Russland – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Fri, 07 Mar 2025 06:49:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Insolventer Flugtaxi-Hersteller Volocopter findet einen Käufer https://www.die-neue-welle.de/insolventer-flugtaxi-hersteller-volocopter-findet-einen-kaeufer-1348466/ Fri, 07 Mar 2025 05:33:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1348466 Bruchsal (tk) – Nach einem Bericht der „WirtschaftWoche“ plant der österreichische Flugzeugbauer Diamond Aircraft das Bruchsaler Start-up zu übernehmen. Zu welchem Preis ist noch unklar.

Insolvenzverfahren eröffnet

Am vergangenen Samstag ist das Insolvenzverfahren gegen Volocopter eröffnet worden. Das Bruchsaler Unternehmen hat es nicht geschafft, in die geplante Serienproduktion und den Betrieb seiner elektrisch betriebenen Flugtaxis zu kommen. Ein Hauptgrund: es fehlt die Flugzulassung der EU für Flugtaxis.

Stellenabbau befürchtet

Nun soll Volocopter einen Investor gefunden haben. Wie die „WirtschaftsWoche“ berichtet, will der Diamond Aircraft aus Österreich die Bruchsaler kaufen. Über einen Kaufpreis wurde zunächst nichts bekant. Doch laut Informationen des SWR sollen von rund 500 Beschäftigten in Bruchsal nur 160 am Standort übernommen werden.

Zwielichtige Geschäfte

Diamond Aircraft produziert Kleinflugzeuge und Motorsegler. CDU-Chef und passionierter Freizeitpilot Friedrich Merz zum Beispiel fliegt ein Modell der Österreicher. Hinter Diamond Aircraft steht wiederum die chinesische Flugzeugteile-Firma Wanfeng Aviation Industry. Der Konzern steht im Verdacht, Diamond-Flugzeuge trotz EU-Sanktionen an Russland verkauft zu haben.

]]>
Drei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine: Solidaritätskundgebung in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/drei-jahre-nach-kriegsbeginn-in-der-ukraine-solidaritaetskundgebung-in-karlsruhe-1324877/ Mon, 24 Feb 2025 04:17:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1324877 Karlsruhe (pm) – Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ruft der Deutsch-Ukrainische Verein e.V. zur Solidaritätskundgebung „Solidarität mit der Ukraine = Frieden und Stabilität in Europa“ auf. Die Veranstaltung findet am 24. Februar 2025 von 17:30 bis 19:30 Uhr auf dem Marktplatz Karlsruhe statt. Ziel ist es, an die Opfer des Krieges zu erinnern, die Unterstützung der Ukraine zu betonen und ein starkes Zeichen für Frieden und Demokratie in Europa zu setzen.

Drei Jahre Krieg – Europa in der Verantwortung

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wurde nicht nur das Land selbst, sondern auch die europäische Sicherheit massiv erschüttert. Doch die Aggression begann bereits 2014 mit der Annexion der Krim und dem Krieg in der Ostukraine. Der Verein betont, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen handeln müsse, um demokratische Werte und die territoriale Integrität Europas zu verteidigen.

Russlands Strategie sei nicht nur auf die Zerstörung der Ukraine als souveränen Staat ausgerichtet, sondern auch auf die Destabilisierung der Europäischen Union durch hybride Kriegsführung, politische Einflussnahme und gezielte Desinformation. Die engen Kooperationen mit autoritären Regimen wie Nordkorea, Iran und China verschärfen die geopolitische Lage zusätzlich.

Dank an die Helfer in Karlsruhe

Während der letzten drei Jahre haben viele Menschen in Deutschland Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen und humanitäre Hilfe geleistet. Der Verein „Ukrainer in Karlsruhe“ war dabei eine zentrale Drehscheibe für Unterstützung und Hilfstransporte in die Ukraine.

„In dunklen Zeiten kann man helle Menschen deutlich sehen“, zitiert der Verein den Schriftsteller Erich Maria Remarque und dankt allen, die sich für die Menschen in der Ukraine einsetzen – von privaten Helfern bis hin zu staatlichen Institutionen.

Warum es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen

Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch die Sicherheit Europas. Der Krieg hat sich längst zu einem brutalen Angriff auf zivile Strukturen entwickelt: Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Versorgungsinfrastruktur werden gezielt bombardiert.

Die Kundgebung in Karlsruhe soll ein klares Zeichen setzen: Für die Ukraine, für die Demokratie und gegen Diktatur und Krieg. Alle Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren wollen, sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

]]>
Baden-Württemberg feiert den Tag der Schokolade mit Exportrekord https://www.die-neue-welle.de/baden-wuerttemberg-feiert-den-tag-der-schokolade-mit-exportrekord-909924/ Fri, 05 Jul 2024 11:16:42 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=909924 Fellbach (dpa/dk) – Pünktlich zum Tag der Schokolade gibt es süße Nachrichten aus dem Südwesten Deutschlands: Baden-Württemberg hat im Jahr 2023 deutlich mehr Schokolade ins Ausland exportiert.

Exportsteigerung von 15,3 Prozent

Baden-württembergische Unternehmen haben im vergangenen Jahr rund 196,7 Millionen Kilogramm Schokolade und kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen im Wert von rund 952 Millionen Euro exportiert. Das entspricht einer Steigerung von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Landesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse der Außenhandelsstatistik mitteilte.

Polen als größter Abnehmer

Mit 26,4 Millionen Kilogramm war Polen der größte Abnehmer von Schokolade aus Baden-Württemberg im Jahr 2023. Das entspricht einer erheblichen Menge an süßen Köstlichkeiten, die ins Nachbarland geliefert wurden.

Wichtige Abnehmer außerhalb der EU

Auch außerhalb des EU-Binnenmarktes fand die Schokolade aus dem Südwesten ihre Liebhaber. Russland importierte 15 Millionen Kilogramm, was etwa 8 Prozent des Gesamtexports ausmacht. Das Vereinigte Königreich folgte mit 7,3 Millionen Kilogramm, rund 4 Prozent der Gesamtmenge.

Während Baden-Württemberg oft für seine Automobilindustrie bekannt ist, zeigt sich einmal mehr, dass die Region auch im Bereich der Süßwarenproduktion glänzen kann. Diese positive Entwicklung im Export von Schokolade und kakaohaltigen Produkten unterstreicht die Bedeutung der süßen Branche für die Wirtschaft des Landes.

]]>
Mögliche Friedensgespräche? Baden-Baden enttäuscht über Antwort https://www.die-neue-welle.de/moegliche-friedensgespraeche-baden-baden-enttaeuscht-ueber-antwort-626097/ Wed, 20 Dec 2023 13:28:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=626097 Baden-Baden (dpa/dk) – Baden-Baden als Ort für Friedengespräche zwischen der Ukraine und Russland – so hat es sich zumindest Oberbürgermeister Dietmar Späth gewünscht. Daraus wird aber wohl nichts – der Rathauschef zeigt sich darüber enttäuscht.

Kurstadt enttäuscht

In der Debatte um Baden-Baden als Ort für mögliche Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland zeigt sich die Kurstadt über eine Antwort aus Berlin enttäuscht. «Es ist richtig, dass das Auswärtige Amt zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf mein Angebot zu Friedensgesprächen in Baden-Baden eingeht», teilte Oberbürgermeister Dietmar Späth am Mittwoch mit. «Ich hätte mir eine andere Antwort auf unsere Initiative gewünscht», zitierte die Stadt den parteilosen Rathauschef. Zuvor berichteten mehrere Medien.

Begegnungsort für die ganze Welt

Späth hatte im Sommer angekündigt, Baden-Baden bei der Bundesregierung auch offiziell als Ort für Friedensgespräche ins Gespräch zu bringen. Die traditionsreiche Kommune am Westrand des Schwarzwalds sei auch aus historischer Sicht ein «Begegnungsort für die ganze Welt» und «friedlicher Treffpunkt», an dem viele Persönlichkeiten zu Gast gewesen seien, sagte Späth im August den «Badischen Neuesten Nachrichten».

Neuer Versuch im nächsten Jahr

Späth sagte nun: «Wir alle müssen großes Interesse daran haben, dass dieser furchtbare Angriffskrieg beendet wird.» Baden-Baden stehe weiter zur Verfügung.

Im neuen Jahr werde ich Berlin gegebenenfalls wieder auf das Angebot hinweisen,

erklärte der Lokalpolitiker. Die Ukraine führt seit fast 22 Monaten einen Abwehrkampf gegen eine russische Invasion. Zuletzt musste Kiew dabei Rückschläge hinnehmen. Größere Gebiete konnte die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive nicht befreien, stattdessen stehen die eigenen Truppen wieder verstärkt unter dem Druck des russischen Militärs. Zugleich ist im Westen die Unterstützung für das überfallene Land deutlich geringer geworden.

]]>
Baden-Württemberg exportiert das meiste Bier nach China und Russland https://www.die-neue-welle.de/baden-wuerttemberg-exportiert-das-meiste-bier-nach-china-und-russland-387975/ Fri, 21 Apr 2023 09:34:59 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/baden-wuerttemberg-exportiert-das-meiste-bier-nach-china-und-russland-387975/

Während im Ausland in Italien das meiste Geld für Bier aus Baden-Württemberg ausgegeben wird, gehen die größten Mengen nach China und Russland. Wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte, exportierten Brauer aus dem Südwesten im vergangenen Jahr 18 Prozent des Bieres nach China und – trotz des Ukrainekrieges – 15,5 Prozent nach Russland.

Höchster Umsatz in Italien

Den höchsten Umsatz im Ausland erzielten baden-württembergische Brauereien aber mit Bierlieferungen nach Italien. 15,3 Millionen Euro erhielten sie aus dem Land. Mit 13,9 Millionen Euro lag China beim Umsatz auf Platz 2, gefolgt von Frankreich und Russland.

88,7 Millionen Euro durch Bierexport

Der Bierexport spülte insgesamt 88,7 Millionen Euro in die Kassen – 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Von der Menge her verringerten sich die Exporte um 8,9 Prozent auf 131,5 Millionen Liter. Unter den Bundesländern stand Baden-Württemberg 2022 beim Bierexport nach Bayern, Nordrhein-Westfalen und Bremen an vierter Stelle.

]]>
ADAC ruft zum Spritsparen und zu weniger Autofahrten auf https://www.die-neue-welle.de/adac-ruft-zum-spritsparen-und-zu-weniger-autofahrten-auf-368328/ Wed, 27 Apr 2022 09:36:26 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/adac-ruft-zum-spritsparen-und-zu-weniger-autofahrten-auf-368328/ München (dpa/lk) – Angesichts des Ukraine-Krieges ruft der ADAC seine Mitglieder zum Spritsparen auf. Diese sollten prüfen, ob sie auf einzelne Fahrten verzichten könnten und spritsparend fahren, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Text der Präsidiumsmitglieder Christian Reinicke und Gerhard Hillebrand. Er ist der Auftakt einer Kampagne, die der Verkehrsclub über seine eigenen Kanäle spielen will.

Abhängigkeit von Russland reduzieren

Ziel der Kampagne ist es, die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energieimporten zu reduzieren. Dazu könne jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Zudem hätte eine sinkende Nachfrage sicherlich auch dämpfende Auswirkungen auf die Spritpreise – auch wenn Reinicke und Hillebrand diesen Aspekt nicht ansprechen.

Auf ÖPNV, Rad oder zu Fuß umsteigen

In dem offenen Brief an die rund 21 Millionen Mitglieder des ADAC heißt es unter anderem: „Wer einen guten Zugang zu Angeboten des öffentlichen Verkehrs hat, sollte diese verstärkt nutzen. Auch mit dem Rad oder zu Fuß lassen sich manche Wege zurücklegen.“ Zudem rufen sie die Menschen auf, spritsparend zu fahren: „Dabei spielt die Geschwindigkeit eine große Rolle. Wichtig ist aber auch vorausschauendes und gleichmäßiges Fahren.“ Dadurch lasse sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken.

Spritsparend und vorausschauend fahren

In einer Umfrage des Verkehrsclubs unter gut 1.000 Autofahrern ab 18 Jahren, die an mindestens 10 Tagen im Monat selbst fahren, sagte knapp die Hälfte, im Vergleich zu vor einigen Monaten gelegentlich auf Fahrten zu verzichten, um Energie und Kosten zu sparen. 60 Prozent sagten zudem, es sei ihnen gelungen, durch spritsparende Fahrweise ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

]]>
Antirussische Schmierereien in Schwetzingen https://www.die-neue-welle.de/antirussische-schmierereien-in-schwetzingen-367305/ Wed, 06 Apr 2022 11:47:51 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/antirussische-schmierereien-in-schwetzingen-367305/ Schwetzingen (dpa/lsw) – Mit roter Farbe sind zum Teil antirussische Botschaften an private Hauswände, Garagen und einen Supermarkt in Schwetzingen geschmiert worden.

Ein Meter hoch und sieben Meter breit

Die bis zu einem Meter hohen und bis zu sieben Metern breiten Schmierereien wurden von zunächst Unbekannten angebracht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. An mindestens sechs Stellen in der Innenstadt und Nordstadt fanden die Ermittler die Buchstaben.

Ermittlungen aufgenommen

Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeidirektion nahm die Ermittlungen auf und suchte nach Zeugen. Die Höhe des Schadens durch die Schmierereien in der Nacht zum Dienstag, war zunächst unklar.

]]>
Bislang über 50 000 Menschen aus der Ukraine im Südwesten https://www.die-neue-welle.de/bislang-ueber-50-000-menschen-aus-der-ukraine-im-suedwesten-367146/ Mon, 04 Apr 2022 11:36:26 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/bislang-ueber-50-000-menschen-aus-der-ukraine-im-suedwesten-367146/ Region (dpa/lsw) – In Baden-Württemberg sollen nach Schätzungen des Justizministeriums bislang mehr als 50 000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine Zuflucht gesucht haben. „Einen spürbaren Rückgang der Zahlen nehmen wir in Baden-Württemberg derzeit noch nicht wahr“, sagte Justizministerin Marion Gentges (CDU) am Montag in Stuttgart.

Tatsächliche Zahl unklar

Ihrem Haus seien von den Regierungspräsidien bislang insgesamt 46 251 Flüchtende aus der Ukraine gemeldet worden (Stand 4.4.2022). Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine können allerdings ohne Visum einreisen. Ihre tatsächliche Zahl dürfte daher höher sein. Viele sind bisher privat bei Freunden oder Verwandten untergekommen.

Zahl der Flüchtlinge steigt in den nächsten Wochen deutlich

In den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sind seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar etwas mehr als 12 000 Flüchtende aus dem umkämpften Land angekommen, wie es weiter hieß. Untergebracht seien dort derzeit knapp 7600 Menschen, davon mehr als 3800 Menschen aus der Ukraine. Das Land war am 24. Februar von russischen Truppen angegriffen worden. Gentges rechnet weiter damit, dass die Zahl der Flüchtenden in den nächsten Wochen deutlich steigen wird.

]]>
100 Flüchtlinge in Pforzheimer Jahnhalle einquartiert https://www.die-neue-welle.de/100-fluechtlinge-in-pforzheimer-jahnhalle-einquartiert-367008/ Fri, 01 Apr 2022 08:05:43 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/100-fluechtlinge-in-pforzheimer-jahnhalle-einquartiert-367008/ Pforzheim (pm/mt) – Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine ist in der Jahnhalle in den letzten Tagen stark angestiegen. Mittlerweile wurden dort 100 Menschen einquartiert, die teils über Zuweisungen aus der Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe, teils aber auch auf privatem Wege in der Halle angekommen sind.

Situation hat sich schlagartig verändert

„Nachdem es in der letzten Woche in den Unterkünften eher ruhig gewesen ist und wir die wenigen Personen dort auch immer zeitnah in andere Unterkünfte vermitteln konnten, hat sich die Situation nun schlagartig verändert“, stellt Oberbürgermeister Peter Boch fest. Konkret wurden der Stadt Pforzheim am Mittwochvormittag 40 Menschen aus der Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe zugewiesen, nachdem bereits im Laufe des Montags und Dienstags schon verstärkt einzelne Familien in der Halle aufgenommen worden waren. Hinzu kamen Dienstagnacht weitere 20 Personen, die von einem privat organisierten Bus ohne Vorankündigung an die Jahnhalle gebracht wurden.

Ehrenamtliche Engagement sollte abgestimmt erfolgen

Oberbürgermeister Peter Boch ist sich daher mit seinem Sozialdezernenten Frank Fillbrunn einig: „Das große ehrenamtliche Engagement sollte immer abgestimmt erfolgen, damit eine gleichmäßige Auslastung der kommunalen Unterbringungskapazitäten möglich ist.“ Die Stadt Pforzheim treibe weiterhin sowohl den Ausbau der wenigen noch nicht ausgestatteten Wohnungen in der Paul-Löbe-Straße voran und bereite die Anmietung weiterer anderer geeigneter Unterkünfte vor. „Es ist aber klar, dass die Menschen, die sich nun in der Jahnhalle befinden, – anders als bisher – notgedrungen länger als nur zwei oder drei Tage dort werden bleiben müssen“, so die beiden Dezernenten. Mit nun 100 Menschen ist die Kapazität der Jahnhalle auch soweit ausgelastet, dass die Belegung der Bergdorfhalle in zeitliche Nähe rückt.

940 Flüchtlinge in Pforzheim registriert

Insgesamt sind mittlerweile 940 ukrainische Flüchtlinge in der Gesamtstadt registriert. Sehr viele davon wohnen nach wie vor privat, weshalb es eine gewisse Dunkelziffer nicht gemeldeter Personen gibt. Schon jetzt erhalten 808 Geflüchtete aus der Ukraine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, insgesamt ist damit im Leistungsbereich der Höhepunkt der Geflüchtetenkrise 2015/16 schon nach wenigen Wochen überschritten.

Gleichmäßige Verteilung notwendig

„Die Welle der Hilfsbereitschaft und die Unterstützung aus der Stadtgesellschaft sind nach wie vor riesengroß. Dafür sind wir sehr dankbar“, so der Oberbürgermeister. „Mit diesem Rückhalt aus der Bürgerschaft, den wir verspüren, nehmen wir die Menschen hier auch sehr gerne auf und zeigen uns solidarisch, angesichts dieses menschenverachtenden Angriffskriegs Putins.“ Dennoch sei es wichtig, dass dies in geordneten Bahnen verlaufe, nicht zuletzt auch für die Menschen selbst. Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn ergänzt: „Es ist wichtig, dass eine gleichmäßige Verteilung auf alle Kreise und Kommunen in Baden-Württemberg gelingt, damit Kapazitäten nicht in kürzester Zeit ausgeschöpft sind.“ Das Land Baden-Württemberg spricht derzeit von 35.000 registrierten ukrainischen Geflüchteten in Baden-Württemberg. Bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Kreise und Kommunen entspräche dies für Pforzheim ca. 450 Menschen. „Mit 940 Menschen aus der Ukraine in unserer Stadt zeigen wir Pforzheimerinnen und Pforzheimer bereits eine enorme Solidarität“, stellt Frank Fillbrunn heraus.

Anmietung von Wohnraums weiter angetrieben

Neben dem Ausbau der wenigen noch nicht ausgestatteten Wohnungen in der Paul-Löbe-Straße bereitet die Stadt Pforzheim die Anmietung weiterer anderer geeigneter Unterkünfte vor, unter anderem ein für Studierende gedachter Neubau mit Wohnraum für 150 Personen und ein ehemaliges Fitnessstudio als Alternative zu einer weiteren Hallenbelegung mit 80 Feldbettplätzen. Zudem werden fortlaufend verschiedenste Immobilien besichtigt und Angebote eingeholt, aber auch die Anmietung von Containern und potentielle Standorte dafür geprüft. Sorge bereitet allerdings auch in Pforzheim, wie auch in anderen Städten, die bereits schwierige Situation am Wohnungsmarkt. Alle Informationen für Flüchtlinge sowie Helfer sind hier gebündelt.

]]>
Diesjährige „Earth Hour“ setzt Zeichen für Frieden in Europa https://www.die-neue-welle.de/diesjaehrige-earth-hour-setzt-zeichen-fuer-frieden-in-europa-366345/ Fri, 25 Mar 2022 08:40:49 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/diesjaehrige-earth-hour-setzt-zeichen-fuer-frieden-in-europa-366345/ Region (dpa/pm/lk/mt) – In Baden-Württemberg wollen sich am Samstag zahlreiche Städte und Gemeinden an der Licht-Aus-Aktion „Earth Hour“ beteiligen. Dieses Jahr soll nicht nur ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden, sondern auch für den Frieden in der Ukraine, in Europa und auf der ganzen Welt.

Städte und Gemeinden aus der Region beteiligen sich

In zahlreichen Südwest-Kommunen soll am Samstagabend das Licht für den Klimaschutz ausgehen. Auch bei uns in der Region beteiligen sich die Städte und Gemeinden. In Baden-Baden gehen viele Lichter in der ganzen Stadt aus. So bleiben beispielsweise das Kurhaus, die Trinkhalle oder das Theater dunkel. Bühl verzichtet auf das Anstrahlen der Kirchen sowie des Rathausturms und der Burgruine. In Bruchsal wird die Beleuchtung am Bergfried, am Damianstor, an der Hofkirche sowie am Schlossareal ausgeschaltet. In Karlsruhe beteiligen sich zusätzlich auch verschiedene Unternehmen an der Aktion wie Michelin, das sein Leucht-Logo ausmacht. In Horb bleibt die Stiftskirche für eine Stunde unbeleuchtet. Landau knipst das die Beleuchtung im Rathaus, der Villa Streccius und im Alten Kaufhaus aus. Licht aus, aber Kerzen an, heißt es rund um den Rastatter Marktplatz. Dort werden nämlich von 10 bis 13 Uhr kostenlose Teelichter verteilt. Der Enzkreis schaltet eine Stunde lang die Lichter des Enzkreisschriftzuges am Landratsamt I und in der Eingangshalle ab und Pforzheim die Lichter an sämtlichen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Weltweit bleibt eine Stunde lang das Licht aus

Mit der Aktion „Earth Hour“ will die Umweltstiftung WWF am Samstagabend auf die Bedrohungen in Folge des Klimawandels aufmerksam machen und ein gemeinsames Zeichen für den Frieden in der Ukraine, in Europa und auf der ganzen Welt senden. Um 20.30 Uhr soll daher rund um den Globus eine Stunde lang das Licht ausgeschaltet werden. Bundesweit haben bisher über 640 Städte und Gemeinden ihre Teilnahme angekündigt. Auch an berühmten Sehenswürdigkeiten, wie etwa am Big Ben in London, der Christusstatue in Rio de Janeiro, der chinesische Mauer bis hin zum Schloss Neuschwanstein, dem Kölner Dom und am Brandenburger Tor soll am Samstag für eine Stunde Dunkelheit herrschen. Wer sich hier in der Region alles an der „Earth Hour“ 2022 beteiligt, finden Sie hier.

]]>