Bafin – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Thu, 09 Apr 2026 14:36:19 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Betrug mit angeblichem Online-Trading: Mann in Pforzheim verliert sechsstelligen Betrag https://www.die-neue-welle.de/betrug-mit-angeblichem-online-trading-mann-in-pforzheim-verliert-sechsstelligen-betrag-1881693/ Thu, 09 Apr 2026 14:36:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1881693 Pforzheim (pol/dk) – Hohe Gewinne mit wenig Aufwand versprochen – am Ende war viel Geld weg. In Pforzheim ist ein Mann auf Betrüger hereingefallen, die ihn über einen Messenger-Dienst zu angeblich lukrativen Geldanlagen gebracht haben. Die Polizei warnt jetzt erneut vor solchen Maschen.

Kontakt über Messenger-Dienst

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde der Geschädigte bereits im Spätjahr 2025 von mehreren unbekannten Profilnutzern über einen Messenger-Dienst kontaktiert. Dabei stellten die Täter ein angeblich lukratives Aktien-Investment in Aussicht.

In der Folge überwies der Mann mehrfach höhere Geldbeträge über Crypto-Trading-Plattformen.

Täter fordern immer weiteres Geld

Später verlangten die Unbekannten weiteres Geld für angebliche Depotauszahlungen. Erst danach flog der Betrug auf.

Bis dahin hatten die Täter laut Polizei bereits einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag erbeutet. Das Kriminalkommissariat in Pforzheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei warnt vor ähnlichen Fällen

Nach Angaben der Polizei kommt es immer wieder zu ähnlich gelagerten Betrugsfällen. Die Masche sei oft ähnlich: Täter locken mit dem Versprechen hoher Renditen und bringen Geschädigte so um ihr Erspartes.

Worauf die Polizei hinweist

Die Polizei Pforzheim rät deshalb zu besonderer Vorsicht bei Online-Trading-Angeboten. Ungewöhnlich hohe Gewinne bei geringem Einsatz sollten misstrauisch machen. Auch wenn Investitionen in Kryptowährungen gefordert werden, sei Vorsicht geboten.

Außerdem weist die Polizei darauf hin, dass Banken und Sparkassen nicht direkt auf Kundinnen und Kunden zugehen, um sie zum Online-Trading zu bringen. Vor einer Anmeldung oder Überweisung sollten Trading-Plattformen genau geprüft werden, zum Beispiel über die Unternehmensdatenbank der BaFin.

Wichtig sei auch, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, keine sensiblen Daten weiterzugeben und kein Geld auf unbekannte Konten zu überweisen.

Wer befürchtet, selbst Opfer geworden zu sein, sollte laut Polizei möglichst schnell Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten. Auch die Verbraucherzentrale gibt Hinweise dazu, wie sich unseriöse Online-Trading-Plattformen erkennen lassen.

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Ermittler kappen Tausende Betrugsnummern – Großaktion mit Zentrum in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/ermittler-kappen-tausende-betrugsnummern-grossaktion-mit-zentrum-in-karlsruhe-1824227/ Mon, 08 Dec 2025 14:17:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1824227 Karlsruhe (dpa/dk) – Mit einer bundesweiten Aktion haben Ermittler Tausende Telefonnummern abgeschaltet, die mutmaßlich von Betrügern genutzt wurden – auch von falschen Polizisten und bei Maschen wie dem Enkeltrick. Ziel ist es, die Cyberkriminellen ihre wichtigste Arbeitsgrundlage zu entziehen und Verbraucher besser zu schützen.

Mehr als 3.500 deutsche Rufnummern vom Netz genommen

Das bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Finanzaufsicht Bafin sprechen von einem großen Schlag gegen Anlagebetrüger und Callcenter-Banden. Im Fokus standen Rufnummern, die mit betrügerischen Online-Plattformen in Verbindung stehen sollen. Bis zum 5. Dezember wurden mehr als 3.500 überwiegend deutsche Festnetz-, Mobilfunk- und Internettelefonnummern identifiziert, über die mutmaßlich Kontakt zu Opfern aufgenommen wurde. Diese Nummern wurden von den jeweiligen Anbietern inzwischen abgeschaltet. Zusätzlich wurden in Abstimmung mit den Behörden in Wien gut 350 österreichische Rufnummern vom Netz genommen.

„Crime as a Service“: Kriminelle Dienstleister im Hintergrund

Hinter den Betrugsmaschen stehen laut Ermittlern international agierende Netzwerke, die arbeitsteilig vorgehen. Beim Online-Anlagebetrug sollen so möglichst viele Anlegerinnen und Anleger in die Falle gelockt werden. Rufnummern werden dabei oft über „kriminelle Dienstleister“ angemietet und massenweise genutzt, um Straftaten zu begehen – ein Geschäftsmodell, das die Behörden als „Crime as a Service“ bezeichnen, also als Dienstleistung für andere Täter. Die nun gesperrten Nummern sollen nicht nur für Anlagebetrug, sondern auch für bekannte Telefonbetrugsmaschen wie den „Enkeltrick“ oder Anrufe falscher Polizisten genutzt worden sein.

Operation „Herakles“: Infrastruktur der Täter angreifen

Die Abschaltung der Rufnummern ist Teil der länderübergreifenden Operation „Herakles“. Ziel ist es, die technische Infrastruktur von Cyber-Betrügern dauerhaft zu schwächen und Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland besser zu schützen. Bereits im Juni und Oktober waren im Rahmen derselben Operation mehr als 2.200 Internetseiten vom Netz genommen worden, über die Menschen zu vermeintlichen Investitionen auf manipulierten Handelsplattformen verleitet werden sollten.

Generalstaatsanwalt Jürgen Gremmelmaier zufolge konnten durch die jüngste Maßnahme Tausende potenzielle Betrugsversuche verhindert werden. Man entziehe den Cyberkriminellen damit „aktiv die Grundlage ihres Handelns“.

Deutschland soll für Betrüger unattraktiv werden

Der Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Andreas Stenger, hebt die strategische Wirkung hervor. Um nach der Abschaltung der Nummern weitermachen zu können, müssten die Täter einen „immensen organisatorischen Aufwand“ mit entsprechend hohen Kosten betreiben. Genau das ist das Ziel der Ermittler: Deutschland soll für solche kriminellen Dienste möglichst unwirtschaftlich und damit unattraktiv werden.

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