Kindesmissbrauch – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Mon, 03 Aug 2026 05:18:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Mehr Missbrauchsfälle von Kindern im Südwesten https://www.die-neue-welle.de/mehr-missbrauchsfaelle-von-kindern-im-suedwesten-1945653/ Mon, 03 Aug 2026 04:59:49 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1945653 Die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Südwesten nimmt weiter zu. Die Zahl der Missbrauchsfälle wuchs im vergangenen Jahr laut Kriminalstatistik von 1.719 auf 1.775 Delikte an. Dieser Trend werde sich auch 2026 fortsetzen, teilte das Landeskriminalamt der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Die Tendenz zeige weiterhin nach oben.

Mehr Missbrauchsfälle von Kindern im Südwesten

Seit 2020 steigt diese Zahl der Missbrauchsfälle in Baden-Württemberg mit jedem Jahr weiter in die Höhe. Vor zehn Jahren, 2016, wurden noch 1.174 Delikte erfasst. Seither nahm die Zahl um rund 51 Prozent zu.

Auch beim Missbrauch von Jugendlichen registriert die Polizei mehr Fälle. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent auf 88 Delikte. Nach Einschätzung des Landeskriminalamts werden auch diese Fallzahlen im laufenden Jahr weiter zunehmen.

Rückgang bei Kinderpornografie

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich dagegen bei der Herstellung, Verbreitung und dem Erwerb kinderpornografischer Darstellungen. Die Zahl der registrierten Fälle sank im vergangenen Jahr um 15,6 Prozent auf 4.186. Auch für das laufende Jahr rechnen die Ermittler mit einem weiteren Rückgang.

Sprunghaft gestiegen sind hingegen die Fälle sexueller Ausbeutung von Minderjährigen. So registrierte das Landeskriminalamt 2025 insgesamt 47 Delikte des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Verbindung mit der Herstellung und Verbreitung pornografischer Inhalte. Im Vorjahr waren es in diesem Bereich noch acht Fälle gewesen.

«Die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen von Kindern gehört zu den widerlichsten, abscheulichsten und verachtenswertesten Taten», hatte der damalige Innenminister Thomas Strobl (CDU) bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts im Frühjahr gesagt. Hinter jeder Abbildung stehe in den allermeisten Fällen ein tatsächlicher sexueller Missbrauch.

Fast täglich Fälle in den Schlagzeilen

Nachrichten über Missbrauchsfälle sind auch im Südwesten beinahe täglich zu lesen. Erst vor wenigen Tagen wurde ein 33-jähriger Mann aus der Nähe von Heidelberg zu fast vier Jahren Haft verurteilt, weil er über das Internet mehr als 20 Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Nach Überzeugung des Landgerichts Heidelberg brachte er die 8 bis 13 Jahre alten Opfer dazu, ihm selbst angefertigte pornografische Inhalte zu schicken. Der Mann hatte die Tat gestanden. Auf die Spur kamen ihm die Ermittler laut Gericht, nachdem Eltern eines Opfers Anzeige erstattet hatten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Anfang Juli wurde ein 53 Jahre alter Tagesvater aus dem Rems-Murr-Kreis in Stuttgart zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll ihm anvertraute Kinder über Jahre hinweg vielfach schwer sexuell missbraucht haben. Seine Opfer waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Babys im Alter von wenigen Monaten und Kinder im Alter von bis zu 12 Jahren, überwiegend Kleinkinder, hieß es. Außerdem soll der Mann Bilder und Videos von Kindesmissbrauch erstellt, besessen und verbreitet haben. Er räumte die Vorwürfe am ersten Prozesstag ein. Auch dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

BKA warnt vor künstlicher Intelligenz

Die Fallzahlen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen seien weiterhin bundesweit besorgniserregend hoch, warnte das Bundeskriminalamt vor kurzem. Digitale Tatformen und künstliche Intelligenz hätten zunehmend Einfluss auf den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. Immer mehr Delikte würden online und ohne körperlichen Kontakt begangen.

«Die vermehrte Nutzung des Internets begünstigt digitale Phänomene wie Cybergrooming, Livestreaming oder Sextortion», teilte die Behörde mit. Bei Cybergrooming handelt es sich um das gezielte Anbahnen sexueller Kontakte zu Kindern oder Jugendlichen über das Internet, Sextortion ist ein Begriff für sexuelle Erpressung, meist mit intimen Bildern oder Videos, deren Veröffentlichung angedroht wird.

Vom BKA hieß es, Künstliche Intelligenz eröffne neue Tatmöglichkeiten oder erleichtere sie. Reale Inhalte könnten ohne besonderes Fachwissen manipuliert oder neue Darstellungen vollständig künstlich erzeugt werden.

«Im Kampf gegen diese widerwärtigen Straftaten brauchen unsere Sicherheitsbehörden wirksame Instrumente wie die IP-Adressenspeicherung – um Täter zu identifizieren, konsequent zu verfolgen und aktiven Missbrauch zu beenden», forderte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Scan-Erlaubnis für Messengerdienste

Im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch sollen Messengerdienste in der EU bald wieder in privaten Chats nach Hinweisen suchen dürfen. In der Debatte um die Chatkontrolle einigten sich Vertreter der Mitgliedsländer auf eine befristete Ausnahme von europäischen Datenschutzregeln. Dafür hatten sich in Baden-Würtemberg auch Justizminister Moritz Oppelt und Innenminister Manuel Hagel (beide CDU) eingesetzt.

Mit der befristeten Ausnahmeregelung können etwa Microsoft bei Outlook, Google bei Gmail oder Meta bei Instagram wieder Software automatisiert nach Bildern oder Videos von Kindesmissbrauch suchen lassen. Die Kontrollen sind freiwillig. Datenschützer hingegen bezeichnen die Möglichkeit zum flächendeckenden Scannen als anlasslose Massenkontrolle und ineffektiv für den Schutz von Kindern.

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Online 21 Mädchen sexuell missbraucht – Mann verurteilt https://www.die-neue-welle.de/online-21-maedchen-sexuell-missbraucht-mann-verurteilt-1939254/ Wed, 22 Jul 2026 02:22:07 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1939254

Heidelberg/Karlsruhe (dpa/tk) – Er spielte Mädchen vor, er sei Jugendlicher, und brachte sie dazu, ihm pornografische Bilder von sich selbst zu schicken. Nun muss ein 33-Jähriger hinter Gitter.

Opfer zwischen acht und 13 Jahre

Ein Mann aus der Nähe von Heidelberg hat über das Internet mehr als 20 Mädchen sexuell missbraucht und ist dafür zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Heidelberg sah es als erwiesen an, dass der Mann die Opfer im Alter von acht bis 13 Jahren dazu gebracht hatte, ihm von sich selbst angefertigte pornografische Inhalte zu schicken. Die Mädchen kommen aus ganz Deutschland, wie eine Sprecherin des Gerichts sagte.

Der Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurde demnach wegen eines Falles von sexuellem Missbrauch von Kindern verurteilt sowie wegen 30 Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt und der Herstellung von kinderpornographischen Inhalten. Er hatte die Taten laut Gericht gestanden und den Kindern damit Aussagen in dem Prozess erspart. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Kontakte über Whatsapp und Snapchat

Laut Gericht kontaktierte der Mann zwischen 2023 und 2025 zahlreiche Mädchen über die Messenger-Dienste Whatsapp und Snapchat. Dabei habe er den Mädchen vorgespielt, er sei Jugendlicher oder Heranwachsender. Dann habe er die Mädchen dazu aufgefordert, ihm von sich selbst erstellte pornografische Inhalte zuzuschicken.

Der Mann habe auch von sich erstellte pornografische Inhalte an die Mädchen geschickt, vor allem Videos, wie das Landgericht mitteilte. Schließlich hätten 21 Mädchen dem heute 33-Jährigen von sich selbst angefertigte kinderpornografische Fotos und Videos übersandt. In einem weiteren Fall sei es beim Versuch geblieben.

Karlsruher Online-Fahnder erheben Anklage

Die Ermittler kamen dem Mann laut Gericht auf die Spur, nachdem Eltern eines Opfers Anzeige erstattet hatten. Er wurde laut einer früheren Mitteilung im vergangenen November festgenommen und saß seither in Untersuchungshaft. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg in Karlsruhe hatte den Mann angeklagt.

Mit dem Urteil blieb das Landgericht Heidelberg deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sich für eine Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten ausgesprochen hatte. Die Verteidigung hatte auf eine Haftstrafe von maximal drei Jahren und sechs Monaten plädiert, wie die Gerichtssprecherin sagte.

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„Rulantica“-Prozess: Familie des Mädchens kämpft bis heute mit den Folgen https://www.die-neue-welle.de/rulantica-prozess-familie-des-maedchens-kaempft-bis-heute-mit-den-folgen-1856991/ Wed, 11 Feb 2026 13:49:47 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1856991 Rust (dpa/dk) – Im Prozess um die mutmaßliche Entführung und den Missbrauch eines Mädchens im Erlebnisbad „Rulantica“ in Rust sind jetzt bewegende Details bekannt geworden. Vor dem Landgericht Freiburg schilderte der Vater des Kindes die verzweifelte Suche nach seiner Tochter – und erhob schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Bades und die Polizei.

Stundenlange Suche im Erlebnisbad

Der 41-Jährige berichtete vor Gericht von einer mehr als dreistündigen Suche nach seinem Kind. Immer wieder habe er die Aufsicht im Bad um Hilfe gebeten. „Die waren alle völlig uninteressiert, es wurde auch nichts weitergegeben“, sagte der Vater.

Videoaufnahmen seien trotz seiner Bitte nicht gesichtet worden. Auch die Security und die Kasse am Ausgang seien nicht informiert worden. Erst nach rund vier Stunden kam die erlösende Nachricht: Das Mädchen wurde gefunden – es lebt.

Der Europa-Park teilte auf Anfrage mit, man äußere sich nicht zu laufenden Gerichtsverfahren.

Angeklagter sitzt nur wenige Meter entfernt

Während der Vater aussagte, saß der 31-jährige Angeklagte nur wenige Meter entfernt im Gerichtssaal. Er soll das Mädchen aus dem Erlebnisbad gelockt und in einem Maisfeld sexuell missbraucht haben. Zuvor hatte er die Tat gestanden.

Zu Details und offenen Fragen, etwa zu seinem Motiv, will er sich im weiteren Verlauf des Prozesses äußern.

Dem Mann werden unter anderem sexueller Missbrauch von Kindern, sexuelle Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

„Sie ist nicht mehr dieselbe“

Die Tat hat das Leben der Familie nachhaltig verändert. „Sie lebt, aber sie ist nicht mehr dieselbe“, sagte der Vater über seine Tochter.

Das Mädchen sei seitdem schüchtern geworden, schlafe nicht mehr alleine und habe sich am ersten Schultag „wie ein Baby benommen“. Erst wenn sie „so groß ist wie der Mann“, wolle sie wieder in das Erlebnisbad gehen. Dann könne er ihr nichts mehr tun, habe sie gesagt.

Auch der Vater selbst wird psychologisch betreut. Er könne seitdem nicht mehr arbeiten und habe seinen Job als Postbote nach zwölf Jahren verloren. Seine Frau erhält ebenfalls professionelle Hilfe.

Fall sorgte bundesweit für Entsetzen

Der Fall hatte im Sommer 2025 bundesweit für Entsetzen gesorgt. Das Mädchen war erst Stunden nach seinem Verschwinden mehrere Kilometer entfernt entdeckt worden – verletzt und nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet.

Der Prozess vor dem Landgericht Freiburg läuft weiter.

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Kind aus Erlebnisbad gelockt und missbraucht? Prozessbeginn https://www.die-neue-welle.de/kind-aus-erlebnisbad-gelockt-und-missbraucht-prozessbeginn-1856034/ Mon, 09 Feb 2026 03:17:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1856034

Freiburg (dpa/tk) – Nur in Badesachen verschwindet ein Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica. Nun beginnt der Prozess gegen den Mann, der das Kind missbraucht haben soll.

Mädchen ins Maisfeld gelockt

Vor einem halben Jahr verschwindet ein kleines Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica im badischen Rust. Erst Stunden später wird das hilflose Kind gefunden – nur mit Bikini und Badeschlappen bekleidet und mehrere Kilometer entfernt vom Freizeitbad am Europa-Park. Ein Mann soll die Sechsjährige aus dem Bad heraus in einen Wald gelockt und dort sexuell missbraucht haben.

Anklage gegen 31-Jährigen

Der 31-Jährige sitzt nun in Freiburg auf der Anklagebank. Vor dem Landgericht muss er sich am Montag (9.00 Uhr) unter anderem wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch, sexuelle Nötigung und versuchte gefährlicher Körperverletzung verteidigen.

Erst nach zwei Stunden gefunden

Nach bisherigen Ermittlungen soll der Mann das Kind am Abend des 9. August in ein nahegelegenes Maisfeld geführt haben. Dort soll er Drogen konsumiert und das Kind aufgefordert haben, ebenfalls davon zu nehmen – es habe die Substanz jedoch fallengelassen. Danach soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Anschließend habe der Mann das Mädchen in ein Gebüsch an einer Straße geworfen und sich entfernt.

Die Sechsjährige konnte sich selbst bis zur Ortschaft Kappel-Grafenhausen retten. Dort entdeckte sie ein Autofahrer und alarmierte die Polizei – rund zwei Stunden nach ihrem Verschwinden.

Der Verdächtige wurde etwa eine Woche später in seiner Heimat in Rumänien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Für den Prozess sind zunächst fünf weitere Termine angesetzt.

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Anklage nach Missbrauch von Sechsjähriger aus Rulantica-Bad https://www.die-neue-welle.de/anklage-nach-missbrauch-von-sechsjaehriger-aus-rulantica-bad-1853301/ Tue, 03 Feb 2026 08:56:35 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1853301

Freiburg (dpa/tk) – Ein junges Mädchen wird im Sommer aus dem Erlebnisbad beim Europa-Park mitgenommen. Nun wurde Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben.

Missbrauch, Nötigung und gefährliche Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der vergangenen August ein sechsjähriges Mädchen aus dem Erlebnisbad Rulantica in Rust mitgenommen haben soll. Dem 31-jährigen Rumänen wird unter anderem sexueller Missbrauch, sexuelle Nötigung und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Kind ins Maisfeld gelockt…und später ausgesetzt

Den Ermittlungen zufolge soll der Mann das Mädchen am Abend des 9. August aus dem Innenbereich des Erlebnisbads gelockt und in ein angrenzendes Maisfeld geführt haben. Die Sechsjährige habe lediglich ihre Badekleidung getragen. Dort angekommen soll der Mann Rauschmittel konsumiert und das Mädchen dazu aufgefordert haben, es ihm gleichzutun. Sie habe die Drogen jedoch zu Boden fallen lassen. Anschließend sei es zum sexuellen Missbrauch gekommen.

Schließlich habe der Mann das Kind in ein Gebüsch an der angrenzenden Straße geworfen und sei gegangen. Die Sechsjährige sei danach selbstständig bis nach Kappel-Grafenhausen gelaufen, wo ein Kraftfahrer rund zwei Stunden nach Verschwinden des Mädchens die Polizei verständigte.Der Tatverdächtige war rund eine Woche nach der Tat in Rumänien festgenommen und wenige Tage später nach Deutschland ausgeliefert worden. Das Landgericht Freiburg entscheidet nun über eine Eröffnung des Hauptverfahrens.

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BGH: Urteil im Missbrauchsfall Edenkoben rechtskräftig https://www.die-neue-welle.de/bgh-urteil-im-missbrauchsfall-edenkoben-rechtskraeftig-1248283/ Mon, 16 Dec 2024 10:28:40 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1248283 Karlsruhe/Landau (dpa/tk) – Auf dem Schulweg wird ein Kind von einem einschlägig vorbestraften Mann entführt und missbraucht. Der Fall aus Edenkoben sorgte bundesweit für Entsetzen. Das Urteil gegen den Mann ist nun rechtskräftig.

Landauer Urteil von Karlsruhe bestätigt

Das Gerichtsurteil zu zwölf Jahren Haft sowie Sicherungsverwahrung gegen einen Angeklagten unter anderem wegen der Entführung und des sexuellen Missbrauchs einer Zehnjährigen in Edenkoben ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe auf die Revision des Angeklagten den Schuldspruch des Landgerichts Landau vom 18. April «geringfügig korrigiert und das Rechtsmittel im Übrigen verworfen», teilte der BGH in Karlsruhe mit.

Revision nach Korrekturen abgewiesen

Der mehrfach auch wegen Sexualstraftaten verurteilte Angeklagte hatte das Mädchen am 11. September 2023 auf dem Schulweg in sein Auto gezerrt und missbraucht. Nach einer Verfolgungsfahrt wurde der Mann festgenommen und das Kind befreit. Der Fall hatte überregional Aufsehen verursacht und auch eine Diskussion über das zwangsweise Anlegen einer elektronischen Fußfessel ausgelöst.

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Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt https://www.die-neue-welle.de/erzieher-wegen-sexuellen-missbrauchs-von-kindern-angeklagt-1013235/ Fri, 16 Aug 2024 12:49:12 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1013235 Gernsbach (dpa/dk) – Ein Erzieher aus Gernsbach steht im Verdacht, sich im Jahr 2015 an zwei Jungen vergangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat ihn deshalb wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Die mutmaßlichen Taten soll der damals 19-Jährige in seiner Wohnung begangen und dabei Videos und Fotos der Übergriffe erstellt haben. Eines der Opfer soll höchstens zehn Jahre alt gewesen sein, das andere zehn bis zwölf Jahre.

Keine Verbindung zu seiner beruflichen Tätigkeit

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft stehen die Taten nicht im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Mannes als Erzieher. Ob er bereits 2015 als Erzieher tätig war und wo er zu diesem Zeitpunkt lebte, ist derzeit noch unklar. Der 28-Jährige wurde im März von der Berliner Polizei festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Das Landgericht Baden-Baden muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Prozess ansetzt.

Weitere Vorwürfe: Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie

Neben den schweren Missbrauchsvorwürfen wird dem Mann auch der Besitz und die Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten vorgeworfen. Ermittler fanden auf beschlagnahmten Speichermedien über 4.000 Bilddateien und fast 3.000 Videos mit kinderpornografischem Inhalt sowie über 12.000 Bilddateien und mehr als 11.000 Videos mit jugendpornografischem Inhalt. Zudem soll der Beschuldigte kinderpornografisches Material über einen Instant-Messaging-Dienst an unbekannte Nutzer weitergegeben haben.

Ermittlungen decken schwerwiegende Taten auf

Die Ermittlungen hatten ursprünglich wegen des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornografischem Material begonnen. Erst im Verlauf dieser Ermittlungen ergab sich der Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs. Das Ausmaß der gesicherten Daten und die Schwere der Vorwürfe verdeutlichen die Dringlichkeit eines möglichen Prozesses.

Das Gericht steht nun vor der Entscheidung, ob es die Anklage zulässt und der Fall verhandelt wird. Die betroffenen Familien und die Öffentlichkeit hoffen auf eine gründliche Aufarbeitung und eine angemessene Bestrafung, falls sich die Vorwürfe bestätigen.

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Neuer Fall von Kindesmissbrauch auf den Philippinen https://www.die-neue-welle.de/neuer-fall-von-kindesmissbrauch-auf-den-philippinen-1434979/ Wed, 01 May 2024 08:45:41 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1434979 Karlsruhe/Konstanz (dpa/nr) – Sexuelle Ausbeutung von Kindern auf den Philippinen, die gegen Bezahlung per Livestream missbraucht werden, ist kein neues Phänomen. Ein Mann wurde kürzlich verurteilt. Ein weiterer ist angeklagt.

„Es gibt nichts, was es nicht gibt“

Zumindest möchte man das meinen: Pädophile sitzen nicht nur vor dem Computer und schauen sich schweren sexuellen Missbrauch von Kleinkindern an. Manche geben live auch Befehle durch, was genau sie sehen möchten. Einen solchen Mann hat die Generalstaatsanwaltschaft in Karlsruhe nun angeklagt.

Missbrauch von Kindern im Livestream

Es ist leider kein Einzelfall. Kürzlich wurde ein 56 Jahre alter Mann wegen desselben Vergehens verurteilt. Unter anderem wegen Anstiftung zum sexuellen Missbrauch eines Kindes und Besitzes kinderpornographischer Schriften verhängte das Landgericht Ulm gegen den Kriminellen eine Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten.

Dem Karlsruher Cybercrime-Zentrum und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Konstanz ist es nun gelungen, einen Mann aus Südbaden zu ermitteln. Er steht im Verdacht, im Jahr 2017 den sexuellen Missbrauch eines auf den Philippinen lebenden Mädchens im Alter von zwölf Jahren in Auftrag gegeben und gegen Zahlung von Geldbeträgen per Livestream mitverfolgt und angeleitet zu haben. Dieses Phänomen nennen Experten „Live distance child abuse“ (Live-Missbrauch von Kindern aus der Ferne). Dabei werden Kinder vor der Webcam für einen dafür zahlenden, über Livestream zuschauenden Konsumenten oder Konsumentenkreis live sexuell schwerst missbraucht.

Kampf gegen pädo-kriminelle Netzwerke

Der 52 Jahre alte Mann wurde bereits am 5. April 2025 festgenommen.
Vorausgegangen war die Zerschlagung eines pädo-kriminellen Netzwerks auf den Philippinen durch die dortigen Strafverfolgungsbehörden. Ein dort lebender Mann hatte gegen Bezahlung Live-Übertragungen von schweren sexuellen Missbrauchshandlungen im Internet angeboten. Die betroffenen fünf Kinder im Alter zwischen zwei und dreizehn Jahren konnten durch die philippinischen Behörden in Obhut genommen werden. Die Auswertung der auf den Philippinen beschlagnahmten Geräte führte auch auf die Spur des Tatverdächtigen.

Bei Durchsuchungen der Wohnung und der Geschäftsräumlichkeiten des Mannes wurden umfangreiche elektronische Speichermedien gefunden, die nun ausgewertet werden. Der Tatverdächtige, der im Zuge des polizeilichen Zugriffs Verletzungen erlitt, sitzt in Untersuchungshaft.

Im Prozess gegen den in Ulm verurteilten Mann aus dem Alb-Donau-Kreis wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Mann hatte laut Anklage den Missbrauch von Kindern auf den Philippinen in Auftrag gegeben und dafür bezahlt, sich die schweren Missbrauchshandlungen per Livestream ansehen zu können. Der Angeschuldigte soll dabei im Februar und März 2009 sowie Anfang des Jahres 2022 Geld dafür bezahlt haben, dass unbekannte Täterinnen auf den Philippinen sich an zwischen drei und zwölf Jahre alten Mädchen vergingen.

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Entführung einer Zehnjährigen in Edenkoben – Tatverdächtiger ist vorbestraft und in Haft https://www.die-neue-welle.de/entfuehrung-einer-zehnjaehrigen-in-edenkoben-tatverdaechtiger-ist-vorbestraft-und-in-haft-483591/ Wed, 13 Sep 2023 10:00:34 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=483591 Der Mann, der eine Zehnjährige im südpfälzischen Edenkoben entführt und missbraucht haben soll, ist mehrfach vorbestraft – auch wegen Sexualdelikten.  Jetzt sitzt er in Haft. Zum Zeitpunkt der Tat in Edenkoben ist der 61-Jährige erst wenige Monate wieder auf freiem Fuß.

Gerüchte stimmen nicht

Nach Gerüchten in sozialen Netzwerken, der 61-jährige Tatverdächtige des Sexualdeliktes in Edenkoben sei aus der Untersuchungshaft entlassen worden, meldeten sich bei der Polizei in Neustadt besorgte  Bürger. Staatsanwaltschaft und Polizei stellen hiermit klar, dass die Gerüchte nicht stimmen. Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt.

Vorbestrafter Sexualstraftäter

Der Tatverdächtige im Entführungs- und Missbrauchsfall einer Zehnjährigen in Rheinland-Pfalz ist bereits wegen Sexualstraftaten, Körperverletzung und Eigentumsdelikten verurteilt worden. Wegen Verstößen gegen Weisungen nach seiner letzten Inhaftierung sei kurz vor der Tat in Edenkoben eine Anklageschrift mit Haftbefehl an das zuständige Amtsgericht verschickt worden, sagte Hubert Ströber, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Frankenthal, am Mittwoch. Zuvor hatte es Medienberichte darüber gegeben.

Mädchen sexuell missbraucht

Der 61 Jahre alte Tatverdächtige soll am Montag ein zehnjähriges Mädchen auf dem Schulweg im Auto entführt und sexuell missbraucht haben. Nach einer Verfolgungsjagd mit hohem Tempo und mehreren Verkehrsunfällen nahmen Polizisten ihn fest. Die Zehnjährige war nach Angaben der Ermittler auf dem Rücksitz des Fahrzeugs gefunden worden. Wie sich der in Untersuchungshaft sitzende Mann der Zehnjährigen bemächtigen konnte, wird noch ermittelt.

Seit Juli auf freiem Fuß

Der 61-Jährige sei im Jahr 2008 wegen einer Sexualstraftat verurteilt worden und nach Verbüßen der Haftstrafe seit Mitte Juli wieder auf freiem Fuß gewesen, berichtete der Leitende Oberstaatsanwalt. Danach habe er unter Führungsaufsicht gestanden. Bei den Verstößen gegen die Auflagen habe es sich unter anderem um Kontakt- und Aufenthaltsverbote sowie das Tragen einer elektronischen Fußfessel gehandelt. Der Haftbefehl sei wegen des Verdachts der Flucht- und Verdunklungsgefahr von der Staatsanwaltschaft gestellt worden.

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft sei am 8. September fertiggestellt worden, teilte Ströber mit. Diese müsse auf dem Postweg an das zuständige Gericht übermittelt und dann dort geprüft werden, bevor ein Haftbefehl vollzogen werden könne.

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Pforzheim: Fussballjugendtrainer wegen hundertfachen Kindesmissbrauch verurteilt https://www.die-neue-welle.de/pforzheim-fussballjugendtrainer-wegen-hundertfachen-kindesmissbrauch-verurteilt-416073/ Tue, 01 Aug 2023 03:10:21 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/pforzheim-fussballjugendtrainer-wegen-hundertfachen-kindesmissbrauch-verurteilt-416073/ Pforzheim (dpa/lsw) – Wegen teils schweren sexuellen Missbrauchs ihm anvertrauter Kinder ist am Montag ein ehemaliger Fußballjugendtrainer in Pforzheim zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

120 Taten

Die zuständige Jugendkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim verurteilte den 21-Jährigen nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen mehr als 120 Taten – davon in 42 Fällen wegen schweren sexuellen Missbrauchs und in vier Fällen auch wegen der Herstellung von Kinderpornographie. Der Prozess hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.  Die Verbrechen hatten sich alle im Enzkreis ereignet. Zuvor hatten die «Pforzheimer Zeitung» und die «Badischen Neuesten Nachrichten» berichtet.

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