Mörder – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Mon, 19 May 2025 02:32:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Flucht von Mörder wird erneut verhandelt https://www.die-neue-welle.de/flucht-von-moerder-wird-erneut-verhandelt-1469395/ Mon, 19 May 2025 05:00:56 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1469395

Die Flucht eines verurteilten Mörders aus der JVA Bruchsal bei einem bewachten Ausgang bei Germersheim wird ab heute erneut vor Gericht verhandelt.

Berufungsprozess gegen Fluchthelfer

Das Amtsgericht Landau hatte im Februar einen 46 Jahre alten Mann zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er dem Häftling bei der Flucht Ende Oktober 2023 geholfen haben soll. Gegen dieses Urteil wegen Vollstreckungsvereitelung hatten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, die nun vor dem Landgericht verhandelt wird. Bis Ende Mai sind weitere Termine geplant.

Mörder entkommt zwei Wachmännern

Die Flucht des Häftlings während eines Treffens mit Frau und Kindern hatte für erhebliches Aufsehen gesorgt. Der Mann war trotz einer elektronischen Fußfessel und der Aufsicht von zwei JVA-Bediensteten bei einem Ausgang in Germersheim (Rheinland-Pfalz) in ein Waldgebiet geflohen. Zielfahnder nahmen ihn erst neun Monate später in der südosteuropäischen Republik Moldau fest.

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Berufung eingelegt: Urteil gegen mutmaßlichen Fluchthelfer wird geprüft https://www.die-neue-welle.de/berufung-eingelegt-urteil-gegen-mutmasslichen-fluchthelfer-wird-geprueft-1331612/ Tue, 25 Feb 2025 14:29:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1331612 Bruchsal (dpa/dk) – Die Flucht eines Häftlings aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bruchsal hat nicht nur bundesweit Schlagzeilen gemacht, sondern auch juristische Konsequenzen nach sich gezogen. Doch das Urteil gegen einen mutmaßlichen Fluchthelfer ist noch nicht rechtskräftig: Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung haben Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Landau eingelegt.

Mutmaßlicher Fluchthelfer verurteilt – aber Urteil noch nicht rechtskräftig

Das Amtsgericht Landau hatte am 18. Februar einen Mann zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er dem entflohenen Häftling geholfen haben soll, Deutschland zu verlassen. Nach Überzeugung des Gerichts brachte der Angeklagte den verurteilten Mörder im Oktober 2023 nach Polen. Da sowohl die Anklage als auch die Verteidigung mit dem Urteil nicht einverstanden sind, wird der Fall nun in der nächsten Instanz weiterverhandelt.

Flucht trotz Fußfessel und Bewachung

Die Flucht hatte damals für Aufsehen gesorgt. Der Häftling konnte sich bei einem begleiteten Ausgang in Germersheim trotz elektronischer Fußfessel und Bewachung durch zwei JVA-Mitarbeiter in ein Waldgebiet absetzen. Anschließend verlor sich seine Spur – bis ihn Zielfahnder neun Monate später in der Republik Polen aufspürten und festnahmen.

Wie geht es weiter?

Durch die eingelegte Berufung wird sich nun eine höhere Instanz mit dem Fall befassen. Ob die Strafe für den mutmaßlichen Fluchthelfer bestehen bleibt, verschärft oder gemildert wird, bleibt abzuwarten. Der Fall zeigt jedoch erneut die Herausforderungen und Sicherheitslücken bei begleiteten Häftlingsausgängen auf.

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Flucht von Mörder aus Bruchsal – Urteil gegen Helfer erwartet https://www.die-neue-welle.de/flucht-von-moerder-aus-bruchsal-urteil-gegen-helfer-erwartet-1321283/ Mon, 17 Feb 2025 03:36:53 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1321283
Mehr als ein Jahr nach der Flucht eines verurteilten Mörders aus der JVA Bruchsal wird heute vor dem Amtsgericht Landau das Urteil gegen seinen mutmaßlichen Fluchthelfer erwartet.

Angeklagtem drohen fast drei Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46 Jahre alten Angeklagten Gefangenenbefreiung und Vollstreckungsvereitelung vor. Er soll den Häftling aus der Justizvollzugsanstalt Bruchsal nach der Flucht im Oktober 2023 in seinem Auto nach Tschechien und Polen gebracht haben. Das Amtsgericht Landau wird heute (13 Uhr) das Urteil verkünden.

Der Mann weist die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre und neun Monate Haft für den Angeklagten, die Verteidigung spricht sich für einen Freispruch aus.

Aufsehenerregende Flucht

Die Flucht des Häftlings während eines Treffens mit Frau und Kindern hatte für Aufsehen gesorgt. Der 45-Jährige war trotz einer elektronischen Fußfessel und der Aufsicht von zwei JVA-Bediensteten bei einem Ausgang am Baggersee bei Germersheim in ein Waldgebiet geflohen. Zielfahnder nahmen den Mann erst neun Monate später in der südosteuropäischen Republik Moldau fest.

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Spielzeugflieger half Bruchsaler Häftling bei der Flucht https://www.die-neue-welle.de/spielzeugflieger-half-bruchsaler-haeftling-bei-der-flucht-1302467/ Mon, 03 Feb 2025 14:35:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1302467 Landau (pm/dk) – Ein spektakulärer Fluchtfall wird vor dem Landgericht Landau aufgearbeitet: Ein verurteilter Mörder der JVA Bruchsal nutzte im Oktober 2023 einen bewachten Ausgang, um sich mit einem geschickten Trick aus dem Staub zu machen. Während er mit seinen Kindern spielte, flog ein Styropor-Spielzeugflieger hinter einen Hügel. Als der Häftling das Spielzeug holte, verschwand er hinter der Anhöhe. Die Aufseher eilten ihm nach, doch der damals 45-Jährige war bereits verschwunden.

Hat ein Mitinsasse geholfen?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein 46-Jähriger dem Geflohenen bei der Flucht geholfen haben soll. Der mutmaßliche Fluchthelfer steht nun wegen Vollstreckungsvereitelung vor Gericht. Beide Männer kennen sich aus gemeinsamer Haft. Doch der verurteilte Mörder, der als Zeuge auftrat, bestritt jede Mithilfe des Angeklagten: „Es war ein spontaner Gedankenblitz.“

Flucht trotz Fußfessel

Wer ihm geholfen habe, wollte der Zeuge nicht verraten, um Familienangehörige nicht zu belasten. Sicher ist: Er floh zunächst nach Tschechien, verriet aber keine Details. Trotz elektronischer Fußfessel gelang ihm die Flucht durch ein Waldgebiet am Sollachsee in Germersheim. Wenig später wurde die Fußfessel in der Stadt gefunden. Neun Monate nach der Flucht nahm ihn ein Zielfahndungsteam in Moldau fest.

Sicherheitsvorkehrungen im Gericht

Bei seiner Aussage im Gerichtssaal trug der Mörder Hand- und Fußfesseln und wurde von zwei Justizbeamten bewacht. Auch sein mutmaßlicher Helfer war während der Verhandlung gesichert. Die beiden Aufseher, denen der Gefangene entkam, sagten ebenfalls aus. Sie beschrieben das Verhalten des Häftlings am besagten Tag als unauffällig. „Wir sind hochgerannt, da war er schon weg.“ Gegen die Beamten wurden später Geldbußen verhängt.

Familie und Alibi

Auch die Schwester des mutmaßlichen Fluchthelfers wurde vor Gericht gehört. Sie versicherte, ihr Bruder sei an dem Tag bei ihr in Mannheim gewesen: „Er kann sich ja nicht teilen.“ Die Ehefrau des Mörders hingegen erklärte, sie habe ihm geholfen. Laut Strafgesetzbuch bleibt eine solche Unterstützung innerhalb der Familie straffrei (Paragraf 258 StGB).

Prozess geht weiter

Die Vorsitzende Richterin machte den Zeugen deutlich, dass sie auch ohne Vereidigung die Wahrheit sagen müssten. Der Prozess wird am 10. Februar fortgesetzt.

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Mutmaßlicher Komplize von geflohenem Mörder aus Bruchsal: „Nicht unterstützt“ https://www.die-neue-welle.de/mutmasslicher-komplize-von-geflohenem-moerder-aus-bruchsal-vor-gericht-1273684/ Tue, 14 Jan 2025 15:56:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1273684
Mehr als ein Jahr nach der Flucht eines verurteilten Mörders bei einem Ausgang in Rheinland-Pfalz hat ein mutmaßlicher Komplize den Vorwurf der Gefangenenbefreiung zurückgewiesen. Der Angeklagte räumte zu Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Landau/Pfalz ein, er kenne den Geflohenen aus gemeinsamer sechsjähriger Haft in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal.

«Ich bin nicht so abenteuerlich.»

Er habe ihn aber nicht in seinem Plan bestärkt und sei auch nicht an dessen Flucht beteiligt gewesen, bekräftigte der 46-Jährige in einer selbst vorgelesenen Erklärung. «Ich bin nicht so abenteuerlich.»

Der Fall hatte die Öffentlichkeit monatelang in Atem gehalten. Trotz einer elektronischen Fußfessel und der Aufsicht von zwei JVA-Bediensteten war der verurteilte Mörder am 30. Oktober 2023 während eines Ausgangs am Sollachsee bei Germersheim (Pfalz) in ein Waldgebiet geflohen. Die Fußfessel wurde kurz darauf im Stadtgebiet gefunden.

Festnahme in Moldau

Der Angeklagte, der nun in Landau vor Gericht steht, soll an einem Treffpunkt auf den Häftling der JVA Bruchsal gewartet und in seinem Auto den damals 43 Jahre alten Gefangenen durch Tschechien nach Polen gebracht haben. Der Entflohene wurde am 28. Juli 2024 von Zielfahndern in der südosteuropäischen Republik Moldau festgenommen. Der Deutsch-Kasache muss eine lebenslange Haftstrafe verbüßen, auch die besondere Schwere der Schuld war 2012 vom Landgericht Karlsruhe festgestellt worden.

Der mutmaßliche Fluchthelfer aus dem Kreis Germersheim war mit Handschellen von zwei Justizbeamten in den kleinen Gerichtssaal 213 geführt worden. Der muskulöse Mann im roten Sweatshirt schilderte zunächst seine Lebensumstände als geschiedener Vater von fünf Kindern. Eine Heizungsbauerlehre in Mannheim habe er nicht beendet und heute Schulden aus einer Insolvenz. Von dem Haftbefehl sei er «aus dem Leben gerissen worden». Der Staatsanwaltschaft warf er «Unterstellungen» vor.

Kein «Taxifahrer»

Er würde niemals am Telefon mit einem Häftling einen Fluchtplan besprechen, weil er wisse, dass die Gefängnisleitung Gespräche mithören könne, sagte er. Werkzeug zur Beseitigung der Fußfessel habe sich der Entflohene selbst besorgen können. Er sei auch nicht der «Taxifahrer» für den Mann gewesen. Ja, er habe den Entflohenen in Tschechien getroffen, dies sei aber seines Wissens nicht strafbar.

Dem Angeklagten wird auch Vollstreckungsvereitelung vorgeworfen. Der Prozess soll am 3. Februar fortgesetzt werden, dann mit ersten Zeugen. Einer Justizsprecherin zufolge kommt auch der damals entkommene Mörder als möglicher Zeuge in Betracht.

Der Häftling hatte sich bei seinem damaligen Ausgang mit seiner Frau und seinen Kindern getroffen. Es war den Behörden zufolge die achte Ausführung in Begleitung gewesen. Demnach führte der Ablauf am 30. Oktober 2023 nach einem Treffen der Familie und einem Frühstück in einem Fast-Food-Restaurant in Germersheim weiter in einen Supermarkt und einen Baumarkt. Danach fuhr die Gruppe zum Naherholungsgebiet am Baggersee. Auf dem dortigen Spielplatz sei dem Mann die Flucht gelungen, hieß es.

Geldbußen für Bewacher

Das baden-württembergische Justizministerium hatte eingeräumt, dass Pannen die Flucht trotz der Überwachung durch zwei Mitarbeiter möglich gemacht hätten. Gegen die Beamten wurden den Angaben nach Geldbußen verhängt.

Nur wenige Wochen später hatte ein Häftling der JVA Mannheim einen Arztbesuch in Ludwigshafen zur Flucht genutzt. Er war mit seinem Bruder etwas mehr als zwei Wochen später nahe Heidelberg festgenommen worden. Eine damalige JVA-Mitarbeiterin hatte eingeräumt, ein Liebesverhältnis mit dem Häftling begonnen und ihm im Gefängnis ein Mobiltelefon zugesteckt zu haben.

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Geflüchteter Mörder aus Bruchsal wieder in Deutschland https://www.die-neue-welle.de/gefluechteter-moerder-aus-bruchsal-wieder-in-deutschland-1045839/ Thu, 05 Sep 2024 03:05:58 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1045839

Rund zehn Monate nach seiner Flucht bei einem bewachten Ausgang sitzt ein verurteilter Mörder wieder in einem Gefängnis in Baden-Württemberg hinter Gittern. Das teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Abend mit. Der 44-Jährige wurde von der Republik Moldau ausgeliefert.

An deutsche Behörden ausgeliefert

Der genaue Ort der Unterbringung des Mannes wurde nicht genannt. Es handele sich aber nicht um die Justizvollzugsanstalt Bruchsal, wo er bis Ende Oktober vergangenen Jahres einsaß, hieß es.

Während Ausgang an Baggersee geflüchtet

Der Mann war während eines von zwei JVA-Beamten beaufsichtigten Ausgangs an einem Baggersee in Germersheim in Rheinland-Pfalz in ein angrenzendes Waldgebiet geflüchtet. Seine elektronische Fußfessel wurde kurze Zeit später im Stadtgebiet von Germersheim gefunden.

Der 44-Jährige muss eine lebenslange Haftstrafe verbüßen, auch die besondere Schwere der Schuld war beim Prozess 2012 vom Landgericht Karlsruhe festgestellt worden. Er hatte einen anderen Menschen erwürgt.

Nach neunmonatiger Flucht war der 44-Jährige den Ermittlern Ende Juli nach intensiver Fahndung in der südosteuropäischen Republik Moldau ins Netz gegangen. Es handelte sich um eine koordinierte Aktion in der Hauptstadt Chișinău. Die Kosten für die Rückführung des Mannes nach Deutschland würden ihm in Rechnung gestellt, hieß es.

Darum kommt der Gefangene jetzt in eine andere Anstalt

Landesjustizministerin Marion Gentges teilte mit: «Der aus der JVA Bruchsal entflohene Gefangene wurde heute von der Republik Moldau als verlässlichem Partner nach Baden-Württemberg ausgeliefert. Das ist auch gut so, denn wir haben den Anspruch, begangene Straftaten zu verfolgen und verhängte Strafen zu vollstrecken», sagte die CDU-Politikerin laut Mitteilung.

Der Gefangene sei in einer anderen Anstalt untergebracht worden, weil er «seine Kenntnisse über die Rahmenbedingungen der vorangegangenen Unterbringung und die dortigen Abläufe nicht zu weiterem Fehlverhalten ausnutzen können» soll, so die Ministerin. Er unterliege besonderen Sicherungsmaßnahmen. Nur zwingende Aus- und Vorführungen, etwa zum Arzt, seien erlaubt. Sie würden von der besonders geschulten und ausgerüsteten Sicherheitsgruppe Justizvollzug durchgeführt.

Der 44-Jährige hatte sich bei seinem Ausgang laut Behörden mit seiner Frau und seinen Kindern getroffen. Es war bereits die achte Ausführung des Deutsch-Kasachen in Begleitung gewesen.

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Geflohener Mörder aus JVA Bruchsal: Mutmaßlicher Helfer festgenommen https://www.die-neue-welle.de/geflohener-moerder-aus-jva-bruchsal-mutmasslicher-helfer-festgenommen-986754/ Tue, 06 Aug 2024 02:38:36 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=986754

Ein 45-Jähriger aus dem Kreis Germersheim ist verhaftet worden, weil er dem Mörder aus Bruchsal im Oktober Beihilfe zur Flucht geleistet haben soll. Der Entflohene ist erst vor kurzem in Südosteuropa gefasst worden.

Fluchthelfer selbst in Haft

Wie die Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz mitteilte, wurde der mutmaßliche Fluchthelfer am Sonntag einem Richter des Amtsgerichts vorgeführt. Dieser habe einen Haftbefehl erlassen und der Verdächtige sei sofort in ein Gefängnis gebracht worden.

Den Angaben zufolge war der Beschuldigte in den Fluchtplan des damals 43-jährigen Strafgefangenen eingebunden und soll ihm geholfen haben, aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bruchsal zu fliehen. Der verurteilte Mörder war daraufhin neun Monate auf der Flucht, bis es nach internationaler Zusammenarbeit gelungen war, ihn im Juli in Moldau wieder festzunehmen. Der Fall hielt über Monate die Öffentlichkeit in Atem.

Bewachern am Baggersee entkommen

Der entflohene Mörder verbüßte im Gefängnis in Bruchsal eigentlich eine lebenslange Haftstrafe, wobei beim Prozess 2012 vom Landgericht Karlsruhe auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt worden war. Er hatte einen 44-Jährigen erwürgt.

Der heute 44 Jahre alte Mörder war während eines von zwei JVA-Beamten beaufsichtigten Ausgangs an einem Baggersee in Germersheim in Rheinland-Pfalz in ein angrenzendes Waldgebiet geflüchtet. Dort soll ihn der nun verhaftete Mann laut der Staatsanwaltschaft Landau mit dem Auto mitgenommen haben. Die elektronische Fußfessel des Mörders war kurze Zeit später im Stadtgebiet von Germersheim gefunden worden. Am Baggersee hatte er sich den Behörden zufolge zuvor mit seiner Frau und seinen Kindern getroffen. Es war bereits die achte Ausführung des Deutsch-Kasachen in Begleitung gewesen.

JVA-Beamten mussten Geldbußen zahlen

Das Justizministerium räumte nach dem Vorfall ein, dass Pannen bei dem Ausgang die Flucht des Mannes trotz der Überwachung durch zwei Mitarbeiter der JVA möglich gemacht hätten. Gegen die beiden Beamten wurden den Angaben nach Geldbußen verhängt. Sie sind laut Ministerium aber weiterhin in der JVA Bruchsal im Dienst.

Nach der Verhaftung des mutmaßlichen Fluchthelfers dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalinspektion Landau an. Es seien unter anderem seine elektronischen Geräte beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet würden.

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Geflüchteter Mörder aus Bruchsaler Gefängnis gefasst https://www.die-neue-welle.de/gefluechteter-moerder-aus-bruchsaler-gefaengnis-gefasst-969840/ Sun, 28 Jul 2024 14:56:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=969840 Neun Monate nach seiner Flucht bei einem Ausgang im pfälzischen Germersheim ist ein verurteilter Mörder aus der Justizvollzugsanstalt Bruchsal gefasst worden.

Flüchtiger in Moldau gefasst

Der 44-Jährige sei Fahndern in der südosteuropäischen Republik Moldau ins Netz gegangen, bestätigte das baden-württembergische Justizministerium. Zuvor hatten die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» berichtet.

Den Bewachern geflohen

Der Mann war Ende Oktober vergangenen Jahres während eines von zwei JVA-Beamten beaufsichtigten Ausgangs an einem Baggersee in Germersheim in Rheinland-Pfalz in ein angrenzendes Waldgebiet geflüchtet. Seine elektronische Fußfessel war kurze Zeit später im Stadtgebiet von Germersheim gefunden worden. Der Mann verbüßte im Gefängnis in Bruchsal eigentlich eine lebenslange Haftstrafe, auch die besondere Schwere der Schuld war beim Prozess 2012 vom Landgericht Karlsruhe festgestellt worden. Er hatte in Pforzheim einen Menschen erwürgt.

Familientreffen am See

Am Baggersee hatte er sich laut Behörden mit seiner Frau und seinen Kindern getroffen. Es war bereits die achte Ausführung des Deutsch-Kasachen in Begleitung gewesen. Der mit dem Bruchsaler Häftling und seiner Frau abgesprochene Ablauf am 30. Oktober führte laut Justizministerium nach einem Treffen der Familie und einem gemeinsamen Frühstück in einem Fast-Food-Restaurant in Germersheim unweit der französischen Grenze weiter in einen Supermarkt und einen Baumarkt. Danach fuhr die kleine Gruppe zum Naherholungsgebiet Sollachsee. Auf dem dortigen Spielplatz sei dem Mann die Flucht gelungen.

Ministerium räumt Pannen ein

Pannen bei dem Ausgang hätten die Flucht des Mannes trotz der Überwachung durch zwei Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt möglich gemacht, räumte das Justizministerium nach dem Zwischenfall ein. Gegen die beiden Beamten der JVA Bruchsal waren zuletzt Geldbußen verhängt worden. Sie sind laut Ministerium weiterhin in der JVA Bruchsal im Dienst.

 

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„Mehrere Pannen“ bei Suche nach geflüchteten Mörder https://www.die-neue-welle.de/mehrere-pannen-bei-suche-nach-gefluechteten-moerder-626499/ Wed, 20 Dec 2023 17:03:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=626499 Bruchsal (pm/dk) – Seit Wochen bereits fehlt von einem flüchtigen Häftling aus Bruchsal jede Spur, auch ein Mannheimer Gefangener konnte zuletzt entkommen. Nun wird klar: Es hat Pannen gegeben, die Folgen haben könnten. Die FDP fordert deswegen verschärfte Vorgaben für Ausführungen von Häftlingen.

Mehrere Pannen

Bei den beiden erfolgreichen Fluchtversuchen von Häftlingen während sogenannter Ausführungen soll es nach Angaben von Baden-Württembergs Justizministerin Marion Gentges (CDU) mehrere Pannen gegeben haben. Von den Gefangenen aus den Justizvollzugsanstalten (JVA) Mannheim und Bruchsal fehlt nach wie vor jede Spur. Sie hatten einen Ausflug an einen Baggersee im rheinland-pfälzischen Germersheim sowie einen Arzttermin in Ludwigshafen zur Flucht genutzt.

Keine europaweite Fahndung

Vor allem im Fall des seit Ende Oktober flüchtigen Bruchsaler Gefangenen könnte eine ungenaue Absprache zwischen den Behörden auch eine schnelle europaweite Fahndung verhindert haben. Denn nach Angaben von Gentges stellte die Polizeiinspektion Germersheim nach der Flucht zwar eine Fahndung in das polizeiliche Informationssystem Inpol ein, den elektronischen Datenverbund zwischen Bund und Ländern. «Eine Ausschreibung im Schengener Informationssystem wurde zunächst aber nicht initiiert», sagte Gentges am Mittwoch im Stuttgarter Landtag. Das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg habe die vorläufige europaweite Fahndung einen Tag nach der Flucht ausgelöst.

Was ging das schief?

Nach Angaben des Mainzer Innenministeriums wurde das zuständige Polizeipräsidium Pforzheim allerdings noch am Tag der Flucht informiert und um die Ausschreibung einer schengenweiten Fahndung ersucht. Nur die aktenführende Dienststelle könne dies in Auftrag geben, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Schritt sei mit den LKA Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg abgestimmt gewesen. Das Stuttgarter Innenministerium teilte am Mittwoch mit, das Polizeipräsidium Pforzheim sei am Abend des Fluchttages vom Polizeipräsidium Rheinpfalz informiert worden.

Dem Häftling war es am Mittag des 30. Oktober beim Ausflug an den Baggersee gelungen, den beiden begleitenden JVA-Mitarbeitern zu entkommen und seine elektronische Fußfessel mithilfe eines Werkzeugs zu knacken. Vom Baggersee in Germersheim zur französischen Grenze sind es lediglich etwas mehr als 30 Kilometer.

FDP fordert Ausführungen von Häftlingen nur noch in Baden-Württemberg

Nach den erfolgreichen Fluchten von Häftlingen aus Bruchsal und Mannheim bei Terminen in Rheinland-Pfalz sollten sogenannte Ausführungen aus Sicht der FDP nur noch in die nähere Umgebung der Gefängnisse genehmigt werden. «Es ist nach den Vorkommnissen sinnvoll, Ausführungen nach Möglichkeit auf baden-württembergisches Gebiet zu beschränken», sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Jung am Donnerstag. Es gebe im Einzugsgebiet der Justizvollzugsanstalten (JVA) Bruchsal und Mannheim ausgezeichnete Kliniken und Mediziner sowie Ausflugsziele ohne Menschenmassen, die man absichern könne. So könnten unter anderem Kommunikationspannen unterbunden werden.

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Mordprozess nach Messerstichen – Ehemann in Baden-Baden vor Gericht https://www.die-neue-welle.de/mordprozess-nach-messerstichen-ehemann-in-baden-baden-vor-gericht-603021/ Thu, 30 Nov 2023 15:26:26 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=603021 Baden-Baden (pm/dk) – Mit mehreren Messerstichen soll er seine Ehefrau an einem Morgen getötet haben – mutmaßlich schlief sie zu Beginn des Angriffs noch. Nun hat der Mordprozess gegen den Ehemann begonnen.

Ehefrau hat noch geschlafen

Ein 33-Jähriger muss sich seit Donnerstag vor dem Baden-Badener Landgericht verantworten, weil er seine Ehefrau umgebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Anfang Juni dieses Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Gernsbach mehrfach auf Hals und Oberkörper seiner Frau eingestochen zu haben – mit einem kleinen und einem großen Küchenmesser. Zu Beginn des Angriffs soll die 27-Jährige noch geschlafen haben. 14 teils massive Stichverletzungen hätten zu einem hohen Blutverlust geführt, so dass die Frau gestorben sei. Der Tatvorwurf der Anklagebehörde lautet heimtückischer Mord.

Ehepaar war nicht alleine

Bei Prozessbeginn wollte sich der Afghane zunächst lediglich zu seinen Lebensumständen äußern. Die Einlassung zur Person las seine Verteidigerin vor – ein Dolmetscher übersetzte. Allerdings ist es der Verteidigerin des 33-Jährigen zufolge möglich, dass sich der Angeklagte zu einem späteren Zeitpunkt auch zur Sache einlässt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Ehepaar bei der Tat in der Wohnung nicht alleine war. Anwesend waren demnach die Schwiegermutter der Frau und vier minderjährige Kinder – der gemeinsame Sohn des Paares und drei Töchter der Frau. Nach der Tat sei der Mann geflüchtet, später aber auf der Straße gefasst worden. Er kam in Untersuchungshaft.

Hintergründe nicht aufgeklärt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die Hintergründe der Tat noch nicht restlos aufgeklärt. Das Paar soll demzufolge erhebliche Eheprobleme gehabt haben. Der Angeklagte habe erwogen, ohne seine Frau in sein Heimatland zurückzukehren. Es sind vier weitere Hauptverhandlungstermine bis Januar angesetzt. Die Beweisaufnahme soll beim nächsten Termin am 5. Dezember beginnen.

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