öffentlicher Dienst – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 29 Jan 2026 09:36:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Warnstreik an Schulen im Südwesten – Diese Folgen drohen https://www.die-neue-welle.de/warnstreik-an-schulen-im-suedwesten-diese-folgen-drohen-1851063/ Thu, 29 Jan 2026 03:34:36 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1851063

Mannheim (dpa/tk) – Heute rufen Gewerkschaften zum Bildungsstreik auf. Eine zentrale Kundgebung ist in Mannheim – obwohl die Mehrheit der Lehrkräfte gar nicht streiken darf.

GEW ruft zum Warnstreik auf

Schüler und Eltern in Baden-Württemberg müssen sich heute auf den Ausfall einzelner Unterrichtsstunden einstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft bundesweit im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks auf – darunter auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten.

Das Kultusministerium kann die Auswirkungen nicht genau vorhersagen, geht aber davon aus, dass es keine größeren Ausfälle an den Schulen gibt. Es seien lediglich rund zehn Prozent der rund 120.000 Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten angestellt. Der Rest ist verbeamtet und hat kein Streikrecht.

Kundgebung in Mannheim

Die Streikenden im Südwesten treffen sich am Donnerstag zu einer Kundgebung in Mannheim, bei der die GEW bis zu 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet – auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Geplant sind eine Kundgebung vor dem Schloss, ein Demonstrationszug sowie eine weitere Kundgebung vor dem Wasserturm.

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Bundesweit geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Personen betroffen sind.

]]>
Warnstreiks im öffentlichen Dienst – auch in Calw https://www.die-neue-welle.de/warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-auch-in-calw-1845522/ Wed, 21 Jan 2026 05:15:17 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1845522 Calw (pm/tk) – Auch in der zweiten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder hat es keine Tarifeinigung gegeben. Die Gewerkschaft ver.di weitet daher ihre Warnstreiks in Baden-Württemberg aus. Nach Arbeitsniederlegungen gestern in Stuttgart wird heute am Zentrum für Psychiatrie in Calw gestreikt.

Warnstreik und Kundgebung in Calw

ver.di Baden-Württemberg kündigt eine deutliche Ausweitung der Warnstreiks bis zur dritten Verhandlungsrunde Mitte Februar an. Hanna Binder, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin, sagte nach den Verhandlungen in Potsdam: „Die Arbeitgeber sind offensichtlich angetreten, den öffentlichen Dienst der Länder bei der Bezahlung dauerhaft von den Kommunen zu entkoppeln. Damit würden wir Einkommensunterschiede von teilweise mehreren hundert Euro im Monat zementieren.“

Die Gewerkschaft ruft heute zum ganztägigen Warnstreik am Zentrum für Psychiatrie in Calw auf. Die Tagesklinik bleibt deswegen voraussichtlich geschlossen. Ein Notdienst werde gewährleistet, versichert ver.di. Am Vormittag ist ein Streik-Kundgebung direkt vor dem Haupteingang geplant.

Ver.di fordert sieben Prozent

In der Tarif- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder fordert ver.di sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

Länder lehnen ab

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder weist die Forderungen als «völlig überzogen» ab. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), verweist bei der Ablehnung der Ursprungsforderungen auf die angespannten Länderhaushalte. Er erinnert zudem daran, dass die Inflation zuletzt deutlich zurückgegangen sei.

]]>
Warnstreiks im öffentlichen Dienst am Dienstag und Mittwoch https://www.die-neue-welle.de/warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-am-dienstag-und-mittwoch-1841555/ Tue, 13 Jan 2026 04:59:36 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1841555 Karlsruhe (pm/tk) – Die Gewerkschaft ver.di ruft im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg unmittelbar vor der zweiten Verhandlungsrunde zu weiteren Warnstreiks auf.

Streiks an Unis und Ämtern

Nachdem bereits vor Weihnachten an den beiden Staatstheatern in Stuttgart und Karlsruhe gestreikt wurde, ruft die Gewerkschaft heute im Raum Esslingen und am Mittwoch in Tübingen, Karlsruhe und Mannheim zu Arbeitsniederlegungen auf. ver.di rechnet insgesamt mit mehreren hundert Streikenden. Betroffen sind vor allem die jeweiligen Universitäten, Hochschulen und Studierendenwerke sowie weitere Einrichtungen des Landes.

Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind keine überflüssige Bürokratie, sie sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens. Wir erwarten von den Arbeitgebern am Donnerstag ein klares Bekenntnis zu ihrem Personal. Wer den Wirtschaftsstandort stärken will, darf nicht den öffentlichen Dienst schwächen.“

Bestreikt werden unter anderem das Regierungspräsidium Karlsruhe und das KIT.

Verdi fordert 7 Prozent mehr Gehalt

In der Tarif- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder fordert ver.di sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

In Baden-Württemberg gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamtes insgesamt gut 110.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194.000 indirekt betroffene Beamt:innen.

]]>
So gut wie keine Busse und Bahnen: Heute wieder Streik im ÖPNV https://www.die-neue-welle.de/streik-im-oepnv-am-dienstag-1351742/ Mon, 10 Mar 2025 05:07:29 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1351742 Region (pm/tk) – Die Streikwelle rollt weiter: Am heutigen Dienstag ruft die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik bei Bussen und Bahnen der Region auf. In Karlsruhe fallen sämtliche Tram- und Buslinien aus. In Baden-Baden sind neben dem Busverkehr auch die Merkurbergbahn und das KVV-Kundenzentrum am Augustaplatz betroffen. Außerdem bleibt das Karlsruher Fächerbad am Dienstag zu.

Streik in Karlsruhe

Sämtliche Tram- und Bus-Linien der VBK sind vom Streik betroffen, inklusive der S2 von und nach Stutensee-Spöck. Die anderen AVG-Stadtbahnen in Karlsruhe werden NICHT bestreikt! Sie bedienen auch viele Haltestellen in Karlsruhe. Einige Buslinien von Subunternehmern (SWEG, Lauk und Cramer) verkehren im Stadtgebiet mit einem eingeschränkten Angebot wie folgt:

Linie 30: Die Busse verkehren im 30-Minuten-Takt von 05:15 Uhr bis 20:00 Uhr sowie im 20/40-Minuten-Takt von 20:00 Uhr bis 01:00 Uhr. Die Fahrten zwischen der Elbinger Straße West und der Europäischen Schule entfallen.

Linie 31: Die Busse verkehren in einem 30-Minuten-Takt von 05:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Es besteht Anschluss an dem Regionalverkehr sowie die AVG-Stadtbahnen an der Haltestelle Durlach Bahnhof.

Linie 39 (KIT): Alle Fahrten zwischen KIT-Campus Süd und KIT-Campus Nord werden durchgeführt.

Linie 44: Nur zwischen Zündhütle und Hohenwettersbach/Bergwald verkehren Busse im 20-Minuten-Takt von 04:30 Uhr bis 01:00 Uhr. Am Zündhütle besteht Anschluss an die Buslinie 47.

Linie 47: Die Busse verkehren im 20-Minuten-Takt von 04:30 Uhr bis 21:00 Uhr sowie im 20/40-Minuten-Takt von 21:00 Uhr bis 01:00 Uhr. Am Zündhütle besteht Anschluss an die Buslinie 44 und am Hauptbahnhof können Fahrgäste in die Stadtbahnen der AVG einsteigen.

Linie 62: Die Busse verkehren im 30-Minuten-Takt von 05:00 Uhr bis 19:30 Uhr sowie im 60-Minuten-Takt von 19:30 Uhr bis 01:00 Uhr. Am Entenfang und Hauptbahnhof können Fahrgäste auf die AVG-Stadtbahnen umsteigen. Am Hauptbahnhof sind auch die Fern- und Regionalzüge sowie die Buslinien 10 und 47 erreichbar.

Linie 73: Die Busse verkehren in einem 30-Minuten-Takt von 05:30 Uhr bis 01:15 Uhr. Am Europaplatz können Fahrgäste auf die AVG-Stadtbahnen umsteigen.

Shuttle-Verkehre KIT: Die Shuttle-Verkehre am KIT sowie die Fahrt der Linie 27 ab Rudolf-Link-Straße (ab 06:55
Uhr) zum Durlach Bahnhof werden regulär durchgeführt.

Folgende SEV-Linien sind im reduzierten Angebot weiterhin unterwegs (Es entfällt jeweils ein VBK-Bus):

SEV 10 (Rüppurrer Straße): Im 10/20-Minuten-Takt von 05:15 Uhr bis 20:00 Uhr sowie im 20-Minuten-Takt von 20:00 Uhr
bis 01:00 Uhr. Die Stadtbahnen der AVG sind am Kronenplatz erreichbar. Am Hauptbahnhof sind die Fern- und Regionalzüge, die AVG-Stadtbahnen sowie die Buslinien 47 und 62 erreichbar.

SEV 13 (Daxlanden): Im 10/10/20-Minuten-Takt von 04:30 Uhr bis 21:00 Uhr sowie im 40-Minuten-Takt von 21:00 Uhr bis 01:30 Uhr. Am Entenfang sind die AVG-Stadtbahnen sowie die Buslinie 62 erreichbar.

Alle nicht aufgelisteten Buslinien verkehren am 11. März nicht.

Streik in Baden-Baden

Der Streik der Gewerkschaft ver.di trifft auch die Stadtwerke Baden-Baden. Neben dem Busverkehr sind hiervon auch die Merkurbergbahn sowie das Kundenzentrum am Augustaplatz betroffen.

Die Buslinien 203, 215 und 201E fallen nicht aus und verkehren am Dienstag regulär. Ebenfalls nicht vom Streik betroffen, sind auch die Regionalbuslinien 244, X34, X44, X45, 262 und 292 und das Anruflinientaxi.

Fächerbad und Europabad Karlsruhe geschlossen

Aufgrund eines ganztägigen Warnstreiks bleiben das Fächerbad Karlsruhe sowie die Saunalandschaft leider geschlossen. Hintergrund ist der Aufruf zum Warnstreik im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst.

Trotz der Schließung des öffentlichen Bade- und Saunabereichs können das Schul- und Vereinsschwimmen sowie alle geplanten Kurse wie gewohnt stattfinden

Noch mehr Streik

Einschränkungen und Ausfälle wird es neben dem ÖPNV auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes kommen: Am Dienstag sind erneut Beschäftigte im Städtischen Klinikum Karlsruhe und den Vidia-Kliniken aufgerufen. Bestreikt werden sollen laut ver.di zudem viele Dienststellen in den Landkreisen Karlsruhe, Rastatt, Calw, Freudenstadt und dem Enzkreis. Betroffen sind unter anderem kommunale Verwaltungen, Kitas und Müllabfuhren.

]]>
Verdi ruft zum Warnstreik am Flughafen Stuttgart auf – auch FKB betroffen https://www.die-neue-welle.de/verdi-ruft-zum-warnstreik-am-flughafen-stuttgart-auf-fkb-nicht-betroffen-1348625/ Sun, 09 Mar 2025 16:30:34 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1348625

Stuttgart (dpa/tk) – Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Warnstreiks an 13 deutschen Flughäfen begonnen. Seit Mitternacht sind Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst der Flughafenbetreiber, des Bodenpersonals und der Luftsicherheit im Ausstand. Der Warnstreik soll 24 Stunden dauern.

Warnstreiks noch größer als geplant

Den seit Freitag geplanten Warnstreiks im öffentlichen Dienst sollen sich auch Beschäftigte der Luftsicherheitsbereiche anschließen, wie Verdi am Samstag ankündigte. Diese arbeiten in der Fluggastkontrolle, der Personal-, Waren- und Frachtkontrolle sowie in Service-Bereichen. Für sie wird derzeit ein neuer Manteltarifvertrag mit den Arbeitgebern im Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) verhandelt.

Stuttgart und FKB betroffen

Von den Warnstreiks ist im Südwesten vor allem der Flughafen Stuttgart betroffen. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sind zunächst nur die Beschäftigten des Luftsicherheitsbereichs zum Streik aufgerufen. Passagiere müssen sich dennoch auf Ausfälle und Verspätungen einstellen.

Außerdem bestreikt werden die Airports in Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Frankfurt, München und Weeze.

Massive Ausfälle

Der Flugverkehr wird in weiten Teilen Deutschlands zum Erliegen kommen: Nach einer ersten Schätzung des Flughafenverbands ADV fallen allein wegen des Ausstands im öffentlichen Dienst und bei den Bodenverkehrsdiensten voraussichtlich mehr als 3.400 Flüge aus, und rund 510.000 Passagiere können ihre Reisen nicht wie geplant antreten. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung gibt es derzeit an einem durchschnittlichen Tag rund 6.000 Flugbewegungen an deutschen Flughäfen. Dazu kommen noch rund 3.000 Überflüge im deutschen Luftraum.

Forderungen der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen unter anderem acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber monatlich 350 Euro mehr, sowie drei zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeber legten bisher kein konkretes Angebot vor.

In der Luftsicherheit fordert Verdi unter anderem die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, 30 Tage Urlaub und Zusatzurlaub für Schichtarbeit sowie die freie Arztwahl bei den regelmäßigen verpflichtenden ärztlichen Eignungsuntersuchungen der Beschäftigten.

]]>
Warnstreiks in Kliniken im Südwesten https://www.die-neue-welle.de/warnstreiks-in-kliniken-im-suedwesten-1346474/ Thu, 06 Mar 2025 03:43:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1346474
In rund 20 Kliniken im Südwesten ruft die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks auf. Kranke und Pflegebedürftige müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Notdienste seien vereinbart worden, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Streik in Karlsruhe und Rastatt

Heute ruft Verdi zum Streik am Städtischen Klinikum Karlsruhe, den ViDia-Kliniken sowie dem Klinikum Mittelbaden in Rastatt zu Arbeitsniederlegungen auf. Schon seit gestern sind Beschäftigte von Bund und Kommunen im Klinikverbund Südwest mit seinen Standorten Calw und Nagold im Ausstand.

Verhandlungen nächste Woche

Die nächste Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst ist für Mitte März in Potsdam geplant. Mitte Februar hatte es keine Annäherung gegeben. Verhandelt wird für insgesamt 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland. Eingeschlossen sind zahlreiche Berufsgruppen, darunter auch Erzieherinnen und Erzieher, Krankenpfleger, Busfahrerinnen oder Feuerwehrleute.

Forderung nach mehr Geld und mehr Freizeit

Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage.

Die Arbeitgeber haben diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Für den Bund sitzt Innenministerin Nancy Faeser (SPD) mit am Tisch. Sie hatte bei der vergangenen Runde ernsthafte Verhandlungen versprochen, um eine angemessene Lösung zu finden.

]]>
Verschobene OPs, leere Betten: Verdi ruft auch in Karlsruhe und Rastatt zu Warnstreiks auf https://www.die-neue-welle.de/verschobene-ops-leere-betten-verdi-ruft-auch-in-karlsruhe-und-rastatt-zu-warnstreiks-auf-1342523/ Tue, 04 Mar 2025 03:02:44 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1342523 Karlsruhe/Rastatt (dpa/pm/svs) – Ob bei der Post, im öffentlichen Dienst oder bei der Bahn – Streiks sind wir ja mittlerweile leider schon gewohnt. Diese Woche trifft es Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste – die Gewerkschaft Verdi ruft zum bundesweiten Warnstreik im Gesundheitswesen auf. Am Freitag wird dann auch bei uns in der Region gestreikt – dann sollen die Beschäftigten im Klinikum Mittelbaden in Rastatt sowie im Städtischen Klinikum Karlsruhe und den Karlsruher ViDia-Kliniken in den Ausstand treten.

Mehrtägige Warnstreiks

Patientinnen und Patienten müssen sich ab Mittwoch an einigen Kliniken in Baden-Württemberg auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem bundesweiten Warnstreik in Klinken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten auf. In Baden-Württemberg würde demnach in 20 Kliniken die Arbeit niedergelegt. Betroffen ist etwa das Klinikum Stuttgart oder die Uniklinik Mannheim.Die Gewerkschaft rechnet aufgrund der teilweise mehrtägigen Warnstreiks damit, dass es zu OP- und Bettenschließungen kommt. In allen bestreikten Krankenhäusern gebe es aber Notdienstvereinbarungen zur sicheren Versorgung der Patienten.
«Die Beschäftigten der baden-württembergischen Kliniken arbeiten seit 19 Jahren eine halbe Stunde mehr pro Woche als ihre Kolleg:innen in allen anderen Bundesländern», kritisierte Jakob Becker, der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales. In Baden-Württemberg will die Gewerkschaft wie in allen anderen Bundesländern auch die 38,5-Stunden-Woche erreichen.

Hunderttausende betroffen

Hintergrund ist der Tarifstreit mit Bund und Kommunen. Im Südwesten sind nach Angaben des Kommunalen Arbeitgeberverbands 385.000 Beschäftigte direkt von den Tarifverhandlungen betroffen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes (Stichtag 30. Juni 2023) arbeiten davon rund 248.000 Tarifbeschäftigte bei den Kommunen.

Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Die Tarifverhandlungen werden Mitte März in Potsdam fortgesetzt.

]]>
Busse und Bahnen in der Region stehen still – Streik in Pforzheimer Klinik https://www.die-neue-welle.de/warnstreiks-in-karlsruhe-und-baden-baden-am-freitag-1323203/ Fri, 21 Feb 2025 03:25:14 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1323203 Region (pm/tk) – Heute wird mal wieder gestreikt – und mal wieder trifft es den öffentlichen Nahverkehr. Fast in der gesamten Region fallen Busse und Bahnen aus. Außerdem gibt es in Pforzheim Einschränkungen im Krankenhaus.

Warnstreik im ÖPNV

Da es auch in der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen keine Annäherung gab, ruft die Gewerkschaft Verdi die  Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs zu Warnstreiks auf. In Baden-Württemberg wird deshalb in den sieben kommunalen Nahverkehrsunternehmen ganztägig die Arbeit niedergelegt. Davon betroffen sind auch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Stadtwerke Baden-Baden.

Gleichzeitig ruft Verdi am Freitag im Tarifstreit mit dem privaten Omnibusunternehmen zum Warnstreik auf. Das trifft zusätzlich zahlreiche von externen Anbietern bedienten KVV-Buslinien im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, Enzkreis und dem Kreis Rastatt.

Diese Busse fallen in Baden-Baden aus

Auf den Linien 201, 204, 205, 206, 207, 208, 211, 212, 213, 214, 216 und 218 muss ab Betriebsbeginn bis Betriebsende der Verkehr eingestellt werden. Ebenfalls bestreikt werden die Regionalbuslinien X45, 262 und 292. Auch die Merkur-Bergbahn ist von dem Streik betroffen. Die Linie 203, 215 (mit Ausnahme der Schulfahrten – im Fahrplan mit „S“ gekennzeichnet) und die Fahrten 201E werden bedient. Die Regionalbuslinien 244 und X44 verkehren planmäßig. Das Anruflinientaxi und MYShuttle fahren planmäßig.

Diese Bahnen fallen in der Stadt Karlsruhe aus

In Karlsruhe bleiben alle Trambahnen der VBK am Freitag im Depot. Das bedeutet – alle Bahnen ohne ein S davor fahren den kompletten Tag über nicht. Außerdem fallen auch die Fahrten der Linie S2 aus. Auch Busse fallen aus:

  • Alle VBK-Buslinien (Linien 21, 22, 23, 24, 26, 27, 30, 31, 32, 42, 44, 47, 50, 51, 52, 55, 60, 61 ,62, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 83 sowie 107)
  • Alle Schwimm- und Schulfahrten
  • Der Messe-Express zur Messe art karlsruhe zwischen Karlsruhe Hauptbahnhof und Rheinstetten-Forchheim
  • Alle Nightliner-Fahrten (S2, NL1 bis NL3), bis Samstagmorgen zwischen 03:15 Uhr und 04:45 Uhr die Samstagskurse wieder einsetzen.

Als Alternative können die Fahrgäste auf einigen Streckenabschnitten die Stadtbahnlinien der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) nutzen. Diese bedienen viele Trambahn-Haltestellen in Karlsruhe. Das Schwesterunternehmen der VBK wird am Freitag nicht bestreikt (nur im Raum Heilbronn kommt es bei der AVG zu Fahrtausfällen, nähere Infos hierzu weiter unten).

Diese Busse fallen im Landkreis Karlsruhe aus

  • KVV-Buslinie 101 (Völkersbach – Ettlingen)
  • KVV-Buslinie 102 (Schöllbronn – Ettlingen)
  • KVV-Buslinie 106 (Ettlingen -Rheinstetten)
  • KVV-Buslinie 109 (Ettlingen Stadt – Kleiner Plom)
  • KVV-Buslinie 120 (Spöck – Weingarten)
  • KVV-Buslinie 121 (Büchenau – Blankenloch)
  • KVV-Buslinie 122 (Blankenloch – Weingarten)
  • KVV-Buslinie 123 (Hambrücken – Bruchsal)
  • KVV-Buslinie 124 (Hochstetten – Neudorf)
  • KVV-Buslinie 125 (Spöck – Kirrlach)
  • KVV-Buslinie 125X (Karlsruhe – Spöck – Bruchsal – Waghäusel)
  • KVV-Buslinie 125s (Kirrlach – Spöck)
  • KVV-Buslinie 126 (Waghäusel – Graben)
  • KVV-Buslinie 127 (Wiesental – Philippsburg)
  • KVV-Buslinie 128 (Altlußheim – Waghäusel)
  • KVV-Buslinie 129 (Forst – Ubstadt)
  • KVV-Buslinie 187 (Helmsheim – Spöck)
  • KVV-Buslinie 188 (Bruchsal – Büchenau)
  • KVV-Buslinie 189 (Untergrombach – Bruchsal)
  • KVV-Buslinie 192 (Hochstetten – Rußheim)
  • KVV-Buslinie 193 (Mingolsheim – Rheinsheim)
  • KVV-Buslinie 194 (Rheinhausen – Philippsburg)
  • KVV-Buslinie 195 (Blankenloch – Leopoldshafen)
  • KVV-Buslinie 198 (Graben-Neudorf – Philippsburg)

Diese Busse fallen im Landkreis Rastatt aus

  • KVV-Buslinie 246 (Forbach – Hundsbach)
  • KVV-Buslinie 248 (Langenbrand – Forbach)
  • KVV-Buslinie 262 (Sasbach – Bühl – Steinbach – Sinzheim – Baden-Baden)
  • KVV-Buslinie 263 (Bühl – Hundsbach / Forbach)
  • KVV-Buslinie 264 (Bühl – Hundsbach)
  • KVV-Buslinie 264s (Sasbach – Altschweier)
  • KVV-Buslinie 265 (Bühl – Lauf)
  • KVV-Buslinie 266 (Bühl – Unzhurst)
  • KVV-Buslinie X45 (Baden-Baden – Schwarzwaldhochstraße – Ruhestein)

Diese Busse fallen im Enzkreis aus

Auf den Enzkreis hat der Streik zum Glück keine größeren Auswirkungen. Ausfälle gibt es lediglich auf den Regionalbuslinien 715/717, 666/767 und auf der Schulbuslinie 917.

Streiks bei Helios-Klinikum in Pforzheim schon ab Donnerstag

Nachdem in der vierten Verhandlungsrunde für die rund 1.000 nichtärztlichen Beschäftigten des Klinikums keine Einigung erzielt wurde, legen die Beschäftigten am Donnerstag und Freitag die Arbeit nieder. Die sichere Versorgung der Patienten ist über eine Notdienstvereinbarung gewährleistet.

Um was geht es bei den Tarifverhandlungen?

Verdi und der Beamtenbunds dbb verhandeln mit Bund und Kommunen über Einkommen und Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten. Diese arbeiten nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in Kitas, an Schulen und Universitäten, im Nahverkehr, bei den Abfallbetrieben oder an Flughäfen. Auch Feuerwehrleute und Bundespolizisten gehören dazu.

Die Gewerkschaften wollen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich durchsetzen. In besonders belastenden Jobs wie im Gesundheitsbereich soll es höhere Zuschläge geben. Außerdem wollen die Gewerkschaften drei zusätzliche freie Tage aushandeln, für Gewerkschaftsmitglieder sogar vier. Das alles soll auf flexiblen Arbeitszeitkonten verwaltet werden, sodass man selbst entscheiden kann, ob man sich Überstunden auszahlen lassen oder sie ansammeln will.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab, haben ihrerseits aber noch kein eigenes Angebot vorgelegt.

]]>
Warnstreik bei den Stadtwerken: ver.di ruft Beschäftigte am Donnerstag zum Streik auf https://www.die-neue-welle.de/warnstreik-bei-den-stadtwerken-ver-di-ruft-beschaeftigte-am-donnerstag-zum-streik-auf-1323242/ Wed, 19 Feb 2025 13:30:42 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1323242 Region (pm/dk) – Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Stadtwerke sowie der Wasser- und Abfallwirtschaft am 20. Februar bundesweit zu einem Warnstreik auf. Auch in Baden-Württemberg beteiligen sich zahlreiche Betriebe an den Protesten – darunter die Stadtwerke Karlsruhe, Pforzheim, Rastatt, Ettlingen, Gernsbach, Bad Herrenalb und Baden-Baden.

Hintergrund: Fachkräftemangel und hohe Arbeitsbelastung

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind erneut ohne konkrete Fortschritte geblieben. Nach der zweiten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar sieht ver.di dringenden Handlungsbedarf.

„Die Beschäftigten in den Stadtwerken sowie in der Wasser- und Abfallwirtschaft arbeiten seit Jahren am Limit. Sie müssen die Energiewende, Digitalisierung und Klimafolgenanpassung bewältigen – und das rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen.

Besonders der Fachkräftemangel macht den Unternehmen zu schaffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass inzwischen 92 Prozent der Energieunternehmen Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. In nur einem Jahr ist dieser Anteil um 29 Prozent gestiegen.

„Wir brauchen dringend bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung, um die Qualität der Versorgung zu sichern und die Beschäftigten zu entlasten“, erklärt Schmitz-Dethlefsen.

Welche Bereiche sind betroffen?

Der Streik betrifft bundesweit:

  • Stadtwerke
  • Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebe
  • Müllverbrennungsanlagen

Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger

Direkte Einschränkungen sind zunächst nicht zu erwarten. Die Versorgung mit Strom, Wasser und Wärme soll aufrechterhalten bleiben. ver.di macht jedoch deutlich, dass langfristig nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen eine stabile Versorgung gewährleistet werden kann.

Treffpunkt für Warnstreik in der Region

In Mittelbaden-Nordschwarzwald treffen sich die streikenden Beschäftigten ab 09:00 Uhr auf dem Gelände der Stadtwerke Baden-Baden. Erwartet werden Teilnehmer aus Karlsruhe, Pforzheim, Rastatt, Ettlingen, Gernsbach, Bad Herrenalb und Baden-Baden.

]]>
Streik im öffentlichen Dienst in der Region https://www.die-neue-welle.de/streik-im-oeffentlichen-dienst-in-der-region-1311509/ Tue, 11 Feb 2025 02:06:28 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1311509 Region (pm/tk) – Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes setzt sich die Warnstreikwelle fort: Heute ruft die Gewerkschaft Verdi zum Ausstand in Calw und Freudenstadt auf.

Warnstreik in Calw und Kreis Freudenstadt

Es soll nach Angaben der Gewerkschaft alle Bereiche des öffentlichen Dienstes treffen – zum Beispiel Kitas, Müllabfuhr sowie kommunale Ämter und Dienststellen. Auf dem Marktplatz in Calw ist zudem eine zentrale Kundgebung geplant, um 10 Uhr.

Streiks am Freitag

Für Freitag, den 14. Februar, kündigt Verdi zudem einen Streiktag in Pforzheim an. Die Gewerkschaft plant eine Demo vom Landratsamt Enzkreis ab 09:30 Uhr zum Waisenhausplatz zur dortigen Kundgebung um 10:00 Uhr. Aufgerufen sind alle Kommunen im nördlichen Landkreis Karlsruhe, die Kommunen im Enzkreis, die Stadt Pforzheim, die Stadtwerke Pforzheim, das Theater Pforzheim u.a.

]]>