auch an den beruflichen Schulen, an den Grundschulen sowie bei Fachlehrern in Musik oder Technik.

Aufarbeitung läuft

Der Softwarefehler, der die 1.440 Stellen über Jahre verborgen hatte, wird derzeit aufgearbeitet. Eine Arbeitsgruppe soll bis Weihnachten einen Untersuchungsbericht vorlegen. Gleichzeitig laufen die Nachbesetzungen: Bis Ende Oktober soll die Einstellung auf die zusätzlichen Stellen weitergehen. Schopper zeigte sich optimistisch: „Ich glaube, dass wir die Zahl der offenen Stellen bis dahin noch auf eine Größe im mittleren dreistelligen Bereich senken können.“

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Frühzeitig mit Kindern den Schulweg üben https://www.die-neue-welle.de/fruehzeitig-mit-kindern-den-schulweg-ueben-1661413/ Mon, 18 Aug 2025 07:47:40 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1661413 Karlsruhe (pm/ms) – Am 15. September beginnt in Baden-Württemberg für über 100.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler der erste Schultag – und mit ihm auch ein neuer, oft unbekannter Schulweg. Gerade für Grundschulkinder stellt der tägliche Weg zur Schule eine große Herausforderung dar: Sie sind leicht ablenkbar, reagieren langsamer als Erwachsene und können Gefahren im Straßenverkehr noch nicht richtig einschätzen. Deshalb rät die ADAC Stiftung Eltern dringend, schon vor der Einschulung mit den Kindern den Schulweg zu üben.

Tipps für einen sicheren Schulweg

Verkehrspädagogin Saskia Schmitt vom ADAC Nordbaden erklärt: „Schulanfänger sind oft überfordert im Straßenverkehr. Der Weg zur Schule sollte frühzeitig und mehrfach geübt werden.“ Eltern sollten den Schulweg mit den Kindern zu realistischen Zeiten ablaufen, Gefahrenstellen besprechen und sichere Querungen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Schülerlotsen einbeziehen. Außerdem sei der kürzeste Weg nicht immer der sicherste. Wichtig ist, dass Kinder am Anfang begleitet werden, Eltern später unauffällig beobachten und im „Rollentausch“ von den Kindern selbst erklärt bekommen, wo Gefahren lauern.

Warum der Fußweg besser ist

Zu Fuß in die Schule zu gehen, hat gleich mehrere Vorteile: Kinder sind aktiver, lernen Selbstständigkeit, Aufmerksamkeit und Risikobewusstsein und starten fitter und wacher in den Unterricht. Die ADAC Stiftung warnt vor dem sogenannten „Elterntaxi“. Wenn Eltern ihre Kinder regelmäßig mit dem Auto bis vor die Schule bringen, führt das nicht nur zu gefährlichen Situationen vor Ort, sondern nimmt den Kindern auch die Möglichkeit, sichere Mobilität selbst einzuüben.

Alternative „Laufbus“

Eine gute Lösung ist der sogenannte „Laufbus“: Dabei schließen sich Kinder zu festen Gruppen zusammen, die den Weg gemeinsam gehen. Zunächst können Erwachsene begleiten, später laufen die Kinder eigenständig. So wird der Schulweg nicht nur sicherer, sondern macht auch mehr Spaß.

Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet

Grundschulkinder haben ein eingeschränktes Sichtfeld, sind kleiner und können Gefahren aus seitlicher Richtung schlechter wahrnehmen. Geräusche und ihre Richtung zu unterscheiden, fällt ihnen schwer, und sie brauchen länger, um Entscheidungen zu treffen. All das macht sie im Straßenverkehr unberechenbarer. „Alle Verkehrsteilnehmenden müssen deshalb gerade im Umfeld von Schulen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll sein“, betont die ADAC Stiftung.

Unterstützung durch ADAC Nordbaden

Der ADAC Nordbaden bietet verschiedene Verkehrserziehungsprogramme für Kinder an, darunter „Achtung Auto“, „Aufgepasst mit ADACUS“ und „Der Tote Winkel“. Zudem gibt es einen kostenlosen Schulweg-Ratgeber mit Tipps für Eltern, erhältlich in der Geschäftsstelle in Karlsruhe oder online. Verkehrspädagogin Saskia Schmitt steht Eltern, Schulen und Kindergärten als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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