Ersthelfer – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 19 Feb 2026 03:45:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ startet in Pforzheim und Enzkreis https://www.die-neue-welle.de/ersthelfer-app-region-der-lebensretter-startet-in-pforzheim-und-enzkreis-1857150/ Thu, 19 Feb 2026 03:36:50 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1857150 Pforzheim (pm/tk) – Die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ ist nun auch in Pforzheim und dem Enzkreis im Einsatz. Ziel des Systems ist es, bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand medizinisch geschulte Ersthelfende in der Nähe des Notfallortes schnell zu alarmieren und so die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Start am Tag des Notrufs 112

Der offizielle Start der App wurde dabei ganz bewusst auf den 11. Februar, den Europäischen Tag des Notrufs 112, gelegt, da
dieser Tag europaweit auf die Bedeutung schneller Notrufabsetzung, funktionierender Leitstellenstrukturen und einer lückenlosen Rettungskette aufmerksam macht. Diese bilden zentrale Elemente des neuen Ersthelfersystems.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Jährlich ereignen sich deutschlandweit mehr als 50.000 Fälle, in denen nur etwa zehn Prozent der Betroffenen überleben. Würde in mehr Fällen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, ließe sich diese Quote mehr als verdoppeln. Denn meist dauert es mehrere Minuten, bis der Rettungsdienst eintrifft – bereits nach kurzer Zeit ohne Sauerstoff drohen aber schwere Hirnschäden.

„Diese Minuten entscheiden über Leben und Tod“, betont Prof. Dr. Wolfgang Kramer, Präsident des DRK-Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis e.V. und Landesarzt des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg e.V. „Mit unseren Breitenausbildungen und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort arbeiten wir seit Jahren daran, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Mit der App ‚Region der Lebensretter‘ gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt, um noch schneller qualifizierte Hilfe zum Patienten zu bringen.“

So funktioniert das System

Geht bei der zuständigen Integrierten Leitstelle Pforzheim als zentraler Anlaufstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz ein Notruf wegen eines vermuteten Herzstillstands ein, wird nicht nur der Rettungsdienst alarmiert. Zeitgleich sendet die Leitstelle über die App einen Hilferuf an registrierte medizinisch geschulte Ersthelfende, die sich in der Nähe des Notfallortes befinden. Diese können häufig bereits wenige Minuten nach dem Notruf mit lebensrettenden Maßnahmen
beginnen. Der Ersthelfende ist damit ein wichtiges Bindeglied zwischen der Laien-Reanimation und dem professionellen Rettungsdienst.

„Mit der Einführung der Ersthelfer-App stärken wir den Bevölkerungsschutz und erhöhen die Sicherheit für die Menschen in unserer Stadt und im Enzkreis“, betont Oberbürgermeister Peter Boch. „Schnelle Hilfe kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.“

Gemeinsam für mehr Überleben

Aktuell sind in Pforzheim und im Enzkreis bereits über 320 Ersthelfende registriert. Wer sich ebenfalls engagieren möchte und die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann sich die App „Region der Lebensretter“ herunterladen und dort registrieren. Voraussetzung ist mindestens eine medizinische Ausbildung auf dem Niveau eines Sanitätshelfers. Bei Fragen steht das Projektteam unter pforzheim@regionderlebensretter.de zur Verfügung.

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Schwerer Unfall auf der A8 bei Pforzheim: Ersthelfer retten schwer verletzten Autofahrer https://www.die-neue-welle.de/schwerer-unfall-auf-der-a8-bei-pforzheim-ersthelfer-retten-schwer-verletzten-autofahrer-1682422/ Mon, 01 Sep 2025 02:27:27 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1682422

Pforzheim (er24/svs) – Dramatische Szenen in der Nacht auf Montag auf der A8 bei Pforzheim: Ein Alfa Romeo überschlägt sich mehrfach, prallt gegen die Mittelleitplanke und fängt anschließend Feuer. Der Unfall ereignete sich gegen 00.20 Uhr zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-West in Fahrtrichtung Karlsruhe.

Zwei Menschen schwer verletzt

Im Fahrzeug saßen zwei Männer, die bei dem Unfall schwer verletzt wurden. Der Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während der Beifahrer ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Eine Person war im Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Gerät befreit werden.

Mutige Ersthelfer greifen ein

Noch bevor die Rettungskräfte eintrafen, handelten zwei Ersthelfer geistesgegenwärtig: Mit Feuerlöschern verhinderten sie, dass sich die Flammen des brennenden Autos weiter ausbreiteten. „Unsere Kräfte übernahmen sofort die technische Rettung und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten“, schilderte Ralf Becker, Einsatzleiter der Feuerwehr Pforzheim.

Großeinsatz in der Nacht

Ein Rettungshubschrauber landete auf der Autobahn und brachte den lebensgefährlich verletzten Fahrer in eine Klinik. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A8 in Fahrtrichtung Karlsruhe rund eineinhalb Stunden voll gesperrt werden. Das Unfallwrack war völlig zerstört, die Hinterachse des Fahrzeugs herausgerissen. Die Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.

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Landtag beschließt strengere Frist für Rettungseinsätze https://www.die-neue-welle.de/landtag-beschliesst-strengere-frist-fuer-rettungseinsaetze-941382/ Wed, 17 Jul 2024 13:40:33 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=941382

Region (dpa/dk) – Der Landtag von Baden-Württemberg hat ein neues Gesetz beschlossen, das den Rettungsdienst verpflichtet, in 95 Prozent der Fälle innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort zu sein. Diese Änderung ersetzt die bisherige Regelung, die eine Zeitspanne von 10 bis 15 Minuten vorsah, welche oft nicht eingehalten wurde.

Differenzierung zwischen Notfällen

Die neue Regelung zielt auf eine verbesserte Planung der Rettungsdienstversorgung ab, betont jedoch, dass es keinen individuellen Rechtsanspruch gibt, dass der Rettungswagen immer nach zwölf Minuten vor Ort ist.

Das Gesetz ermöglicht auch eine stärkere Unterscheidung zwischen verschiedenen Notfällen. Innenminister Thomas Strobl (CDU) erklärte, dass es etwa einen Unterschied mache, ob jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand habe oder sich das Schlüsselbein gebrochen habe. Zudem werden die Grundlagen für einen Telenotarzt und für die Alarmierung von Ersthelfern per Smartphone-App geschaffen.

Opposition kritisiert das Gesetz

Die Opposition äußerte scharfe Kritik. FDP-Abgeordneter Nico Weinmann bemängelte, dass das Gesetz hinter den Erwartungen zurückbleibe und es heftige Kritik an unbestimmten Rechtsbegriffen und praxisfernen Regeln gegeben habe. Der AfD-Abgeordnete Hans-Jürgen Goßner nannte das Gesetz einen „himmelschreienden Murks“ und zweifelte an den Planungsparameter.

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Schnelle Hilfe bei Lebensgefahr – Apps alarmieren Ersthelfer https://www.die-neue-welle.de/schnelle-hilfe-bei-lebensgefahr-apps-alarmieren-ersthelfer-503835/ Sat, 23 Sep 2023 11:12:59 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=503835 In medizinischen Notfällen sollen per Smartphone-App alarmierte Ersthelfer Leben retten helfen, bis der Rettungsdienst vor Ort ist. Nach Angaben des Innenministeriums haben Integrierte Leitstellen 2022 fast 7.800 Mal Ehrenamtliche auf diesem Wege benachrichtigt. Zwei Jahre zuvor waren es nur rund 3250 Fälle, wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der FDP im Landtag hervorgeht. Damals gingen die Projekte erst nach und nach los. Die Zahl der Alarmierungen im vergangenen Jahr war in der Region Freiburg/Breisgau/Hochschwarzwald mit knapp 2000 am höchsten.

FDP möchte mehr Fördergelder für Alarmsysteme

Die FDP fordert mehr Geld vom Land für das neuartige Alarmierungssystem, das im Fall eines möglichen Kreislaufstillstands die nächstgelegenen registrierten Ersthelfer über ihr Smartphone lokalisiert und zum Einsatzort navigiert. Zu den vordringlichen Aufgaben gehören dort dann die Herzdruckmassage, der Einsatz eines Defibrillators und eine Einweisung des Rettungsdiensts. Schnelle Erstversorgung ist laut dem Ministerium besonders wichtig, weil die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung ohne eine sofortige Laien-Reanimationen erheblich sinken. Die Apps ermöglichen laut FDP, dass Retter in der Hälfte der gesetzlichen Hilfsfrist vor Ort sind, also im Durchschnitt bei fünf bis sieben Minuten. Die Hilfsfristen betragen aktuell laut Vorgaben des Landes noch «möglichst nicht mehr als 10, höchstens 15 Minuten». Das Land wollte die Frist auf zwölf Minuten in 95 Prozent der Fälle festlegen, ist damit aber vor Gericht gescheitert.

Tausende Ersthelfer sind bereits registriert

Etwa 4500 (Vorjahr: rund 3300) Menschen sind als App-Ersthelfer registriert. Dafür ist eine Mindestqualifikationen vorgegeben. In Betracht kommen ausgebildetes hauptamtliches oder ehrenamtliches Personal im Rettungs- oder Sanitätsdienst der Hilfsorganisationen, Klinikbeschäftigte mit medizinischer Ausbildung und Reanimationstraining sowie Angehörige der Feuerwehr.

Stadt Karlsruhe plant ebenfalls das Einsetzen der Apps

Für die Smartphone basierte Alarmierung werden in Baden-Württemberg drei Systeme eingesetzt: vornehmlich die App «First AED» von der Initiative Region der Lebensretter unter anderem in den Regionen Aalen, Freiburg und Heilbronn, gefolgt von «Mobile Retter» (im Rettungsdienstbereich Neckar-Odenwald-Kreis) und «Corhelp3r» (Göppingen). Andere Kommunen wie Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Tübingen wollen laut dem Ministerium nachziehen. Ziel des Landes sei eine hilfsorganisationsübergreifende, flächendeckende, einheitliche Ersthelfer-Alarmierung per Smartphone. «Insbesondere dort, wo noch keine solchen Systeme existieren, sollte das Land Anreize schaffen, ohne dabei das bodengebundene Rettungswesen zu vernachlässigen», sagte FDP-Fraktionsvize Nico Weinmann. Das Innenministerium sieht sich aber nicht in der Pflicht, für die ehrenamtlichen Helfer Gelder aus dem Topf für den professionellen Rettungsdienst locker zu machen.

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Eine App hilft dem Klinikum Mittelbaden beim Lebenretten https://www.die-neue-welle.de/eine-app-hilft-dem-klinikum-mittelbaden-beim-lebenretten-372291/ Tue, 19 Jul 2022 09:54:32 +0000 https://dieneuewelle.prod.welocal.cloud/eine-app-hilft-dem-klinikum-mittelbaden-beim-lebenretten-372291/ Region (pm/mt) – Bei einem plötzlichen Herztod zählt jede Sekunde. Damit die Rettungskräfte so schnell wie möglich vor Ort sind, hat der gemeinnützige Verein Region der Lebensretter e.V. eine Ersthelfer-Alarmierungs-App entwickelt. Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, in dem das praktische Hilfsmittel auch landesweit zur Verfügung steht. Jetzt wurde die digitale Ersthelfer-Alarmierung auch über die Integrierte Leitstelle Mittelbaden eingeführt und wird ab sofort bei plötzlichen Herzstillständen eingesetzt.

Es gehe nicht um Reduzierung von Abläufen

„Das Ergebnis mit der smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierung in Mittelbaden ist nun sichtbar und es ist etwas sehr Wertvolles entstanden: Ein System das Leben rettet. Das wertvolle Sekunden bzw. Minuten vor Eintreffen eines Rettungswagens oder Notarztes ‚ermöglichen kann‘. Wichtig zu erwähnen ist, dass es hierbei ausdrücklich nicht um die Reduzierung von bestehenden Abläufen oder Einschränkungen geht. Es geht ausdrücklich um eine zusätzliche Ergänzung in der entscheidenden Zeit der Ersten Hilfe“, so der Landtagsabgeordnete für Baden-Baden Tobias Wald.

Enge Zusammenarbeit ist Vorteil

In der engen Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Mittelbaden und dem DRK liegt ein wichtiger Vorteil. Das Krankenhaus unterschützt mit seiner Bereitschaft, die App zu nutzen und unter den Mitarbeitern zu bewerben, die schnelle Verbreitung des Systems. Genutzt werden kann der digitale Ersthelfer allerdings nur von Helfenden mit einer grundlegenden Ausbildung, die ich freiwillig registrieren: Also Mitarbeitern aus dem Rettungsdienst, dem Gesundheitsbereich sowie der Hilfsorganisationen, der Polizei oder der Feuerwehr mit Schulung im Bereich der Reanimation. Mit der Hilfe eines persönlichen Anmeldeverfahrens bei der Registrierung wird die Qualifikation der Nutzer geprüft.

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