Ameisen – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Tue, 14 Jul 2026 09:00:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Karlsruhe informiert über invasive Ameisenart Tapinoma magnum https://www.die-neue-welle.de/karlsruhe-informiert-ueber-invasive-ameisenart-tapinoma-magnum-1934310/ Tue, 14 Jul 2026 07:06:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1934310 Karlsruhe (pm/dk) – Die gebietsfremde Ameisenart Tapinoma magnum breitet sich in der Region aus. Deshalb lädt das Gartenbauamt am Dienstag, 14. Juli 2026, zu einer weiteren Informationsveranstaltung nach Karlsruhe ein. Dabei geht es um die Lebensweise der Tiere, mögliche Schäden und geeignete Bekämpfungsmethoden.

Veranstaltung in der Lutherkirche

Die Informationsveranstaltung beginnt am Dienstag um 19 Uhr in der Lutherkirche in der Durlacher Allee 23 in Karlsruhe.

Eingeladen sind alle Interessierten und Betroffenen. Auch Vermieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer können an der Veranstaltung teilnehmen.

Informationen zu Lebensweise und Auswirkungen

Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, wie Tapinoma magnum lebt und sich ausbreitet. Außerdem wird erklärt, welche Auswirkungen die Ameisenart auf die Umwelt, Gebäude und die Infrastruktur haben kann.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Strategien und Maßnahmen zur erfolgreichen Bekämpfung.

Praktische Tipps und Erfahrungsaustausch

Betroffene und Fachleute geben praktische Tipps und berichten von ihren bisherigen Erfahrungen. Zudem soll es ausreichend Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und sich über mögliche Lösungen auszutauschen. Schon seit einiger Zeit geht die Stadt gegen die invasiven Ameisen vor. Die Bekämpfung kann allerdings noch mehrere Jahre dauern.

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Ameisen sorgen für Ampel-Ausfälle in Karlsruhe https://www.die-neue-welle.de/ameisen-sorgen-fuer-ampel-ausfaelle-in-karlsruhe-1884465/ Wed, 15 Apr 2026 11:24:34 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1884465 Karlsruhe (pm/dk) – Mehrfach ist die Ampelanlage am Karlsruher Adenauerring in den vergangenen Tagen ausgefallen, zweimal kam es dabei auch zu schweren Unfällen. Jetzt steht fest, was hinter der Störung steckt: Ameisen hatten das Steuergerät befallen.

Mehrere Ausfälle innerhalb weniger Tage

Nach Angaben der Stadt fiel die Lichtsignalanlage am 4. April, am 5. April, am 12. April und zuletzt am 13. April aus. Ursache für die Defekte war demnach ein Ameisenbefall im Steuergerät der Anlage.

Stadt und Wartungsfirma reagieren

Die zuständige Wartungsfirma und das Tiefbauamt haben inzwischen reagiert. Nach Angaben der Stadt wurden Maßnahmen ergriffen, „um die Wahrscheinlichkeit von weiteren Ausfällen zu reduzieren“.

Dazu gehören die Prüfung und der Austausch von Hardware. Außerdem soll verhindert werden, dass erneut Insekten in das Steuergerät eindringen.

Die Hoffnung ist, dass die Anlage danach wieder zuverlässig läuft. Die Stadt formuliert es so: „Sobald das Steuergerät gereinigt und bestmöglich abgedichtet ist, ist davon auszugehen, dass die Anlage stabil in Betrieb bleiben wird, wie dies bis zum 4. April der Fall war.“

Auch Technik kann weiter ausfallen

Ganz ausschließen lassen sich neue Probleme nach Angaben der Stadt aber nicht. In der Mitteilung heißt es dazu: „Ausfälle sind allerdings – wie bei allen anderen technischen Einrichtungen auch – immer möglich.“

Ergänzend weist die Stadt darauf hin, dass die Anlage aktuell auch deshalb außer Betrieb ist, weil ein beim letzten Unfall beschädigter Ampelmast durch ein Provisorium ersetzt wird.

Nach Ampelausfall gelten die Schilder

Wichtig ist auch der Hinweis zu den Verkehrsregeln: Fällt eine Ampel aus, gilt nicht automatisch Unsicherheit an der Kreuzung. Dann entscheidet die Beschilderung über die Vorfahrt. Die Polizei weist außerdem darauf hin: Gibt es keine Schilder, gilt „Rechts vor Links“.

Die Stadt schreibt dazu wörtlich: „Ursächlich für die Unfälle ist somit eigentlich nicht der Ausfall der Lichtsignalanlage, sondern vielmehr eine nicht angepasste Fahrweise mit Missachtung der StVO-Beschilderung von mindestens einem der Unfallbeteiligten.“

Zwei Unfälle an derselben Kreuzung

Besonders brisant: An derselben Kreuzung hatte es zuletzt gleich mehrfach gekracht. Am Montagabend gegen 21.05 Uhr kollidierten im Bereich Adenauerring/Willy-Brandt-Allee ein Renault und ein Hyundai. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, eine Person kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Schon am Ostersonntag hatte sich dort laut Polizei ebenfalls ein schwerer Unfall ereignet – auch damals nach einem Ausfall der Ampelanlage.

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Tapinoma-Ameisen weiter verbreitet als gedacht – rund 50 Gemeinden im Südwesten betroffen https://www.die-neue-welle.de/tapinoma-ameisen-weiter-verbreitet-als-gedacht-rund-50-gemeinden-im-suedwesten-betroffen-1745722/ Tue, 07 Oct 2025 07:52:01 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1745722 Millionenfach breiten sich Ameisen der eingeschleppten Art Tapinoma magnum in Baden-Württemberg aus. Sie fressen sich durch Strom- und Internetkabel, und dringen in Autos, Spülmaschinen oder Kinderzimmer vor. Was tun?

Invasive Ameisenart

In bislang rund 50 Städten und Gemeinden im Südwesten sind teils auffallend große Kolonien nachgewiesen – das sind deutlich mehr als bislang bekannt waren, wie aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht. Und die Landesregierung rechnet fest damit, dass sich die Ameisenart noch stärker ausbreiten wird.

Besonders oft wurde die Ameise im Raum Stuttgart entdeckt – etwa in Hessigheim (Kreis Ludwigsburg), Remseck und Nürtingen. Laut Umweltministerium könnte dies auch an der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit der vergangenen Monate liegen. Zahlreiche Betroffene berichteten, sie hätten die Tiere schon seit Jahren beobachtet.

Auch zweite Ameisenart breitet sich aus

Jüngst machte zudem eine weitere fremde Art Schlagzeilen: Im Karlsruher Stadtteil Knielingen wurden zahlreiche Exemplare der bisher dort nicht nachgewiesenen Lasius neglectus (Vergessene Wegameise) gefunden. Anwohner klagten seit Jahren über wiederkehrende Ameiseninvasionen auf Terrassen, Straßen, Bäumen und Mülleimern – ohne zu wissen, dass es sich um diese Art handelt.

Im Südwesten war die Wegameise erstmals 2017 in Ludwigsburg entdeckt worden, später auch in Bad Säckingen und Wehr (beide Kreis Waldshut). «Diese Art kann ähnlich große Superkolonien wie Tapinoma magnum bilden, ist ebenso lästig, belastend und schwer zu bekämpfen», teilte das Umweltministerium mit. Grundsätzlich könnten auch künftig weitere gebietsfremde Arten eingeschleppt werden, die ähnliche Probleme bereiten.

Die Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe haben ein Forschungsprojekt zu Tapinoma magnum gestartet. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, bei verdächtigen Funden die Projektwebsite zu besuchen. Dort finden sich Bestimmungshilfen – für Laien allerdings schwer nutzbar, da in Deutschland mehr als 120 Ameisenarten vorkommen. Alternativ kann ein Foto eingesandt werden.

So erkennt ihr Tapinoma

Auf Deutsch heißt die Tapinoma magnum Große Drüsenameise. Trotz ihres Namens ist diese schwarze Ameise klein, meist nur zwei bis vier Millimeter. Bei Bedrohung sondert sie einen intensiven Duftstoff ab. Typisch für diese Art sind breite Ameisenstraßen und auffällige Sand- oder Erdhügel um die Nesteingänge. Wird ein Nest gestört, erscheinen schlagartig Hunderte Tiere.

Schwierige Bekämpfung

Fachleute halten die Bekämpfung der eingeschleppten Arten für aufwendig. Die Superkolonien bestehen aus Hunderttausenden bis Millionen Tieren. Das Projekt rät Privatpersonen vom Einsatz von Insektiziden ab: Diese beseitigen meist keine vollständigen Kolonien und können in Innenräumen gesundheitsschädlich sein.

Betroffene sollten stattdessen ihre Gemeinde informieren. Manche Kommunen wie Kehl setzen bereits Heißwassergeräte zur Bekämpfung ein. In Zürich konnte eine neue Kolonie mit unterschiedlichen Insektiziden erfolgreich beseitigt werden.

Je früher, desto besser

Welche Methode geeignet ist, hängt laut Umweltministerium von Größe, Lage und Umgebung der Kolonie ab. Entscheidend ist schnelles Handeln: «Der frühzeitige Maßnahmenbeginn bestimmt maßgeblich die Erfolgsaussichten für die Auslöschung einer Kolonie», heißt es in der Drucksache. Dazu sei eine rasche Identifikation der Art notwendig.

Das Forschungsprojekt mahnt zugleich, Ameisen nicht pauschal als Schädlinge zu betrachten. «Ohne Ameisen würden sich viele unserer Ökosysteme stark verändern», betonen die Forschenden.

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Mit Kieselgur gegen Tapinoma – Landau versucht invasive Ameisen einzudämmen https://www.die-neue-welle.de/mit-kieselgur-gegen-tapinoma-landau-versucht-invasive-ameisen-einzudaemmen-1713700/ Thu, 18 Sep 2025 02:26:08 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1713700 Landau (pm/tk) – Nächste Runde im Kampf gegen die eingewanderte Ameisenart Tapinoma magnum: Die Stadt Landau versprüht erneut ein biologisches Mittel.

Stadtmitarbeiter schwärmen aus

Es geht in die nächste Runde: Wie bereits im August, bringt die Stadt Landau das biologische Mittel Kieselgur auf stark betroffenen öffentlichen Flächen aus, um der Ausbreitung der Ameisenart Tapinoma magnum entgegenzuwirken. Auch diesmal bittet die Stadt die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung für ein gemeinsames Vorgehen.

Von Nord nach Süd

Beginn ist am heutigen Donnerstag (18. September) auf dem Gelände der Integrierten Gesamtschule Landau in der Pfalz. Im Anschluss folgen Maßnahmen in Landau-Nord sowie den Stadtteilen Mörzheim und Arzheim. In der kommenden Woche geht es ab Montag (22. September) in Landau-Süd und Landau-West weiter, bevor Mitte der Woche auch in Godramstein Kieselgur ausgebracht wird.

Ein aktueller Überblick über die betroffenen öffentlichen Flächen ist im Geoportal der Stadt Landau zu finden: https://maps.landau.de/tapinoma. Da Kieselgur nur bei trockenem Wetter ausgebracht werden kann, ist der Zeitplan witterungsabhängig und wird regelmäßig angepasst.

Auch Bürger können helfen

Die Stadt bittet Anwohnende, sich in der kommenden Woche auf ihren angrenzenden privaten Flächen mit Eindämmungsmaßnahmen zu beteiligen. Hierfür werden Heißwasser oder Kieselgur empfohlen. Kieselgur ist in vielen Garten- und Baumärkten, im Tierbedarfshandel und online erhältlich. Beim Ausbringen von Kieselgur sollte eine Schutzausrüstung, bestehend aus Atemschutz, Sicherheitsbrille und Handschuhen, getragen werden, um das Einatmen des Pulvers zu vermeiden.

Kieselgur besteht aus fossilen Kieselalgen und zerstört bei Kontakt die Schutzschicht der Ameise. Es wird in Pulverform auf die befallenen, trockenen Flächen aufgetragen. Für Menschen und Haustiere ist Kieselgur bei Kontakt unbedenklich, es sollte jedoch beim Auftragen nicht eingeatmet werden.

Wichtig: Die Stadt darf rechtlich keine Maßnahmen auf Privatflächen durchführen, der Einsatz liegt in der Verantwortung der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer.

Weitere Informationen, darunter Antworten auf häufige Fragen in Bezug auf Tapinoma magnum, Hinweise zur Bestimmung sowie Kontaktmöglichkeiten bei Rückfragen, finden sich auf der städtischen Beteiligungsplattform unter www.mitredeninLD.de.

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Ameisenplage in Karlsruhe – Stadt lädt zur Infoveranstaltung ein https://www.die-neue-welle.de/zwei-invasive-ameisenarten-breiten-sich-in-der-region-aus-das-muesst-ihr-wissen-2-1625272/ Wed, 30 Jul 2025 05:25:18 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1625272 Region (pm/dk) – In der Region breiten sich derzeit zwei invasive Ameisenarten rasant aus und sorgen bei vielen Menschen für Fragen und Sorgen. Gerade die Anwohner in Karlsruhe-Knielingen können ein Lied davon singen. Jetzt nimmt sich auch die Stadt dem Thema an – eine Informationsveranstaltung mit Ameisen-Experte Manfred Verhaagh soll helfen.

Informationsveranstaltung zur invasiven Ameisenart Tapinoma magnum

Am Mittwoch, 30. Juli 2025, um 18 Uhr lädt die Stadtverwaltung alle interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zur invasiven Ameisenart Tapinoma magnum in den Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz ein. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeisterin Bettina Lisbach wird Diplom-Biologe Dr. Manfred Verhaagh, früherer Leiter der Insektenkunde und seit 2025 ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturkundemuseums Karlsruhe, über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Biologie und Ausbreitung von Tapinoma magnum berichten. Er wird zudem Methoden zur Bekämpfung und Prävention vorstellen sowie über das Forschungsprojekt zur Tapinoma magnum berichten.

Anschließend informiert die Stadtverwaltung über die rechtlichen Grundlagen sowie über geplante Maßnahmen gegen die Ameisenart. Im Anschluss haben die Anwesenden Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.

Um welche Ameisenarten geht es?

In Karlsruhe machen sich aktuell aber gleich zwei Arten breit. Laut Manfred Verhaag handelt es sich um zwei gebietsfremde Arten: die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) und die Vernachlässigte Wegameise (Lasius neglectus).

Woher stammen diese Ameisen und warum sind sie problematisch?

Beide Arten stammen ursprünglich aus südlicheren Regionen. Die Drüsenameise kommt aus dem westlichen Mittelmeerraum, die Wegameise aus dem Schwarzmeergebiet. Das Problem: „Sie stammen also nicht von hier. Das ist sowieso schon immer eine mögliche Problemstellung, weil sie dann eben aus anderen Ökosystemen kommen und hier also praktisch erst mal möglicherweise keine Feinde haben“, so Verhaagh. Diese Ameisen bilden große sogenannte Superkolonien, die sich über Jahre hinweg ausbreiten können.

Wie groß können diese Kolonien werden?

„Für Tapinoma magnum sind Ausbreitungsgrößen von mehreren Hektar. Das geht in der Literatur bis zu 20 Hektar“, sagt Verhaagh. Diese Kolonien können mehrere Millionen Tiere und Tausende Königinnen umfassen und sich über Straßenzüge hinweg ausbreiten.

Sind die Ameisen für den Menschen gefährlich?

„Das ist jetzt nicht so wie zum Beispiel die Asiatische Hornisse, dass die also stechen könnte und Menschen dann am allergischen Schock sterben. Das gibt es also bei diesen Ameisen nicht, die können beide nicht stechen“, beruhigt Verhaagh. Allerdings sind sie sehr bissig, was bei Massenauftreten durchaus unangenehm werden kann.

Wo in Karlsruhe sind sie besonders aktiv?

Besonders betroffen ist aktuell der Stadtteil Knielingen. „In Knielingen geht es nach meiner ersten Besichtigung schon über drei Straßenzüge, dass sich diese Kolonie ausgebreitet hat“, berichtet Verhaagh. Hier dringen die Ameisen auch in Privatgärten und Häuser ein.

Ist Karlsruhe ein Einzelfall?

Nein. „Inzwischen sind wir bei ungefähr 40 Kommunen angekommen“, so Verhaagh über die Verbreitung in Baden-Württemberg. Auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, bis nach Hamburg und Dresden wurden bereits Vorkommen nachgewiesen.

Was kann man gegen die Ameisen tun?

Die Bekämpfung ist schwierig. „Es bieten sich eben zwei Möglichkeiten an derzeit: Das eine ist eben Bekämpfung mit heißem Wasser, wo also mit mobilen Heißwassererzeugern dann im Boden solche Nester aufgesucht werden… Oder die andere Möglichkeit ist, mit chemischen Substanzen […]. Und zusätzlich muss man dann noch mit sogenannten Fraßködern arbeiten“, erklärt Verhaagh. Entscheidend ist eine Zusammenarbeit von Kommunen und Privatleuten, da die Kolonien sich über Grundstücksgrenzen hinweg erstrecken.

Welche Rolle spielt der Klimawandel?

„Meines Erachtens eher eine etwas untergeordnete oder indirekte Rolle“, sagt Verhaagh. Die milden Winter helfen den Ameisen jedoch beim Überleben. Auch der Import mediterraner Pflanzen spielt eine große Rolle bei ihrer Verbreitung. „Beim Kauf von mediterranen Pflanzen ist darauf zu achten, ob da in den Töpfen sich irgendwelche Ameisen tummeln oder nicht“, rät Verhaagh. Sowohl Verkäufer als auch Käufer seien hier in der Verantwortung.

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Zwei invasive Ameisenarten breiten sich in der Region aus: Das müsst ihr wissen! https://www.die-neue-welle.de/zwei-invasive-ameisenarten-breiten-sich-in-der-region-aus-das-muesst-ihr-wissen-1593511/ Fri, 18 Jul 2025 03:51:12 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1593511 Region (dk) – In der Region breiten sich derzeit zwei invasive Ameisenarten rasant aus und sorgen bei vielen Menschen für Fragen und Sorgen. Gerade die Anwohner in Karlsruhe-Knielingen können ein Lied davon singen. Der Ameisen-Experte Manfred Verhaagh vom Naturkundemuseum Karlsruhe erklärt, um welche Arten es geht, warum sie problematisch sind und was betroffene Anwohner tun können.

Um welche Ameisenarten geht es?

Laut Manfred Verhaagh, ehemaliger Leiter der Entomologie am Naturkundemuseum Karlsruhe und heute ehrenamtlicher Mitarbeiter, handelt es sich um zwei gebietsfremde Arten: die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) und die Vernachlässigte Wegameise (Lasius neglectus).

Woher stammen diese Ameisen und warum sind sie problematisch?

Beide Arten stammen ursprünglich aus südlicheren Regionen. Die Drüsenameise kommt aus dem westlichen Mittelmeerraum, die Wegameise aus dem Schwarzmeergebiet. Das Problem: „Sie stammen also nicht von hier. Das ist sowieso schon immer eine mögliche Problemstellung, weil sie dann eben aus anderen Ökosystemen kommen und hier also praktisch erst mal möglicherweise keine Feinde haben“, so Verhaagh. Diese Ameisen bilden große sogenannte Superkolonien, die sich über Jahre hinweg ausbreiten können.

Wie groß können diese Kolonien werden?

„Für Tapinoma magnum sind Ausbreitungsgrößen von mehreren Hektar. Das geht in der Literatur bis zu 20 Hektar“, sagt Verhaagh. Diese Kolonien können mehrere Millionen Tiere und Tausende Königinnen umfassen und sich über Straßenzüge hinweg ausbreiten.

Sind die Ameisen für den Menschen gefährlich?

„Das ist jetzt nicht so wie zum Beispiel die Asiatische Hornisse, dass die also stechen könnte und Menschen dann am allergischen Schock sterben. Das gibt es also bei diesen Ameisen nicht, die können beide nicht stechen“, beruhigt Verhaagh. Allerdings sind sie sehr bissig, was bei Massenauftreten durchaus unangenehm werden kann.

Wo in Karlsruhe sind sie besonders aktiv?

Besonders betroffen ist aktuell der Stadtteil Knielingen. „In Knielingen geht es nach meiner ersten Besichtigung schon über drei Straßenzüge, dass sich diese Kolonie ausgebreitet hat“, berichtet Verhaagh. Hier dringen die Ameisen auch in Privatgärten und Häuser ein.

Ist Karlsruhe ein Einzelfall?

Nein. „Inzwischen sind wir bei ungefähr 40 Kommunen angekommen“, so Verhaagh über die Verbreitung in Baden-Württemberg. Auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, bis nach Hamburg und Dresden wurden bereits Vorkommen nachgewiesen.

Was kann man gegen die Ameisen tun?

Die Bekämpfung ist schwierig. „Es bieten sich eben zwei Möglichkeiten an derzeit: Das eine ist eben Bekämpfung mit heißem Wasser, wo also mit mobilen Heißwassererzeugern dann im Boden solche Nester aufgesucht werden… Oder die andere Möglichkeit ist, mit chemischen Substanzen […]. Und zusätzlich muss man dann noch mit sogenannten Fraßködern arbeiten“, erklärt Verhaagh. Entscheidend ist eine Zusammenarbeit von Kommunen und Privatleuten, da die Kolonien sich über Grundstücksgrenzen hinweg erstrecken.

Welche Rolle spielt der Klimawandel?

„Meines Erachtens eher eine etwas untergeordnete oder indirekte Rolle“, sagt Verhaagh. Die milden Winter helfen den Ameisen jedoch beim Überleben. Auch der Import mediterraner Pflanzen spielt eine große Rolle bei ihrer Verbreitung. „Beim Kauf von mediterranen Pflanzen ist darauf zu achten, ob da in den Töpfen sich irgendwelche Ameisen tummeln oder nicht“, rät Verhaagh. Sowohl Verkäufer als auch Käufer seien hier in der Verantwortung.

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Weitere invasive Ameisenart auch in Karlsruhe unterwegs https://www.die-neue-welle.de/weitere-invasive-ameisenart-auch-in-karlsruhe-unterwegs-1587226/ Sat, 12 Jul 2025 09:30:08 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1587226

Ameiseninvasion in Knielingen

Die Stadt Karlsruhe wird von einer Ameisenplage heimgesucht. Im Stadtteil Knielingen sind zahllose Exemplare der bisher dort noch nie festgestellten invasiven Art Lasius negelctus (Vergessene Wegameise) unterwegs.

Anwohner klagten zwar seit Jahren über wiederkehrende Ameiseninvasionen auf Terrassen, Straßen, Bäumen und Mülleimern – dass es sich dabei um die Vergessene Wegameise handelte, sei aber nicht bekannt gewesen, erläuterte Ameisenforscher Manfred Verhaagh. Die Kommune hatte ihn zu Rate gezogen, als die Plage in diesem Jahr besonders schlimm wurde. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Ist diese Ameise völlig unbekannt?

Unbekannt sind die Vergessenen Wegameisen in Deutschland nicht. Seit Ende der 90er Jahre seien sie bundesweit bereits in rund 15 Kommunen nachgewiesen worden; erstmals in Jena im Botanischen Garten. Im Südwesten wurde sie im Jahr 2017 in Ludwigsburg nachgewiesen, dann folgten Bad Säckingen und Wehr (beide Kreis Waldshut) im Jahr 2018 beziehungsweise 2023 – und nun in Karlsruhe.

Der Ameisenexperte Verhaagh war zunächst davon ausgegangen, es handele sich in Karlsruhe-Knielingen um die Ameisenart Tapinoma magnum, die im Südwesten seit 2009 an verschiedenen Orten dokumentiert ist und zuletzt die Stadt Kehl in Verzweiflung versetzt hatte. Dort waren die schwarzen Insekten in Häuser eingefallen, lösten Ausfälle von Strom und Internet aus und zerstörten Fugen einer Gartenmauer.

Superkolonien können bedrohlich werden

Tapinoma magnum gibt es zwar auch in Karlsruhe in beträchtlicher Zahl, sagte Verhaagh. Aktuell mache aber der Befall von Gärten und Wohnung durch Lasius neglectus den Bürgerinnen und Bürgern ganz besonders zu schaffen. Die Stadt Karlsruhe steht nach Worten eines Sprechers in ständigem Kontakt mit Experten und anderen betroffenen Kommunen.

Die Kolonien der Wegameise seien im Laufe der Jahre in Karlsruhe offensichtlich immer größer geworden. „Irgendwann ist dann die schiere Menge der Tiere bedenklich“, sagte der Experte. Sie kletterten jeden Baum auf und ab und bewanderten Straßen und Terrassen in dem Stadtteil. Auch sie können – ähnlich wie Tapinoma – Gehweg- oder Terrassenplatten mit ihren Gängen unterhöhlen. Wie groß die Karlsruher Kolonien seien, könne er noch nicht abschätzen.

Invasive Ameisen schwer zu bekämpfen

Die Wegameise sei ähnlich schwer zu bekämpfen wie Tapinoma magnum: „Ameisenköder können helfen, heißes Wasser auch“, sagte Verhaagh. So werden in Kehl gegen Tapinoma magnum schon spezielle Heißwassergeräte eingesetzt. Auch wir haben bereits letztes Jahr über die Ameisensituation in Kehl auf unserer Website berichtet.

Letztlich aber sei den Tieren nur mit großem personellem Einsatz beizukommen. Die Wegameise sei aber zumindest weniger bissig und etwas frostempfindlicher als ihre „Konkurrentin“ Tapinoma magnum.

„Nur ein gemeinsames Vorgehen führt zum Ziel“, sagte ein Karlsruher Stadtsprecher. Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Stellen und privaten Grundstücksbesitzern. „Ziel ist es, die Ausbreitung der gebietsfremden Ameisenart einzudämmen, vorhandene Kolonien zu vertreiben und dauerhaft zu bekämpfen.“

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Experten beraten in Offenburg über Ameisen-Invasion https://www.die-neue-welle.de/experten-beraten-in-offenburg-ueber-ameisen-invasion-1403122/ Fri, 11 Apr 2025 04:25:38 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1403122
Sie bilden riesige Superkolonien, dringen in Häuser ein und haben schon für Stromausfälle gesorgt: Ameisen der eingewanderten Art Tapinoma magnum machen zahlreichen Kommunen zu schaffen. Wissenschaftler und Politiker wollen heute in Offenburg erstmals gemeinsam darüber beraten, wie die Invasion der Krabbler eingedämmt werden können.

Spielplatz in Kehl unterhöhlt

Wissenschaftler von den Staatlichen Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe erforschen den ungewöhnlichen Vormarsch der Insekten. Die Tapinoma magnum stellt nach Einschätzung der Experten eine zunehmende Bedrohung für Baden-Württemberg und andere Regionen Deutschlands dar. In der Grenzstadt Kehl ist ein Kinderspielplatz seit Monaten wegen der Ameisenplage geschossen.

Land unterstützt Forschungsprojekt

Das Landesumweltministerium unterstützt ein Forschungsprojekt zu der Ameisenart mit 210.000 Euro, wie der Landtagsabgeordnete Bernd Mettenleiter mitgeteilt hatte.

«Die zunehmende Ausbreitung der Tapinoma magnum in Baden-Württemberg zeigt, dass wir es mit einem ernstzunehmenden Problem für Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch für Gebäude und Infrastruktur zu tun haben», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Städte und Gemeinden dürften mit dem Problem nicht allein gelassen werden, forderte Mettenleiter.

Ameisen in Karlsruhe und Kämpfelbach

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameisenart ist im Südwesten seit mehreren Jahren an verschiedenen Orten dokumentiert. Nachweise gab es etwa in Karlsruhe, Eggenstein-Leopoldshafen, Kämpfelbach sowie Heidelberg und Schallstadt südlich von Freiburg.

Betroffen sind zudem angrenzende Regionen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Ostfrankreich. Der Kampf gilt auch deshalb als schwierig, weil die Tapinoma magnum aussieht wie eine normale heimische Ameise.

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Irreguläre Migration: Eingewanderte Ameisen in Kämpfelbach gesichtet https://www.die-neue-welle.de/irregulaere-migration-eingewanderte-ameisen-in-kaempfelbach-gesichtet-1070589/ Tue, 17 Sep 2024 08:40:19 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1070589

Spielplatz in Kehl gesperrt

Kehl gilt bereits als ein Hotspot der Ameiseninvasion. Die Kommune im Ortenaukreis hatte bereits einen Kinderspielplatz gesperrt. Die Ameisen besiedelten die Anlage und unterhöhlten den Boden, wie die Stadt mitgeteilt hatte. In Kehl waren in zwei Stadtteilen sogenannte Superkolonien mit Millionen von Tieren entdeckt worden.

Tapinoma magnum ist im Südwesten seit mehreren Jahren an verschiedenen Orten dokumentiert, darunter in Lörrach, Karlsruhe und Heidelberg. Betroffen sind zudem angrenzende Regionen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Ostfrankreich.

Umweltministerium eingeschaltet

Das Stuttgarter Umweltministerium ist nach eigenen Angaben im Kontakt mit Wissenschaftlern und anderen Ländern, um Informationen über Vorkommen, Folgen und Wirksamkeit von Bekämpfungsmethoden einzuholen. Wie eine Sprecherin berichtete, haben auch Kommunen in der Schweiz Probleme mit der Ameisenart.

«Die Rückmeldungen haben auch gezeigt, dass es nach bisherigem Kenntnisstand extrem schwierig bis unmöglich ist, große Kolonien wie in Kehl effektiv zu bekämpfen.» Es gebe einen dringenden Forschungsbedarf. Außerdem müssten die verschiedenen Akteure vernetzt werden, hieß es mit Blick auf betroffene Gemeinden und Wissenschaftler.

Ameisen verursachten Stromausfälle und Mauerrisse

Die Insekten können einem Experten zufolge keine Krankheiten übertragen – es sei aber nicht ausgeschlossen, dass sie bei Menschen kurzfristige Allergien auslösten. Die psychische Belastung bei einem massiven Ameisenbefall sei nicht zu unterschätzen, hatte der Biologe Bernhard Seifert vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz gesagt.

Die schwarzen Insekten drangen in Kehl bereits in Häuser ein, lösten Ausfälle von Strom und Internet aus und zerstörten Fugen einer Gartenmauer, wie die Stadt berichtete.

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