„Love Scamming“ – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Fri, 20 Feb 2026 03:28:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Love-Scamming: Immer mehr fallen auf digitale Liebes-Betrüger rein https://www.die-neue-welle.de/love-scamming-immer-mehr-fallen-auf-digitale-liebes-betrueger-rein-1859376/ Fri, 20 Feb 2026 03:28:56 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1859376
Erst «ich liebe dich und will für immer mit dir zusammen sein», dann «ich brauche Geld, ich bin in Schwierigkeiten» – im Südwesten werden immer mehr Fälle sogenannten Love-Scammings (etwa: Liebesbetrug) verzeichnet. Die meist aus dem Ausland operierenden Betrügerinnen und Betrüger arbeiten dabei mit perfiden manipulativen Methoden, gaukeln ihren gutgläubigen Opfern mit gefälschten Bildern und geklauten Identitäten die große Liebe vor und ziehen ihnen dann teils enorme Summen aus der Tasche.

KI befördert Liebesschwindel – Opfer haben kaum eine Chance

Eine große Hilfe ist Künstliche Intelligenz (KI). «Wo man früher Fotos noch „mühsam“ aus Social-Media-Profilen zusammensuchen musste, kann man inzwischen seinen Lockvogel per KI erzeugen und dann beliebige Szenen mit diesem erstellen», sagt Professor Martin Steinebach vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie. Auf der Ebene von Texten und Bildern sei es selbst für kritische Experten schwer oder gar unmöglich, fake von echt zu unterscheiden. «Ich würde sagen, die einzige Möglichkeit ist ein Hinterfragen der Plausibilität und der Abgleich mit Betrugsmustern, die schon bekannt sind.»

Zahl der Fälle steigt stetig

Die Zahl der im Südwesten verzeichneten Fälle steigt seit Jahren stetig an und liegt mittlerweile im beinahe vierstelligen Bereich, wie das Landeskriminalamt (LKA) berichtet. «Auch die Tendenz für 2026 zeigt ansteigende Fallzahlen im unteren zweistelligen Prozentbereich», sagt eine Sprecherin. Die Dunkelziffer ist hoch.

Allein seit Anfang dieses Jahres wurden mehrere happige Liebesbetrugsfälle bekannt: Eine 66 Jahre alte Frau aus dem Bodenseekreis wurde um rund 66.000 Euro gebracht: Sie hatte einem angeblichen Musiker vertraut, der sie über Social Media angeschrieben hatte. Als ihr der Schwindel dämmerte und sie im Januar zur Polizei ging, war es zu spät. In der Region Freudenstadt verloren zwei Frauen jeweils 20.000 Euro an Liebesbetrüger, die sich als Arzt beziehungsweise als US-Bürger ausgegeben hatten.

In den vergangenen zwölf Monaten berappten arglose Opfer insgesamt rund 14 Millionen Euro an ihre vermeintlichen Geliebten, im Jahr 2024 waren es laut LKA sogar rund 18 Millionen Euro. «Die Versuche werden sicher weiter ansteigen», warnt Steinebach.

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Liebesbetrug im Raum Freudenstadt: Zwei Frauen verlieren rund 40.000 Euro https://www.die-neue-welle.de/liebesbetrug-im-raum-freudenstadt-zwei-frauen-verlieren-rund-40-000-euro-1854708/ Tue, 03 Feb 2026 12:55:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1854708 Freudenstadt (dpa/dk) – Erst die große Liebe, dann die bittere Erkenntnis: Im Raum Freudenstadt sind zwei Frauen Opfer sogenannter Liebesbetrüger geworden. Die Täter bauten über das Internet Vertrauen auf – und kassierten am Ende jeweils hohe Geldbeträge.

Neuer Online-Kontakt endet teuer

Wie die Polizei mitteilt, lernte eine 66-jährige Frau über ein soziales Netzwerk einen Mann kennen, der sich als US-Amerikaner ausgab. Im Laufe der virtuellen Beziehung bat er sie immer wieder um Geld – angeblich für Reparaturen. Gleichzeitig setzte er die Frau emotional unter Druck und drohte mit dem Ende der Beziehung, falls sie nicht zahle. Über einen Zeitraum von rund einem Jahr überwies die 66-Jährige ihrem vermeintlichen Freund rund 20.000 Euro in die USA.

Angeblicher Kinderarzt auf Auslandseinsatz

Ein ähnlicher Fall ereignete sich bei einer 55-jährigen Frau. Auch sie lernte den Betrüger über eine Online-Plattform kennen. Der Mann stellte sich als amerikanischer Kinderarzt dar, der sich auf einem Auslandseinsatz befinde. Mit erfundenen Geschichten brachte er die Frau dazu, ihm ebenfalls Geld zu überweisen. Der Schaden liegt auch hier bei knapp 20.000 Euro.

Polizei warnt vor Love-Scamming

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem sogenannten Love-Scamming. Dabei geben sich Betrüger im Internet unter falscher Identität als potenzielle Partner aus, bauen gezielt eine emotionale Bindung auf und erfinden anschließend Notlagen, um Geld zu fordern. Die Täter agieren oft über längere Zeit und nutzen das Vertrauen ihrer Opfer konsequent aus.

Die Polizei rät, bei Online-Bekanntschaften vorsichtig zu sein und niemals Geld an Personen zu überweisen, die man nur aus dem Internet kennt – unabhängig davon, wie glaubwürdig oder vertraut die Beziehung erscheint.

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Liebesbetrug durch Zufall in Freudenstadt aufgeklärt https://www.die-neue-welle.de/liebesbetrug-durch-zufall-in-freudenstadt-aufgeklaert-1819811/ Tue, 02 Dec 2025 10:48:40 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1819811 Freudenstadt (pol/tk) – Ungewöhnlicher Vorfall auf dem Polizeirevier Freudenstadt: Eine Frau, die sich lediglich über die Seriosität von Online-Plattformen erkundigen wollte, wurde über Love Scamming aufgeklärt.

Liebe auf de ersten Klick

Die Frau hatte Ende Oktober einen Mann über eine Dating-App kennengelernt. Über Wochen hinweg tauschten sie WhatsApp-Nachrichten aus, wobei sich eine emotionale Beziehung entwickelte.

Zu Krypto-Anleihen gelockt

Bereits wenige Tage nach dem Kennenlernen ermunterte der Liebesbetrüger die Frau, auf einer von ihm genannten Internetseite ihr Geld in Krypto-Währung anzulegen. Gelockt von hohen Renditen überwies die Frau auf mehrere angebliche Handelsplattformen einen Geldbetrag in hoher fünfstelliger Zahl.

Polizei gibt Tipps

  • Seid bei jeder Kontaktaufnahme von Unbekannten über das Internet oder über Messenger-Dienste grundsätzlich misstrauisch.
  • Überweist Online-Bekanntschaften kein Geld und lasst euch nicht auf Transaktionen auf Internetseiten ein.
  • Lasst euch niemals unter (emotionalen) Druck setzen.
  • Wenn Ihr Opfer eines Liebesbetruges geworden seid, erstattet auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei. Speichert alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf einem Speichermedium.
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Betrugsmasche „Love Scamming“ in Horb und im Enzkreis https://www.die-neue-welle.de/betrugsmasche-love-scamming-in-horb-und-im-enzkreis-378411/ Thu, 10 Nov 2022 13:52:30 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/betrugsmasche-love-scamming-in-horb-und-im-enzkreis-378411/ Horb/Enzkreis (svs/pol) – Ein Mann aus Horb, sowie eine Frau aus dem Enzkreis wurden beide mit der Betrugsmasche „Love Scamming“ über den Tisch gezogen. Immer öfter sind Betrüger in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken auf der Suche nach potenziellen Opfern.

Online-Betrug zum Opfer gefallen.

Ein Mann aus Horb lernte über Facebook eine Frau, angeblich eine Sanitäterin der dänischen Streitkräfte, kennen. Diese gaukelte vor, im Irak stationiert zu sein und erschlich sich das Vertrauen des Mannes. Um glaubwürdiger zu erscheinen, benutzte die Täterin missbräuchlich das Profil einer tatsächlich existierenden Militärangehörigen. Die vermeintliche Soldatin brachte den Geschädigten im weiteren Verlauf durch geschickte Kommunikation dazu, einen vierstelligen Betrag zu überweisen.

Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei gibt hierzu folgende allgemeine Hinweise: Auch in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken sind Betrüger auf der Suche nach potenziellen Opfern. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden Liebesbekundungen gemacht und Aufmerksamkeit geschenkt – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, den Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn die virtuellen Partner geben vor, z.B. bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Gehen Sie nicht auf Forderungen des Betrügers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten, ob bei der Wohnungs- oder der Partnersuche.

Böses Erwachen für Frau aus dem Enzkreis

Was als ein virtueller Flirt begann, hat für eine Frau aus dem westlichen Enzkreis offensichtlich mit einem bösen Erwachen und dem Verlust von mehreren Tausend Euro geendet. Die Geschädigte lernte über eine Online-Plattform einen angeblichen Angehörigen der Marine kennen. Dieser gewann mit Schmeicheleien und Versprechungen das Vertrauen der Frau. Über mehrere Monate überzeugte der Täter die Geschädigte durch geschickte Kommunikation, insgesamt fünf Überweisungen zu tätigen.
Letztendlich kam die Geschädigte um einen vierstelligen Betrag zu Schaden.

 

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