Menschenrechte – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Wed, 21 May 2025 13:05:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 CSD in Pforzheim – Don’t be quiet, be a riot! https://www.die-neue-welle.de/csd-in-pforzheim-dont-be-quiet-be-a-riot-1472176/ Wed, 11 Jun 2025 02:50:41 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1472176 Pforzheim (pm/dk) – Der Juni ist Pride Month – deswegen gehen weltweit Menschen gegen Hass und Hetze und für die Liebe auf die Straße. Nach dem CSD in Karlsruhe folgt am Wochenende auch Pforzheim. Der Christopher Street Day findet am 14. Juni zum dritten mal statt – und stand in diesem Jahr auf der Kippe!

Finanzierung lange unklar

Nachdem der bisherige Hauptsponsor sich zurück gezogen hat, war lange unklar, ob der CSD in der Goldstadt überhaupt stattfinden kann. Die Betreiber der Fachstelle Pforzheim waren aber weiter motiviert und konnten genug Geld eintreiben. „Wir haben zwei große Hauptsponsoren und zusätzlich haben so viele private Menschen gespendet und auch kleinere Unternehmen, so dass der CSD auf jeden Fall stattfindet und wir sehr, sehr froh sind“ – betont Claudia Jancura, Leiterin von Spotlight.

Drag, DJ und Dance

Das Motto des Tages lautet „Don’t be quiet, be a riot!“ – sei nicht leise, sei rebellisch. Geboten wird ein buntes Rahmenprogramm – mit viel Musik und guter Laune. Organisationsleitung Caleb Davis freut sich:

Wir haben, wie eigentlich jeder CSD, verschiedene Drag Künstler, die auftreten werden. Wir haben einen DJ, der auflegen wird. Wir haben Finna, eine Musikerin, die macht so queerfeministischen Hip Hop, aber nicht ausschließlich Hip Hop. Eigentlich sehr tanzbare, richtig gute Musik und auch sehr politisch, was gut zu uns passt. Und dann wird es wieder eine Tombola geben, wie im letzten Jahr, wo man richtig gute Preise gewinnen kann.

Demonstration durch die Stadt

Eine große Symbolik soll in diesem Jahr auch die Demonstration durch die Pforzheimer Innenstadt haben. Den Veranstaltern ist klar, dass viele Menschen in der Goldstadt ihren Themen kritisch gegenüber stehen. Bei der vergangenen Bundestagswahl hat die AfD dort ein Rekordergebnis ein gefahren. Trotzdem betonen sie auf ihrer Website:

Wir wollen noch lauter und sichtbarer sein zum CSD dieses Jahr. […] Pforzheim keine einfache Stadt was offenes, queeres Leben angeht. Faschistische Gruppierungen demonstrieren in der Stadt, Berichte von Übergriffen häufen sich. Wir werden ihnen die Straßen nicht einfach so überlassen.

Die Demo beginnt um 12 Uhr am Pforzheimer Marktplatz. Kreative und themenbezogene Plakate sind dabei gern gesehen.

Muss sich noch einiges Tun

Laut Davis hat sich schon einiges in der Gesellschaft getan – auch im konkreten Umgang mit queeren Menschen. Trotzdem:

Ich wünsche mir weltweit, dass Menschen laut werden für die queere Community. Dass die queere Community nicht alleine gelassen wird und nicht als das willkommene Opfer genommen wird. […] Dass Leute da schneller laut werden und schneller was dagegen sagen, wenn aktuell noch zu viele Menschen zu queere Menschen entrechtet werden.

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Drei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine: Solidaritätskundgebung in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/drei-jahre-nach-kriegsbeginn-in-der-ukraine-solidaritaetskundgebung-in-karlsruhe-1324877/ Mon, 24 Feb 2025 04:17:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1324877 Karlsruhe (pm) – Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ruft der Deutsch-Ukrainische Verein e.V. zur Solidaritätskundgebung „Solidarität mit der Ukraine = Frieden und Stabilität in Europa“ auf. Die Veranstaltung findet am 24. Februar 2025 von 17:30 bis 19:30 Uhr auf dem Marktplatz Karlsruhe statt. Ziel ist es, an die Opfer des Krieges zu erinnern, die Unterstützung der Ukraine zu betonen und ein starkes Zeichen für Frieden und Demokratie in Europa zu setzen.

Drei Jahre Krieg – Europa in der Verantwortung

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wurde nicht nur das Land selbst, sondern auch die europäische Sicherheit massiv erschüttert. Doch die Aggression begann bereits 2014 mit der Annexion der Krim und dem Krieg in der Ostukraine. Der Verein betont, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen handeln müsse, um demokratische Werte und die territoriale Integrität Europas zu verteidigen.

Russlands Strategie sei nicht nur auf die Zerstörung der Ukraine als souveränen Staat ausgerichtet, sondern auch auf die Destabilisierung der Europäischen Union durch hybride Kriegsführung, politische Einflussnahme und gezielte Desinformation. Die engen Kooperationen mit autoritären Regimen wie Nordkorea, Iran und China verschärfen die geopolitische Lage zusätzlich.

Dank an die Helfer in Karlsruhe

Während der letzten drei Jahre haben viele Menschen in Deutschland Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen und humanitäre Hilfe geleistet. Der Verein „Ukrainer in Karlsruhe“ war dabei eine zentrale Drehscheibe für Unterstützung und Hilfstransporte in die Ukraine.

„In dunklen Zeiten kann man helle Menschen deutlich sehen“, zitiert der Verein den Schriftsteller Erich Maria Remarque und dankt allen, die sich für die Menschen in der Ukraine einsetzen – von privaten Helfern bis hin zu staatlichen Institutionen.

Warum es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen

Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch die Sicherheit Europas. Der Krieg hat sich längst zu einem brutalen Angriff auf zivile Strukturen entwickelt: Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Versorgungsinfrastruktur werden gezielt bombardiert.

Die Kundgebung in Karlsruhe soll ein klares Zeichen setzen: Für die Ukraine, für die Demokratie und gegen Diktatur und Krieg. Alle Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren wollen, sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

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Pforzheim leuchtet für die Demokratie Kundgebung für eine offene Gesellschaft! https://www.die-neue-welle.de/pforzheim-leuchtet-fuer-die-demokratie-kundgebung-fuer-eine-offene-gesellschaft-1297757/ Sun, 02 Feb 2025 15:28:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1297757

Pforzheim (lm) - Es gibt mehr als genug Gründe , warum die Pforzheimer Bürgerbewegung #zusammenhalten sich dazu entschlossen hat am Montag Pforzheims Lichter für den Zusammenhalt in der Gesellschaft leuchten zu lassen. Gemeinsam will man ein Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen.

In Erinnerung an Pforzheims berühmtesten Sohn

Den aus Pforzheim stammenden Humanisten Johannes Reuchlin hat man sich als Vorbild genommen. Bei ihm standen Werte wie Menschenrechte, Religionsfreiheit und gegenseitige Wertschätzung immer im Vordergrund. Es ist also kein Zufall, dass man sein Denkmal am Pforzheimer Schlossberg für den Montagabend als Treffpunkt ausgewählt hat.

Johannes Reuchlin hat zu seiner Zeit immer auf Dialog zwischen anders Denkenden hingewiesen. An diese Tradition wollen wir anknüpfen. Der Dialog geht immer mehr verloren,

betont Veranstalter Gerhard Baral.

Der 23. Februar wirft seine Schatten voraus

Der 23. Februar eines jeden Jahres ist in Pforzheim ohnehin immer ein ereignisreicher Tag. Während viele der Zerstörung der Stadt im zweiten Weltkrieg gedenken, protestieren andere gegen den Aufmarsch der Nazis auf dem Pforzheimer Wartberg. Der Angriff auf Pforzheim jährt sich 2025 zum 80. Mal.

Spaltung der Gesellschaft nimmt zu

Als wäre das nicht genug, kommt am selben Tag dieses Jahr die Bundestagswahl dazu. Im Wahlkampf ist den OrganisatorInnen von #zusammenhalten der Ton zu rau. Zurückweisen und Migration begrenzen ist hier allgegenwärtig. Ihrer Meinung nach, müsste es mehr darum gehen, sich zu vereinen und eben zusammenzuhalten. Ganz in Reuchlins Sinne, eben den Mensch wieder in den Vordergrund zu stellen. „Wir laden die Bevölkerung ein, der Dunkelheit in der Gesellschaft entgegenzuwirken“, sagt Veranstalter Baral.

Lichtermeer für alle

Für eine bunte, offene Stadt ist jeder eingeladen am Montagabend ein Licht mitzubringen. Gemeinsam will man Hoffnung schenken und eben „Lichtblicke“ geben. Beginn der Kundgebung ist um 19:00

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