Natur – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 03 Feb 2026 06:50:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Wolf und Biber – warum die Jagd auf geschützte Tiere nicht hilft https://www.die-neue-welle.de/wolf-und-biber-warum-die-jagd-auf-geschuetzte-tiere-nicht-hilft-1853238/ Tue, 03 Feb 2026 07:48:57 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1853238
Im Streit um den Abschuss geschützter Arten wie Wölfe, Biber oder Saatkrähen warnen fast zwei Dutzend Forscher vor negativen Folgen für Natur und Landwirtschaft. Ein notwendiger Abschuss von Problemtieren werde durch die Aufnahme ins Jagdrecht bürokratischer, schreiben sie in einem Brief an Ministerpräsident Kretschmann und die Spitzenkandidaten im Landtagswahlkampf.

Wissenschaftliche Zweifel an Jagdwirkung

«Für keine der genannten Arten gibt es Belege, dass Bejagung Konflikte mindert», heißt es in dem Schreiben. In wachsenden Populationen würden geschossene Tiere meist rasch ersetzt. Beim Wolf könne ein Abschuss sogar mehr Risse verursachen, wenn Elterntiere getötet und Rudelstrukturen gestört würden – derzeit ist aber beides in Baden-Württemberg nicht der Fall.

Erfolgreicher seien andere Maßnahmen, sagt Mitinitiator Johannes Steidle von der Universität Hohenheim: «Weidehalter in Sachsen-Anhalt nutzen Zäune und Herdenschutzhunde – bei 25.000 Weidetieren gab es in sechs Jahren keine Risse.» Bei Bibern und Rabenvögeln helfe gezieltes Management, etwa mit Biber-Leitfäden oder naturschutzrechtlichen Verfügungen.

Ein Abschuss könne im Einzelfall nötig sein, müsse dann aber unbürokratisch erfolgen. Die Aufnahme ins Jagdgesetz – wie beim Wolf kürzlich geschehen – erschwere das, da zusätzlich die Jagdbehörde beteiligt wäre.

Bedeutung für die Ökosysteme

Die Forschenden betonen auch den Nutzen von Wolf und Biber: Der Wolf fördere durch die Jagd auf Rehe und Hirsche die Verjüngung klimatoleranter Wälder; der Biber unterstütze die Renaturierung von Flüssen und Mooren. «Diese Tiere sind wichtige ökologische Schlüsselarten», sagt Lars Krogmann, Direktor des Naturkundemuseums Stuttgart.

Politischer Streit um das Jagdrecht

In Baden-Württemberg wird heftig über die Aufnahme der Arten ins Jagdrecht gestritten. Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) hat den Wolf Ende Dezember per Verordnung aufgenommen. Während der Landesjagdverband die Maßnahme begrüßt, kritisiert der NABU den Schritt als rechtswidrig und populistisch. Mitte Januar erlaubte die grün-schwarze Regierung zudem den erleichterten Abschuss von Bibern per Verordnung.

Die CDU will Biber und Saatkrähe auch ins Jagdrecht aufnehmen, die Grünen lehnen das aber ab. Derzeit prüft ein Gericht die Genehmigung zum Abschuss eines Wolfs auf der Hornisgrinde bei Freudenstadt. Naturschützer haben dagegen geklagt.

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Elch streift durch den Schwarzwald – wird er heimisch? https://www.die-neue-welle.de/elch-streift-durch-den-schwarzwald-wird-er-heimisch-1752916/ Fri, 10 Oct 2025 02:45:05 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1752916

Offenburg (dpa/tk) – Ein einzelner Elch wurde Kinzigtal gesichtet. Warum Wildtier-Experte Maximilian Lang entspannt bleibt und welche Risiken dennoch bestehen.

Entlaufenes Haustier?

Ein Elch streift durch den Schwarzwald – und könnte dort womöglich heimisch werden, sofern er nicht aus menschlicher Obhut stammt. «Wir glauben das zwar eher nicht. Aber wenn es sich tatsächlich um ein wanderndes Tier handeln sollte, dann ist es eigentlich auch kein Problem, wenn es im Schwarzwald bleibt», sagt der Wildtierbeauftragte des betroffenen Ortenaukreises, Maximilian Lang.

Derzeit sei nur ein Exemplar der in Baden-Württemberg bislang nicht freilebenden Art bekannt. Doch selbst zehn Tiere wären aus seiner Sicht kein Problem, sagt Lang. Derzeit gehe er aber stark davon aus, dass das Tier aus privatem Besitz stamme. Melde sich ein Eigentümer, werde es wohl eingefangen und zurückgebracht.

Anders als bei Elch Emil

Handlungsbedarf gebe es ansonsten erst, wenn sich der Elch – wie jüngst der Jungbulle Emil in Österreich – einer Stadt nähere, sagt Lang. Emil war betäubt worden, bekam einen GPS-Tracker und wurde in der Nähe eines tschechischen Nationalparks freigelassen. «Auch beim Straßenverkehr kann es heikel werden», sagt der Experte. «Aber das Netz im Schwarzwald ist deutlich weniger dicht als in den Ballungsräumen.» Ganz auszuschließen sei das Risiko eines Wildunfalls jedoch nie.

Zwar könne theoretisch auch Verbiss – also das Abbeißen von Blättern oder Zweigen – ein Problem sein, doch Lang winkt ab: «Bei nur einem oder einigen Elchen stört das nicht. Das ist bei Rehen und Hirschen genauso. Wenn es hingegen Tausende wären, wäre das etwas anderes.»

Selbst eine kleine Elch-Population hält der Wildtierbeauftragte für unproblematisch. «Der Elch würde sich hier definitiv wohlfühlen und vermehren», ist Lang überzeugt. Voraussetzung dafür sei allerdings ein politischer und gesellschaftlicher Wille.

Einen Spitznamen? Bloß nicht

Der Schwarzwald-Elch ist noch namenlos. Wie wäre es mit einem Spitznamen wie bei der Krake Paul und dem Bären Bruno? Da winkt Lang ab. «Das mach’ ich besser nicht», sagt er. «Sobald man ihnen einen Namen gibt, wird es emotionaler – und gehypt.»

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Totale Mondfinsternis nächsten Sonntag hat einen Haken https://www.die-neue-welle.de/totale-mondfinsternis-naechsten-sonntag-hat-einen-haken-1681171/ Sun, 31 Aug 2025 13:00:31 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1681171 Wer sich für Astronomie begeistert, kann sich auf ein Himmelsspektakel der besonderen Art am nächsten Sonntag (7. September) freuen: Von ganz Deutschland aus kann man eine totale Mondfinsternis beobachten. Vorausgesetzt ist natürlich freie Sicht.

Was passiert dabei?

Die voll beleuchtete Mondkugel wandert durch den Schatten der Erde und wird dabei verfinstert. Denn die Erde schiebt sich auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert. „Mond, Erde und Sonne befinden sich nahezu auf einer Linie und der Kernschatten der Erde wandert über den Mond.“

Es sei im Grunde das gleiche Prinzip wie bei einer Sonnenfinsternis, bei der sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt. Weil der Durchmesser der Erde aber etwa viermal größer sei als der des Mondes, gelte das auch für den Schatten. Die Finsternis auf der Mondoberfläche dauere deswegen länger.

Wann startet die Finsternis, wann endet sie?

Sie beginnt mit Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde gegen 17.27 Uhr. Eine Stunde später gerät er in den Kernschatten. Gegen 19.30 Uhr beginnt die Totalität. Sie dauert bis etwa 20.53 Uhr. Dann schiebt sich der Vollmond aus dem Kernschatten heraus, bevor er ihn gegen 21.57 Uhr ganz verlässt.

Ist sie gut zu beobachten?

„Leider hat die Mondfinsternis dieses Mal einen riesengroßen Haken“, sagt Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg. „Egal wo: Der Mond geht schon komplett verfinstert auf.“ Weil er auch kein außergewöhnlich großer „Supermond“ ist, könnte er gerade direkt am Horizont schlecht zu erkennen sein – sondern erst, wenn er höher am Himmel, über den Dunstschichten steht. „Es ist sogar möglich, dass man ihn erst sehen kann, wenn er schon aus der totalen Finsternis raus ist.“

In Berlin erfolgt der Mondaufgang zum Beispiel um 19.37 Uhr, in München um 19.40 Uhr, in Hamburg um 19.52 Uhr und in Köln um 20.01 Uhr. „Je weiter im Osten man ist, desto besser“, sagt Liefke mit Blick auf den Aufgang. Manche Sternwarten wie in Berlin und Stuttgart oder das Bodensee Planetarium in Kreuzlingen bei Konstanz öffnen extra wegen des Naturschauspiels.

Warum sieht man den Mond trotz Finsternis?

Ursache ist die Atmosphäre der Erde, wie die Volkssternwarte Darmstadt auf ihrer Internetseite erklärt. Das Sonnenlicht werde durch die Luftschichten der Erdatmosphäre nach innen abgelenkt. Vor allem der kurzwellige blaue Anteil des Sonnenlichts werde durch Streuung in der Atmosphäre geschwächt. „Somit bekommt der Mond vor allem den rötlichen Anteil des Sonnenlichts ab.“

Welche Farbe hat der Mond dann?

Rötlich-bräunlich. Die genaue Farbe lässt sich laut Liefke aber schwer vorhersagen, weil Einflüsse wie Saharastaub oder Vulkanausbrüche eine Rolle spielen können. Vor allem aber sei der Mond nicht knallrot. Daher findet sie die Bezeichnung „Kupfermond“ treffender als das geläufige „Blutmond“.

Was passiert während der Finsternis auf dem Mond?

Wären Menschen während der Mondfinsternis auf dem Mond, würden sie wegen der Lichtbrechung keine vollständige Dunkelheit erleben. Das rötliche Licht spielte weniger eine Rolle – die Astronautinnen und Astronauten würden das Spektakel laut dem DLR anders erleben: „Für sie wäre es eine von der Erde verursachte Sonnenfinsternis – denn die Sonne verschwindet ja dann hinter der dunklen Erdscheibe“, schreiben die Fachleute auf der Homepage. „Beobachten wir also von der Erde aus eine Mondfinsternis, dann sehen Menschen vom Mond aus gleichzeitig eine Sonnenfinsternis.“

Wann ist die nächste totale Mondfinsternis?

Wer das Ereignis jetzt verpasst, muss entweder weit reisen oder ein paar Jahre warten. Am 3. März 2026 kann man eine totale Mondfinsternis von Amerika und Asien aus sehen, wie Liefke sagt. In Deutschland gibt es die Chance erst wieder am 31. Dezember 2028.

Immerhin: Kommendes Jahr am 28. August kann man von Deutschland aus zumindest eine partielle Mondfinsternis beobachten. Allerdings müsse man dafür in den sehr frühen Morgenstunden – gegen 4.30 Uhr – aufstehen, so Liefke.

Sind Mondfinsternisse für die Forschung von Bedeutung?

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist ein solches Naturschauspiel nicht so spannend. „Die Forschung weiß, was da passiert“, sagt Liefke. Aber es sei ein schönes Ereignis, das jeder auch ohne Teleskop sehen könne – und das Interesse an Astronomie wecken könne.

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Mit dem Regen kommen die Stechmücken – Einsätze am Oberrhein https://www.die-neue-welle.de/mit-dem-regen-kommen-die-stechmuecken-einsaetze-am-oberrhein-1528966/ Mon, 16 Jun 2025 02:38:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1528966

Speyer/Rastatt (dpa/tk) – Im Südwesten rücken die Schnakenjäger aus. Nach dem starken Regen zu Monatsbeginn sind am Oberrhein massenhaft Stechmücken geschlüpft.

Massenschlüpfen nach Regen

«Zur Entwicklung sind Auwaldstechmücken auf Hochwasserereignisse angewiesen», teilte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit. Nach einem trockenen Frühjahrsbeginn seien geflutete Senken und überschwemmte Auen für die Larven die erste größere Gelegenheit zum Schlupf gewesen. «Bei Schöpfkontrollen wurden dann in betroffenen Gebieten Konzentrationen von 100 bis 200 Larven pro Liter festgestellt.»

Die Stechmückenjäger hätten noch am Pfingstwochenende erste Bekämpfungen eingeleitet. Zum Einsatz kam der biologische Wirkstoff Bti, der gezielt gegen die Larven wirkt. Kleinere Flächen in den Rheinauen wurden zu Fuß behandelt, dann folgte das Ausbringen von Eigranulat per Helikopter.

Einsätze in Baden, Pfalz und Hessen

«Schwerpunkt waren Gebiete im Raum Rastatt und in der Südpfalz. Am vergangenen Mittwoch wurde auch nördlich von Karlsruhe behandelt, tags darauf beschränkten sich die Maßnahmen auf kleinere Flächen in Hessen», teilte die Kabs mit. Bereits über Pfingsten seien die Mitarbeiter mit Kartierungen, Kontrollen und Handbekämpfungen beschäftigt gewesen.

«Insgesamt wurden zwei Hochwasserspitzen registriert – die zweite, an Pfingsten, war deutlich ausgeprägter.» Nach Abschluss der Einsätze zeige sich ein erfreuliches Bild. «Erste Proben deuten auf einen hohen Bekämpfungserfolg hin.» Die Lage in den betroffenen Auwäldern habe sich deutlich entspannt.

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Zwei Städte, ein Tal, eine Gartenschau – Freudenstadt und Baiersbronn https://www.die-neue-welle.de/zwei-staedte-ein-tal-eine-gartenschau-freudenstadt-und-baiersbronn-1477189/ Thu, 22 May 2025 06:27:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1477189

Schwarzwald (dpa/tk) – Baiersbronn und Freudenstadt tragen die Gartenschau aus. Geworben wird mit Nachhaltigkeit, vielen familienfreundlichen und auch inklusiven Angeboten.

Tal X

Ein ganzes Tal wird zum Schauplatz der diesjährigen Gartenschau, die die beiden Orte Baiersbronn und Freudenstadt ausrichten. Auf einer Länge von acht Kilometern im Forbachtal erstreckt sich das Gelände und verbindet die beiden Gemeinden. Die feierliche Eröffnung in Anwesenheit von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist am 23. Mai. Der Vorverkauf läuft – die Veranstalter rechen bis zum Ende der Schau Mitte Oktober mit hunderttausenden Besuchern.

Familienfreundliche Tickets

Wer als Groß- oder Kleinfamilie das Gartenschau-Spektakel genießen will, muss zumindest für Kinder bis zum Alter von inklusive 16 Jahren nicht in die Tasche greifen: Kinder bezahlen erst ab dem 17. Geburtstag, wie ein Sprecher berichtete. Für die Eltern kostet ein Tagesticket 19 Euro, wer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Lust auf Gartenschau hat, bezahlt für ein Zweitagesticket 30 Euro. Ermäßigung gibt es etwa für Menschen mit Schwerbehindertenausweis, für Schüler und Studenten. Eine Dauerkarte ist für 99 Euro zu haben.

Rund 11.000 Dauerkarten und 30.000 Tagestickets seien bisher verkauft worden – «aber niemand muss reservieren», sagte der Sprecher. «Man kann einfach vorbeikommen.» Für die Dauer der Gartenschau, die am 12. Oktober endet, rechne man mit rund 400.000 Besuchern.

Betonung auf den Nahverkehr

Mit dem Auto bis ganz an die Eingänge der Gartenschau zu fahren – davon raten die Veranstalter ab. Wer mit dem Auto kommt, parkt besser auf den beiden sogenannten Shuttle-Parkplätzen im Freudenstädter Gewerbegebiet Sulzhau sowie am Festplatz Aue in Baiersbronn. Von dort verkehren dann Busse. Auch Züge und S-Bahnen fahren zum Gartenschaugelände.

«Wir wollen die Menschen aber animieren, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen», sagt der Sprecher. Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) sei stark in die Planungen eingebunden worden: So könnten Besucher mit den Ein- oder Zweitageskarten im gesamten Landkreis Freudenstadt kostenlos umherfahren.

Fahrradfahrer sind Angaben des Sprechers zufolge ausdrücklich willkommen. In Baiersbronn und Freudenstadt hätten Anbieter von Leihrädern extra ihre Bestände aufgestockt, damit auch Besucher ohne eigenes Rad die Gartenschau mit dem Fahrrad besuchen könnten.

Hunde dürften natürlich mitgenommen werden und sich im Tal frei bewegen, heißt es. Allerdings sollen sie in die sechs eingezäunten Bereiche der Gartenschau nicht mit rein. Auch Fahrradfahrer müssen dort absteigen.

Diese Bereiche sind die Forbachgärten mit Wasserspielen und Spielplatz, Aquaflora mit Forellenschaubecken und Blumenhalle, der historische Platzmeister-Garten, der zentrale Gartenschau-Bereich «Xentrum» mit Picknickwiese und dem sogenannten Grubenspielplatz mit Tunneln und Kletterturm. Außerdem zählen dazu das Gartendorf mit grünem Klassenzimmer und Wildblumenwiese sowie der Inklusionsspielplatz Schelklewiese.

Viele Attraktionen – auch für Kinder

Auf dem Gelände finden sich zahlreichen Spielplätze, auch außerhalb der sechs eingezäunten Bereiche. Außerdem gibt es unter anderem einen Märchengarten, Wasserspiele, eine Lagune mit Floß oder auch eine 32 Meter lange sowie eine 37 Meter lange Rutsche. Beide Rutschen gehören zum sogenannten Walderlebnisbereich. Auch Ausstellungen, Theatervorstellungen, Mitmachkonzerte und Führungen sind geplant.

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können sich Rollatoren oder auch Rollstühle leihen. In jedem Shuttlebus gibt es den Angaben zufolge Plätze für Rollstuhlfahrer und auch die Haltestellen sind darauf eingerichtet.

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Brandstiftung im Waldstück bei Speyer https://www.die-neue-welle.de/brandstiftung-im-waldstueck-bei-speyer-1471246/ Tue, 20 May 2025 02:34:03 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1471246 Speyer (pol/tk) – Die Natur ächzt unter Trockenheit – da kann ein zündender Wille großen Schaden anrichten. Im Wald an der L454 ging es noch glimpflich aus.

Brand im Wald

Am frühen Montagabend, gegen 20:50 Uhr, kam es in einem Waldstück nahe der L454, in unmittelbarer Nähe zur B9-Abfahrt Speyer-Nord, zu einem Brandausbruch. Das Feuer konnte durch die alarmierte Feuerwehr schnell gelöscht werden. Insgesamt wurde eine Fläche von 20 Quadratmetern durch das Feuer beschädigt; eine Schadenshöhe liegt noch nicht vor.

Kripo sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nach Zeugen, welche zur Tatzeit verdächtige Wahrnehmungen machen konnten.

Verdächtiger

Insbesondere sucht die Polizei nach einer männlichen Person in dunkler Bekleidung, welcher die Brandörtlichkeit kurz nach Ausbruch des Feuers verließ. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ludwigshafen unter der Telefonnummer 0621/963-23312 oder per E-Mail kdludwigshafen.ki3.k31@polizei.rlp.de entgegen.

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So schützt ihr euch vor FSME und Borelliose https://www.die-neue-welle.de/so-schuetzt-ihr-euch-fsme-und-borelliose-1366556/ Tue, 25 Mar 2025 02:22:00 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1366556

Region (pm/dk) - Mit den steigenden Temperaturen erwacht nicht nur der Frühling, sondern auch die Zecken werden wieder aktiv. Besonders in Baden-Württemberg und der Südpfalz gibt es zahlreiche FSME-Risikogebiete. Experten raten daher zur rechtzeitigen Impfung und Vorsorgemaßnahmen, um sich vor gefährlichen Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose zu schützen.

Warum ist FSME gefährlich?

FSME ist eine Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche übertragen wird. Sie kann schwere Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute verursachen. In seltenen Fällen kann die Infektion tödlich verlaufen. Besonders problematisch: Es gibt keine spezielle Therapie gegen FSME, nur eine Impfung schützt zuverlässig. Laut Gesundheitsminister Manne Lucha reicht bereits eine Grundimmunisierung mit zwei Impfungen aus, um einen ersten Schutz aufzubauen. Eine dritte Impfung nach einem Jahr komplettiert den Impfschutz.

FSME-Risikogebiete in Baden-Württemberg

Laut dem Robert-Koch-Institut sind nahezu alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg FSME-Risikogebiete – mit Ausnahme des Stadtkreises Heilbronn. Die ersten Fälle in diesem Jahr wurden bereits im Januar aus Böblingen und Heidelberg gemeldet. Eine Übersicht über alle deutschen Risikogebiete findet ihr HIER.

© Foto: zecken.de

Borreliose – eine unterschätzte Gefahr

Während es gegen FSME eine Impfung gibt, ist das bei Borreliose nicht der Fall. Die durch Bakterien verursachte Erkrankung kann das Nervensystem, Gelenke und das Herz schädigen. Jährlich erkranken in Deutschland schätzungsweise über 100.000 Menschen daran. Ein typisches Anzeichen ist eine kreisförmige Rötung um die Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome. Wird Borreliose früh erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

So könnt ihr euch schützen

Neben der FSME-Impfung gibt es einfache Maßnahmen, um Zeckenbisse zu vermeiden:

  • Tragt helle, geschlossene Kleidung und steckt Hosenbeine in die Socken.
  • Vermeidet hohes Gras und dichtes Unterholz.
  • Nutzt Zeckenschutzmittel für Haut und Kleidung.
  • Untersucht nach Aufenthalten im Freien euch selbst, Kinder und Haustiere auf Zecken.
  • Entfernt Zecken schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder -karte.

Ein Tipp vom Apothekerverband: Wer von einer Zecke gebissen wurde, kann diese mit einem Klebestreifen auf einem Blatt Papier fixieren und das Datum notieren. Falls später Krankheitssymptome auftreten, kann die Zecke im Labor analysiert werden.

Rechtzeitig impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für alle, die in Risikogebieten leben oder sich häufig in der Natur aufhalten. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Wer sich schützen möchte, sollte sich frühzeitig mit seinem Arzt oder Apotheker beraten, um die Zeckensaison sicher zu überstehen.

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Vögel auf Wohnungssuche – Hängt mehr Nistkästen auf! https://www.die-neue-welle.de/voegel-auf-wohnungssuche-haengt-mehr-nistkaesten-auf-1345190/ Fri, 07 Mar 2025 03:35:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1345190 Warum ist es wichtig, Nistkästen für Vögel aufzuhängen? Reinwald: „Viele Vögel haben schon Frühlingsgefühle. Aber gerade Höhlenbrüter wie Meise oder Spatz, die haben akute Wohnungsnot, gerade in Siedlungen. Und deswegen sollten wir ihnen helfen, unter die Flügel greifen und Nistkästen aufhängen.“

Was wäre denn ein guter Standort?

Reinwald: „Auf jeden Fall sollte es nicht zu heiß werden, das heißt Süden ist nicht geeignet. Westen ist auch nicht so gut geeignet, weil da kommt immer der Regen her in Deutschland. Am besten ist eine östliche Ausrichtung geeignet. Und dann kann ich das an einem Baum festmachen, die Nisthilfe, den Nistkasten oder eben auch an der Hauswand. “

Wie kann ich den Nistkasten vor Räubern schützen?

Reinwald: „Also wichtig ist, dass die Nistkästen möglichst frei hängen, das heißt in zwei, drei Meter Höhe an einem Stamm von einem großen Baum oder eben dann auch an der Hauswand recht weit oben. Ich kann auch einen Baumstamm schützen mit einer mit einer glatten Fläche aus Metall oder aus Kunststoff, damit die Räuber gar nicht erst hochkommen in Richtung Nistkasten.“

Aus welchem Material sollten Nistkästen sein?

Reinwald: „Also sehr gut, sehr langlebig sind Nistkästen aus Holz-Beton. Die kann man kaufen. Man kann die aber auch selber bauen, Nistkästen, und zwar aus heimischem Holz. Da eignet sich Lärche beispielsweise sehr gut. Ich brauche ein paar Schrauben, ein paar Nägel dazu, eine Bauanleitung, vielleicht noch etwas, um das Dach dann zu schützen. Das sollte auf jeden Fall immer überhängend sein, damit das Einflugloch geschützt ist“

Wie kann ich den Vögeln den Einzug erleichtern?

Reinwald: „Jetzt ist die ideale Zeit für den Frühjahrsputz in Nistkästen. Kurz vor dem Brutgeschäft einfach die alten Nester entfernen. Die Höhlenbrüter haben nämlich die Angewohnheit, dass sie Nester übereinander bauen, Jahr für Jahr. Und irgendwann ist kein Platz mehr. Und die Räuber wie Katze, Waschbär oder Marder, die können ganz leicht rein greifen, die Eier oder die Jungvögel erbeuten. Das wollen wir natürlich nicht. Ansonsten ist es auch wichtig zu reinigen, weil sich Parasiten dort einnisten können. Das können Zecken sein, das können Flöhe sein oder Federlinge.“

Hängen Jäger auch Nistkästen auf?

Reinwald: „Ja, die meisten Jagdverbände sind auch eingetragene Naturschutzverbände und wir haben immer den ganzheitlichen Blick auf die Natur. Vögel sind ganz wichtig für die natürliche Schädlingsbekämpfung. Also fressen viele Insekten im Garten, aber auch im Wald oder im Feld. Und deswegen hängen Jäger pro Jahr oder pflegen Jäger pro Jahr mehrere 100.000 Nistkästen. Ich bin stolzer Besitzer von drei Reihenhäusern für Spatzen und noch ein paar mehr Nistkästen für Meisen.“]]>
Am Freitag bis zu 17 Grad – bricht jetzt der Frühling aus? https://www.die-neue-welle.de/am-freitag-bis-zu-17-grad-bricht-jetzt-der-fruehling-aus-1319747/ Tue, 18 Feb 2025 13:06:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1319747 Hoch „Finja“ vertreibt den Winter Falls Sie sich gefragt haben sollten: Das Hochdruckgebiet, das den langen Regen vertrieben hat, heißt Finja. Nach den Pfützen und Nebelschwaden soll es zwar erst in den kommenden Tagen wärmer werden. Dennoch geht schon ein erster Hauch von Frühling übers Land. Denn das Wetter hatte bereits seine milden Phasen, erste Pflanzen und Tiere sind nach Angaben von Naturschützern aus ihrem Versteck gelockt worden.
«Grundsätzlich ist aber noch alles recht ruhig in der Natur», sagt Janice Pahl, Referentin für Natur- und Umweltinformation beim Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Das könnte sich angesichts der Aussichten auf warme Tage bald ändern.

Was blüht schon?

Nicht viel, sagt Nabu-Expertin Sabrina Essel. «Die Pflanzenvielfalt hält sich noch sehr bedeckt.» Fleißig blühen teilweise schon Gänseblümchen und Schneeglöckchen, die mit dem Frost gut zurechtkommen. Erste Krokusse stehen im Stuttgarter Schlossgarten, auch einzelne März-Veilchen sind zu sehen, während etwa am Stromberg die stinkende Nieswurz ihren «Duft» verteilt, um Hummeln anzulocken. Auch ein heimischer Wildstrauch steht schon in voller Blüte. «Die Hasel bringt zwar viele Menschen mit Pollenallergie zum Niesen, doch ist sie gerade für viele Schmetterlingsraupen wie die des ‚Grünen Blattes‘ unverzichtbar», erläutert Essel. Die erste Haselblüte wurde laut Deutschem Wetterdienst schon vor einem Monat aus dem Oberrheingebiet gemeldet. In höheren Lagen, wie auf der Schwäbischen Alb, setzt die Blüte erst jetzt langsam ein. Langfristige Beobachtungen zeigen jedoch einen klaren Trend, wie Miriam Plappert, Naturschutzreferentin des BUND, sagt. «Frühblüher beginnen heutzutage deutlich früher zu blühen als noch in den 1990er-Jahren.» Und der jüngste Schnee? Macht den Frühblühern nichts aus, wie Plappert sagt. «Sie sind darauf eingestellt und haben pflanzeneigene Frostschutzmechanismen.»

Was singt schon?

Vor den Nistkasten balzen die Stare, die Kohlmeisen rufen ebenso lautstark wie die Rotkehlchen und der Waldkauz, sagt NABU-Ornithologe Stefan Bosch, der auch für den NABU spricht. Die kahlen Äste machen vor allem das Erspähen des einen oder anderen Vogels in dieser Jahreszeit einfacher. Unter anderem lassen sich Spechte leichter beobachten, da die Bäume noch nicht belaubt sind, wie die Artenschutz-Expertin des Nabu im Südwesten, Alexandra Ickes, sagt. «Das macht den Einstieg in die Welt der Vogelstimmen wesentlich einfacher.» Wer Hilfe, Tipps oder einen Merkspruch benötigt, findet das Wichtigste auch online.

Was sieht man bei den Tieren?

Erste Vorboten gibt es zwar, hier erwacht mal ein Igel aus dem Winterschlaf, wenn es kurz wärmer wird, dort fliegen vielleicht Insekten. «Ansonsten ist es jetzt grad noch so kalt, dass wir da wenig Aktivität haben», sagt Nabu-Referentin Pahl. Die meisten Zugvögel, Schwalben etwa, kämen erst ab März zurück, weil dann die Brutzeit beginnt. Die Flugzeit erster größerer Gruppen von Wild- und Honigbienen steht noch bevor. Störche: Auf den Feldern sind bereits seit Ende Januar die ersten Störche zu sehen, die auf den Müllkippen in Spanien oder in Marokko überwintert haben. In diesem Jahr waren sie besonders früh dran: «Die Störche haben die warme Westströmung genutzt, um in ihr Brutgebiet zu fliegen», sagt der Nabu-Fachbeauftragte Stefan Eisenbarth. «Teilweise waren die Störche dieses Jahr acht bis zehn Tage früher an ihrem Horst anzutreffen.» Unter anderem in Freiburg beziehen sie schon ihre Nester. Manche hätten sich aber auch gar nicht erst auf den Weg in den wärmeren Süden gemacht, wie Plappert sagt. «Das ist ein zunehmendes Phänomen.» Hotspot für Störche ist die Oberrhein-Region. Es sind aber bei weitem noch nicht alle zurückgekehrt: Die sogenannte Hauptzugzeit geht bis Mitte März.

Erste Straßen wegen Krötenwanderung gesperrt

Kröten: In der Rheinebene sind die ersten Straßen gesperrt, weil einige Kröten, aber auch Frösche, Molche und andere Amphibien wie Salamander ihre Winterstarre beendet und mit dem nächtlichen Wandern zu den Laichgewässern begonnen haben. Ihre Wege führen sie oft über Straßen, die schnell zu einer Todesfalle werden können. Jährlich sterben Tausende Amphibien auf den Straßen. Nach Angaben des BUND hat die Amphibienwanderung aber bisher nicht richtig begonnen. «Die Temperaturen sind aktuell noch zu niedrig und viele Gewässer sind zumindest nachts noch gefroren», sagt Plappert. Es sei normal und auch gut, dass die Tiere noch nicht wanderten. Durch den jüngsten Schnee und Frost wären wandernde Tiere nicht mehr so mobil und leichte Beute für Fressfeinde. «Meistens geht es so Ende Februar, Anfang März los», sagt Plappert. Aus der Winterstarre erwachten die Tiere, wenn die Temperaturen auch nachts wieder einige Zeit lang über fünf Grad lägen.
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Waidmanns Heil – Jägerschaft in Baden-Württemberg wird wieder größer https://www.die-neue-welle.de/waidmanns-heil-jaegerschaft-in-baden-wuerttemberg-wird-wieder-groesser-1289411/ Fri, 24 Jan 2025 03:16:22 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1289411
In Baden-Württemberg gehen wieder mehr Menschen auf die Pirsch. Gingen die Zahlen der Jagdschein-Besitzer im Südwesten im vergangenen Jahr noch zurück, so legten sie jetzt wieder zu.

Mehr Jäger im Südwesten

Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) besitzen 51.388 Menschen im Südwesten eine Erlaubnis zum Jagen (Stand 26.11.2024), das sind fast 2.300 mehr als im Jahr zuvor. Es gebe viele Gründe, warum immer mehr Menschen die Jägerprüfung ablegten, sagte Julia Döttling vom baden-württembergischen DJV. «Naturerlebnis, Naturschutz sowie der Wunsch, sich selbst mit Wildbret zu versorgen, stehen dabei häufig im Vordergrund.»

Jagd beliebt wie nie

Auch deutschlandweit erfreut sich die Jägerschaft eines wachsenden Zulaufs. Laut DJV haben so viele Menschen einen Jagdschein wie noch nie. 460.711 Jägerinnen und Jäger seien hierzulande aktiv – ein neuer Rekord, wie der Jagdverband anlässlich der Publikumsmesse «Jagd und Hund» mitteilte. Der Anteil der Jägerinnen liegt weiter bei rund 11 Prozent. Statistisch gesehen kommen inzwischen 5,5 Jägerinnen und Jäger auf 1.000 Einwohner.

Südwest-Jägerschaft vergleichsweise klein

Die höchste Jägerdichte findet sich in Mecklenburg-Vorpommern: Hier kommen 10 Jäger auf 1.000 Einwohner. Baden-Württemberg liegt mit 5 Jägern pro 1.000 Einwohner auf einem der hinteren Plätze. Für einen Jagdschein muss eine staatliche Prüfung bestanden werden. Darin geht es dem Jagdverband zufolge zum Beispiel um Artenschutz, Prävention von Tierseuchen und Wildschäden sowie Hilfe bei Wildunfällen.
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