Enzkreis – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Mon, 16 Mar 2026 15:03:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Nach Tötungsdelikt in Neuenbürg: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zu Täter https://www.die-neue-welle.de/nach-toetungsdelikt-in-neuenbuerg-10-000-euro-belohnung-fuer-hinweise-zu-taeter-1867917/ Mon, 16 Mar 2026 15:03:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1867917

Neuenbürg (pol/dk) – Im Fall des toten Mannes in einem geparkten Auto in Neuenbürg hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf neue Hinweise. Die Ermittler setzen jetzt auf eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro – und auf ein anonymes Hinweisportal.

Ermittlungen laufen seit Ende Februar

Wie Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – und das Polizeipräsidium Pforzheim mitteilen, war am Morgen des 25. Februar 2026 ein lebloser Mann aus dem Enzkreis in einem geparkten Fahrzeug in Neuenbürg gefunden worden.

Die Gesamtumstände sprechen laut Mitteilung für ein Tötungsdelikt. Seitdem ermitteln mehrere Dutzend Beamtinnen und Beamte der Sonderkommission „Motor“ gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft.

Belohnung für entscheidende Hinweise

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt. Sie gilt für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterin oder des Täters oder der Täter führen.

Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung entscheidet die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung ist nur für Privatpersonen vorgesehen. Amtsträger und deren Angehörige, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, sind ausgeschlossen.

Hinweise jetzt auch anonym möglich

Zusätzlich hat die Polizei auf der Internetseite der Polizei Baden-Württemberg ein anonymes Hinweisportal eingerichtet. Dafür wird das sogenannte Business Keeper Monitoring System, kurz BKMS®, genutzt.

Nach Angaben der Polizei bietet das System ein hohes Maß an Anonymität und Datensicherheit. Es richtet sich besonders an Menschen, die negative Folgen für ihre private oder berufliche Situation oder für ihre persönliche Sicherheit befürchten.

Das Portal ist rund um die Uhr erreichbar. Neben Text können dort auch Video-, Bild- oder Audiodateien hochgeladen werden. Außerdem ist ein anonymer Dialog mit der Polizei über ein virtuelles Postfach möglich.

Wichtig dabei: Für anonyme Hinweise kann keine Belohnung zuerkannt werden.

Polizei sucht Zeugen aus dem Raum Neuenbürg

Die Sonderkommission veröffentlicht nach eigenen Angaben in Absprache mit den Angehörigen auch ein Lichtbild des Verstorbenen (siehe oben). Der 41-Jährige lebte im westlichen Enzkreis und arbeitete als Hausmeister und Lieferant in der Gastronomie.

Besonders interessieren die Ermittler zwei Fragen:
Wer hat das Opfer in der Zeit vom 23. Februar 2026 bis zum Morgen des 25. Februar 2026 im Bereich Neuenbürg gesehen?
Und: Zu welchen Personen im Raum Neuenbürg hatte der Mann Kontakt?

Auch Bilder, Videos und Audios gefragt

Die Sonderkommission sucht für den genannten Zeitraum außerdem Bild- und Videoaufnahmen. Laut Mitteilung legen die Ermittler auch großen Wert auf Audiospuren, also akustische Aufzeichnungen.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Pforzheim unter der Telefonnummer 07231 186 4444 entgegen. Außerdem ist die Polizei per E-Mail unter pforzheim.pp@polizei.bwl.de erreichbar.

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Charmant, aber teuflisch – Trickdiebstahl in Mönsheim https://www.die-neue-welle.de/charmant-aber-teuflisch-trickdiebstahl-in-moensheim-1866768/ Fri, 13 Mar 2026 08:06:21 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1866768

Mann lässt unbekannte Frau herein

Ein 70-jähriger Mann ist am Mittwochvormittag Opfer eines Trickdiebstahls geworden. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde der Mann gegen 10:00 Uhr von einer jungen Frau durch ihr äußerst charmantes Verhalten dazu gebracht, sie in sein Haus zu lassen.

Während ihres Aufenthalts entwendete die Dame Wertgegenstände sowie Bargeld im Gesamtwert von rund 5.000 Euro. Im Anschluss verließ sie das Anwesen und entfernte sich in unbekannte Richtung. Erst danach bemerkte der Mann das Fehlen der Wertgegenstände.

Beschreibung der Täterin

Die Trickdiebin ist ca. 25 Jahre alt, von korpulenter Statur und hatte braune zurückgekämmte Haare mit einem blonden Dutt. Sie sprach mit einem osteuropäischen Akzent. Bekleidung war sie mit einer dunklen Hose; am rechten Knie trug sie eine Bandage.

Der Polizeiposten Heimsheim hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Angaben zu der Diebin machen können, sich unter der Rufnummer 07033 / 31457 zu melden.

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Razzia gegen Rechtsextreme auch in Karlsruhe und Enzkreis https://www.die-neue-welle.de/razzia-gegen-rechtsextreme-auch-in-karlsruhe-und-enzkreis-1866735/ Fri, 13 Mar 2026 07:18:23 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1866735 Karlsruhe/Enzkreis/Heilbronn (pol/tk) – LKA und Polizei haben insgesamt 19 Wohnungen durchsucht. Die Aktion ging gegen eine Gruppe junger Rechtsradikaler.

Bildung einer kriminellen Vereinigung

Am frühen Donnerstagmorgen durchsuchten Beamte des Polizeipräsidiums Karlsruhe und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg insgesamt 19 Wohnungen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe und in den Landkreisen Enzkreis und Heilbronn.

Die Ermittlungen Der Staatsanwaltschaft Karlsruhe werden unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung geführt und richten sich gegen Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Die Beschuldigten sollen eine rechtsextremistische Gruppierung gebildet, sich gegenseitig in Gruppenchats in ihrer Weltanschauung bestärkt und dabei das Ziel verfolgt haben, Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund zu begehen.

Beweismaterial beschlagnahmt

In mehreren Wohnungen wurden Beweismittel gefunden, die diesen Verdacht erhärten. Die Polizeibeamten beschlagnahmten Smartphones, Computer und elektronische Speichermedien sowie Stich- und Schlagwaffen. Festgenommen wurden offenbar zunächst keiner der Verdächtigen.

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Nachweise bei Mühlacker und Niefern: Der Biber ist zurück im Enzkreis https://www.die-neue-welle.de/nachweise-bei-muehlacker-und-niefern-der-biber-ist-zurueck-im-enzkreis-1863912/ Thu, 05 Mar 2026 09:45:21 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1863912 Enzkreis (pm/tk) – Die charakteristischen Knabberspuren an Baumstämmen verraten es: Der Biber ist zurück im Enzkreis. Eindeutige Spuren des Nagers wurden an der Enz bei Niefern und Mühlacker nachgewiesen. Damit ist eine vom Menschen fast ausgerottete Tierart wieder da.

Gewinn für die Artenvielfalt

Das ist das Ergebnis konsequenten Artenschutzes, freut man sich im Landratsamt. Als sogenannte „Schlüsselart“ trägt der Biber maßgeblich zur Steigerung der Artenvielfalt im und um die Gewässer bei. „Pflanzen, Insekten, Fische, Wasservögel und viele weitere Arten profitieren vom Biber, der auch als Ökosystemingenieur bezeichnet wird“, begrüßt die zuständige Dezernentin Dr. Hilde Neidhardt die Rückkehr dieser Art, die ein Gewinn für den Natur- und Artenschutz im Enzkreis sei.

Sorge vor Konflikte mit Forstwirten

Gleichzeitig ist dem Landratsamt und den betroffenen Kommunen bewusst, dass die Aktivitäten dieses Nagetiers lokal auch zu Nutzungskonflikten führen können – zum Beispiel in der Land- und Forstwirtschaft oder im Bereich des Hochwasserschutzes und der Infrastruktur. Um sowohl den Schutz der streng geschützten Tierart als auch die Interessen von Grundstückseigentümern und Kommunen zu wahren, setzen die Beteiligten daher von Beginn an auf eine konstruktive und enge Zusammenarbeit.

Ehrenamtliche Biberberatung

Durch ein engmaschiges Monitoring stellt das Landratsamt sicher, dass Konflikte frühzeitig erkannt und praxistauglich gelöst werden können. Gleichzeitig konnten vier Personen für eine ehrenamtliche Biberberatung gewonnen werden. Im Falle eines Konflikts können diese unbürokratisch beraten und bei der Suche nach unkomplizierten Lösungen vor Ort unterstützen. Sie können zudem kleinere, präventive Maßnahmen direkt umsetzen. Bisher seien im Enzkreis jedoch keine Konflikte aufgetreten, sagt Dr. Neidhardt. Man hoffe, dass dank der engen Abstimmung auch dauerhaft ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Biber hier möglich bleibt.

Fakt ist: Der Biber ist streng geschützt. Das Landratsamt bittet daher die Bürgerinnen und Bürger diesen Schutzstatus und das damit einhergehende Störungsverbot der Tiere und ihrer Bauten zu beachten.

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SaatGutBibliothek Heimsheim startet die Frühlingssaison: Samen zum „Ausleihen“ https://www.die-neue-welle.de/saatgutbibliothek-heimsheim-startet-die-fruehlingssaison-samen-zum-ausleihen-1861566/ Sat, 28 Feb 2026 07:45:26 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1861566 Heimsheim (pm/tk) – Die StadtBibliothek Heimsheim leiht Gartenfans nicht nur Bücher, sondern auch Saatgut aus und freut sich am Ende des Gartenjahres über eine „Rückgabe“ in Form von heimischem, sortenfesten Saatgut.

Samen zum Ausleihen

Erste Pflanzen kündigen derzeit schon das Frühjahr an und auch die StadtBibliothek Heimsheim, Schlosshof 16, stellt in den Frühlingsmodus um. Ab Dienstag, 3. März, können dort nicht nur Bücher und Medien, sondern auch wieder Saatgut „ausgeliehen“ werden. Als Beitrag zur Pflanzen- und Artenvielfalt können Gartenfans kostenlos samenfeste Gemüse-, Kräuter oder insektenfreundliche Blumensamen erhalten und am Ende des Gartenjahres wieder einen Teil ihres heimischen, sortenfesten Saatgutes zurückbringen. Um einen Beitrag zur Biodiversität und biokulturellen Vielfalt unserer Lebensmittel zu leisten, liegt der Schwerpunkt auf alten Gemüsesorten und insektenfreundlichen Blühpflanzen.

Für weitere Auskünfte steht das Team der StadtBibliothek unter Telefon 07033 / 137090 oder per E-Mail an info@biblio-heimsheim.de zu den Öffnungszeiten (www.biblio-heimsheim.de) gerne zur Verfügung.

Enzkreis erleben

Das Angebot ist Teil der Veranstaltungsreihe „Enzkreis erleben“, die vom Sachgebiet Klimaschutz und dem Landwirtschaftsamt zusammengestellt wurde. Sie bietet über das Jahr ein kreisweites Programm zu Landschafts-, Naturschutz-, Kultur- und Umwelt-Themen. Viele Initiativen und Vereine haben sich zusammengetan, um für die Schönheit und Vielfalt der Kulturlandschaft im Enzkreis zu werben.

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Toter in Auto in Neuenbürg: Obduktion erhärtet Verdacht auf Tötungsdelikt https://www.die-neue-welle.de/toter-in-auto-in-neuenbuerg-obduktion-erhaertet-verdacht-auf-toetungsdelikt-1862286/ Fri, 27 Feb 2026 15:57:24 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1862286 Neuenbürg (dpa/dk) – Nach dem Fund eines toten Mannes in einem Auto in Neuenbürg (Enzkreis) verdichten sich die Hinweise auf ein Verbrechen. Ein vorläufiges Obduktionsergebnis stützt nach Angaben der Polizei den Verdacht eines Fremdverschuldens.

Polizei geht von Tötungsdelikt aus

Wie ein Sprecher mitteilte, hätten die Erkenntnisse aus der Obduktion den Verdacht eines Tötungsdelikts erhärtet. Zum konkreten Verletzungsbild oder zu einer möglichen Tatwaffe machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Ein Zeuge hatte den Mann am Mittwochmorgen in dem Fahrzeug entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Tote stammt nach Angaben der Ermittler ebenfalls aus dem Enzkreis.

Sonderkommission „Motor“ ermittelt

Für den Fall wurde die Sonderkommission „Motor“ eingerichtet. Sie besteht aus mehreren Dutzend Beamtinnen und Beamten und setzt ihre Arbeit auch am Wochenende fort.

Nach Angaben der Polizei sind bereits zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Zahl der gesicherten Spuren liege im mittleren zweistelligen Bereich. Dazu zählen Zeugenvernehmungen, Spuren am Fundort sowie die Auswertung digitaler Beweismittel.

Firma mit mobiler Arbeitsbühne gesucht

Aktuell suchen die Ermittler eine Firma, die in der Nähe des Fundorts eine mobile Arbeitsbühne abgestellt und wieder abgeholt hatte. Die Bühne wurde am Mittwoch – dem Tag des Leichenfunds – abgeholt.

Mitarbeitende dieser Firma könnten nach Einschätzung der Polizei wichtige Hinweise liefern.

Eine Festnahme gab es bislang nicht.

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Wegen Rohrbruch in Dürrn: neue Umleitung der gesperrten B 294 https://www.die-neue-welle.de/wegen-rohrbruch-in-duerrn-neue-umleitung-der-gesperrten-b-294-1860777/ Tue, 24 Feb 2026 09:52:54 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1860777 Ölbronn-Dürrn (pm/tk) – Wegen gleich mehrere Rohrbrüchen muss die Ortsdurchfahrt Dürrn gesperrt werden. Dabei ist das schon die Umleitungsstrecke der gesperrten B294.

Umleitung der Umleitung

Im Zuge der zweijährigen Sanierung der B 294 in der Ortsdurchfahrt Bauschlott ist die Hauptstraße zwischen Anger und Ortsausgang Richtung Pforzheim seit August letzten Jahres gesperrt. Da es in der Ortsdurchfahrt von Dürrn zu mehreren Rohrbrüchen gekommen ist, führt die Umleitungsstrecke während der Reparaturarbeiten ab sofort in beiden Richtungen über Göbrichen und weiter über die K 4530 zur B 294.

Reparaturarbeiten dauern an

Die Beschilderung aus Richtung Pforzheim wird aktuell geändert und leitet den Verkehr an der Abzweigung von der Bundesstraße auf die K 4530. Weitere Schilder weisen auf Behinderungen in Dürrn hin. Wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Entlang der Umleitungsstrecken in Bauschlott und Göbrichen gilt weiterhin ein absolutes Halteverbot. Auch das Durchfahrtsverbot für den überörtlichen Verkehr auf allen Gemeindestraßen in Bauschlott bleibt bestehen, wie das Straßenverkehrs- und Ordnungsamt betont.

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Pforzheim sicherstes Polizeipräsidium – Stadt und Landkreise belegen vordere Ränge https://www.die-neue-welle.de/pforzheim-sicherstes-polizeipraesidium-stadt-und-landkreise-belegen-vordere-raenge-1859451/ Sat, 21 Feb 2026 07:43:42 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1859451 Pforzheim (pol/tk) – Die Kriminalstatistik 2025 weist das Polizeipräsidium Pforzheim als das sicherste der 13 Präsidien im Südwesten aus. Die Zahl der Straftaten lag deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Pforzheim vor Karlsruhe

Mit einer Häufigkeitszahl von 3.543 liegt die Region deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.944 und noch weiter unter dem Landesschnitt von 4.902. Die Häufigkeitszahl gibt an, wie viele Straftaten auf 100.000 Einwohner entfallen. Die Stadt Pforzheim steht unter den kreisfreien Großstädten mit einer Häufigkeitszahl von 5.814 deutlich vor Karlsruhe (7.407) auf Platz 1. Unter den 35 Landkreisen rangiert der Enzkreis in punkto Sicherheit abermals landesweit ganz vorne (2.633). Der Landkreis Calw steht an sechster Stelle (3.042), gefolgt von Freudenstadt (3.186) auf Rang sieben.

Weniger Straftaten – mehr Aufklärung

Die Zahl der erfassten Delikte sank erneut – auf 21.893 Fälle (2024: 24.366). Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 64,1 Prozent. „Auch wenn es viele Faktoren gibt, die auf die Kriminalitätsentwicklung einwirken – diese Zahlen zeigen vor allem eines: Unsere Kollegen in den Revieren, bei der Kriminalpolizei und der Prävention haben im letzten Jahr einen großartigen Job gemacht“, so Polizeipräsident Christian Dettweiler.

Rund drei Viertel der Tatverdächtigen sind männlich. Der Anteil Nichtdeutscher liegt wie im Vorjahr bei rund 43 Prozent. Bei den Straftaten gegen das Leben registrierte die Polizei 26 Fälle (Vorjahr: 27). In etwa zwei Dritteln handelte es sich dabei um versuchte Taten. Die Aufklärungsquote liegt bei 96 Prozent.

Erfreulicherweise deutlich gesunken sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 691 Fälle bedeuten ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2024 (876). Die Aufklärungsquote blieb mit 90 Prozent hoch. Fast die Hälfte der Fälle betraf das Verbreiten pornografischer Schriften.

Etwas zugenommen haben Körperverletzungsdelikte – von 3.067 im Jahr 2024 auf 3.128 Fälle im Jahr 2025. 92,6 Prozent wurden aufgeklärt. Leichte Körperverletzungen machen rund drei Viertel der Taten aus. Etwa die Hälfte der Tatverdächtigen ist bereits polizeilich bekannt.

Messerdelikte und Straßenkriminalität

Fast jedes siebte Delikt im öffentlichen Raum ist ein Aggressionsdelikt. Im Vergleich zu 2024 (1.249) gab es in 2025 einen leichten Anstieg auf 1.265 Straftaten. Die Aufklärungsquote liegt hier erneut bei 85 Prozent. Knapp 40 Prozent aller Straftaten mit Messern wurden im öffentlichen Raum begangen. 85 Prozent der Täter waren Männer und knapp zwei Drittel bereits polizeibekannt.

Bei der Straßenkriminalität machen Sachbeschädigungen und Diebstähle rund 85 Prozent aller Fälle aus. Diese Straftaten sind deutlich rückläufig und mit 3.135 auf dem zweitniedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Die Aufklärungsquote blieb mit rund 23 Prozent stabil. Dettweiler führt die Entwicklung auch auf das 2023 gestartete Konzept #SicherLeben zurück.

Gewalt zu Hause – und gegen die Polizei

Fälle der „Häuslichen Gewalt“ weisen ein Plus um 7,5 Prozent auf. Dies ist ein neues Zehnjahreshoch mit 1.155 Straftaten. 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Nach wie vor dürfte ein geändertes Anzeigeverhalten mitursächlich für den Anstieg sein.

Etwas rückläufig ist die Gewalt gegen Polizeibeamte. 2025 waren dies 207 und im Vorjahr 221 Straftaten. Verletzt wurden hierbei insgesamt 138 Mitarbeiter. Fast drei Viertel der Tatverdächtigen waren bereits polizeibekannt, jeder Zweite stand unter Alkoholeinfluss.

Cybercrime, Betrug und Drogen

Im Bereich Cybercrime gab es mit 2.067 Straftaten ein deutliches Minus von 18,8 Prozent. Der finanzielle Schaden stieg jedoch auf über vier Millionen Euro. Erfreulich: Die Aufklärungsquote konnte deutlich auf 76,1 Prozent gesteigert werden. „Die zunehmende Digitalisierung bietet eine wachsende Angriffsfläche für ausgeklügelte Angriffsmethoden. Die Anonymität von Kryptowährungen und der Einsatz künstlicher Intelligenz erweitern die Möglichkeiten teils skrupellos agierender Täter“ erläutert Pforzheims Kripochef Thomas Gerth.

Die Fallzahlen der Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ sind rückläufig. 88,5 Prozent blieben im Versuchsstadium stecken – sicherlich auch ein Ergebnis der Informationen durch die polizeiliche Präventionsarbeit. In nur elf Fällen waren die Täter erfolgreich. Gesamtschaden: 190.000 Euro, über eine halbe Million weniger als 2024.

Auch bei der Rauschgiftkriminalität zeigt sich ein Rückgang: Von 639 Fällen (2024) auf 549 in 2025. Die Cannabislegalisierung im April 2024 spielt hier eine maßgebliche Rolle. Im Präsidiumsbereich gab es vier Rauschgifttote, zwei mehr als im Vorjahr.

Einbrüche, Wirtschaftskriminalität, Prävention

38,5 Prozent der Wohnungseinbruchsdiebstähle blieben im Versuchsstadium stecken, was Gerth auf die verstärkte Aufmerksamkeit der Bevölkerung und eine bessere technische Einbruchsprävention zurückführt. 2025 kam es zu 273 Straftaten, womit man unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre liegt. Täter machten sich zumeist an Fenster und Türen zu schaffen und versuchten diese aufzuhebeln.

Mit 295 Straftaten stieg die Wirtschaftskriminalität im Vergleich zu 2024 leicht an. Der Schaden lag bei rund 15 Millionen Euro, etwa zwei Millionen über dem Vorjahr.

„Überall dort präsent sein, wo wir gebraucht werden“, so das Motto der Präventionsarbeit des Polizeipräsidiums Pforzheim. In 2025 erreichte das Präsidium tausende Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Projekten und Veranstaltungen der Kriminalprävention. Das Portfolio reicht von Beratungen zu Sucht und Social Media bis zu Einbruchsschutz und Vorträgen in der Gewalt- und Seniorenprävention.

https://pppforzheim.polizei-bw.de/3d-flip-book/kriminalstatistik-2025/

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Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ startet in Pforzheim und Enzkreis https://www.die-neue-welle.de/ersthelfer-app-region-der-lebensretter-startet-in-pforzheim-und-enzkreis-1857150/ Thu, 19 Feb 2026 03:36:50 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1857150 Pforzheim (pm/tk) – Die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ ist nun auch in Pforzheim und dem Enzkreis im Einsatz. Ziel des Systems ist es, bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand medizinisch geschulte Ersthelfende in der Nähe des Notfallortes schnell zu alarmieren und so die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Start am Tag des Notrufs 112

Der offizielle Start der App wurde dabei ganz bewusst auf den 11. Februar, den Europäischen Tag des Notrufs 112, gelegt, da
dieser Tag europaweit auf die Bedeutung schneller Notrufabsetzung, funktionierender Leitstellenstrukturen und einer lückenlosen Rettungskette aufmerksam macht. Diese bilden zentrale Elemente des neuen Ersthelfersystems.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Jährlich ereignen sich deutschlandweit mehr als 50.000 Fälle, in denen nur etwa zehn Prozent der Betroffenen überleben. Würde in mehr Fällen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, ließe sich diese Quote mehr als verdoppeln. Denn meist dauert es mehrere Minuten, bis der Rettungsdienst eintrifft – bereits nach kurzer Zeit ohne Sauerstoff drohen aber schwere Hirnschäden.

„Diese Minuten entscheiden über Leben und Tod“, betont Prof. Dr. Wolfgang Kramer, Präsident des DRK-Kreisverbands Pforzheim-Enzkreis e.V. und Landesarzt des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg e.V. „Mit unseren Breitenausbildungen und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort arbeiten wir seit Jahren daran, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Mit der App ‚Region der Lebensretter‘ gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt, um noch schneller qualifizierte Hilfe zum Patienten zu bringen.“

So funktioniert das System

Geht bei der zuständigen Integrierten Leitstelle Pforzheim als zentraler Anlaufstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz ein Notruf wegen eines vermuteten Herzstillstands ein, wird nicht nur der Rettungsdienst alarmiert. Zeitgleich sendet die Leitstelle über die App einen Hilferuf an registrierte medizinisch geschulte Ersthelfende, die sich in der Nähe des Notfallortes befinden. Diese können häufig bereits wenige Minuten nach dem Notruf mit lebensrettenden Maßnahmen
beginnen. Der Ersthelfende ist damit ein wichtiges Bindeglied zwischen der Laien-Reanimation und dem professionellen Rettungsdienst.

„Mit der Einführung der Ersthelfer-App stärken wir den Bevölkerungsschutz und erhöhen die Sicherheit für die Menschen in unserer Stadt und im Enzkreis“, betont Oberbürgermeister Peter Boch. „Schnelle Hilfe kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.“

Gemeinsam für mehr Überleben

Aktuell sind in Pforzheim und im Enzkreis bereits über 320 Ersthelfende registriert. Wer sich ebenfalls engagieren möchte und die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann sich die App „Region der Lebensretter“ herunterladen und dort registrieren. Voraussetzung ist mindestens eine medizinische Ausbildung auf dem Niveau eines Sanitätshelfers. Bei Fragen steht das Projektteam unter pforzheim@regionderlebensretter.de zur Verfügung.

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Keine Verkehrstoten auf der Autobahn – aber mehr verletzte Fußgänger und Radfahrer https://www.die-neue-welle.de/keine-verkehrstoten-auf-der-autobahn-aber-mehr-verletzte-fussgaenger-und-radfahrer-1857750/ Mon, 16 Feb 2026 10:25:48 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1857750 Pforzheim (pol/tk) – Das Polizeipräsidium Pforzheim hat seine Verkehrsunfallstatistik 2025 veröffentlicht. Trotz vieler Unfälle auf der A8 hat es im vergangenen Jahr keine Verkehrstoten auf der Autobahn gegeben. Jedoch sind abseits – auf Bundes- und Landesstraßen sowie Innerorts – mehr Menschen dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.

Mehr Unfälle in Pforzheim, Enzkreis, Calw und Freudenstadt

Die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,6 Prozent. Demgegenüber stehen jedoch deutliche Zuwächse bei Unfällen mit vulnerablen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Radfahrern und Pedelec-Nutzern.

Die Polizei reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkten Präventions- und Kontrollmaßnahmen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und die Zahl schwerer Verkehrsunfälle weiter zu senken.

Mehr Verkehrstote – außer auf der Autobahn

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Stadtkreis Pforzheim mit plus 20 Prozent aus. In den Landkreisen Calw und Freudenstadt war hingegen ein Rückgang festzustellen. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich die Entwicklung weiterhin im Bereich des langfristigen Durchschnitts.

Im Jahr 2025 verloren im Präsidiumsbereich 27 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das sind acht mehr als im Vorjahr. Während die Zahl der tödlich Verletzten im Stadtgebiet Pforzheim leicht zurück ging und in den Landkreisen Calw und Freudenstadt unverändert blieb, war im Enzkreis ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Sehr erfreulich: Auf dem im Zuständigkeitsbereich liegenden Abschnitt der A8 gab es 2025 keine tödlich verletzten Personen.

Überdurchschnittlich häufig Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen waren ältere Menschen sowie junge Erwachsene. Mehr als die Hälfte der tödlich Verunglückten entfällt auf diese beiden Altersgruppen. Rund zwei Drittel der Getöteten gehörten zudem zu den sogenannten vulnerablen Verkehrsteilnehmern – Fußgänger, Fahrradfahrer, Pedelec-Fahrer.

Unfallursachen und Hauptfaktoren

Als häufigste Unfallursachen erwiesen sich erneut ungenügender Sicherheitsabstand sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Stadtkreis Pforzheim waren zudem Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren die häufigste Unfallursache. Auf allen anderen Straßen war bei den tödlichen Verkehrsunfällen in rund einem Viertel der Fälle überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich.

Entwicklung bei Zweirädern

Die Zahl der Motorradunfälle erhöhte sich leicht um 1,8 Prozent. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von drei auf acht Fälle.

Die registrierten Fahrradunfälle nahmen um 10,8 Prozent zu. Die Zahl der dabei verletzten Radfahrer stieg um 12,3 Prozent. In etwa sieben von zehn Fällen waren die Radfahrer selbst Hauptverursacher des Unfalls. Auch bei Pedelecs wurde ein Anstieg der Unfallzahlen um 10,5 Prozent festgestellt. Auffällig dabei: Alle tödlich verunglückten Radfahrer waren mit einem Pedelec unterwegs.

Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) stiegen um 13,3 Prozent, die Zahl der verletzten eKF-Nutzer nahm um 16,1 Prozent zu.

Unfälle mit Kindern

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern erhöhte sich um 7,1 Prozent. Unfälle mit Personenschaden in dieser Altersgruppe stiegen um 12,2 Prozent. Diese Entwicklung wird von der Polizei besonders aufmerksam beobachtet und bildet für 2026 einen Handlungsschwerpunkt.

Alkohol- und drogenbedingte Verkehrsunfälle

Sowohl alkohol- als auch drogenbeeinflusste Verkehrsunfälle nahmen weiter zu. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg um 7,3 Prozent, drogenbedingte Unfälle um 9,7 Prozent. Besonders betroffen waren der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die A8.

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