häusliche Gewalt – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 11 Dec 2025 09:55:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Häusliche Gewalt: Schärfere Fußfessel-Regel beschlossen https://www.die-neue-welle.de/haeusliche-gewalt-schaerfere-fussfessel-regel-beschlossen-1826126/ Thu, 11 Dec 2025 09:04:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1826126

Stuttgart (dpa/tk) – Angesichts der zunehmenden häuslichen Gewalt gegen Mädchen und Frauen sollen potenzielle Opfer künftig besser geschützt werden. Der baden-württembergische Landtag hat beschlossen, das Polizeigesetz zu verschärfen und Fußfesseln als Schutzmaßnahme auch außerhalb von Terrorfällen zu ermöglichen. Bislang hatte das Gesetz den Einsatz elektronischer Fußfesseln ausschließlich erlaubt, um Straftaten von Terroristen zu verhindern.

Nach dem Willen aller Landtagsfraktionen ist der Einsatz nach richterlichem Beschluss nun auch bei konkreten Gefahren durch Gewalttaten, Sexualdelikte oder Stalking möglich – etwa bei Tätern mit Kontakt- und Annäherungsverbot, die sich dennoch ihren Opfern nähern. Betroffene sollen über ein Empfangsgerät gewarnt werden, wenn sich der potenzielle Täter nähert. Sie können sich in Sicherheit bringen, während die Polizei automatisch alarmiert wird.

Auch das Bewegungsbild kommt

Erweitert wurde der Gesetzentwurf zuletzt noch um die Möglichkeit, sogenannte Bewegungsbilder zu erlauben. Dazu werden die Bewegungsdaten – meist des potenziellen Täters – aus den Daten der Fußfessel analysiert, um nachvollziehen zu können, wo sich eine Person regelmäßig aufhält, welche Wege sie nimmt oder welche Orte sie frequentiert. So könnten Muster und Auffälligkeiten erkannt und Gefahren besser eingeschätzt werden.

Kritiker, auch aus den Reihen des Landtags, haben Bedenken, diese Neuerung schränke auch die Freiheit von Tätern ein, unbeobachtet zu bleiben.

«Spanisches Modell» als Vorbild

Nach dem von der SPD eingebrachten Entwurf soll die Maßnahme bei Hochrisikofällen und zunächst für höchstens sechs Monate gelten, verlängerbar um je drei Monate. Auch der Bund plant einen ähnlichen Schritt.

Das Modell orientiert sich am Beispiel anderer Länder: In Spanien können Gerichte das Tragen elektronischer Fußfesseln bereits seit längerer Zeit bei massiver Bedrohung anordnen. Mit der Einführung dieses Modells im Jahr 2009 soll die Zahl der ermordeten Frauen deutlich gesunken sein. Auch andere Bundesländer wie Hessen, Sachsen oder Bayern haben ähnliche Regelungen bereits umgesetzt.

Dutzende Opfer – jeden Tag

Nach Angaben des Innenministeriums sind im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg 18.538 Mädchen und Frauen von Partnern, Ex-Partnern oder Verwandten misshandelt worden. Im Schnitt sind das mehr als 50 pro Tag – und das ist nur die bekannte Zahl.

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Mann greift seine Frau an – Polizeieinsatz in Bretten https://www.die-neue-welle.de/mann-greift-seine-frau-an-polizeieinsatz-in-bretten-1713937/ Thu, 18 Sep 2025 07:16:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1713937 Bretten (pol/tk) – Ein schrecklicher Fall von häuslicher Gewalt: Ein Mann versuchte seine Ehefrau zu erstechen. Ihr Kind musste alles mit ansehen.

Gewalttätiger Ehemann

Ein 55-jähriger Mann löste gegen 06:45 Uhr einen größeren Polizeieinsatz aus, nachdem er zuvor seine 48-jährige Ehefrau offenbar in einer Wohnung in der Melanchthonstraße angegriffen und verletzt haben soll. Eine Zeugin alarmierte die Polizei, da sie Schreie aus der Nachbarswohnung hörte.

Frau flieht mit Kind zur Nachbarin

Der Tatverdächtige soll mit einem scharfen Gegenstand auf den Oberkörper seiner Lebensgefährtin eingestochen haben. Die Geschädigte und ihr 13-jähriges Kind konnten anschließend zu der Zeugin flüchten. Die Schwere der Verletzung der Frau ist noch unklar und sie wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das Kind blieb unverletzt.

Kurze Zeit später nahmen Beamte den 57-Jährigen gegen 07:30 Uhr in der Wohnung fest. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Häusliche Gewalt: Schärfere Fußfessel-Regel wird geprüft https://www.die-neue-welle.de/haeusliche-gewalt-schaerfere-fussfessel-regel-wird-geprueft-1654663/ Thu, 14 Aug 2025 02:34:00 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1654663
Schläge, Tritte, Ohrfeigen – die Zahl der Mädchen und Frauen, die im Südwesten registrierte Opfer häuslicher Gewalt werden, bleibt hoch. Nun wird geprüft, ob Fußfesseln künftig eingesetzt werden könnten.

Zahl der Betroffenen steigt

Laut baden-württembergischen Innenministerium verharrt die Zahl der Betroffenen, die von Lebensgefährten oder Ex-Partnern misshandelt werden auf dem Niveau des Vorjahres; die Zahl der gemeldeten Übergriffe durch Verwandte nimmt weiter zu. Allerdings ist die Dunkelziffer hoch: Laut aktuellem Sicherheitsbericht wird angenommen, dass nur zehn Prozent der Fälle auch angezeigt werden.

Parteien wollen Polizeigesetz ändern

Um Frauen künftig besser schützen zu können, will die Mehrheit im Landtag das Polizeigesetz verschärfen und Fußfesseln als Schutzmaßnahme auch außerhalb von Terrorfällen ermöglichen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die SPD-Fraktion bereits eingebracht. Mehrere Fraktionen haben angekündigt, nach der Sommerpause gemeinsam zu beraten, wie die Gesetzesänderung noch dieses Jahr umgesetzt werden könnte.

Bisher erlaubt das Gesetz den Einsatz elektronischer Fußfesseln ausschließlich zur Verhinderung terroristischer Straftaten. Nach dem Willen der SPD soll künftig auch bei konkreten Gefahren durch Gewalttaten, Sexualdelikten oder Stalking der Einsatz möglich sein – etwa bei Tätern mit Kontakt- und Annäherungsverbot, die sich dennoch ihren Opfern nähern.

Spanisches Modell als Vorbild

Der SPD-Vorschlag orientiert sich am Beispiel anderer Länder: In Spanien können Gerichte das Tragen elektronischer Fußfesseln bei massiver Bedrohung bereits anordnen. Mit der Einführung dieses Modells im Jahr 2009 sank die Zahl der ermordeten Frauen deutlich. In den ersten zehn Jahren wurde keine Frau, die am Programm teilnahm, getötet. Zudem gaben rund 95 Prozent der zu schützenden Frauen an, dass sich ihr Sicherheitsgefühl durch das Gerät verbessert hat. Sachsen, Hessen und weitere Bundesländer setzen das sogenannte «spanische Modell» bereits um.

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Freudenstadt: OB Sonder plädiert für elektronische Fussfessel https://www.die-neue-welle.de/freudenstadt-ob-sonder-plaediert-fuer-elektronische-fussfessel-1378903/ Thu, 27 Mar 2025 06:16:18 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1378903 Freudenstadt (pm/tk) – Die Außenstelle Freudenstadt des „Weisser Ring“ und Oberbürgermeister Adrian Sonder haben ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Sonder half am Infostand mit.

Über 100 Fälle häuslicher Gewalt

Auch in Stadt und Kreis Freudenstadt gibt es jährlich eine dreistellige Zahl von Fällen häuslicher Gewalt. Die
Täter kommen aus allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten. Besonders bitter sind für den Oberbürgermeister Fälle, in denen Frauen belästigt, bedroht oder gar körperlich angegriffen werden, obwohl Gerichte Kontakt- oder Annäherungsverbote gegen den aggressiven Partner angeordnet hatten. „Das kann und darf nicht einfach so hingenommen werden“, so Sonder. Ein Annäherungsverbot nutze nichts, solange der Staat nicht die Mittel und das Personal habe, es durchzusetzen. Daher spricht sich der Oberbürgermeister für den Einsatz von sogenannten „Fußfesseln“ aus.

Elektronische Fussfessel ist bewährtes System

Spanien nutzt sein System seit 2009 und hat mit diesem Konzept laut Opferhilfeverein „Weisser Ring“ sehr gute Erfahrungen gesammelt. Dort tragen nach Anordnung der Behörden Opfer und Täter einen Sender, die miteinander kommunizieren. Kommen sich die beiden näher als erlaubt, lösen die Sender Alarm in einer Leitstelle aus. Aufgrund der übermittelten Positionsdaten kann die Polizei schnell eingreifen. Keine einzige der Frauen, die am Überwachungsprogramm teilgenommen haben, sei seither vom Ex-Partner umgebracht worden. Frankreich hat das Modell bereits übernommen, in der Schweiz startete
ein Testlauf.

Kein Kavaliersdelikt

Birgit Bihler, Leiterin der Außenstelle „Weisser Ring“, ergänzt: „Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt. Opfer sind nicht nur die Partnerinnen, sondern auch die Kinder, sei es durch direkte Gewalt oder durch psychische Gewalt, wenn Kinder mitbekommen, wie der Täter die Mutter malträtiert. Hier gilt: der Täter bekommt ein paar Jahre, das Opfer lebenslänglich. Viele Betroffene sind traumatisiert und müssen langwierige Therapien machen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen und ihnen ein Leben in Sicherheit zu ermöglichen.“

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Mord mit Hammer und Kabelbindern oder Notwehr? Ehefrau in Karlsruhe vor Gericht https://www.die-neue-welle.de/mord-mit-hammer-und-kabelbindern-oder-notwehr-ehefrau-in-karlsruhe-vor-gericht-1336130/ Fri, 28 Feb 2025 03:44:49 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1336130
Jahrelang soll sie Erniedrigungen ihres Ehemannes ertragen haben, bis sie zum Äußersten griff – Schlafmittel, Hammer und Kabelbindern. Wegen Mordes steht eine Frau ab heute vor dem Karlsruher Landgericht.

34 Schläge mit dem Hammer

Die 66-Jährige soll sich nach früheren Angaben der Ermittler im vergangenen Juni in der gemeinsamen Wohnung in Kronau mit ihrem Mann gestritten haben. Laut Gericht verabreichte die Deutsche ihrem Ehemann den Vorwürfen zufolge erst ein Schlafmittel, damit er sich nicht mehr so gut wehren könne. Dann soll sie ihm 34 Mal mit einem Hammer gegen Kopf und Oberkörper geschlagen und ihn schließlich mit Kabelbindern erstickt haben.

Die Tat hatte wohl eine lange Vorgeschichte. Die Frau gab in Vernehmungen an, jahrelang unter den Erniedrigungen ihres Mann es gelitten zu haben.

Frau spricht von Notwehr

Im Ermittlungsverfahren hatte die 66-Jährige die Tat eingeräumt, sich aber auf eine Notwehrsituation berufen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Auch für den Prozess habe der Verteidiger eine Einlassung seiner Mandantin angekündigt.

Das Schwurgericht hat drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte es demzufolge in der zweiten Märzhälfte sprechen.

Mehrere Sachverständige geladen

Zum Prozessauftakt will die Große Strafkammer unter anderem zwei Polizisten als Zeugen hören. Später sollen zwei psychiatrische Sachverständige und ein rechtsmedizinischer Sachverständiger dem Gericht Rede und Antwort stehen.

Die 66-Jährige hatte damals den Angaben zufolge selbst den Notruf gewählt. Sie ließ sich widerstandslos festnehmen und kam in Untersuchungshaft. Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod des 74-Jährigen feststellen.

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Tag gegen Gewalt an Frauen: Karlsruhe und Pforzheim setzen starke Zeichen https://www.die-neue-welle.de/orange-days-karlsruhe-2024-gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen-1208053/ Mon, 25 Nov 2024 03:47:22 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1208053

Karlsruhe/Pforzheim (pm/dk) – Am 25. November wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen – und auch in Karlsruhe sowie Pforzheim gibt es zahlreiche Aktionen, die auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Beide Städte nutzen den Tag, um auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen und betroffene Frauen zu unterstützen.

Karlsruhe: Orange Days mit vielfältigem Programm

In Karlsruhe starten die Orange Days, die vom 25. November bis zum 10. Dezember 2024 stattfinden. Die Auftaktveranstaltung am 25. November im Neuen Ständehaus stellt das Thema „Gewalt gegen Frauen geht uns alle an!“ in den Mittelpunkt. Fachleute und Interessierte sind eingeladen, sich über das Thema zu informieren. Besonders im Fokus steht in diesem Jahr die Rolle von Kindern als Mitbetroffene von Partnerschaftsgewalt. Denn Gewalt in der Partnerschaft wirkt sich nicht nur auf die betroffenen Frauen aus, sondern auch auf das Wohl der Kinder.

Fahnenaktion und mehr in Karlsruhe

Karlsruhe beteiligt sich wie jedes Jahr an der Fahnenaktion der „Orange the World“-Kampagne. In diesem Jahr wird die städtische Fahne an neuen Orten wie der Carl-Hofer-Schule und der Heinrich-Hübsch-Schule gehisst, um die Solidarität der Stadt zu zeigen. Verena Meister, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Karlsruhe, erklärt: „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache – sie geht uns alle an!“

Pforzheim: Schuhmahnmal, Tanzperformance und mehr

Auch in Pforzheim wird der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen mit einem klaren Zeichen für die Rechte von Frauen begangen. Am 12. November wurde das Aktionsprogramm des „Aktionsbündnisses 25. November“ vorgestellt. Das Programm bietet eine Vielzahl an Veranstaltungen, die auf das Thema aufmerksam machen und die Menschen zum Handeln aufrufen.

Zu den Höhepunkten in Pforzheim zählt ein Schuhmahnmal und eine Tanzperformance des Zonta Clubs, die am 25. November auf dem Platz vor dem Theater stattfinden. Diese Aktion erinnert an die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt und fordert dazu auf, nicht wegzusehen. Am gleichen Tag gibt es außerdem eine Mitmachaktion in der PZ-Hütte auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt sowie eine Filmvorführung im Kommunalen Kino mit anschließender Diskussionsrunde. Pforzheim beteiligt sich zudem an der Aktion „Orange your City“, bei der bekannte Gebäude wie das Neue Rathaus in orange beleuchtet werden.

Weitere Aktionen in Pforzheim

Am 26. November findet in Engelsbrand eine Anti-Gewalt-Fahnenaktion statt, und auch eine Lesung zum Thema „Catcalls“ wird angeboten. Am 27. November wird in Pforzheim eine Online-Informationsveranstaltung zum Thema „Loverboys“ abgehalten. Den Abschluss der Veranstaltungen bildet am 30. November eine Rosenaktion in Ispringen sowie die Aktion „Read the Signs“ auf dem Turmplatz.

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Die Aktionen in beiden Städten setzen ein starkes Zeichen im Kampf gegen Gewalt an Frauen. In Karlsruhe und Pforzheim zeigen zahlreiche Institutionen und engagierte Akteure, wie wichtig es ist, sich gegen Gewalt an Frauen stark zu machen und gemeinsam zu handeln. Kinga Golomb, die Gleichstellungsbeauftragte des Enzkreises, betont: „Unsere Gesellschaft akzeptiert keine Gewalt gegen Frauen – gemeinsam können wir ein klares Zeichen setzen.“

Weitere Informationen über die Orange Days und den vollständigen Veranstaltungskalender findet ihr HIER! Mehr zu den Veranstaltungen in Pforzheim erfahrt ihr HIER!

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Häusliche Gewalt in Gaggenau – Polizei greift ein https://www.die-neue-welle.de/haeusliche-gewalt-in-gaggenau-polizei-greift-ein-812838/ Fri, 17 May 2024 08:47:12 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=812838 Gaggenau (pol/tk) – Kein einfacher Fall für die Polizei in Gaggenau: Ein betrunkener Mann schlägt seine Frau und seine Mutter. Gegen die Festnahme wehrt er sich verbissen und landet am Ende in der Psychiatrie.

Mann wütet gegen Frauen

Im Zusammenhang mit einem Fall von häuslicher Gewalt hatten die Beamten des Polizeireviers Gaggenau am Donnerstagabend alle Hände voll zu tun. Ein Ehemann soll kurz vor 21 Uhr nicht nur seine Ehefrau geschlagen und bedroht haben, er soll auch auf deren Mutter eingeschlagen haben und leistete bei den polizeilichen Maßnahmen heftigen Widerstand.

Betrunken am Steuer

Überdies wird dem Delinquenten vorgeworfen, sich während des Notrufs entfernt und noch vor dem Eintreffen der Polizeistreifen in seinem alkoholisierten Zustand hinter das Steuer seines Autos gesetzt zu haben und weggefahren zu sein. Er kehrte jedoch kurze Zeit später an seine Wohnanschrift zurück, wo er dann durch die Einsatzkräfte der Polizei vorläufig festgenommen werden konnte.

Der mit mehr als einem Promille unter Alkoholeinfluss stehende Mann wurde in Absprache der Staatsanwaltschaft in eine Fachklinik gebracht. Gegen ihn sind nun mehrere Ermittlungsverfahren anhängig.

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Frauen- und Kinderschutzhaus in Baden-Baden braucht Hilfe https://www.die-neue-welle.de/frauen-und-kinderschutzhaus-in-baden-baden-braucht-hilfe-2-374688/ Sat, 03 Sep 2022 06:00:31 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/frauen-und-kinderschutzhaus-in-baden-baden-braucht-hilfe-2-374688/ Jeden Tag sind Kinder und Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. Deswegen ist die Arbeit von professionellen Anlaufstellen enorm wichtig. Um diese Aufgabe weiterhin bewältigen zu können, braucht das Frauen- und Kinderschutzhaus von Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt Hilfe von ehrenamtlichen Helfern.

Hauptamtliches Team reicht nicht aus

„Unser hauptamtliches Team besteht aus acht Mitarbeiterinnen. Das reicht leider nicht aus, um alle Bedarfe der Frauen und Kinder ausreichend decken zu können, so wie wir uns das wünschen würden“, erklärt Selina Weiler, die Leiterin des Frauen- und Kinderschutzhauses von Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt. Die Einrichtung nimmt Frauen mit einem festen Wohnsitz in Deutschland auf. Die dürfen auch ihre Kinder – Mädchen ohne Altersbeschränkung und Jungs bis 13 Jahre – mitbringen. Wichtig sei, dass die Frauen Absprachen- und Gemeinschaftsfähigkeit sind, erklärt Weiler.  Darüber hinaus nimmt die Einrichtung niemanden auf, der eine Sucht oder eine psychische Erkrankung hat. „Der Bedarf übersteigt dann einfach unsere Möglichkeiten und Kapazitäten. Dafür gibt es gesonderte Schutzeinrichtungen, die, die wir dann in diesem Fall verweisen würden.“

Engagement der Ehrenamtliche hat abgenommen

Weiler sieht keinen Anstieg der Fallzahlen von häuslicher Gewalt während der Pandemie. „Die Nachfrage nach Frauenhaus Plätzen war vor Corona, während Corona und auch nach Corona hoch.“ Weil die Anlaufstellen immer gefragt sind, arbeiten die Mitarbeiter des Frauen- und Kinderschutzhauses am Anschlag. „Leider können wir immer noch nicht alle Anfragen, die bei uns eintreffen, bedienen. Das heißt, häufig müssen wir Frauen an andere Frauenhäuser weitervermitteln und können ihnen akut kein Zimmer bei uns anbieten.“ Während Corona ist zusätzlich auch noch das ehrenamtliche Engagement zurückgegangen, weswegen sich die Einrichtung jetzt aktiv auf die Suche nach neuen Freiwilligen begibt.

Aufgaben der Freiwilligen sind vielfältig

Die möglichen Aufgaben der Freiwilligen sind vielfältig. „Wir haben verschiedene Ehrenamtliche, die sich beispielsweise in der Kinderbetreuung engagieren, Hausaufgabenbetreuung anbieten oder einfach auch mal mit Frauen, die von weither herkommen, einen Spaziergang bei uns in der Umgebung tätigen, ein Bastelnachmittag anbieten, bei der Wohnungssuche helfen oder eben unsere Rufbereitschaft am Wochenende abdecken.“ Gerade die Betreuung des Telefons sei ein ganz wichtiger Bereich. Frauen müssten auch am Wochenende dringend aus einer Gewaltsituation flüchten und in dem Haus aufgenommen werden. Die Telefonnummer 07222/77 41 40 ist dafür immer samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr erreichbar.

Verlässlichkeit und Verschwiegenheit ist wichtig

Interessierte Ehrenamtliche sollten die Lust mitbringen, den Frauen und Kindern zur Seite zu stehen und etwas Positives weiterzugeben. Darüber hinaus sei aber auch die Verlässlichkeit und Verschwiegenheit ein großer Punkt. „Da unser Frauenhaus ja anonym bleiben soll, also die Örtlichkeit ist nicht bekannt. Wir müssen uns natürlich auf die Ehrenamtlichen verlassen können, dass sie das nicht weitertragen. Wir stellen für uns nämlich ein großer Stützpunkt dar.“ Wer dann noch offen gegenüber anderen Kulturen eingestellt ist und möglicherweise sogar noch ein wenig Englisch sprechen kann, ist perfekt für die Aufgabe gewappnet. Interessierte können sich telefonisch unter 07222/774140 oder per E-Mail melden. Wer sich selbst zu Hause in einer schwierigen Lage befindet, kann sich unter anderem an das Hilfetelefone „Gewalt gegen Frauen“ oder „Gewalt gegen Männer“ wenden.

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