Innenminister Thomas Strobl – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 12 Nov 2024 14:32:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 So bereitet sich Baden-Württemberg auf die frühere Wahl vor! https://www.die-neue-welle.de/so-bereitet-sich-baden-wuerttemberg-auf-die-fruehere-wahl-vor-1196866/ Tue, 12 Nov 2024 12:16:11 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1196866 Baden-Württemberg (pm/dk) – Die Entscheidung, die Bundestagswahl auf den 23. Februar 2025 vorzuverlegen, sorgt auch im Südwesten für Reaktionen. Einerseits sehen Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Landeswahlleiterin Cornelia Nesch den frühen Termin als gut machbar. Andererseits muss das geplante Haushaltspaket für 2025 und 2026 neu überdacht werden.

Planung geht weiter – alles im grünen Bereich

Für die Landesregierung ist der vorgezogene Wahltermin kein Problem. Minister Strobl betont: „Wir sind in der Lage, das organisatorisch und logistisch zu bewerkstelligen.“ Der Innenminister fügt hinzu, dass ein noch früherer Termin, etwa im Januar, ebenfalls möglich gewesen wäre, aber „so ist es etwas entspannter“. Der frühe Termin sei ein „Kompromiss mit Maß und Mitte“, der allen Beteiligten entgegenkomme.

Frühere Planung erleichtert den Ablauf

Landeswahlleiterin Cornelia Nesch erklärt, dass die Planung einer Wahl grundsätzlich schon etwa 18 Monate vor dem regulären Termin startet. „Da sich das Verfahren bei einer vorgezogenen Neuwahl grundsätzlich nicht von einer regulär stattfindenden Bundestagswahl unterscheidet, sind viele Vorbereitungen bereits getroffen“, so Nesch. Auch wenn es bei einem vorgezogenen Termin verkürzte Fristen gibt, ist der Ablauf der Wahl dennoch gut vorbereitet.

Steuergesetze und Fördergelder im Fokus

Auch auf die Wirtschaft hat der Ampelbruch Auswirkungen: das geplante Haushaltspaket für 2025 und 2026 muss neu überdacht werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat deshalb das Finanzministerium beauftragt, die möglichen Auswirkungen des politischen Chaos in Berlin auf den Landeshaushalt zu prüfen. Kretschmann nennt als Beispiele für die möglichen Folgen die Steuergesetze, die eigentlich geplant waren, wie etwa die Abschaffung der kalten Progression. Sollte dieses Gesetz nun nicht durchkommen, könnte das Land auf der einen Seite zunächst Geld sparen, aber auf der anderen Seite auch an Fördergeldern vom Bund verlieren, was zu zusätzlichen Kosten führen würde. „Es ist noch unklar, inwieweit uns die finanziellen Mittel fehlen könnten“, erklärt Kretschmann.

Neuverhandlungen und Finanzlöcher

Eigentlich hatte die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg bereits eine Einigung über den Haushalt erzielt. Doch durch die schwache Steuerschätzung müssen nun unerwartete Finanzlöcher gestopft werden. „Wir gehen davon aus, dass wir den Haushalt noch in diesem Jahr verabschieden werden“, so Kretschmann. Aber die Unsicherheit durch die politische Lage in Berlin bleibt ein Thema, das sich auch auf die Finanzen im Land auswirken könnte.

Baden-Württemberg mahnt zur Gesetzesarbeit

Trotz des politisch turbulenten Umfelds mahnt die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg, dass wichtige Gesetze nicht monatelang auf Eis gelegt werden dürfen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte die Notwendigkeit, die geplante Reform zur Sicherung der Unabhängigkeit des Bundesverfassungsgerichts vor der Wahl abzuschließen. Diese Reform würde es ermöglichen, die Amtszeit der Richter und die Funktionsweise des Verfassungsgerichts grundgesetzlich festzuschreiben, sodass das Gericht nicht politisch missbraucht werden kann.

Für Kretschmann ist es ein zentrales Ziel, die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts zu sichern. Zusammen mit SPD, FDP und Union plant er, das Gericht widerstandsfähiger zu machen, indem man es vor einer Instrumentalisierung schützt. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Landesregierung ist die Telekommunikationsüberwachung, die aktuell nur bis Dezember befristet geregelt ist.

Politische Einigung auf den Februar-Termin

Die Fraktionsspitzen der Union und der SPD hatten sich bereits auf den 23. Februar als Wahltermin geeinigt, der auch mit den Grünen abgestimmt wurde. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird voraussichtlich am 16. Dezember die Vertrauensfrage im Bundestag stellen. Im Anschluss wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die endgültige Entscheidung über den Termin treffen. Ursprünglich wollte Scholz die Vertrauensfrage schon am 15. Januar stellen, doch nach öffentlichem Druck zeigte er sich kompromissbereit und nahm den früheren Februar-Termin in Betracht.

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Nach Unfalltod in Stuttgart – Polizeiautos mit Trauerflor und Flaggen auf Halbmast https://www.die-neue-welle.de/nach-unfalltod-in-stuttgart-polizeiautos-mit-trauerflor-und-flaggen-auf-halbmast-885300/ Tue, 25 Jun 2024 08:44:31 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=885300

Stuttgart (dpa/lsw) – Es ist der zweite Trauerfall für Baden-Württembergs Polizei in wenigen Wochen: Nach dem tödlichen Messerangriff in Mannheim stirbt ein Beamter bei einem Unfall in Stuttgart.

Eskorte für Staatschef

Nach dem Unfalltod eines Motorradpolizisten in Stuttgart zeigt die Polizei landesweit ihr Mitgefühl. Am Tag nach dem tödlichen Zwischenfall bei der Begleitung des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán in Stuttgart ordnete Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) an, landesweit die Flaggen aller Dienstgebäude auf halbmast zu setzen. Ihre Fahrzeuge sollten zudem Trauerflor anbringen, teilte das Innenministerium mit.

Schwerer Unfall

Der 61-jährige Polizist hatte am Montag mit der Motorradstaffel der Verkehrspolizei Stuttgart den Staatsgast eskortiert. Bei der Fahrt zum Flughafen prallte eine 69-Jährige mit ihrem Auto mit dem Motorrad des Beamten zusammen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten. Der 61-Jährige starb, ein 27-jähriger Kollege wurde schwer verletzt.

Erinnerung an Mannheim

Es ist der zweite Trauerfall für die Polizei innerhalb weniger Wochen. Am 31. Mai hatte ein 25-jähriger Afghane auf dem Mannheimer Marktplatz fünf Teilnehmer einer Kundgebung der islamkritischen Bewegung Pax Europa (BPE) sowie einen Polizisten mit einem Messer verletzt. Der 29 Jahre alte Polizist Rouven Laur erlag später seinen Verletzungen.

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Brisante Statistik: Gewaltkriminalität im Südwesten auf Zehnjahreshoch https://www.die-neue-welle.de/brisante-statistik-gewaltkriminalitaet-im-suedwesten-auf-zehnjahreshoch-753348/ Mon, 08 Apr 2024 09:45:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=753348

Die Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum in Baden-Württemberg ist zuletzt enorm gewachsen. Die Zahl der Delikte in dem Bereich stieg im vergangenen Jahr um 12,3 Prozent auf 10.101 Fälle, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Innenministerium erfuhr. Demnach handelt es sich um ein Zehnjahreshoch.

Jede Stunde eine Gewalttat

Gewaltkriminalität umfasst viele schwere Straftaten wie gefährliche Körperverletzung, Raub, Vergewaltigung, Totschlag und Mord. Bei fast drei von vier Taten handelte es sich um gefährliche Körperverletzung.

Auch bundesweit ist die Kriminalität auf dem Vormarsch. Die Zahl registrierter Straftaten stieg 2023 der «Welt am Sonntag» zufolge in Deutschland um 5,5 Prozent auf fast sechs Millionen. So viele Fälle hatte es zuletzt im Jahr 2016 gegeben. Bei der Gewaltkriminalität gab es demnach bundesweit so viele Fälle wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die Kriminalität hatte 2022 nach Jahren des Rückgangs bundesweit wieder zugenommen. Damals war jedoch ein Teil des Anstiegs auf den Wegfall der Corona-Maßnahmen zurückzuführen. Durch die staatlichen Beschränkungen hatte es 2020 und 2021 weniger Tatgelegenheiten gegeben – etwa weil Geschäfte geschlossen waren und sich weniger Menschen begegneten.

Polizei legt besonderes Augenmerk drauf

Die Gewaltkriminalität mache nur einen kleinen Teil der Kriminalität im öffentlichen Raum aus, teilt das baden-württembergische Innenministerium mit. «Jedoch handelt es sich hier um schwerere Straftaten mit Opfern, die Menschen stärker und nachhaltiger wahrnehmen. Aus diesem Grund legt die Polizei ein besonderes Augenmerk auf die Verhinderung, Verfolgung und Aufklärung derartiger Straftaten.» Die Aufklärungsquote liege bei knapp über 70 Prozent.

Die meisten Täter sind Männer

Gewaltkriminalität ist der Statistik zufolge ein klar ein männliches Phänomen: Neun von zehn Tatverdächtigen und vier von fünf Opfern sind Männer. In mehr als 60 Prozent der Fälle hat das Opfer keine Beziehung zum Täter. Jeder zweite Verdächtige ist deutsch. Im öffentlichen Nahverkehr im Südwesten stieg die Zahl der Delikte im Bereich der Gewaltkriminalität im vergangenen Jahr um fünf Prozent.

Sogenannte Aggressionsdelikte stiegen im Südwesten 2023 um 9,1 Prozent an – sie umfassen neben Gewaltkriminalität noch etwa leichte oder einfache Körperverletzung oder Angriffe auf Vollstreckungsbeamte.

Messerkriminalität gestiegen

Die Zahl der Straftaten, bei denen in der Öffentlichkeit eine Person mit einem Messer bedroht, verletzt oder gar getötet wurde, nahmen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 13 Prozent auf 3104 Fälle zu. Auch Bedrohungen mit Messern werden mittlerweile als Angriffe in der Statistik erfasst. «Es war höchste Eisenbahn, dass die Innenministerkonferenz auf meinen Vorschlag hin eine bundesweit einheitliche Statistik zu Messerangriffen eingeführt hat», sagte Innenminister Thomas Strobl. Der CDU-Politiker will am Donnerstag offiziell die polizeiliche Kriminalstatistik für das Land vorstellen.

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Innenausschuss berät mit Innenminister Strobl zu Aschermittwochs-Protest https://www.die-neue-welle.de/innenausschuss-beraet-mit-innenminister-strobl-zu-aschermittwochs-protest-689406/ Wed, 21 Feb 2024 06:03:54 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=689406

Stuttgart (dpa/lsw) – Die Krawalle vor dem politischen Aschermittwoch in Biberach haben Spuren hinterlassen. Bei Grünen, bei Polizisten und auch in der Politik. Dort wird nun beraten, was schiefgegangen sein könnte.

Innenausschuss fragt Innenminister

Eine Woche nach den Krawallen vor dem politischen Aschermittwoch der Grünen in Biberach nimmt sich der Landtag des Themas an. Die Parlamentarier wollen Innenminister Thomas Strobl zum Ablauf und zum Einsatz der Polizei befragen. Vor Beginn einer öffentlichen Sitzung des Innenausschusses am Mittwoch (14 Uhr)  im Plenarsaal des Landtags verlangte vor allem die SPD öffentliche Erklärungen Strobls zur Kritik am Vorgehen der Polizei. Der Minister hatte dem Innenausschuss nach den Protesten bereits angeboten, Rede und Antwort zu stehen.

Aggressive Stimmung gegen Grüne

Die Grünen hatten ihre Veranstaltung am vergangenen Mittwoch in Biberach kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken abgesagt, nachdem eine Demonstration aus dem Ruder gelaufen war. Unter anderem hatten Landwirte einen Misthaufen vor die Treppen zur Stadthalle gekippt und Straßen mit Pflastersteinen und Sandsäcken blockiert.

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Strobl fordert härtere Strafen für Angriffe auf Einsatzkräfte https://www.die-neue-welle.de/strobl-fordert-haertere-strafen-fuer-angriffe-auf-einsatzkraefte-607230/ Tue, 05 Dec 2023 03:42:54 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=607230 Stuttgart (dpa/lsw) – Sie wollen helfen und für Sicherheit sorgen, werden dafür aber immer häufiger geschlagen, bespuckt und beleidigt: Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Retter erregen die Gemüter. Baden-Württemberg setzt sich nun für höhere Mindeststrafen ein.

Strobl: „tiefe Verwerflichkeit“

Baden-Württemberg pocht auf eine härtere Bestrafung von Attacken auf Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungsdienstler. Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert eine Erhöhung des Mindeststrafmaßes für tätliche Angriffe von drei auf sechs Monate, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Dafür will er sich bei der Innenministerkonferenz diese Woche in Berlin einsetzen. Die Anhebung des Mindeststrafmaßes sei geboten, um «die tiefe Verwerflichkeit von ausgeübter Gewalt gegen Einsatzkräfte auch im Strafrahmen abzubilden», hieß es aus dem Ministerium.

Doppelt so viele Fälle als vor zehn Jahren

«Wer die verletzt, die uns schützen, muss hart bestraft werden», betonte Strobl. In Baden-Württemberg seien Gewalttaten gegen Polizeibeamte in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 50 Prozent auf 5422 Fälle allein im Jahr 2022 angestiegen. «In fast jedem zweiten Fall sind es tätliche Angriffe – und die Folgen wiegen schwer», sagte Strobl. Die Zahl der verletzten Polizisten im Land habe um mehr als 60 Prozent auf fast 2700 in 2022 zugenommen. Auch Feuerwehr- und Rettungskräfte sähen sich mit einer Zunahme von Angriffen konfrontiert.

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Erneut Kommunal- und Europawahlen im Südwesten am selben Tag https://www.die-neue-welle.de/erneut-kommunal-und-europawahlen-im-suedwesten-am-selben-tag-416007/ Mon, 31 Jul 2023 09:31:53 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/erneut-kommunal-und-europawahlen-im-suedwesten-am-selben-tag-416007/ Im kommenden Jahr können die Menschen in Baden-Württemberg am selben Tag über ihre Kommunalvertretungen UND über ihre Abgeordneten des Europäischen Parlaments abstimmen. Innenminister Thomas Strobl setzte den 9. Juni 2024 als Wahltermin fest.

Bewährte Zusammenlegung

Die Zusammenlegung habe sich bewährt, sagte Innenminister Strobl. «Die Wählerinnen und Wähler sowie die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer müssen so nur einmal ins Wahllokal und bei den Kommunen fallen weniger Kosten und weniger Organisationsaufwand an», argumentierte der CDU-Politiker in Stuttgart.

Bei den Kommunalwahlen wird über die Gemeinderäte und Ortschaftsräte in den 1101 Städten und Gemeinden des Lands ebenso abgestimmt wie über die Mitglieder der Kreistage in den 35 Landkreisen und der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart. Laut Kommunalwahlgesetz müssen die Wahlen zwischen dem 10. Mai und dem 20. November 2024 an einem Sonntag stattfinden. Die Zusammenlegung der beiden Termine hat fast schon Tradition: Auch in den Jahren 1994, 2004, 2009, 2014 und 2019 wurden die Europa- und die Kommunalwahlen auf denselben Tag gelegt.

16-Jährige dürfen erstmals wählen

Dennoch gibt es im kommenden Jahr eine Premiere: Erstmals können bereits 16-Jährige für Gemeinde-, Ortschafts- und Kreisräte kandidieren und Politik mitgestalten. Der Landtag hat das Wahlrecht bei Kommunalwahlen entsprechend geändert. Zuvor konnten Jugendliche ab 16 bei Kommunalwahlen nur ihre Stimme abgeben, das wird als aktives Wahlrecht bezeichnet. Selbst kandidieren durften sie bislang aber nicht (passives Wahlrecht).

Mit dem neuen Wahlrecht betritt Baden-Württemberg bundesweit Neuland. Ziel ist es, jüngere Menschen für die politische Arbeit zu motivieren.

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Freispruch für Inspekteur der Polizei https://www.die-neue-welle.de/freispruch-fuer-inspekteur-der-polizei-414654/ Fri, 14 Jul 2023 10:19:59 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/freispruch-fuer-inspekteur-der-polizei-414654/

Stuttgart (dpa) – Showdown in einem #MeToo-Prozess, der riesige Wellen schlug: Das Landgericht Stuttgart spricht den Inspekteur der Polizei frei. Dem höchstrangigen Polizisten Baden-Württembergs war vorgeworfen worden, eine deutlich jüngere Kommissarin vor einer Stuttgarter Kneipe zu sexuellen Gefälligkeiten gedrängt zu haben.

Überraschendes Urteil

Damit endet zumindest vorläufig ein Verfahren, das bis in höchste Kreise von Polizei und Politik für Aufregung sorgte. Es ging um mutmaßlichen Machtmissbrauch bei der Polizei, um mögliche Karrierevorteile und eine Kneipennacht im November 2021. Die Anzeigenerstatterin hatte den Spitzenbeamten beschuldigt, sie vor der Gaststätte dazu gedrängt zu haben, seinen Penis anzufassen. Sie wollte zu dem Zeitpunkt eine Karriere im höheren Dienst, er hatte ihr zugesagt, sie beim Aufstieg zu unterstützen.

Nach dem Prozess ein Disziplinarverfahren

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen sexueller Nötigung eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten und eine Geldauflage in Höhe von 16 000 Euro gefordert. Nun erwartet den vom Dienst freigestellten Inspekteur noch ein Disziplinarverfahren. Innenminister Thomas Strobl (CDU) hatte bereits öffentlich verkündet, dass er sich eine Rückkehr des Inspekteurs ins Amt nur schwer vorstellen könne – unabhängig vom Ergebnis des Gerichtsprozesses.

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Südwest-Polizei bekommt Tausende Lampen für die Ausweiskontrolle https://www.die-neue-welle.de/suedwest-polizei-bekommt-tausende-lampen-fuer-die-ausweiskontrolle-390597/ Thu, 25 May 2023 02:34:28 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/suedwest-polizei-bekommt-tausende-lampen-fuer-die-ausweiskontrolle-390597/

Der baden-württembergischen Polizei geht künftig im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf: Das Innenministerium hat rund 9.100 spezielle Clip-Leuchten beschafft.

9.100 Lampen

Streifenbeamte und Fahnder sind nach Angaben des Innenministeriums mit rund 9100 kleinen Lampen ausgerüstet worden, die ihnen nachts oder bei schlechten Lichtverhältnissen helfen sollen. So könnten Schriftstücke oder amtliche Dokumente leichter überprüft werden, sagte der für die Polizei verantwortliche Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch am Rande der Landtagssitzung in Stuttgart.

Leuchtstufen und UV-Funktion

Die Lampen, bei Beamten auch sperrig als «Lese- und Dokumentenprüfclipleuchten» bekannt, besitzen unterschiedliche Leuchtstufen und eine UV-Funktion, mit der laut Ministerium Fälschungen besser erkannt werden können. Im Haushalt wurden dafür Mittel in Höhe von 400 000 Euro zur Verfügung gestellt. Polizistinnen und Polizeibeamte können die 70 Gramm wiegende Leuchte direkt an ihrer Uniform anbringen.

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Immer mehr Mädchen zieht es zur Feuerwehr https://www.die-neue-welle.de/immer-mehr-maedchen-zieht-es-zur-feuerwehr-388929/ Thu, 04 May 2023 04:35:21 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/immer-mehr-maedchen-zieht-es-zur-feuerwehr-388929/ Stuttgart (dpa/lsw) – Heldenhafte, rußverschmierte Männer, die sich in brennende Häuser werfen und Leben retten? Das ist das Klischeebild der Feuerwehr. Auch Mädchen und Frauen stehen dort immer häufiger in erster Reihe.

Feuerwehr-Frauen im Kommen

Immer mehr Mädchen im Südwesten können sich für ein Engagement bei der Jugendfeuerwehr begeistern. Lag der Anteil der Mädchen an den Jugendfeuerwehren im Land vor zehn Jahren noch bei 14,6 Prozent, war 2022 bereits fast jedes vierte Mitglied der Jugendfeuerwehren weiblich, nämlich 23,2 Prozent, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Innenministerium erfuhr. Insgesamt zählte das Ministerium im vergangenen Jahr 35 780 Mitglieder der Jugendfeuerwehren im Südwesten, davon 8315 Mädchen.

Innenminister Strobl zufrieden

Die Zahl der Mädchen und Jungen bei den Jugendfeuerwehren sei im Südwesten in den vergangenen fünf Jahren um 13,5 Prozent gestiegen, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung. Der Anteil der Frauen sei in den fünf Jahren um 47,2 Prozent gewachsen. «Das ist sensationell, gerade vor dem Hintergrund, dass wir durch Corona Einschränkungen hatten und auch die Angriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte durchaus eine Bürde bei der Nachwuchsgewinnung sein können», sagte Strobl. Das Land unterstütze die Jugendfeuerwehren mit einer pauschalen Förderung in Höhe von 40 Euro für jedes Mitglied.

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Tanzen oder besinnen? Das ist an Karfreitag erlaubt https://www.die-neue-welle.de/tanzen-oder-besinnen-das-ist-an-karfreitag-erlaubt-386856/ Thu, 06 Apr 2023 03:25:56 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/tanzen-oder-besinnen-das-ist-an-karfreitag-erlaubt-386856/

Stuttgart (dpa/lsw) – An Karfreitag gedenken die Christen im Land der Kreuzigung Jesu. Damit sie das in Ruhe tun können, dürfen alle anderen Menschen zum Beispiel nicht tanzen gehen – so will es das Gesetz. Ist das noch zeitgemäß?

Tanzverbot im Südwesten

Während Christen in Baden-Württemberg an Ostern ihr höchstes religiöses Fest begehen, sind die Feiertage für viele eine Gelegenheit zu entspannen, Freunde zu treffen und auszugehen. Allerdings nicht zum Tanzen. Denn das baden-württembergische Feiertagsgesetz ist streng: Von Gründonnerstag, 18 Uhr, bis Karsamstag, 20 Uhr, gilt ein Verbot von Tanzveranstaltungen. Clubs dürfen in dieser Zeit niemanden auf die Tanzfläche lassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder für die Veranstalter.

Abschaffung gefordert

Der baden-württembergische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert die Abschaffung dieser Regelung. «Für die gastronomischen Betriebe kommen diese Regelungen einer Schließung gleich», sagte ein Verbandssprecher. Zu öffnen lohne sich oft nicht. Gäste kämen in keinen Club, in dem nicht getanzt werden dürfe. Das Tanzverbot sei ungerecht, weil die Gastronomen gegenüber anderen Veranstaltern benachteiligt würden. «Auf den Bühnen von Theatern darf getanzt werden, aber ein Konzert mit Tanzdarbietung in der Gastronomie ist nicht zulässig», erklärte der Sprecher.

Strobl für Tanzverbot

Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist strikt gegen eine Aufhebung des Tanzverbotes. Er halte die Regelung nach wie vor für zeitgemäß. «Der Karfreitag darf nicht zu einem Tag wie jeder andere werden», sagte er. Es tue allen gut, an dem Tag bewusst zur Ruhe zu kommen. «Eine Gesetzesänderung wird es diesbezüglich definitiv nicht geben.»

Zustimmung kommt von den Kirchen im Land. Für den evangelischen Landesbischof von Württemberg, Ernst-Wilhelm Gohl, gehört der Karfreitag zu den höchsten christlichen Feiertagen. Eine besondere Feiertagsruhe sei gut. «Es steckt eine tiefe Weisheit in dieser besonderen Ausrichtung im Gegensatz zu unserer lauten Welt», sagte Gohl. Nach Ansicht der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart ist der Karfreitag «mit ausgelassenem Feiern und Tanzen nicht in Einklang zu bringen».

Tanz-Demo in Stuttgart

In Stuttgart kann dagegen am Karfreitag, zumindest bei einer Veranstaltung, auch getanzt werden. Dort veranstaltet die Giordano-Bruno-Stiftung, die sich für die Trennung von Staat und Kirche einsetzt, im LKA Longhorn eine Party. Vor dem Tanz soll über die Ziele der Stiftung gesprochen werden. Die Veranstaltung diene der «Meinungskundgabe zu den feiertagsrechtlichen Vorgaben», teilte ein Sprecher der Stadt mit. Es ist offiziell also keine Party, sondern eine Demo.

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