Munition – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 30 Dec 2025 15:31:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Gesuchter Mann in Au am Rhein festgenommen – Waffen und Munition sichergestellt https://www.die-neue-welle.de/gesuchter-mann-in-au-am-rhein-festgenommen-waffen-und-munition-sichergestellt-1836356/ Tue, 30 Dec 2025 15:31:10 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1836356 Au am Rhein (pol/dk) – Ein größerer Polizeieinsatz hat am Sonntagmittag Au am Rhein beschäftigt: Ein mit Haftbefehl gesuchter Mann konnte von der Polizei widerstandslos festgenommen und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht werden.

Mann hatte zuvor Gewaltbereitschaft angekündigt

Nach Angaben der Polizei machte der 30-jährige Mann zuvor durch Einträge im Internet auf sich aufmerksam. Dabei habe er seine Bereitschaft zur Gewalt gegen Dritte verbreitet. Der Mann gilt zudem als psychisch auffällig.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass gegen ihn Haftbefehle vorlagen und zudem eine mögliche Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte.

Polizei rückt mit mehreren Streifen an

Nachdem der Aufenthaltsort des Mannes bekannt war, suchten mehrere Streifenbesatzungen das betroffene Anwesen in Au am Rhein auf. Da Hinweise vorlagen, dass der 30-Jährige Zugriff auf Waffen haben könnte, rüsteten sich die eingesetzten Kräfte mit zusätzlicher Schutzausrüstung aus und stellten das Haus.

Parallel dazu wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine gerichtliche Anordnung zur Wohnungsdurchsuchung eingeholt. Außerdem bereitete die Polizei die Hinzuziehung weiterer Interventionskräfte vor.

Festnahme ohne Widerstand

Noch während dieser Maßnahmen verließ der Mann unbewaffnet das Haus und konnte widerstandslos festgenommen werden.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten mehrere Waffen und Munition sowie eine Kleinmenge Amphetamin sicher.

Ermittlungen dauern an

Der deutsche Staatsangehörige wurde nach seiner Festnahme in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden vom Polizeiposten Bietigheim geführt.

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Verfahren gegen früheren KSK-Kommandeur gegen Geldauflage eingestellt https://www.die-neue-welle.de/endet-der-prozess-gegen-ex-ksk-kommandeur-vorzeitig-687297/ Mon, 19 Feb 2024 13:14:02 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=687297 Calw/Tübingen (dpa/tk/svs) – Im Prozess um eine Munitionsaffäre hat das Landgericht Tübingen das Verfahren gegen einen ehemaligen Kommandeur der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK in Calw,  gegen eine Geldauflage eingestellt.

8000 Euro Strafe

Zuvor hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung einen Vorschlag des Gerichts angenommen, das Verfahren gegen Zahlung von 8000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck vorzeitig zu beenden. Die Staatsanwaltschaft hatte Brigadegeneral Markus Kreitmayr unterlassene Mitwirkung bei Strafverfahren nach Paragraf 40 des Wehrstrafgesetzes vorgeworfen.

Der Verteidiger des Angeklagten hatte am Montag zunächst noch gesagt, sein Mandant tue sich sehr schwer mit einer Zustimmung zum Vorschlag des Gerichts. Ein Verfahren so zu beenden, «wäre immer mit einem Makel behaftet».

Nach Verhandlungspausen und nachdem der Vorsitzende Richter Armin Ernst versichert hatte, dass die Unschuldsvermutung weiterhin gelte, stimmte Kreitmayr schließlich zu. Er ist durch die Geldauflage nicht vorbestraft. Bei einer Verurteilung hätten ihm bis zu drei Jahre Haft gedroht.

Gestohlen oder nur falsch gelagert?

Hintergrund ist, dass bei der jährlichen Munitionsinventur für das Jahr 2019 Fehlbestände im KSK-Munitionslager in Calw entdeckt worden waren. Kreitmayr habe entschieden, dass die Soldaten straffrei und anonym Munition zurückgeben können. Kreitmayr hätte damit rechnen müssen, dass die Munition zum Teil gestohlen worden war. Er stehe zu seiner Entscheidung, hatte der 55-Jährige zu Prozessbeginn erklärt. Er habe keine Anhaltspunkte dafür gehabt, dass die Munition gestohlen worden sei. Man sei von einer Fehllagerung ausgegangen.

Das KSK ist ein Eliteverband der Bundeswehr. Die Kommandosoldaten sind etwa für die Befreiung und Rettung von Geiseln im Ausland, aber auch für Einsätze zur Landes- und Bündnisverteidigung zuständig.  Kreitmayr war von Juni 2018 bis August 2021 Kommandeur des KSK.

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Ex-KSK-Kommandeur verteidigt Entscheidung in Munitionsaffäre https://www.die-neue-welle.de/ex-ksk-kommandeur-verteidigt-entscheidung-in-munitionsaffaere-668520/ Fri, 02 Feb 2024 12:27:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=668520 Eine Munitionsaffäre bei der Eliteeinheit KSK in Calw sorgt für Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft erhebt Vorwürfe gegen einen früheren KSK-Kommandeur. Der hat sich nun vor Gericht geäußert und verteidigt seine Entscheidung im Munitionslager.

Munitionsaffäre bei der Elitetruppe

Der frühere Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Brigadegeneral Markus Kreitmayr, hat sich vor dem Landgericht Tübingen umfassend zu einer Munitionsaffäre bei der Elitetruppe geäußert. Er stehe zu seiner Entscheidung, dass er die Fehlbestände im Munitionslager zunächst habe aufklären wollen und nicht gleich gemeldet habe, sagte der 55-Jährige am Freitag zu Prozessbeginn. Es sei ihm bewusst gewesen, dass er sich disziplinarrechtlich in einem Graubereich befinde.

Wehrstrafgesetz

Der frühere KSK-Kommandeur muss sich wegen unterlassener Mitwirkung bei Strafverfahren nach Paragraf 40 des Wehrstrafgesetzes verteidigen. Der Vorwurf ist laut Staatsanwaltschaft vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafvereitelung. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt Kreitmayr als unschuldig. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft.

Was ist der Hintergrund?

Hintergrund ist laut Staatsanwaltschaft, dass bei der jährlichen Munitionsinventur für das Jahr 2019 erhebliche Fehlbestände im KSK-Munitionslager in Calw westlich von Stuttgart entdeckt worden waren. Der Wert der fehlenden Munition habe rund 28 000 Euro betragen. Tausende Schuss fehlten demnach.  Der Inventurbericht sei dem Brigadegeneral bekannt gewesen. Kreitmayr habe daraufhin entschieden, dass die Soldaten straffrei und anonym Munition zurückgeben könnten. Durch die anonyme Rückgabe der Munition im Frühjahr 2020 sei die Verfolgung dieser Straftaten unmöglich gemacht worden. Letztlich sei mehr Munition abgegeben worden, als gefehlt hatte.

Verwaltung war schlampig

Kreitmayr erklärte vor Gericht, dass er mit der Erlaubnis einer anonymen Rückgabe habe verhindern wollen, dass die Munition in falsche Hände gerate. Anhaltspunkte für eine Straftat habe er nicht gehabt. Bei entsprechenden Hinweisen hätte er anders gehandelt, sagte Kreitmayr. Er sei von einer Fehllagerung der Munition oder Fehlern bei der Inventur in der Vergangenheit ausgegangen. Die Verwaltung der Munition sei zu dem Zeitpunkt schlampig gewesen.

Die Staatsanwaltschaft ist dagegen überzeugt, dass der damalige KSK-Kommandeur zumindest damit hätte rechnen müssen, dass die Munition zum Teil gestohlen worden war. Eine eindeutige Erklärung für den Fehlbestand sei bis heute nicht ermittelt, sagte der Staatsanwalt.

Für den Prozess sind bis Ende Februar vier Verhandlungstermine angesetzt. Kreitmayr war von Juni 2018 bis August 2021 Kommandeur des KSK.

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Prozess gegen Ex-KSK-Kommandeur startet Ende Januar in Tübingen https://www.die-neue-welle.de/prozess-gegen-ex-ksk-kommandeur-startet-ende-januar-in-tuebingen-640499/ Wed, 10 Jan 2024 12:25:26 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=640499 Calw (dpa/dk)- Eine Munitionsaffäre bei der Eliteeinheit KSK in Calw sorgt für Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft erhebt 2022 Vorwürfe gegen den früheren KSK-Kommandeur. Nun soll er vor Gericht.

Fehlende Munition im Wert von 28.000 Euro

Nach einer Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) muss sich der frühere KSK-Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, vor dem Landgericht Tübingen verantworten. Der Prozess startet am 29. Januar, wie das Landgericht am Mittwoch mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 55-Jährigen unterlassene Mitwirkung bei Strafverfahren (Paragraf 40 Wehrstrafgesetz) vor. Der Vorwurf sei vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafvereitelung, hatte es von der Anklagebehörde dazu geheißen.

Hintergrund ist laut Staatsanwaltschaft, dass bei der jährlichen Munitionsinventur für das Jahr 2019 erhebliche Fehlbestände im KSK-Munitionslager in Calw entdeckt worden waren. Der Wert der fehlenden Munition habe rund 28 000 Euro betragen.

Anklage rechtlich nicht tragfähig

Der Inventurbericht sei dem Brigadegeneral bekannt gewesen, hatte die Staatsanwaltschaft erklärt. Kreitmayr habe daraufhin entschieden, dass die Soldaten straffrei und anonym Munition zurückgeben können. Dabei sei mehr Munition abgegeben worden, als der Fehlbestand aufgewiesen habe. Der Kern des Vorwurfs ist, dass der damalige KSK-Kommandeur zumindest damit hätte rechnen müssen, dass die Munition zum Teil gestohlen worden war. Durch die anonyme Rückgabe der Munition im Frühjahr 2020 sei die Verfolgung dieser Straftaten unmöglich gemacht worden.

Kreitmayrs Rechtsanwälte, Christian Mensching und Bernd Müssig, hatten dazu erklärt:

Die gegen Herrn General Kreitmayr in der Anklage erhobenen Vorwürfe sind tatsächlich und rechtlich unbegründet; die Verteidigung geht davon aus, dass die Anklage vor dem Gericht keinen Bestand haben wird.

Die Anklage sei rechtlich nicht tragfähig. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt Kreitmayr als unschuldig. Für den Prozess sind bis Ende Februar vier Verhandlungstermine angesetzt.

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