Geschichte – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Fri, 25 Sep 2026 09:21:38 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 Der Nachlass von Heinz Schmid geht ans Horber Stadtarchiv https://www.die-neue-welle.de/der-nachlass-von-heinz-schmid-geht-ans-horber-stadtarchiv-1972800/ Sun, 27 Sep 2026 02:40:13 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1972800 Horb am Neckar (pm/tk) – Dank der Unterstützung des Kultur- und Museumsvereins sind die Sammlungen des Horber Heimatforschers nun im Stadtarchiv für die Öffentlichkeit zugänglich.

Leidenschaftlicher Horber

Heinz Schmid war leidenschaftlicher Horber und setzte sich stets für die Belange seiner Stadt ein. Wie oft ging er aufs Rathaus und machte dort auf etwas besonders Schützenswertes aufmerksam? Und wer kann sich nicht an seine Diavorträge erinnern, in denen er sein reiches heimatkundliches Wissen weitergab?

Wertvolle Sammlung historischer Postkarten

Im Mai dieses Jahres übernahm das Horber Stadtarchiv einen Teil seines Nachlasses. Darunter heimatkundliche Literatur, Poststempel von Horb und Umgebung und allerlei Aufschriebe und Artikelsammlungen zur Horber Stadtgeschichte. Das Herzstück dieses Fundus stellt jedoch seine über viele Jahrzehnte aufgebaute Sammlung historischer Postkarten mit Horber Motiven dar.

Heinz Schmid hat diese Ansichtskarten allerdings nicht einfach nur erstanden und aufbewahrt, er hat sie auch systematisch beschrieben. So wurde damit immer auch ein Stück Stadtgeschichte dokumentiert: Ob es nun um die Entwicklung des Stadtbilds oder um die zahlreichen Horber Brücken ging – Heinz Schmid hielt Wissenswertes für jede seiner Postkarten auf einer extra Karteikarte fest.

Der Horber Kultur- und Museumsverein hat dieses einzigartige Konvolut erworben und stellt es dem Horber Stadtarchiv dankenswerterweise als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Andere Nachlass-Teil geht an die Denkmalpflege

Ein anderer Teil seines Nachlasses ging an die Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale (GEEK), Dorothea Kühnel, und wird derzeit im Gemeindearchiv Baiersbronn in Friedrichstal verwahrt. Als gelernter Vermesser hatte Heinz Schmid beim Horber Vermessungsamt schon früh mit historischen Grenzsteinen zu tun. Die verwitterten Inschriften auf den alten Steinen weckten sein Interesse und so begann er sich intensiv mit solchen Zeugen der Vergangenheit auseinanderzusetzen

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Internationaler Museumstag – auch Ettlingen und Pforzheim mit dabei https://www.die-neue-welle.de/internationaler-museumstag-auch-ettlingen-und-pforzheim-mit-dabei-1898037/ Wed, 13 May 2026 11:32:10 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1898037 Ettlingen/Pforzheim (pm/tk) – Am 17. Mai 2026 wird in Deutschland der Internationale Museumstag gefeiert – in diesem Jahr unter dem Motto „Museums uniting a divided world“. Auch Ettlingen und Pforzheim sind mit dabei!

Vereint in einer geteilten Welt

Der Internationale Museumstag bietet die Gelegenheit, Museen als lebendige Orte des Austauschs, der Bildung und der Inspiration sichtbar zu machen. Gemeinsam zeigen wir die Vielfalt und Innovationskraft unserer Museumslandschaft und setzen ein starkes Zeichen für ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Mit dem Internationalen Museumstag machen Museen weltweit am Sonntag, den 17. Mai auf ihre gesellschaftliche Rolle aufmerksam. Als ein wichtiges Mittel für den kulturellen Austausch übernehmen sie nicht nur Verantwortung für unser Kulturgut, sondern fördern weltweit Verständigung, Toleranz und Vielfalt. Mit ihren innovativen Bildungsprogrammen und vielfältigen Sammlungen sind sie einzigartige Lernorte, die den Raum für gesellschaftliche Diskurse bieten und Zukunftsperspektiven eröffnen.

Programm in Ettlingen

Besucher:innen sind eingeladen an den geplanten Aktionen teilzunehmen und die Vielfalt unseres Museums im Ettlinger Schloss zu entdecken:

11 Uhr – Kunstpfad Werner Pokorny im Dialog
Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise zu den neuen Skulpturen und Konzepten der vier Künstler Daniel Beerstecher, Anne Römpp, Stefan Rohrer und Kustedis Svirnellis im Dialog mit zwei Großskulpturen des Bildhauers Werner Pokorny im Horbachpark.
Treffpunkt: Horbachquelle

11:30 Uhr und 12:30 Uhr – Ein eingerichtetes Nestlein um in Ruhe Gott zu dienen
So umschrieb Markgräfin Sibylla Augusta (1675-1733) von Baden-Baden ihr neu gestaltetes Schloss in Ettlingen, in dem sie ihre letzten Lebensjahre von 1729-1733 verbrachte. Erfahren Sie bei diesem Rundgang in den neu eingerichteten barocken Salons Näheres über das Leben der Sibylla Augusta im Ettlinger Schloss.
Treffpunkt Museumsshop

13 Uhr – Von Artischocke bis Zebra
Beim kurzweiligen Parcours durch die Ausstellung lernt man die unterschiedlichsten Stillleben und Tierdarstellungen der vergangenen 130 Jahre aus der Museumssammlung kennen
Treffpunkt Museumsshop

14, 14:30, 15, 15:30 Uhr – Zeitsprung: Römer
Wer schon immer mal wissen wollte, wie wohl die Menschen im römischen Ettlingen vor sehr langer Zeit lebten, wie sie es mit der Körperpflege hielten oder was es zu essen und zu trinken gab, der ist in der neuen Mitmachausstellung „Zeitsprung: Römer“ im Museum Ettlingen richtig.
Treffpunkt Museumsshop

14, 14:30, 15, 15:30 Uhr- Kurzführungen in der Martinskirche
Die Martinskirche ist Ettlingens ältestes Bauwerk und die Mutterkirche des Albtals. Die wechselvolle Baugeschichte, die Altäre, die Orgel und vor allen Dingen das wundervolle Deckengemälde von Prof. Emil Wachter verdienen eine nähere Betrachtung
Treffpunkt: Martinskirche

14 Uhr und 15 Uhr – Die ehemalige Hofkapelle
Die Hofkapelle der Markgräfin Franziska Sibylla Augusta von Baden-Baden (1675-1733) in Ettlingen (heute umgangssprachlich: Schlosskapelle oder Asamsaal) sollte das Herzstück des renovierten und umgebauten Schlosses werden, ein Juwel spätbarocker Ausstattungskunst.
Treffpunkt Museumsshop.

Dauer der Führungen ca. 30 Min, alle Führungen sind kostenlos. Nähere Infos unter museum-ettlingen.de

Programm in Pforzheim

Aber auch die Goldstadt Pforzheim macht mit beim Internationalen Museumstag:

Pforzheim Galerie
Die Pforzheim Galerie präsentiert insbesondere Werke regionaler und südwestdeutscher Kunst aus der städtischen Sammlung. Die aktuelle Ausstellung „Zwischen Zeiten. Kunst aus Pforzheim 1900 bis 1950“ lädt dazu ein, eine Generation von Künstlerinnen und Künstlern zu entdecken, die zwischen Kaiserreich, Weltkriegen und Diktatur ihre eigene Sprache fand. Kuratorin Christina Klittich führt um 15 Uhr durch die Ausstellung. Bei einer kreativen Mitmachaktion können Kinder und Familien herausfinden, wie eine ideale Stadt aussehen könnte und wie sie sich diese vorstellen.

Museum Johannes Reuchlin
Auf vier Ebenen beleuchtet das Museum Herkunft, Leben, Werk und Wirken des Pforzheimer Humanisten Johannes Reuchlin. In einer religiös bewegten Zeit warb er als Anwalt für Toleranz und Menschenrechte für die Freiheit von Religion und Kultur. Eine Führung um 13 Uhr von Christina Klittich lädt dazu ein, Reuchlin neu kennenzulernen.

DDR-Museum
Das DDR-Museum bietet Führungen durch seine Dauerausstellung um 12, 14 und 16 Uhr an und eröffnet Einblicke in den Alltag einer vergangenen Zeit. Dabei wird das Thema Demokratie besonders hervorgehoben und regt zur Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart an.

Haus der Landsmannschaften
Das Museum Haus der Landsmannschaften erzählt die Geschichte der Heimatvertriebenen und zeigt aktuell die Ausstellung „Seedienst Ostpreußen“.

Kunstverein im Reuchlinhaus
Die Meisterschülerinnen und -schüler der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sind mit ihrer Ausstellung „TOP_0026. Meisterschüler:innen“ zu Gast im Pforzheimer Kunstverein und präsentieren Begegnungen mit verschiedenen Positionen zeitgenössischer bildender Kunst. Zwischen 10 und 17 Uhr sind die Künstlerinnen und Künstler vor Ort und laden zur Kuratorinnenführung um 12 Uhr ein. Es finden Aktivierungen, Gespräche und performative Beiträge statt.

Galerie Brötzinger Art
Die Ausstellung in der Galerie Brötzinger Art zeigt Malerei, Bildhauerei und Grafik in einem gemeinsamen Raumkonzept. Unterschiedliche Medien treten nicht nebeneinander auf, sondern reagieren aufeinander. Bilder öffnen und versperren Räume, Skulpturen setzen Widerstände, grafische Strukturen durchziehen den Raum wie Linien eines Koordinatensystems. Eine Führung durch die Ausstellung findet um 15 Uhr statt.

Das vollständige Programm unter www.pforzheim.de/museumstag

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Tag des offenen Denkmals 2025: Diese Highlights gibt es in der Region https://www.die-neue-welle.de/tag-des-offenen-denkmals-2025-diese-highlights-gibt-es-in-der-region-1695022/ Fri, 12 Sep 2025 13:00:46 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1695022 Region (pm/dk) – Am Sonntag, 14. September, ist es wieder so weit: Der Tag des offenen Denkmals lädt bundesweit dazu ein, Bauwerke, Orte und Anlagen zu entdecken, die sonst meist verschlossen bleiben. Koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) öffnen sich auch in diesem Jahr zwischen 5.000 und 7.000 Denkmale in rund 2.000 Städten und Gemeinden. Damit ist der Aktionstag das größte Kulturevent Deutschlands.

Türen auf für Geschichte

Das Besondere: Viele der Orte sind für die Öffentlichkeit normalerweise gar nicht zugänglich. Besucher können bei Sonderführungen in alte Kellergewölbe hinabsteigen, Restauratoren bei der Arbeit über die Schulter schauen oder archäologische Stätten erkunden. Der Eintritt ist in der Regel frei. So wird Kulturgeschichte nicht nur erlebbar, sondern auch greifbar – und das für mehrere Millionen Gäste, die Jahr für Jahr dabei sind.

Unzählige Denkmäler dabei

Wer auf der Website der Veranstaltung nach teilnehmenden Denkmälern stöbert merkt schnell, dass die Auswahl groß ist. Alleine in unserer Region sind es hunderte Museen, Kirchen, Burgen und vieles mehr. Wir haben euch ein paar Highlights zusammen gestellt. Alle Denkmäler findet ihr auf der interaktiven Karte! Dort findet ihr auch alle Infos zu den Führungen und Sonderausstellungen.

Über 100 Denkmäler im Stadt- und Landkreis Karlsruhe

In der Fächerstadt und den umliegenden Städten und Gemeinden haben über 100 Denkmäler geöffnet. Darunter zum Beispiel auch einige Museen, wie die Kunsthalle, die Städtische Galerie oder das Stadtmuseum. In den Sonder-Führungen geht es aber nicht um die Exponate, sondern um die geschichtsträchtigen Gebäude und deren historische und architektonische Bedeutung. Highlight ist auch ein Blick in die alte Tabakfabrik im Stadtteil Grünwinkel.

Auch Natur wird am Tag des offenen Denkmals erlebbar gemacht. Besondere Führungen werden zum Beispiel beim Botanischen Garten des KIT oder im Fasanengarten angeboten. Außerdem könnt ihr mehr über Statuen, wie das Kaiserdenkmal an der Kaiserstraße, oder über historische Brunnen, wie den Stephanienbrunnen an der Waldstraße, erfahren.

Auch im Landkreis Karlsruhe ist einiges geboten. Führungen gibt es zum Beispiel an die Klosterruine Frauenalb, an der Alten Schmiede in Malsch, durch das Heimatmuseum Leopoldshafen oder auf dem Wartturm Weingarten. Auch die Stadt Bruchsal macht mit und öffnet unter anderem die JVA, den Bruchsaler Bergfried.

Auch Pforzheim und der Enzkreis macht mit

Die Pforzheimer Innenstadt ist schon ein Denkmal für sich – deswegen könnt ihr hier durch einen Spaziergang mehr über die historische Bedeutung erfahren. Der Wiederaufbau deutscher Städte nach dem 2. Weltkrieg und die Architektur der 50er Jahre sind hier bis heute sichtbar. Auch eine Villa aus dem Jahr 1906 und ein Jugendstilhaus von 1905 könnt ihr besichtigen.

Schlösser und Burgen findet ihr im Enzkreis – unter anderem haben das Schloss in Königsbach und das Graevenitz’sche Schloss in Heimsheim geöffnet.

Diese Denkmäler gibt’s im Landkreis Rastatt und Baden-Baden

Die Stadt Rastatt gewährt euch einen Einblick in die historische Bibliothek, die schon 1715 als Klosterbibliothek genutzt wurde. Einen echten Blick hinter die Kulissen gibt bei der Freilichtbühne in Ötigheim. In Bühl öffnet außerdem ein Fachwerkhaus aus dem 18 Jahrhundert seine Tore.

Auch die Kurstadt Baden-Baden macht mit. Hier gibt es verschiedene Familienworkshops im Fürstenbau des Alten Bahnhofs. Außerdem öffnet die Villa Dikte mit vielen originalen Elementen aus dem 20. Jahrhundert ihre Tore.

Viele Denkmäler im Nordschwarzwald

Auch im Stadt- und Landkreis Calw wird einiges geboten. So könnt ihr zwischen Schömberg und Langenbrand durch eine Grenzsteinwanderung mehr über die Markgrafschaft Baden und das Herzogtum Württemberg lernen. Weitere Highlights sind die Burg Liebenzell in Bad Liebenzell, das Kloster Hirsau, das Schmiedemuseum in Nagold und das Eisenbahnmuseum Calw.

Im Kreis Freudenstadt gibt es eine besondere Führung durch das 1895 erbaute Kurhaus Palmenwald. Einen Einblick ins Bauernleben des 18. Jahrhunderts bekommt ihr beim Morlokhof in Baiersbronn.

Das wird in der Südpfalz geboten

Mehr als ein Dutzend Denkmäler haben alleine in der Stadt Germersheim geöffnet. Neben dem Weißenburger Tor, werden auch im Zeughaus, auf dem historischen Friedhof und im Stadt- und Festungsmuseum Führungen angeboten.

Fahrbare Denkmäler könnt ihr in Landau betrachten. Hier findet eine Oldtimerausstellung statt. Viele Denkmäler gibt es natürlich auch in Speyer. Hier gibt es gleich eine ganze Reihe von verschiedenen Führungen durch den Dom.

Motto 2025: „Wert-voll“

Seit 1999 steht der Tag des offenen Denkmals unter einem jährlich wechselnden Motto. Dieses Jahr lautet es: „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ – eine Einladung, Denkmale neu zu betrachten und ihren tatsächlichen Wert zu erkennen. Denn neben dem messbaren Materialwert zählen vor allem die Geschichten, die Erinnerungen und die kulturelle Bedeutung, die ein Bauwerk einzigartig machen. Ob aufwändige Restaurierungen, seltene historische Materialien oder Orte, die Identität stiften – am Tag des offenen Denkmals stehen diese immateriellen Schätze im Mittelpunkt.

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Nicht wegschmeißen! Omas Fotoalben haben wissenschaftlichen Wert https://www.die-neue-welle.de/nicht-wegschmeissen-omas-fotoalben-haben-wissenschaftlichen-wert-1348397/ Sat, 08 Mar 2025 11:51:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1348397
Schwarz-weiß, leicht verblichen, mit Büttenrand: Unzählige alte Fotos in Alben schlummern in Schränken und auf Speichern. Eine Historikerin vom KIT sagt, nicht wegschmeißen! «Dabei sind es kleine Schätze.»

Fundus an Geschichte(n)

Alte Fotoalben seien kuratierte Familiengeschichte, sagt die Doktorandin. «Jemand hat sich Gedanken gemacht, warum genau diese Motive fotografiert wurden, warum genau diese Fotos für das Album ausgewählt wurden, und warum sie in dieser Zusammenstellung eingeklebt wurden.»

Digitalfotografie stoppt analogen Trend nicht

Dass das trotz Digitalisierung nicht aus der Mode kommt, belegen zum Beispiel rund 30 Millionen Fotobücher, die das Unternehmen Cewe allein in den vergangenen fünf Jahren verkauft hat. Reisen sind laut einem Sprecher der Hauptanlass. Jahr- und Hochzeitsbücher sowie neuer Nachwuchs spielten ebenso eine wichtige Rolle.

Nach wie vor werden auch Bildabzüge erstellt, wie Alexander Strehlau von der Drogeriemarktkette dm berichtet. Während der Corona-Pandemie sei die Nachfrage durch ausgefallene Urlaube, Feste und Ausflüge zurückgegangen. «Seit zwei Jahren hat sich die Situation bei dm jedoch deutlich entspannt.»

Dass ausgedruckte Fotos und Alben im immer digitaler werdenden Alltag weiterhin einen Platz haben, stellt auch der Fotoalben-Hersteller Hama fest. «Wer sich dafür entscheidet, will nicht einfach nur Bilddaten speichern, sondern Erinnerungen greif- und sichtbar machen.» Oft würden sogenannte Art Journals daraus, also künstlerisch gestaltete Tagebücher, häufig in Spiralalben.

Fotos geben intime Einblicke

Lange war die Wissenschaft laut Merkel zögerlich, weil es sehr persönliche Momentaufnahmen sind, die ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Es gebe viel Spielraum für Interpretationen und Spekulationen. «Das erscheint erstmal als Gegenteil von objektiv und wissenschaftlich», sagt sie. Manche Einblicke ins Familienleben, in ihr Beisammensein, in ihr Zuhause seien sehr intim. «Man stößt ins Private rein.»

Doch es seien zeitgenössische Werke, von einem Autor, einer Autorin erstellt. Sie ergänzten den Blick auf die Vergangenheit wie Tagebücher und zeigen Interaktion mit Zeitgeschichte. Und zwar aus der Perspektive einfacher Leute und nicht nur beispielsweise aus dem Leben von Staatsoberhäuptern.

Mit Beginn der Fotografie im 19. Jahrhundert hätten sich nur wohlhabende Familien Fotografen leisten können. «Fotoalben wurden zum Beispiel bei Besuchen vorgelegt», erläutert Merkel. Es ging um Repräsentation. Je erschwinglicher Fotos wurden, desto mehr wurden sie ein Massenphänomen.

Gerade in Deutschland ist ein Thema präsent

Manche Motive finden sich immer wieder: Taufe, Kommunion, Konfirmation, Weihnachten, Hochzeit. Darunter mischten sich individuelle Eindrücke, sagt Merkel. Gerade in Deutschland spiele der Zweite Weltkrieg eine wichtige Rolle.

In Alben ihrer Großmutter sei diese in der Kleidung des Bunds Deutscher Mädel (BDM) zu sehen, ihr Großonkel ganz selbstverständlich mit Kameraden bei der Wehrmacht, berichtet Merkel. Darüber habe sie viel mit ihrer Oma gesprochen. «Da geht es um ganz Persönliches, warum sie gerne zum BDM-Dienst gegangen ist. Das gibt aber auch Antworten auf große Fragen, wie das System funktioniert hat.»

Überhaupt empfiehlt Merkel, so viel wie möglich über alte Fotos in Erfahrung zu bringen. Am besten gelinge das durch Gespräche mit Zeitzeugen. Manchmal seien Datum und Ort auf der Rückseite vermerkt. «Was man herausfindet, sollte man notieren», sagt sie Wissenschaftlerin. «Sonst geht das Wissen verloren.»

Heute liegt Augenmerk auf persönlicher Note

Bei Cewe bestellen den Angaben nach eher Frauen Fotobücher, vorrangig im Alter von 30 bis 59 Jahren. Das Angebot zum Selbstgestalten in verschiedenen Designs gibt es dort seit 20 Jahren. «Unsere Fotoprodukte begleiten viele Familien und finden sich in zahlreichen Haushalten wieder, oft von Generation zu Generation weitergegeben», sagt Vorstandsmitglied Thomas Mehls.

Spezielle Themenalben sind laut Hama eher auf dem Rückzug, neutral gehaltene Designs werden bevorzugt. Einsteckalben für das gängige Format 10 mal 15 Zentimeter seien als schnelle Lösung sehr beliebt. Auch «Memo-Alben» stünden im Ranking weit oben. Sie kombinierten diese unkomplizierte Archivierungsform mit zusätzlichem Platz zum Beschriften und Kommentieren.

Einen Wandel in den Kundenpräferenzen hat dm festgestellt, wie Strehlau berichtet: «Während der Umsatzanteil von Bildausdrucken im Vergleich zu vor fünf Jahren leicht zurückging, gewinnen personalisierte Fotogeschenke wie Fotobücher und Fotokalender zunehmend an Bedeutung.»

«Wegschmeißen ist keine Option!»

Die Masse an Fotos habe sich durch Digitalfotografie und Handykameras potenziert, sagt Merkel. Das mache die Archivierung schwieriger. Digitale Speichermedien hätten eine geringere Halbwertszeit, verschiedene Dateiformate könnten irgendwann nicht mehr gelesen werden.

«Es fehlen schon bei den alten Alben Zeit und Ressourcen, sie zu archivieren», sagt sie. Zudem gebe es kein einheitliches System dafür.

Dennoch rät die Forscherin, Fotoalben aus Omas Nachlass nicht zu entsorgen. «Wegschmeißen ist keine Option! Das ist ein riesiger Fundus an Familiengeschichte.» Es sei schade, wenn der in Müllcontainern lande.

Stattdessen könne man Stadtarchive fragen, ob sie solche Dokumente der Zeitgeschichte aufbewahren, sagt Merkel. «Dann liegen sie vielleicht auch erstmal nur in einer Kiste, aber gehen nicht verloren.» Und irgendwann brauche sie ein Museum für eine Ausstellung oder eine Studentin für ihre Forschung.

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Mit dem Fahrrad durch die Geschichte der Frauenrechte in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/mit-dem-fahrrad-durch-die-geschichte-der-frauenrechte-in-karlsruhe-1348547/ Fri, 07 Mar 2025 13:00:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1348547 Karlsruhe (pm/dk) – Eine ganz besondere Fahrradtour erwartet Interessierte am Internationalen Frauentag: Die KARLAsrunde, eine leicht angepasste Version der traditionellen Karlsrunde, nimmt Radfahrerinnen und Radfahrer mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Frauenrechte in Karlsruhe und Deutschland.

Auf den Spuren bedeutender Frauen

Die Tour führt zu Orten, die eng mit den Errungenschaften der Frauenbewegung verbunden sind. Wer waren die ersten Abiturientinnen? Welche Frauen haben sich in Karlsruhe für Gleichberechtigung eingesetzt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es auf der 23 Kilometer langen Strecke durch die Stadt. Ein besonderes Highlight ist der Besuch des ersten Mädchengymnasiums Deutschlands.

Treffpunkt und Ablauf

  • Wann? Samstag, 8. März 2025, Start um 14:00 Uhr
  • Treffpunkt: ADFC-Büro, Welfenstraße 13, 76137 Karlsruhe
  • Dauer: ca. vier Stunden
  • Strecke: 23 km, überwiegend asphaltierte Wege, geringe Steigungen
  • Tempo: 16 km/h (angepasst an die langsamsten Teilnehmer)

Während der Tour gibt es eine Einkehrpause in einem Café, um sich auszutauschen und zu stärken. Wer mitfahren möchte, sollte also etwas Geld für die Pause mitbringen.

Kostenlose Teilnahme für alle

Zum Internationalen Frauentag ist die Teilnahme an der Tour für alle kostenlos – egal, ob man ADFC-Mitglied ist oder nicht. Eine Anmeldung ist bis zum 8. März um 12:00 Uhr erforderlich.

Jedes Fahrrad ist willkommen

Ob Alltagsrad, Mountainbike, Pedelec oder Tandem – alle Fahrradtypen können mitfahren. Wichtig ist nur, dass die Gruppe gemeinsam unterwegs bleibt und die Geschwindigkeit sich nach dem langsamsten Fahrer richtet.

Anmeldung und Kontakt

Interessierte können sich online anmelden oder sich bei Fragen direkt an die Organisatoren wenden:
📞 Guillaume Paris: 01523 6978546
📞 Martin Baumgartner: +49 160 6798560

Die KARLAsrunde ist die perfekte Gelegenheit, um am Frauentag nicht nur aktiv zu sein, sondern auch mehr über die beeindruckenden Frauen der Karlsruher Geschichte zu erfahren.

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Tag des offenen Denkmals lockt mit Rekordprogramm in der Region Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/tag-des-offenen-denkmals-lockt-mit-rekordprogramm-in-der-region-karlsruhe-1046286/ Sat, 07 Sep 2024 05:42:52 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1046286 Karlsruhe (pm/dk) – Am 8. September ist es wieder so weit: Der Tag des offenen Denkmals lädt in der gesamten KulturRegion Karlsruhe dazu ein, spannende Orte der Geschichte zu entdecken. In diesem Jahr ist die Beteiligung so groß wie nie zuvor – 113 Denkmäler und Schauplätze öffnen ihre Türen und bieten ein vielseitiges Programm. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr! Unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ gibt es 142 Programmpunkte, darunter Rundgänge, Führungen, Konzerte und Ausstellungen für Jung und Alt.

Grünwinkel zeigt seine Albkapelle

Eine besondere Aktion erwartet Besucher in Grünwinkel. Der örtliche Geschichtskreis und die katholische Kirchengemeinde haben rund um die Albkapelle einiges vorbereitet. Die kleine Kapelle wurde 1759 mitten im Dorf errichtet, musste jedoch 1913 einem Verkehrsprojekt weichen. Heute ist sie eine echte „Landmarke“ in Grünwinkel. Heiko Graß von der Kirchengemeinde steht am Denkmaltag für Fragen zur Verfügung. Zudem gibt es eine Ausstellung mit Gemälden, Fotos und Postkarten rund um die Geschichte der Kapelle. Um 13 Uhr führt Gerhard Strack die Besucher bei einem Rundgang um die Kapelle und erzählt Anekdoten – darunter die Geschichte von „Da lacht Napoleon“.

Bruchsaler Bergfried: Aussicht auf die Stadt

Auch Bruchsal ist mit 17 Denkmälern und zahlreichen Programmpunkten vertreten. Eines der Highlights ist der imposante Bergfried. Der 38 Meter hohe Wehrturm aus dem Jahr 1358 ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Am Tag des offenen Denkmals können Besucher die Plattform erklimmen und einen fantastischen Blick über Bruchsal genießen. Vor Ort werden außerdem Führungen angeboten, bei denen die Geschichte des Turms lebendig wird.

Wer den Tag im Voraus planen möchte, kann sich den Faltplan mit allen Programmpunkten besorgen. Dieser liegt in vielen Kultureinrichtungen in Karlsruhe und Umgebung aus und gibt auf zwölf Seiten einen Überblick über alle Veranstaltungen.

Denkmaltag im Elsass

Wer am 8. September noch nicht genug hat, kann am darauffolgenden Wochenende nach Frankreich fahren. Im Rahmen der „Journées européennes du patrimoine“ am 21. und 22. September gibt es ein vielfältiges Programm zur europäischen Geschichte im Elsass.

Weitere Infos zum Tag des offenen Denkmals gibt es online.

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Vorverkauf für die Jubiläumsausgabe der KAMUNA startet am Samstag https://www.die-neue-welle.de/vorverkauf-fuer-die-jubilaeumsausgabe-der-kamuna-startet-am-samstag-876012/ Fri, 21 Jun 2024 12:12:51 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=876012 Karlsruhe (pm) – Die KAMUNA, die Karlsruher Museumsnacht, feiert am 3. August 2024 ihr 25-jähriges Jubiläum mit einer unvergesslichen Nacht voller Kultur. Unter dem Motto „25 Jahre – Feiert mit uns!“ öffnen 18 Kulturinstitutionen von 18 bis 24 Uhr ihre Türen. Über 240 Veranstaltungen bieten ein vielfältiges Programm von Führungen über Konzerte, Lesungen, Mitmachaktionen und Poetry Slam.

Vorverkauf und Ticketpreise

Der Vorverkauf startet am 22. Juni mit einem Ticketpreis von 10 Euro. Die Tickets sind erhältlich in der Tourist-Information im Schaufenster Karlsruhe, an allen Museumskassen der beteiligten KAMUNA-Institutionen (mit Ausnahme des Stadtmuseums, Literaturmuseums und RetroGames e.V.) sowie online über das Ticketportal Reservix. Tickets an der Abendkasse kosten 12 Euro. Anlässlich des 25. Jubiläums ist der Eintritt für 25-Jährige kostenlos, ebenso für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren. Zwei Shuttlebuslinien, die im KAMUNA-Ticket enthalten sind, erleichtern euch den Zugang zu allen Highlights der Museumsnacht.

Programmhighlights der KAMUNA 2024

Die KAMUNA bietet zahlreiche Programmhöhepunkte. Vier Kultureinrichtungen im Hallenbau der Lorenzstraße laden zu besonderen Erlebnissen ein. Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien präsentiert die Ausstellung „(A)I Tell You, You Tell Me“ sowie eine spannende Museumsrallye. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung wird das Projekt „Antennae: listening through the ZKM archive“ vorgestellt. Die Hochschule für Gestaltung zeigt außerdem exklusive Gruppenperformances „Robotic Soundscape“ mit Studierenden und Robotern.

Die Staatliche Kunsthalle gibt mit der Ausstellung „KunsthalleKarlsruhe@ZKM“ einen faszinierenden Einblick in ihre Sammlung. Die Städtische Galerie präsentiert „Gute Aussichten – Fokus Mexiko-Deutschland“ mit über 40 Werken von mexikanischen und deutschen Künstlerinnen und Künstlern.

Korrespondenzausstellungen und weitere Highlights

Parallel zur Großen Landesausstellung „Welterbe des Mittelalters – 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau“ am Bodensee gibt es in Karlsruhe drei Korrespondenzausstellungen. Das Badische Landesmuseum widmet sich mit „Nur Beten und Arbeiten? Aspekte klösterlichen Lebens“ den mittelalterlichen Lebenswelten. Das Generallandesarchiv Karlsruhe geht in „Spurensuche – Eine Kriminalitätsgeschichte der Reichenau“ auf Verbrechensspuren. Die Badische Landesbibliothek zeigt künstlerische Antworten auf den Original-Bestand der Reichenauer Handschriften.

Der Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe e.V. (TSNV) bietet einen Blick hinter die Kulissen der Karlsruher Nahverkehrsgeschichte mit einer Ausstellung historischer Straßenbahnfahrzeuge. Der Verein RetroGames e.V. ist ebenfalls mit vielen Spielklassikern vertreten.

Weitere Highlights der KAMUNA sind der Poetry Slam im Ständehaussaal der Stadtbibliothek, das Konzert von Nygel Panasco beim Badischen Kunstverein und die Geburtstagsausstellung „Durlach x 100“ im Pfinzgaumuseum.

Planung und Barrierefreiheit

Die Programmpunkte der KAMUNA könnt ihr individuell in einer Merkliste auf der Webseite zusammenstellen. Das Programm lässt sich auch nach dem Schlagwort Barrierefreiheit filtern, wobei Informationen zu barrierefreien Zugängen und Behindertenparkplätzen sowie inklusiven Angeboten, wie Kurzführungen mit Gebärdensprachübersetzung, verfügbar sind.

Kommt vorbei und erlebt eine magische Museumsnacht voller Kultur und Unterhaltung!

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Daten zur badischen Landesgeschichte digitalisiert https://www.die-neue-welle.de/daten-zur-badischen-landesgeschichte-digitalisiert-413796/ Wed, 05 Jul 2023 03:14:17 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/daten-zur-badischen-landesgeschichte-digitalisiert-413796/

Karlsruhe (dpa/lsw) – Hunderttausend eingescannte Akten zur Entstehungsgeschichte Badens: All das lässt sich jetzt unkompliziert vom Wohnzimmer aus durchforsten – auf einer Plattform des Landesarchivs.

Sechs Jahre lang digitalisiert

Forscher, Kulturinteressierte oder Lokalhistoriker können sich nach sechs Jahren Digitalisierungsarbeiten künftig leichter zur badischen Landesgeschichte informieren. Fünf Millionen digitalisierte Dokumente aus dem 13. bis zum 19. Jahrhundert sind nun für jeden online zugänglich, unter landesarchiv-bw.de.  «Die lang ersehnte Online-Stellung dieser wichtigen Unterlagen stellt einen Qualitätssprung für die Erforschung der badischen Landesgeschichte dar», hieß es einer Mitteilung des Generallandesarchiv Karlsruhe.

Forschung jetzt leichter

Das macht die Forschung deutlich leichter: «Sie bleiben zu Hause und das Archiv kommt zu Ihnen», sagte ein Sprecher des Landesarchivs. Auch kostenfreie Downloads sind demnach möglich. Die Akten sind aus dem Bestand GLA 229 – dem größten Bestand des Generalarchivs. Zudem ist er den Aussagen nach der am meist Genutzte und Beliebteste. In den rund 125 000 Akten findet man die historischen Ursprünge der kleinen und mittleren Ortschaften des ehemaligen Großherzogtum Badens. Die meisten dieser Dokumente stammen aus dem 17. bis zum 19. Jahrhundert. Aber auch welche seit dem 13. Jahrhundert seien darunter.

Von 2017 bis 2021 wurden die Daten den Angaben nach geordnet und zusammengefasst. In den letzten zwei Jahren wurden die Akten dann digitalisiert. Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und finanziert.

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Panorama der Antike kommt ab März nach Pforzheim https://www.die-neue-welle.de/panorama-der-antike-kommt-ab-maerz-nach-pforzheim-379134/ Thu, 24 Nov 2022 09:24:12 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/panorama-der-antike-kommt-ab-maerz-nach-pforzheim-379134/ Pforzheim (pm/mt) – Highlight für Geschichtsliebhaber: Das 360°-Panorama PERGAMON von Yadegar Asisi wird nach fast viereinhalb Jahren das GREAT BARRIER REEF im Gasometer Pforzheim ablösen. Die Szenerie des Bildes ermöglicht einen Rundumblick auf die antike Stadtanlage im Jahr 129, als die ursprünglich hellenistische Stadt Teil des römischen Kleinasiens war.

Fest- und Alltagsszenen verdichtet

In dem Panorama werden Fest- und Alltagsszenen in der griechisch-römischen Metropole zeitlich verdichtet. Eingebettet in die Terrassen der Akropolis auf dem 300 Meter hohen Burgberg, fügen sich monumentale Bauwerke mit prächtigen Tempeln und einem Theater in die hügelige Landschaft nahe der Westküste in der heutigen Türkei ein. Höhepunkt ist der weltbekannte Pergamonaltar mit dem von Asisi künstlerisch vervollständigten Nordfries. Zudem geben detaillierte Szenen Einblick in die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen mit dem pulsierenden Alltagsleben der Metropole vor nahezu 2.000 Jahren.

Ausgewählte originale Exponate

In Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen zu Berlin, werden auch ausgewählte originale Exponate der Antikensammlung zu sehen sein. Die Ausstellung thematisiert die antike Stadtanlage mit der Akropolis, den Pergamonaltar mit seinem weltberühmten Gigantenfries und zeigt ergänzende Werke von Yadegar Asisi, etwa Zeichnungen, Studien und Aquarelle, die während seiner mehrjährigen Arbeit am Panorama entstanden sind. Großformatige Installationen vermitteln die antike Architektur- und Bildhauerkunst.

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Der Grundriss von Susanne Klemms Schule war ein Hakenkreuz https://www.die-neue-welle.de/der-grundriss-von-susanne-klemms-schule-war-ein-hakenkreuz-373725/ Sun, 21 Aug 2022 10:05:05 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/der-grundriss-von-susanne-klemms-schule-war-ein-hakenkreuz-373725/ Karlsruhe (jw) – Jeden Sonntag trifft Martin Wacker prominente Persönlichkeiten aus der Region in der Martin-Wacker-Show. Diesmal war die History-Bloggerin Susanne Klemm aus Karlsruhe zu Gast. Geschichteimbild heißt ihr Instagram-Account, dem bis heute knapp 12.000 Menschen folgen. Dort zeigt sie aktuelle Orte mit Bildern aus vergangener Zeit. Was in Karlsruhe begann, hat sich nun auch schon auf die umliegenden Städte ausgeweitet. Dazu sucht sie natürlich auch immer wieder Bildmaterial von früher.

Statt influencen, sinnfluencen

Circa eine halbe Stunde täglich verbringt der durchschnittliche Nutzer auf Instagram. Dabei prasseln Hunderte verschiedene Bilder, Eindrücke und Angebote auf ihn ein. Warum nicht auch mal etwas Sinnvolles, denkt sich Portfoliomanagerin Susanne Klemm, die vor circa einem Jahr ihren Instagram-Kanal GeschichteimBild online stellte. Alles begann mit einem persönlichen Foto aus ihrer Familie. Es zeigt den Tatort des Buback-Attentats, wie die Polizisten um die Leiche stehen und einen Mann, der direkt in die Kamera sieht. Und genau dieser Mann ist Susannes Opa, zu dieser Zeit noch Oberstaatsanwalt in Karlsruhe. „Das hat sich natürlich sehr gut angeboten, weil es einerseits die Geschichte von Karlsruhe beleuchtet, aber auch meine persönliche Geschichte“, erzählt sie.

Klemm hat Grundriss ihrer Grundschule in Bibliothek gefunden

Schon als Teenager war Susanne geschichtsbegeistert. Ihr Abiturthema in Geschichte war „Hitlers Germania – nur eine Utopie?“ „Damals hat man noch nicht so viel im Internet recherchiert. Ich bin dann wirklich in die Bibliothek gegangen und hab mir Bücher ausgeliehen. Da habe ich auch meine Grundschule gefunden, deren Grundriss wie ein Hakenkreuz geplant war.“ So entstand ihr Interesse, nach alten Fotos aus der Region zu suchen. Als die Oma der Sinnfluencerin an Weihnachten dann noch ein Buch mit alten Bildern aus Karlsruhe schenkte, wollte sie während der Pandemie die Zeit nutzen, um weitere Bilder vor Ort zu fotografieren. „Dann war die Reaktion so gut. Da merkte ich, das interessiert dann doch noch mehr als nur meine Freunde, sodass die Idee entstand, den Account öffentlich zu machen.“

Ihre Posts gibt es sogar auf Arabisch

Bereits knapp 12.000 folgen Susannes Kanal und die Rückmeldungen sind durchweg positiv. „Ich habe eine Followerin, die zeigt die Bilder immer ihrer Mutter, die im Pflegeheim ist. Sie hat gemeint, dass sie dadurch ganz tolle neue Gespräche haben. Die Mutter erzählt von der Jugend und blüht richtig auf. Das sind natürlich ganz tolle Geschichten“, erzählt sie stolz. Dabei folgen ihr die verschiedensten Menschen. Von Geschichtslehrern bis hin zu jüngeren Karlsruhern. Durch ihre Reichweite tauscht Susanne sich mittlerweile auch international aus. „Eine Karlsruherin hat mich angeschrieben, sie würde das gerne für Flüchtlinge, die noch nicht so gut Deutsch können, auf Arabisch übersetzen.“ Ihr Augenmerk bleibt trotzdem auf der Region, denn auch im näheren Umkreis gibt es noch interessante Lücken. „Wo ich noch sehr wenig Material habe, ist Knielingen 2.0. Das wäre auch sehr spannend gerade mit der alten Kirche.“ Über Zusendungen freue sich die Geschichtsliebhaberin.

„Exportschlager“ – Geschichte

Aktuell hat die Sinnfluencerin pro Post noch einen relativ hohen Zeitaufwand. Bis ein Post recherchiert, der Ort gefunden, das Bild im richtigen Winkel gemacht und bearbeitet ist, vergehen gut und gerne mal drei Stunden. Doch erhofft sie sich für die Zukunft, dass durch die Zusammenarbeit mit anderen Begeisterten ihr Projekt ein „Exportschlager“ werden könnte. „Ich möchte die Faszination der Geschichte auch für junge Menschen wieder greifbar machen“, so Susanne. Das Video zum Interview gibt es hier.

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