KABS – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 20 Aug 2026 02:21:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Die Schnakenjäger bleiben nach dem Regen auf der Pirsch https://www.die-neue-welle.de/die-schnakenjaeger-bleiben-nach-dem-regen-auf-der-pirsch-1954524/ Thu, 20 Aug 2026 02:21:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1954524

Speyer (dpa/tk) – Nach Wochen der Trockenheit bringt Niederschlag neue Einsatzorte. Entscheidend ist, wo sich Wasser sammelt und die Larven der Stechmücken entwickeln können. Nach den jüngsten Regenfällen stellt sich die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) auf kleinere Einsätze am Oberrhein ein.

Der Wasserstand erhole sich zwar langsam, große Hochwasserwellen seien aber vorerst unwahrscheinlich, sagte eine Sprecherin. Dafür sei der Rheinwasserstand zuletzt zu stark gefallen. In der Kabs arbeiten Kommunen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammen.

Rhein erholt sich nur langsam

Wahrscheinlicher seien sporadische Einsätze nach lokalem Starkregen, hieß es. Dann könnten vor allem überschwemmte Regenrückhaltebecken in den Fokus rücken. Auch Schwemmzonen kleinerer Zubringerflüsse und Bäche könnten betroffen sein. Dort könnten sich nach den Niederschlägen neue Brutstätten für Stechmücken bilden. Die Kabs beobachte die Situation genau.

Starkregen schafft neue Brutstätten

Mit einer schnellen Rückkehr zu großen Rhein-Hochwasserflächen sei nicht zu rechnen. Auch bei den Grundwasserständen dürfte sich die Trockenheit lange bemerkbar machen. «Bis sich die Grundwasservorräte erholen, könnten Monate vergehen.» Wie schnell dies geschehe, hänge auch vom kommenden Winter ab.

Bei einem trockenen Winter könnten die Folgen der Sommertrockenheit bis ins Frühjahr reichen. Ein nasser Winter könnte dagegen für Erholung sorgen.

Bis September auf der Hut

Wie stark die Stechmückenpopulation in den kommenden Wochen zunehme, lasse sich schwer abschätzen. Entscheidend sei die weitere Wetterentwicklung – und insbesondere die Frage, wo neuer Starkregen für Brutstätten sorge. Die Stechmückenjäger bleiben in den kommenden Wochen aktiv – bis in den September hinein seien Einsätze zur Stechmückenbekämpfung vorgesehen.

Die Arbeit der Kabs – einem als gemeinnützig anerkannten Verein mit Sitz in Speyer – ist aufwendig: Am Boden schlagen sich die Experten durch dichtes Unterholz, viele Brutstätten werden aber auch aus der Luft behandelt. Von einem Helikopter aus verteilt die Kabs den Wirkstoff Bti gegen Larven. Dirk Reichle ist als Wissenschaftlicher Direktor unter anderem für die Gesamtleitung und Organisation der Stechmückenbekämpfung zuständig.

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Keine Schnakenplage erwartet – aber Tigermücke bleibt ein Problem https://www.die-neue-welle.de/keine-schnakenplage-erwartet-aber-tigermuecke-bleibt-ein-problem-1903224/ Sat, 23 May 2026 12:16:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1903224 Region (pm/dk) – Grillen, draußen sitzen, Feiertage genießen: Entlang des Rheins dürfte das Pfingstwochenende in diesem Jahr weitgehend ohne lästige Stechmücken ablaufen. Die Stechmückenjäger der Kabs rechnen wegen des trockenen Frühjahrs nicht mit einer großen Schnakenplage. Ein Thema bleibt aber die Asiatische Tigermücke.

Trockenes Frühjahr sorgt für Entspannung

Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz Kabs, erwartet entlang des Rheins ein ruhiges Pfingstwochenende. Der Grund: Im trockenen Frühjahr ist ein größeres Hochwasser ausgeblieben.

Gerade Hochwasser sorgt sonst häufig dafür, dass sich Auwaldstechmücken stark vermehren. Trotz einiger Niederschläge ist der Rhein aber nicht über die Ufer getreten. Deshalb waren größere Bekämpfungseinsätze in den Rheinauen bislang nicht nötig.

Bisher nur kleinere Einsätze

Laut Kabs verläuft das Jahr bisher vergleichsweise entspannt. Nach einem überschaubaren Saisonstart habe es nur kleinere, lokale Einsätze gegeben. Ursache dafür sei vor allem der trockene Frühling.

Für die Stechmückenjäger bedeutet das ein selten ruhiges Pfingstwochenende. Nach Daten der Messstation Maxau blieb seit dem Jahr 2000 weniger als jeder dritte Pfingstsonntag unterhalb des mittleren Wasserstands. Zuletzt war das 2022 der Fall.

Sommer lässt sich noch nicht abschätzen

Wie sich die Lage im Sommer entwickelt, ist laut Kabs noch offen. Sollten stärkere Niederschläge zu Hochwasser führen, können Einsätze gegen Auwaldstechmücken weiterhin nötig werden.

Möglich seien solche Einsätze bis Mitte September.

Asiatische Tigermücke bleibt ein Thema

Parallel läuft in vielen Kommunen bereits seit Mitte April die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke. Dabei setzt die Kabs verstärkt auf Beratung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Sie sollen dabei helfen, mögliche Brutstätten selbst zu beseitigen. Denn Tigermücken nutzen oft kleine Wasserstellen zur Vermehrung.

Bekämpfung am Boden und aus der Luft

Die Kabs ist ein gemeinnütziger Verein. In ihr sind Kommunen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen.

Die Arbeit der Stechmückenjäger ist aufwendig: Am Boden müssen sich die Expertinnen und Experten durch dichtes Unterholz kämpfen. Viele Brutstätten werden aber auch aus der Luft behandelt. Dafür verteilt die Kabs von einem Hubschrauber aus den Wirkstoff Bti gegen Larven.

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Asiatische Tigermücke: Diese Brutorte übersehen viele https://www.die-neue-welle.de/asiatische-tigermuecke-diese-brutorte-uebersehen-viele-1900749/ Mon, 18 May 2026 06:05:27 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1900749
Schwarz-weiß gemustert und stechfreudiger als heimische Arten: Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. Mittlerweile gebe es sie in 163 Kommunen, sagt eine Sprecherin der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs).

Problematisch ist die Asiatische Tigermücke vor allem, weil sie etwa die Viren der Tropenkrankheiten Chikungunya und Denguefieber übertragen kann. Um die weitere Verbreitung der Tigermücke einzudämmen, ist es laut Kabs wichtig, Brutstätten zu vermeiden. Die Tigermücke legt zur Vermehrung ihre Eier oberhalb von Wasserflächen ab. Die Tiere sind grundsätzlich gern in der Nähe von Häusern unterwegs, weil es da wärmer ist – und sich zahlreiche Brutstätten bieten.

Welche Brutstätten gibt es am Haus?

Die Tiere brauchen laut Expertin Maylin Meincke vom Gesundheitsministerium nur ein paar Zentimeter tiefes Wasser: etwa in Regentonne, Vogeltränke, Blumentopfuntersetzer, verstopften Regenrinnen, im hohlen Zaunpfahl, in Gießkanne, Sandspielzeug, Eimer – letztlich überall, wo sich Wasser ansammeln kann.

Was lässt sich dagegen tun?

Entsprechende Gefäße sollte man laut Meincke am besten umdrehen, sodass sie nicht mit Wasser volllaufen, etwa die Gießkanne oder den Eimer. Spielsachen am besten wegräumen und nicht etwa das Förmchen im Sandkasten liegen lassen. Alternativ können die Behältnisse auch alle zwei, drei Tage geleert werden. Tigermückenlarven brauchen demnach nur fünf bis sieben Tage, um sich zu entwickeln und zu schlüpfen.

Regentonnen sollten gut abgedichtet werden, etwa mit einem sehr dichten Netz. Die Tigermücken sind nur zwei bis zehn Millimeter groß und können auch durch kleinste Schlitze kriechen, wie Meincke betont.

Und wenn sich Gefäße mit Wasser nicht vermeiden lassen?

Zahlreiche Städte wie Mannheim und Freiburg geben mittlerweile BTI-Tabletten an Bürgerinnen und Bürger aus. Die Tabletten können in bestehende Wasseransammlungen gegeben werden und zerstören so die Brutstätten. Sie enthalten Proteinkristalle, die durch das natürlich vorkommende Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis gewonnen werden.

Diese Proteinkristalle wirken bereits in geringer Dosierung toxisch auf Larven der Stechmücken und Kriebelmücken – und damit auch auf die Tigermücke. Für Menschen, Haustiere, Vögel oder andere Tiere sind BTI-Tabletten nach Angaben des Gesundheitsministeriums nicht gesundheitsgefährdend.

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Asiatische Tigermücken in Rastatt nachgewiesen: KABS ruft zur Mithilfe auf https://www.die-neue-welle.de/asiatische-tigermuecken-in-rastatt-nachgewiesen-kabs-ruft-zur-mithilfe-auf-1881993/ Sat, 11 Apr 2026 07:49:15 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1881993 Rastatt (pm/dk) – In Rastatt sind im vergangenen Jahr vereinzelt Asiatische Tigermücken nachgewiesen worden. Jetzt ruft die KABS gemeinsam mit der Stadt dazu auf, verdächtige Stechmücken zu melden und auf dem eigenen Grundstück Brutmöglichkeiten konsequent zu beseitigen.

Tigermücken in Rastatt festgestellt

Die Asiatische Tigermücke ist in Rastatt angekommen. Nach Angaben der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz KABS, wurden im vergangenen Jahr vereinzelt Exemplare nachgewiesen.

Wie stark die Besiedelung inzwischen ist, bleibt offen. Klar ist aber: Bürgerinnen und Bürger sollen schon jetzt selbst Maßnahmen ergreifen, damit sich die Tigermücke nicht weiter vermehrt. Denn die Tiere gelten als sehr aggressiv, können schnell zur Plage werden und möglicherweise auch Krankheiten übertragen.

KABS und Stadt setzen auf Aufklärung und Prävention

In Absprache mit der Stadtverwaltung bittet die KABS die Menschen in Rastatt darum, verdächtige Stechmücken zu melden und mögliche Brutstätten auf Balkonen, in Gärten und auf Grundstücken zu beseitigen.

Die wirksamste Maßnahme ist laut KABS, stehendes Wasser zu vermeiden. Denn Tigermücken entwickeln sich innerhalb einer Woche in wassergefüllten Behältern.

Wo sich Tigermücken vermehren

Als mögliche Brutstätten nennt die KABS unter anderem Regentonnen, Übertöpfe, Untersetzer, Gießkannen, Tiertränken, Hofgullys, verstopfte oder durchhängende Dachrinnen und hohle Zaunpfähle.

Weil Tigermücken nur wenige hundert Meter weit fliegen, stammen die stechenden Tiere oft vom eigenen Grundstück oder aus direkter Nachbarschaft.

Die empfohlenen Maßnahmen sollten von Anfang April bis Anfang Oktober konsequent umgesetzt werden. Außerhalb dieses Zeitraums vermehren sich die Tigermücken laut KABS nicht. Ein Großteil der im Herbst abgelegten Eier übersteht aber den Winter.

So können Anwohner die Vermehrung verhindern

Gefäße sollten so gelagert werden, dass sich kein Wasser darin sammeln kann. Alternativ können Behälter lückenlos abgedeckt werden, etwa Regentonnen mit einem engmaschigen Moskitonetz mit Gummizug.

Außerdem empfiehlt die KABS, wassergefüllte Behältnisse wie Tiertränken einmal pro Woche vollständig zu entleeren. Wo das nicht möglich ist, können verbliebene Brutstätten alle 14 Tage mit Bti-Tabletten behandelt werden.

Diese Tabletten enthalten nach Angaben der KABS einen Eiweißstoff, der nur für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist. Für andere Tiere und für Menschen sei der biologische Wirkstoff unbedenklich. Die Bti-Tabletten können Bürgerinnen und Bürger kostenfrei über die Stadtverwaltung erhalten.

Auch Eier lassen sich gezielt beseitigen

Schon bevor Larven schlüpfen, können Tigermückeneier entfernt werden. Die Weibchen kleben ihre Eier an die Innenwand wassergefüllter Gefäße.

Mit heißem Wasser von mindestens 60 Grad können die Eier in Blumentöpfen, Untersetzern, Gießkannen, Gullys oder Regenrinnen abgetötet werden. Alternativ können sie mit einer Bürste entfernt werden. Dazu soll der Innenrand kräftig abgeschrubbt und das Wasser anschließend auf die Erde gegossen werden.

So lässt sich die Tigermücke erkennen

Die Asiatische Tigermücke kann laut KABS an drei Merkmalen eindeutig erkannt werden:
Ein weißer Streifen verläuft mittig über Kopf und Rücken. Dazu kommt eine weiße Spitze an den Tastern. Auch das hinterste Beinpaar endet mit einer weißen Spitze.

Außerdem ist die Art vergleichsweise klein und passt auf den Globus einer 1-Cent-Münze. Anders als viele andere Stechmücken ist die Asiatische Tigermücke tagaktiv. Sie gilt zudem als hartnäckig und aggressiv.

Verdächtige Mücken sollen gemeldet werden

Weil Tigermücken leicht mit anderen Arten verwechselt werden können, bittet die KABS um eindeutige Fotos oder eingeschickte Exemplare.

Verdächtige Stechmücken sollen möglichst sanft erschlagen oder mit einem Glas eingefangen und dann für etwa 20 Minuten in ein Gefrierfach gelegt werden. Danach sollen Fotos von vorne, von oben und von den Beinen gemacht und über das Meldeportal unter www.kabsev.de/stichts eingereicht werden.

Bis zur Rückmeldung der KABS soll das Exemplar an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Alternativ kann die Mücke in einem kleinen stabilen Behältnis auch per Post an die KABS geschickt werden.

Warum die Bekämpfung wichtig ist

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke hat sich durch den globalen Reise- und Handelsverkehr weltweit verbreitet. Durch mildere Temperaturen findet sie inzwischen auch in Deutschland geeignete Lebensräume.

Gerade in klimatisch begünstigten Regionen wie der Oberrheinebene kann sie sich in den Sommermonaten stark vermehren. Nach Angaben der KABS besteht außerdem ein Gesundheitsrisiko, weil die Tigermücke verschiedene Krankheitserreger wie Dengue-, Zika-, Chikungunya- oder West-Nil-Viren übertragen kann.

Diese Viren seien in Süddeutschland aktuell zwar nicht verbreitet, würden aber regelmäßig durch Reiserückkehrende eingetragen. Auch Hunde können betroffen sein, weil die Asiatische Tigermücke Fadenwürmer übertragen kann, die die Herzwurmerkrankung auslösen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der KABS unter www.kabsev.de.

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Es gibt wieder Bti-Tabletten gegen Stechmücken https://www.die-neue-welle.de/es-gibt-wieder-bti-tabletten-gegen-stechmuecken-1653640/ Wed, 13 Aug 2025 11:57:48 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1653640 Karlsruhe (pm/ms) – Die Stadt gibt ab sofort wieder kostenlos Bti-Tabletten an Bürger aus, um Asiatische Tigermücken und andere Stechmücken zu bekämpfen. Die Tabletten sind unter anderem im Rathaus am Marktplatz, im Stadtamt Durlach sowie in den Ortsverwaltungen Grötzingen und Neureut erhältlich.

Ausgabe nach Schulungen wieder möglich

Die Abgabe war seit Jahresbeginn pausiert, weil eine gesetzliche Änderung vorsieht, dass Biozide dieser Art nur noch von sachkundigen Personen ausgegeben werden dürfen. In Zusammenarbeit mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e.V.) wurden kurzfristig Schulungen für die Mitarbeitenden organisiert.

Tipp: Brutstätten konsequent beseitigen

Die Bekämpfung der Tigermücke ist noch bis Oktober sinnvoll. Da diese nur wenige Hundert Meter weit fliegen, stammen viele Exemplare oft direkt vom eigenen Grundstück. Die Stadt empfiehlt, Brutplätze wie stehendes Wasser zu beseitigen oder mit Bti-Tabletten zu behandeln.

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Mit dem Regen kommen die Stechmücken – Einsätze am Oberrhein https://www.die-neue-welle.de/mit-dem-regen-kommen-die-stechmuecken-einsaetze-am-oberrhein-1528966/ Mon, 16 Jun 2025 02:38:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1528966

Speyer/Rastatt (dpa/tk) – Im Südwesten rücken die Schnakenjäger aus. Nach dem starken Regen zu Monatsbeginn sind am Oberrhein massenhaft Stechmücken geschlüpft.

Massenschlüpfen nach Regen

«Zur Entwicklung sind Auwaldstechmücken auf Hochwasserereignisse angewiesen», teilte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit. Nach einem trockenen Frühjahrsbeginn seien geflutete Senken und überschwemmte Auen für die Larven die erste größere Gelegenheit zum Schlupf gewesen. «Bei Schöpfkontrollen wurden dann in betroffenen Gebieten Konzentrationen von 100 bis 200 Larven pro Liter festgestellt.»

Die Stechmückenjäger hätten noch am Pfingstwochenende erste Bekämpfungen eingeleitet. Zum Einsatz kam der biologische Wirkstoff Bti, der gezielt gegen die Larven wirkt. Kleinere Flächen in den Rheinauen wurden zu Fuß behandelt, dann folgte das Ausbringen von Eigranulat per Helikopter.

Einsätze in Baden, Pfalz und Hessen

«Schwerpunkt waren Gebiete im Raum Rastatt und in der Südpfalz. Am vergangenen Mittwoch wurde auch nördlich von Karlsruhe behandelt, tags darauf beschränkten sich die Maßnahmen auf kleinere Flächen in Hessen», teilte die Kabs mit. Bereits über Pfingsten seien die Mitarbeiter mit Kartierungen, Kontrollen und Handbekämpfungen beschäftigt gewesen.

«Insgesamt wurden zwei Hochwasserspitzen registriert – die zweite, an Pfingsten, war deutlich ausgeprägter.» Nach Abschluss der Einsätze zeige sich ein erfreuliches Bild. «Erste Proben deuten auf einen hohen Bekämpfungserfolg hin.» Die Lage in den betroffenen Auwäldern habe sich deutlich entspannt.

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Bühl ruft zum Kampf gegen die Asiatische Tigermücke auf https://www.die-neue-welle.de/buehl-ruft-zum-kampf-gegen-die-asiatische-tigermuecke-auf-1459333/ Wed, 14 May 2025 02:12:27 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1459333 Bühl (pm/tk) – Seit Jahren macht sich die aggressive Asiatische Tigermücke am Oberrhein breit. Die Stadt Bühl ruft auch ihre Bürger zum Kampf gegen den Eindringling auf.

Eigenverantwortliches Handeln erforderlich

Auch im Bühler Ortskern sowie im Stadtteil Weitenung haben sich die Asiatische Tigermücken angesiedelt. Da diese sehr aggressiv sind, schnell zu einer Plage werden und gegebenenfalls auch Krankheiten übertragen können, hat die Stadtverwaltung die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e.V.) beauftragt, die exotischen Stechmücken zu bekämpfen.

Alle Anwohner, deren Grundstück sich im bekannten Verbreitungsgebiet der Asiatischen Tigermücke befindet, wurden in einem gesonderten Schreiben über die anstehenden Maßnahmen und das weitere Vorgehen informiert. Alle anderen Anwohner, die kein Schreiben erhalten haben, sollten eigenständig Präventiv-Maßnahmen ergreifen, um eine Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke auf dem eigenen Grundstück zu unterbinden und damit eine mögliche Plage bereits im Vorfeld zu verhindern.

Brutmöglichkeiten vermeiden

Die wirksamste Maßnahme besteht in der Vermeidung beziehungsweise Beseitigung von Brutmöglichkeiten. Tigermücken entwickeln sich innerhalb einer Woche in wassergefüllten Behältnissen, die sich in Gärten oder auf Balkonen befinden, wie Regentonnen, Übertöpfe, Untersetzer, Gießkannen, Tiertränken, aber auch Hofgullys oder verstopfte beziehungsweise durchhängende Dachrinnen. Da Tigermücken nur wenige hundert Meter weit fliegen, stammen die attackierenden Exemplare entweder vom eigenen Grundstück oder aus der Nachbarschaft.

Grundstücksbesitzer können von April bis Oktober sehr effektiv die Vermehrung von Tigermücken verhindern, indem Gefäße entweder so gelagert werden, dass sich kein Wasser darin sammeln kann oder Behältnisse lückenlos abgedichtet werden (Regentonnen etwa mit einem engmaschigen Moskitonetz mit Gummizug). Auch das wöchentliche Entleeren von zum Beispiel Tiertränken ist eine sinnvolle Maßnahme.

Keine Tabletten mehr gegen Mückenlarven

Wer präventiv der Asiatischen Tigermücke vorbeugen möchte, kann hierfür vorerst nicht mehr auf die Bti-Tabletten zurückgreifen, die durch die Stadtverwaltung bislang kostenfrei ausgegeben worden waren. Hintergrund ist eine EU-Verordnung, wonach die Tabletten als Insektizide eingeordnet werden. Die Tablettenausgabe an Bürger darf deshalb nur noch erfolgen, wenn die Ausgabe durch Personen vorgenommen wird, die über einen entsprechenden Sachkundeausweis verfügen und den Erwerbenden hierüber aufklären können.

Die Stadt Bühl arbeitet mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage KABS bereits an Möglichkeiten, wie zukünftig die Ausgabe der Bti-Tabletten erfolgen kann.

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Zu teuer – Kehl steigt bei Bekämpfung von Tigermücke aus https://www.die-neue-welle.de/zu-teuer-kehl-steigt-bei-bekaempfung-von-tigermuecke-aus-1383928/ Mon, 31 Mar 2025 04:35:50 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1383928 Kehl/Speyer (dpa/svs) -Das Vorgehen gegen die gefährliche Asiatische Tigermücke ist für Kommunen am Oberrhein mit hohen Kosten verbunden. Mancherorts werden bereits Konsequenzen gezogen. Die badische Grenzstadt Kehl sieht sich wegen hoher Kosten außerstande, die Asiatische Tigermücke weiter aufwendig zu bekämpfen

Kosten von 250.000 Euro

Die badische Grenzstadt Kehl sieht sich wegen hoher Kosten außerstande, die Asiatische Tigermücke weiter aufwendig zu bekämpfen. «Wir müssten eine Viertelmillion Euro nur für Kehl ausgeben, wenn wir das System so weitermachen würden», sagt der parteilose Oberbürgermeister Wolfram Britz. Stattdessen werden Bewohnerinnen und Bewohner in die Pflicht genommen: «Wir müssen auf die Verantwortung der Bevölkerung setzen.»

Die Stadt hatte bisher die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz Kabs, in Speyer beauftragt, gegen die aggressiven Insekten vorzugehen. Dafür flossen zuletzt 100.000 Euro. Wie die Aktionsgemeinschaft der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, sehen auch andere Kommunen am Oberrhein inzwischen davon ab, die nur etwa sechs Millimeter große Tigermücke auf Privatgrundstücken intensiv zu bekämpfen.

Die immensen Kosten, die hierbei langfristig auftreten, seien der Hauptgrund, dass man einen Strategiewechsel hin zu mehr Bürgeraufklärung und Bürgermotivation einleite, wie die Stechmückenjäger aus Speyer berichteten. Namen einzelner Kommunen über Kehl hinaus wurden nicht genannt.

Tigermücke kann Krankheiten übertragen

Die ursprünglich aus Asien stammende Tigermücke gilt als potenzieller Krankheitsüberträger. Sie kann das Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus übertragen. Das Insekt ist – anders als dämmerungsaktive Stechmücken – tagaktiv und gilt in seinem Stechverhalten als sehr aggressiv.

Erste Populationen der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) wurden in Baden-Württemberg vor zehn Jahren nachgewiesen. Seitdem hat sich die Mücke vor allem entlang des Oberrheingrabens, aber auch anderorts ausgebreitet.

In der Kabs – einem eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Verein – sind Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen. Die Arbeit der Experten ist aufwendig: Am Boden kämpfen sie sich oft durchs Dickicht, aber viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs dann den biologischen Wirkstoff Bti, der Larven tötet.

Stadt: Insekt ist nicht mehr vollständig zu eliminieren

«Die vollständige Eliminierung der Tigermücken-Population in Kehl ist nicht mehr realistisch», resümierte die Stadt. Die Nachbar-Kommune von Straßburg ist damit nicht alleine. «Da die Tigermücken-Populationen wachsen, bedeutet das eine größere Fläche für Maßnahmen sowie mehr Personal und höhere Kosten für Kommunen», berichtete die Kabs. Das Ziel einer Ausrottung am Oberrhein könne deshalb nicht mehr verfolgt werden.

Nach Einschätzung der Kabs hat sich die Tigermücke massiv in der Großregion ausgebreitet. Es sei dennoch wichtig, einzelne Populationen zu reduzieren – etwa, um das Gesundheitsrisiko zu reduzieren.

«Trotz der Tatsache, dass die Kabs ein gemeinnütziger Verein ist und keine Gewinne erzielt, sind die Kosten für Kommunen mit sehr ausgedehnten Tigermücken-Populationen wie etwa in Kehl schwer zu finanzieren», teilte der Verein mit. Zu Kehl hieß es: «Den Abbruch der Bekämpfung auf mangelndes Personal zu schieben, ist falsch.» Einsätze beginnen üblicherweise im April.

Bürger können etwas tun

In Kehl und woanders werden Menschen gebeten, gegen das Insekt etwas zu tun. Dazu gehört etwa, kein Wasser in der Gießkanne zu lassen und die Regenwassertonne mit einer Bti-Tablette zu behandeln. Die Tigermücke hat fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen. Sie vermehrt sich in Wasseransammlungen – von der verstopften Regenrinne bis zum alten Autoreifen.

Die Mückenart breitet sich auch im benachbarten Frankreich aus. In der Straßburger Region wurde sie vor gut zehn Jahren zum ersten Mal gesichtet. Inzwischen sind 33 Gemeinden des Großraums Straßburg betroffen, wie die Stadt berichtete.

 

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Stechmückenjäger vor neuer Saison – Kälte hemmt noch Larven https://www.die-neue-welle.de/stechmueckenjaeger-vor-neuer-saison-kaelte-hemmt-noch-larven-1343276/ Tue, 04 Mar 2025 07:06:32 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1343276

Speyer (dpa/tk) – Heiße Monate waren 2024 vor allem für die Asiatische Tigermücke ideal. Die Bekämpfung des Insekts soll 2025 weitergehen. Die Experten rüsten sich.

Kabs bereitet sich vor

Die Stechmückenjäger am Oberrhein bereiten sich intensiv auf die neue Saison in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen vor. «Wir aktualisieren die App auf unseren Smartphones, mit der wir die bekämpfungsrelevanten Daten im Gelände erfassen», teilte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit.

«Zudem wurde unsere Brutstättenkartierung über die Wintermonate aktualisiert. Sie gehört zu den Geodaten, die wir auf dem Smartphone im Gelände mit uns führen», hieß es. Auch bei den Experten im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke laufen die Planungen.

Schlüpfen nicht vor Mitte März

Anders als 2024 sei momentan nicht mit einem vorgezogenen Saisonstart zu rechnen. «Witterungsbedingt bot der Februar kalte Phasen, die eine schnelle Entwicklung der Sumpfwaldstechmückenlarven verhindern.» Der Start werde wohl wie gewohnt zur Märzmitte hin mit Einsätzen gegen Bruch- und Sumpfwaldstechmücken anlaufen. Bei der Tigermücke rechnet man mit April.

In der Kabs – einem eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Verein – sind Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen. Die Arbeit der Experten ist aufwendig: Am Boden kämpfen sie sich oft durchs Dickicht, aber viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs dann den biologischen Wirkstoff Bti, der Larven tötet.
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Im Kampf gegen Tigermücke setzen Experten auf Bevölkerung https://www.die-neue-welle.de/im-kampf-gegen-tigermuecke-setzen-experten-auf-bevoelkerung-1244578/ Fri, 13 Dec 2024 04:18:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1244578 Speyer (dpa/tk) – Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke setzen die Experten künftig stärker auf die Bevölkerung. «Auf lange Sicht wird die Beteiligung aller Anwohnerinnen und Anwohner unerlässlich», teilte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit.

Gemeinsam gegen die Tigermücke

Mehr als 80 Prozent aller Brutstätten liegen in Gärten oder auf Balkonen von Privatgrundstücken. Den richtigen Umgang mit dem aggressiven Insekt zu kommunizieren, werde im kommenden Jahr eine wichtige Aufgabe für den Verein, hieß es. «Wir bereiten uns darauf mit dem Erstellen einer Öffentlichkeitskampagne und der Erneuerung der Webseite vor.» In der Kabs – einem eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Verein – sind Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen.

Eingewanderter Exot

Die nur etwa sechs Millimeter große Tigermücke habe den Experten erhebliche Probleme bereitet, hieß es. «Kaum war die Hochwassersituation vorbei, trat der eingewanderte Exot mit dem Hochsommer massenhaft auf.» Allein im Südwesten seien in 38 neuen Kommunen Tigermücken entdeckt worden.

Insgesamt trat der Blutsauger in diesem Sommer in 47 der 89 Kabs-Gemeinden auf. «Bei so vielen Standorten sind uns nicht mehr überall Bekämpfungsmaßnahmen möglich, ohne massiv Personal aufzustocken», teilte der Verein mit Sitz in Speyer mit. Bis Ende Januar müsse feststehen, wo eine Tigermückenbekämpfung durchgeführt werde. «Sonst bleibt bis zum Saisonbeginn im April nicht genug Zeit für Vorbereitung und Personalsuche.»

Insgesamt lasse sich 2024 so zusammenfassen: «Viel Regen – und deshalb viele Stechmücken», bilanzierte die Kabs. «Trotz aller Widrigkeiten waren die Maßnahmen gegen die heimischen Auwaldstechmücken erfolgreich.» Anders sehe es eben bei der Asiatischen Tigermücke aus: «Hier wurde die Kabs aufgrund zahlreicher neuer Populationen regelrecht überrannt.»

«Viel Regen – und deshalb viele Stechmücken»

Wie wichtig die Regulation von Stechmücken sei, hätten die Menschen entlang des gesamten Oberrheingrabens in diesem Jahr spüren können. «Denn nach einer außergewöhnlichen Hochwasserlage im Mai und Juni kam es zum massenhaften Auftreten aggressiver Auwaldstechmücken, die sich in der gesamten Region ausbreiteten. Ein Phänomen, das so nicht nur am Oberrhein auftrat: Nahezu aus allen Ecken Deutschlands wurden hohe Stechmückenaufkommen gemeldet, etwa am Bodensee.»

Trotz der schwierigen Ausgangslage habe der Verein am Oberrhein «das Schlimmste verhindern» und im Durchschnitt 90 Prozent der Population unschädlich machen können. Die Arbeit der Experten ist aufwendig: Am Boden kämpfen sie sich oft durchs Dickicht, aber viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs dann den biologischen Wirkstoff Bti, der die Larven der kleinen Quälgeister tötet.

Die vielen sehr feuchten Perioden im Frühjahr und Sommer 2024 boten Stechmücken beste Bedingungen für eine ausgeprägte Vermehrung. Die Tigermücke nutzt etwa Blumenuntersetzer, Sonnenschirmständer, Friedhofsvasen oder weggeworfene Becher in Siedlungsnähe zur Brut.

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