Schienen – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 30 Apr 2026 07:08:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Fast-Unfall im Bahnhof Graben-Neudorf – ICE verfehlt Person um Haaresbreite https://www.die-neue-welle.de/fast-unfall-im-bahnhof-graben-neudorf-ice-verfehlt-person-um-haaresbreite-1890597/ Thu, 30 Apr 2026 07:08:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1890597 Graben-Neudorf (pol/er24/tk) – Am späten Mittwochabend ist im Bahnhof ein Mensch beinahe vom Zug erfasst worden. Der Unbekannte konnte gerade noch aus dem Gleisbett klettern.

Person auf den Gleisen

Gegen 21:20 Uhr erkannte der Lokführer des ICE (Karlsruhe – Mannheim) im Bahnhof Graben-Neudorf eine Person im Gleisbereich. Er leitete sofort eine Notbremsung ein und gab einen lauten Pfiff seiner Lok ab. Der Person gelang es daraufhin noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu springen. Anschließend entfernte sich der oder die bislang Unbekannte von der Örtlichkeit.

Unbekannter geflohen

Eine Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wurde alarmiert. Die Suche nach der möglicherweise verletzten Person ergab jedoch nicht.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht Zeugen des Vorfalls. Falls Ihr was gesehen habt oder Hinweise auf den Tatverdächtigen haben, dann meldet euch bitte telefonisch unter der  0721 / 120 160. Zudem nimmt jede Polizeidienststelle Hinweise entgegen.

Die Bundespolizei warnt immer wieder davor, sich unbefugt in den Gleisbereich zu begeben. Züge durchqueren Bahnhöfe mit sehr hohen Geschwindigkeiten und fahren auch außerhalb des ausgeschilderten Fahrplans. Bei Zusammenstößen zwischen Zügen und Menschen ziehen letztere häufig den Kürzeren.

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Weniger Züge, höhere Preise? Die Folgen des Schienen-Urteils https://www.die-neue-welle.de/weniger-zuege-hoehere-preise-die-folgen-des-schienen-urteils-1871556/ Tue, 24 Mar 2026 14:23:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1871556

Stuttgart (dpa/tk) – Der EuGH hat ein Urteil zu Trassenpreisen gefällt – und das kann sich massiv auf den Regionalverkehr auswirken. Müssen die Bahnen nun ihre Ticketpreise drastisch erhöhen?

EuGH gibt Klage der Bahn Recht

Pendlerinnen und Pendlern in Baden-Württemberg drohen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs massive Einschnitte im S-Bahn- und Regionalverkehr. Ohne zusätzliches Geld vom Bund könnten Zugangebote ausgedünnt, Fahrkarten teurer und selbst stark genutzte Berufsverkehrs-Strecken spürbar eingeschränkt werden. «Es geht dabei um ein Risiko von mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr», warnte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Nach Schätzungen des Ministeriums könnte wegen des Urteils zu den sogenannten Trassenpreisen – also zu den Gebühren für die Nutzung der Schieneninfrastruktur – ungefähr jeder zehnte Zug auf der Kippe stehen. «Es gibt aber auch Prognosen, dass bis zu 20 Prozent der Züge abbestellt werden müssen», sagte Hermann. «Wenn es schlecht läuft, müssten wir also jeden fünften Zug abbestellen.»

Drohende Fahrplanlücken für Pendler

Bei den Trassenpreisen handelt es sich um eine Art Schienenmaut, die die Verkehrsunternehmen für die Nutzung der Infrastruktur an den Netzbetreiber Deutsche Bahn zahlen müssen. Für den Regionalverkehr waren die Kosten und Preiserhöhungen bisher allerdings gedeckelt – zulasten von Güter- und Fernverkehr. Nach Auffassung des EuGH ist diese deutsche Berechnungsmethode der Trassenpreise nicht mit dem EU-Recht vereinbar.

Die Bundesnetzagentur hatte die Preisbremse im vergangenen Jahr eingeführt, damit der Nahverkehr für die Länder bezahlbar bleibt. Dagegen hatte die DB InfraGo geklagt und nun Recht bekommen. Die Entgelte nach einer starren mathematischen Formel zu deckeln, verstoße gegen EU-Recht, urteilten die Richter in Luxemburg. Das Verwaltungsgericht Köln, bei dem Verfahren dazu anhängig sind, hatte um eine Überprüfung durch den EuGH gebeten.

Milliarden-Mehrkosten und Reform

Den Nahverkehrsunternehmen drohen nun Mehrkosten in Milliardenhöhe, möglicherweise sogar rückwirkend für mehrere Jahre. Zudem müssen die Trassenpreise für die Jahre 2025 und 2026 neu festgelegt werden, da die bisherigen Genehmigungen der Bundesnetzagentur nicht mit EU-Recht vereinbar sind.

Das Bundesverkehrsministerium will das Urteil in seine geplante Reform des Trassenpreissystems einbeziehen, die ab der nächsten Fahrplanperiode gelten soll. Gleichzeitig betonte das Ministerium, dass noch unklar sei, ob die Entgelte im Schienenpersonennahverkehr ohne Preisbremse höher oder niedriger ausgefallen wären – dies soll jetzt die Bundesnetzagentur klären.

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Baustellen in Karlsruhe – Jahresprogramm vorgestellt https://www.die-neue-welle.de/baustellen-in-karlsruhe-jahresprogramm-vorgestellt-1866276/ Thu, 12 Mar 2026 04:01:15 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1866276 Karlsruhe (pm/tk) – Karlsruhe galt bis vor kurzem als Baustellen-Hauptstadt Deutschlands. Die Lage hat sich längst gebessert – dennoch wird in diesem Jahr viel angepackt.

627 Baustellen in der Fächerstadt

„2026 wird verkehrlich für Karlsruhe ein sehr anspruchsvolles Jahr“ unterstreicht Bürgermeister Daniel Fluhrer bei der Vorstellung des Jahresbauprogramms. Insgesamt 627 Maßnahmen, davon rund 400 von verkehrlicher Relevanz, stehen in diesem Jahr auf der Agenda. Dabei gibt es eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, allen voran, dass sich die Maßnahmen entweder gut ergänzen und bewusst zusammengeführt werden oder sich nicht zeitlich und räumlich überschneiden.

„Ohne die engagierte und versierte Koordination dieser Herausforderung durch unser Baustellenmanagement, wäre die Gesamtlage aussichtslos“, so Fluhrer, „da wir drei großräumliche Schwerpunkte im Westen rund um den Entenfang, im Zentrum um die Reinhold-Frank-Straße/Kriegsstraße und in Durlach so abgestimmt abwickeln müssen, dass die Verkehrsströme zusammenpassen“.

Instandhaltung und Ausbau trotz knapper Kassen

Die große Zahl an Baumaßnahmen, die im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht angestiegen ist, wertet Heike Weißer, Leiterin des städtischen Tiefbauamts, als Indiz für den anhaltend hohen Unterhaltungsaufwand – „eine Herausforderung, die wir im Blick haben“.

Bei den Großvorhaben auf der Liste für 2026 handle es sich Weißer zufolge zum Teil um bereits angelaufene Maßnahmen, wie beispielsweise die Neugestaltung der Fußgängerzone, die Sanierung des Schlossplatztunnels oder den Umbau der Kriegsstraße. Gleichzeitig hebt die Tiefbauamtsleiterin Bauvorhaben als Gemeinschaftsaufgabe mehrerer Beteiligter hervor: „Wir bündeln die Erneuerung von Versorgungs- und Gleisanlagen mit der Herstellung einer sicheren Radverkehrsführung. Davon profitieren sehr viele Menschen aus unserer Stadt“. Ob Straßen, Rad- und Fußwege, Bahnverbindungen oder Versorgungsnetze – „gut funktionierende Infrastruktur ist das Rückgrat jeder Kommune“, betont Heike Weißer.

Um die dafür verfügbaren Mittel optimal einzusetzen und die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten, sei Koordination ein entscheidender Faktor. Wo immer es möglich ist, arbeiten Tiefbauamt, Verkehrsbetriebe und Stadtwerke zusammen. „Dadurch vermeiden wir, dass Bereiche innerhalb kurzer Zeit mehrfach aufgegraben werden“.

Gleichzeitig bedürfe es aber auch neuer Denkansätze. Ein Beispiel hierfür sind die Wartungsarbeiten im Karoline-Luise-Tunnel, die aus Kostengründen erstmals tagsüber stattfinden. Gerade in Zeiten knapper Kassen gewinnt die Akquise von Fördermitteln beim Bauen immer größere Bedeutung. So wird der Umbau des Knotens Kriegs-/ Brauerstraße durch ein Förderprogramm des Landes finanziell unterstützt.

VBK machen Netz für die Zukunft fit

Auch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) erhalten Zuwendungen vom Bund und vom Land Baden-Württemberg beispielsweise für den barrierefreien Ausbau von fünf Haltestellen in der Waldstadt sowie für Erneuerung und Verlängerung der Turmbergbahn. Darüber hinaus sind die VBK, deren Straßenbahnen jedes Jahr rund acht Millionen Kilometer zurücklegen und mehr als 70 Millionen Fahrgäste befördern, noch an vielen weiteren Stellen im Stadtgebiet tätig. „Wir machen das Karlsruher Schienennetz fit für die Zukunft.“, erklärt Stefan Mayer, der den Unternehmensbereich Infrastruktur bei den VBK leitet.

Dazu zählen unter anderem Erneuerungsarbeiten in der Schillerstraße, in Wolfartsweier und die Fortführung der schon seit 2024 laufenden Baumaßnahmen in Daxlanden. Weitere Baustellenschwerpunkte sind 2026 am Entenfang, wo ab April Schienen und Weichen des Gleisvierecks ausgetauscht werden, und in Durlach. Dort stehen die Gleise am „Stachus“, der großen Kreuzung beim Bahnhof, in der Gymnasiumstraße (B3) und in der Pfinztalstraße zur Erneuerung an.

Energiewende dank EU-Förderung

Neue Wege bei der Finanzierung ihrer Vorhaben geht die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Im November vergangenen Jahres hatte das Unternehmen die langfristige Finanzierung über ein Förderdarlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von bis zu 270 Millionen abgesichert. Dieses Darlehen bildet eine zentrale Grundlage für den weiteren Ausbau der Energieinfrastruktur.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen hierbei der Wechsel von Niederspannungsfreileitungen auf leistungsfähige Erdkabel, die straßenzugweise Neuverlegung von Fernwärmeleitungen inklusive Hausanschlüsse sowie der abschnittsweise Austausch von Trinkwasserleitungen. In diesem Zuge werden – wo technisch notwendig – auch Gasleitungen erneuert, um die Betriebssicherheit der bestehenden Erdgasinfrastruktur weiterhin zu gewährleisten.

„Unser Ziel ist es, die Netzinfrastruktur Schritt für Schritt so auszubauen, dass sie den Anforderungen der Energieversorgung von morgen standhält. Jede Baustelle ist dabei ein Beitrag zur Energiewende und zur Versorgungssicherheit in Karlsruhe. Gemeinsam können wir so dazu beitragen, Karlsruhe bis 2040 klimaneutral zu machen“, so Stephan Bornhöft, Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH.

Info-Kampagne „Zukunftsbaustein“

Begleitet werden die Bauprojekte von der Informationskampagne „Zukunftsbaustein“, die die Stadt, die Stadtwerke Karlsruhe GmbH und die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH gemeinsam ins Leben gerufen haben. Ziel der Kampagne ist es, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und transparent über anstehende Baumaßnahmen zu informieren und aufzuzeigen, dass die Baumaßnahmen Teil der Energie- und Wärmewende sind.

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Kulturbahn zwischen Calw und Wildberg vorerst gesperrt https://www.die-neue-welle.de/kulturbahn-zwischen-calw-und-wildberg-vorerst-gesperrt-1845351/ Tue, 20 Jan 2026 08:10:07 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1845351
Bahnreisende müssen in den kommenden Tagen Einschränkungen auf der sogenannten Kulturbahn zwischen Tübingen und Pforzheim einplanen: Bei Calw ist ein Regionalzug mit auf den Schienen liegenden Felsen zusammengestoßen.

Felsen auf den Schienen

Der betreffende Streckenabschnitt der Kulturbahn bleibt voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt, wie ein Bahnsprecher sagte. Zwischen Pforzheim und Wildberg verkehren Busse als Ersatz.

Fahrgäste unverletzt

Der Unfall hatte sich am frühen Morgen ereignet. Neben dem Lokführer befanden sich fünf Fahrgäste im Zug, alle blieben unverletzt. Der Zug kam in einem Tunnel zum Stehen. Feuerwehrleute schoben ihn rund 200 Meter hinaus, bis er von einem Fahrmeister der Bahn geprüft und von einem Triebzug abgeschleppt wurde. Experten müssen nun prüfen, inwieweit der Hang nach dem Felssturz gesichert werden muss.

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Falsch abgebogen – Fahrzeug landet in Karlsruhe im Gleisbett https://www.die-neue-welle.de/falsch-abgebogen-fahrzeug-landet-in-karlsruhe-im-gleisbett-1809408/ Wed, 19 Nov 2025 03:33:11 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1809408 Karlsruhe (er24/tk) – An der Haltestelle Hirtenweg in Karlsruhe-Rintheim hat ein falsch abbiegender Transporter-Fahrer am Dienstagnachmittag für ein massives Verkehrschaos gesorgt.

Falsche Spur erwischt

Nach ersten Angaben der Polizei war der Fahrer gegen 15.30 Uhr in die falsche Spur geraten und direkt auf das Gleisbett der Straßenbahn aufgefahren. Das Fahrzeug blieb dort stecken und blockierte die Gleise. Verletzte gab es nach aktuellen Informationen nicht, der Sachschaden wird jedoch noch ermittelt.

Störungen im Straßen- und Bahnverkehr

Der Vorfall führte zu erheblichen Störungen im Verkehr: Mehrere Straßenbahn-Linien mussten umgeleitet und zwischenzeitlich vollständig eingestellt werden. Zahlreiche Fahrgäste strandeten an den Haltestellen, während Kräfte des Abschleppdienstes den Transporter mittels Kran aus den Schienen hoben. Gegen 16.45 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder freigeben werden.

Durch die Sperrung des Bereichs rund um die Brücke am Hirtenweg staute sich zudem der Autoverkehr kilometerweit zurück – besonders belastend für viele Pendler auf dem Weg in den Feierabend am Nachmittag.

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Mammutprojekt Rheintalbahn – Was passiert 2025? https://www.die-neue-welle.de/mammutprojekt-rheintalbahn-was-passiert-2025-1262902/ Thu, 02 Jan 2025 05:59:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1262902 Karlsruhe/Rastatt (dpa/tk) – Pendler und Bahnreisende dürften sich noch lebhaft an die Sperrung zwischen Rastatt und Baden-Baden erinnern. Bauarbeiten auf der Rheintalbahn wird es auch im neuen Jahr geben – doch es wird auch endlich etwas fertig. Die Deutsche Bahn baut baut für Milliarden Euro die Strecke zwischen Karlsruhe und Basel aus.

Abschnitt in Südbaden

Auf der rund sechs Kilometer langen Strecke zwischen Müllheim im Markgräflerland und Auggen werden zwei neue Fernverkehrsgleise gebaut, die Geschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde erlauben, wie Projektleiter Philipp Langefeld der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte. Der Abschnitt solle Ende 2025 offiziell fertiggestellt werden: «Das trägt zu einem stabileren und pünktlicheren Bahnbetrieb auf der Strecke bei.» In Müllheim und Auggen gibt es demnach neue Bahnhöfe.

Viergleisiger Ausbau

Beim Mammutprojekt Karlsruhe-Basel wird die Strecke schrittweise von zwei auf vier Gleise ausgebaut. ICE sollen hier deutlich schneller fahren können. Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im europäischen Eisenbahnnetz. Täglich nutzen sie mehr als 300 Güter-, Fern- und Nahverkehrszüge. Das Gesamtprojekt wird in Teilstücken gebaut und soll erst 2041 abgeschlossen werden. Der Bund und die DB investieren nach Angaben aus dem vorvergangenen Jahr rund 14,2 Milliarden Euro in den Ausbau der rund 200 Kilometer langen Strecke.

Weiter Bauarbeiten

«Es wird auch 2025 weiter Bauarbeiten für unser Projekt auf der Rheintalbahn geben – vor allem am Wochenende», sagte Langefeld. «Dazu werden wir auch mal ein oder zwei Gleise zumachen müssen.» Die DB hatte bereits angekündigt, dass von Karfreitag (18. April) an bis zum 27. April an verschiedenen Abschnitten im südlichen Bereich der Strecke gearbeitet werden wird.

Eine lange Vollsperrung wie im vergangenen Sommer zwischen Rastatt und Baden-Baden sei aber weder im neuen Jahr noch 2026 geplant, versicherte Langefeld. Bei der dreiwöchigen Schließung im August mussten Reisende auf der Teilstrecke auf Busse umsteigen – zu Beginn gab es viel Unmut, denn die Zahl der Fahrzeuge reichte zunächst nicht aus.

Bahn will auf Vorschläge eingehen

Die Bahn hält an ihrem Vorhaben fest, den gesamten, rund 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Offenburg (Ortenaukreis) und Riegel am Kaiserstuhl (Kreis Emmendingen) zwischen 2036 und 2041 zu sperren. Der Güter- und Fernverkehr soll in dieser Zeit über die Neubaustrecke umgeleitet werden – diese ist entlang der Autobahn 5 geplant. Es werde einen leistungsfähigen Busersatzverkehr geben, kündigte Langefeld an.

Die Sperrung löse an Ort und Stelle keine Begeisterungsstürme aus, räumte der DB-Manager ein. «Wir schauen uns aktuell die Vorschläge aus der Region an, auf der Neubaustrecke Ersatzhalte einzurichten: Genauer untersuchen wir derzeit einen Ersatzhalt im Norden und einen im Süden.» Die Haltestellen könnten den Bauzeitraum für die Region verträglicher machen. «Die Rahmenbedingungen müssen passen, und es muss finanziert werden. Wir stellen uns der Herausforderung.»

Weiter südlich soll es im Abschnitt zwischen Riegel und March nordwestlich von Freiburg nun losgehen: Langefeld kündigte für das neue Jahr Rodungen und andere vorbereitende Arbeiten an. Mit dem eigentlichen Bau der Strecke entlang der A5 werde dann 2026 begonnen. Der Güterverkehr soll künftig auf zwei neuen Gleisen entlang der Autobahn verlaufen.

Rastatter Tunnel soll 2026 öffnen

Zwei große Tunnelprojekte auf der Strecke sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Der gut vier Kilometer lange Bahntunnel in Rastatt soll Ende 2026 in Betrieb genommen werden. Durch das Bauwerk sollen Züge das Stadtgebiet künftig unterqueren können, um Anwohner und Anwohnerinnen vom Lärm vorbeifahrender Züge zu entlasten.

Für den rund elf Kilometer langen Tunnel in Offenburg braucht die Bahn erst einmal Baurecht, wie der verantwortliche Projektleiter Frank Roser sagte. Nach der sogenannten Offenlage der Pläne wolle die DB im neuen Jahr alle Einwendungen beantworten. «Es wird sicher einige Hundert Einwendungen geben. Das ist aber im Vergleich zu Projekten ähnlicher Größenordnung wenig – denn mit der Untertunnelung von Offenburg erfüllen wir eine Kernforderung der Region», sagte Roser. Für das Projekt werde ein Baubeginn im Jahr 2028 angepeilt.

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Ausbau der Rheintalbahn: Reisende sollen künftig Zeit sparen https://www.die-neue-welle.de/ausbau-der-rheintalbahn-reisende-sollen-kuenftig-zeit-sparen-498162/ Wed, 20 Sep 2023 11:34:27 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=498162 Nach dem milliardenschweren Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel werden Fahrgäste künftig Zeit sparen. Die Reisezeit werde sich in der Region um durchschnittlich fünf Minuten verkürzen – bei bestimmten Verbindungen seien sogar bis zu 15 Minuten möglich, sagte der verantwortliche Projektleiter der Deutschen Bahn, Philipp Langefeld.

Von Basel nach Karlsruhe in 70 Minuten

Basel solle im Fernverkehr von Karlsruhe aus in rund 70 Minuten erreichbar sein, bisher sind es laut Fahrplan rund 90 Minuten. Die Bahn verspricht sich auch pünktlichere Züge. Der Bund und DB investieren rund 14,2 Milliarden Euro in den Aus- und Neubau der rund 200 Kilometer langen Strecke im Rheintal. «Wir wollen 2042 fertig sein», sagte der für die Projektkommunikation zuständige DB-Manager Christoph Klenert. Es sei wegen Protesten in der Region gegen das Projekt zu teilweise erheblichen Verzögerungen gekommen – nun solle beispielsweise der Güterverkehr südlich von Offenburg (Ortenaukreis) parallel zur Autobahn verlaufen.

Region profitiert

Die Bahn stellte eine wissenschaftliche Studie vor, wonach die Region schon während der Bauphase erheblich von den Investitionen profitieren wird. Der Effekt pro Jahr wurde auf zusammen rund 300 Millionen Euro beziffert – das betreffe Bauunternehmen, Dienstleister und Industriebetriebe.

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Zu viele Unfälle: Radfahren in Karlsruher Kaiserstraße verboten https://www.die-neue-welle.de/zu-viele-unfaelle-radfahren-in-karlsruher-kaiserstrasse-verboten-415689/ Wed, 26 Jul 2023 13:53:40 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/zu-viele-unfaelle-radfahren-in-karlsruher-kaiserstrasse-verboten-415689/ Karlsruhe (pm/svs) – Radfahrer müssen künftig den Drahtesel stehen lassen, wenn sie in der Karlsruher Fußgängerzone, in der Kaiserstraße unterwegs sind. Überqueren dürfen sie die Kaiserstraße allerdings noch. Das Radverbot war notwendig, weil es einfach zu viele Unfälle, wegen der noch liegenden Schienen gegeben hat.

Unfallschwerpunkt Schienen

Nach Ende des Schienenverkehrs auf der Kaiserstraße hat sich dort ein Unfallschwerpunkt entwickelt. Im Streckenabschnitt der Kaiserstraße, zwischen Karlstraße und Waldhornstraße, verzeichnete die Polizei viele Unfälle mit Radbeteiligung. Insgesamt wurden im Bewertungszeitraum 30 Personen verletzt. Drei davon schwer. Hauptunfallursache ist dabei, dass Radfahrende alleinbeteiligt in den Schienenbereichen zu Fall kommen.

Radverkehr verboten

Zunächst wurde geprüft, ob bauliche Maßnahmen möglich sind, um die Sturzgefahr im Bereich der Gleise zu vermindern. Die Schienen und die darin verbauten Senkkästen dienen jedoch weiterhin der Ableitung von Oberflächenwasser in der Kaiserstraße. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadtverwaltung in enger Absprache mit der Polizei dazu entschieden, den ausnahmsweise zulässigen Radverkehr in der Fußgängerzone der Kaiserstraße zu verbieten. Die Sperrung betrifft dabei ausschließlich ein Befahren der Fußgängerzone in Ost-West beziehungsweise West-Ost Richtung. Ein Queren der Kaiserstraße in den Fächerstraßen wird weiterhin erlaubt sein.

 

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Sinzheim: Betonplatte auf Schienen – Polizei sucht Hinweise https://www.die-neue-welle.de/sinzheim-betonplatte-auf-schienen-polizei-sucht-hinweise-390924/ Tue, 30 May 2023 09:13:28 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/sinzheim-betonplatte-auf-schienen-polizei-sucht-hinweise-390924/ Sinzheim (pol/tk) – Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Unbekannte Täter haben in Sinzheim eine Betonplatte auf die Schienen gelegt.

Beton-Abdeckung auf den Gleisen

Bislang Unbekannte haben am Montagabend im Haltepunkt Sinzheim Nord eine 40 mal 40 Zentimeter große Betonplatte auf die Gleise der Rheintalbahn gelegt. Hierbei handelte es sich vermutlich um eine Abdeckung eines Kabelkanals.

Zug fährt darüber

Die Platte wurde gegen 21:50 Uhr von einem Güterzug überfahren. Hierdurch wurde die Lok beschädigt und musste durch einen Wagenmeister der DB untersucht werden. Die Höhe des Sachschadens muss noch ermittelt werden. Es gibt keine Hinweise auf mögliche Tatverdächtige. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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