Karlsruhe Hitze – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Wed, 24 Jun 2026 12:53:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Hitzehoch „Hartmut“ bringt Baden-Württemberg an die Rekord-Grenze https://www.die-neue-welle.de/hitzehoch-hartmut-bringt-baden-wuerttemberg-an-die-rekord-grenze-1922418/ Wed, 24 Jun 2026 12:53:36 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1922418 Südwesten (dpa/svs) – Baden-Württemberg steht vor einem extrem heißen Wochenende. Das Hoch „Hartmut“ sorgt weiter für steigende Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Samstag den Höhepunkt der Hitzewelle – und hält neue Juni-Rekorde für sehr wahrscheinlich. Am Sonntag sollen dann Wolken aufziehen, dann kann es auch gewittern.

Am Samstag könnte der Juni-Rekord fallen

Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Temperaturen bis zum Wochenende von Tag zu Tag. Am Samstag soll dann der Höhepunkt der Hitzewelle erreicht werden. DWD-Experte Kai-Uwe Nerding sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir werden verbreitet einen Allzeit-Höchstwert für den Monat Juni sehen, das ist zu 99 Prozent wahrscheinlich.“

Besonders heiß wird es demnach nördlich von Karlsruhe, in der Kurpfalz und im Breisgau. Auch bis rüber an die Tauber soll die große Hitze reichen. Selbst im Bergland und im Allgäu können die Temperaturen auf bis zu 35 Grad steigen.

Baden-Württemberg ächzt unter der Hitzeglocke

Noch nie wurden in Deutschland im Juni 40 Grad gemessen. Der bisherige Juni-Höchstwert liegt bei 39,6 Grad. Dieser Wert wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt erreicht.

Für Baden-Württemberg liegt der bisherige Juni-Rekord bei 38,9 Grad. Gemessen wurde er ebenfalls am 30. Juni 2019 in Mannheim. Laut DWD könnte sogar der höchste jemals in Baden-Württemberg gemessene Wert wackeln. Der liegt bisher bei 40,4 Grad und wurde am 20. Juli 2022 in Bad Mergentheim gemessen. „Das wird aber knapp“, sagte Nerding.

Warnung vor extremer Wärmebelastung

Der DWD warnt bereits für die kommenden Tage vor extremer Wärmebelastung bis zu einer Höhe von 400 Metern. In mindestens einer Region gilt die Warnung laut Wetterdienst schon am siebten Tag in Folge.

Dazu kommt eine hohe Belastung durch UV-Strahlung. Das Bundesamt für Strahlenschutz weist darauf hin, dass im Südwesten in dieser Woche UV-Index-Werte von 10 erreicht werden könnten. Bei solchen Werten können Haut und Augen bei ungeschützter Haut schon nach wenigen Minuten geschädigt werden.

Ärzte warnen vor Gesundheitsgefahren

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg warnt eindringlich vor den Risiken der Hitzewelle. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Schwangere, chronisch Kranke, Obdachlose und Menschen, die im Freien arbeiten.

„Bei Hitze kann das körpereigene Kühlsystem – gerade bei älteren Menschen – überlastet werden“, sagte Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Mögliche Folgen seien Kreislaufprobleme. Im Extremfall könne Hitze auch Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen.

Der Klimaschutzbeauftragte der Kammer, Robin Maitra, warnt außerdem: Hitze könne jederzeit zum medizinischen Notfall werden. Bei längeren Hitzephasen steige die Sterblichkeit signifikant an.

Viel trinken und Anstrengung vermeiden

Die Landesärztekammer rät dazu, direkte Sonne zu meiden und körperliche Anstrengung in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Wichtig sei vor allem, ausreichend zu trinken.

Auch nachts bleibt es in Teilen des Landes sehr warm. Vor allem entlang des Oberrheins sinken die Temperaturen laut DWD teils nicht unter 20 bis 24 Grad. Damit können Wohnungen und Gebäude kaum noch auskühlen.

Abkühlung kommt erst nach Gewittern

Am Sonntag sollen Wolken aufziehen. Der DWD erwartet dann auch Gewitter. Richtig abkühlen soll es aber erst, wenn die Gewitterlinie in der Nacht zum Montag durchgezogen ist.

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