Lions schwach in Trier – bittere Pleite bei den Gladiators

Karlsruhe/ Trier (br) Die PS Karlsruhe Lions erlebten am 19. Dezember einen rabenschwarzen Abend in der Arena der Römerstrom Gladiators Trier. Zu einer unzureichenden Leistung des Löwenrudels in den entscheidenden Phasen der Partie gesellte sich häufig auch noch Pech im Abschluss.

Symbolbild: Archiv

Gladiators übernehmen schnell die Führung

 Die ersatzgeschwächten Gastgeber überzeugten durchweg mit einem geschlossenen Auftreten als Team, wenngleich sie den LIONS häufig Räume gewährten. Karlsruhe machte jedoch viel zu wenig aus den sich ergebenden Chancen und so stand es in der Stadt an der Mosel am Ende 82:62. Es war zwar bereits der zwölfte Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, doch beide Kontrahenten hatten aufgrund mehrerer Spielverschiebungen vor Beginn der Begegnung lediglich acht Partien gespielt. Nun stehen die zwei Teams bei jeweils vier Siegen und fünf Niederlagen und sind Tabellennachbarn auf Rang neun und zehn. In einer insgesamt ausgeglichenen Anfangsphase schienen die Lions gut ins Spiel zu finden und hatten zunächst die Nase vorn. Doch die Gladiators hielten auf Kosten einer anfänglich hohen Foulbelastung dagegen und gingen nach vier Minuten erstmals in Front. In der zu Beginn schön anzusehenden Partie ging es hin und her, bis es in Minute sieben durch einen Dreier der Hausherren zum letzten Führungswechsel in dieser Begegnung kam (20:17). Die Dreierquote Karlsruhes hingegen kristallisierte sich ab diesem Zeitpunkt zu einem echten Problem im Spiel der Lions heraus. Erst kurz vor Schluss, als das Duell längst entschieden war, fielen diese Würfe wieder. Zunächst hielten die Badener dennoch gut mit. Da aber die Gladiators ihre Chancen besser verwerteten, ging es mit 28:23 in die erste Pause.

Aggressive Defense der Hausherren

Mit einem starken Wiederbeginn bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus, hatten aber Probleme in der Transition. Den Lions gelang das Umschaltspiel zunächst besser, doch zu oft blieb der Erfolg im Abschluss aus. Dies schien zunehmend für Verunsicherung im Team der Gäste zu sorgen, die immer weniger Zugriff auf die Partie bekamen. Denn die Hausherren stellten nun auf eine aggressivere Defense um und neutralisierten nun fast jeden Karlsruher Angriff. Beim 47:31 in der 17. Minute suchte das Lions-Trainerduo Drazan Salavarda/Samuel DeVoe das Gespräch mit seiner Mannschaft und nahm die Auszeit. Doch erfolgreiche und zählbare Aktionen aufseiten des Löwenrudels blieben weiterhin Mangelware. Die Gladiators sorgten mit einem Dreipunkte-Buzzerbeater für den aus Karlsruher Sicht ernüchternden Halbzeitstand von 54:33.

Lions unterliegen 82:62

Im dritten Viertel zeigte sich ein ähnliches Bild. Erst nach über vier Minuten gelangen die ersten Lions-Punkte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren bereits fast 30 Punkte in Führung. Beim Stand von 71:38 zu Beginn des letzten Viertels konnte niemand mehr ernsthaft mit einer Wende rechnen, denn Karlsruhe machte an diesem Abend einfach viel zu wenig aus seinen Chancen. Selbst freistehend fand kaum ein Wurf des Löwenrudels seinen Weg in den gegnerischen Korb. Als die Begegnung längst entschieden war, konnten die Lions noch etwas Ergebniskorrektur betreiben und ihre Wurfstatistik aus dem Spiel heraus verbessern. Am Ende waren 77% der Freiwürfe, 42% der Zweier und 17% der Dreier erfolgreich. Die Gladiators zeigten sich nicht ständig überlegen, verdienten sich aber mit einer soliden – weil geschlossenen – Mannschaftsleistung den 82:62-Erfolg.

Badisch-schwäbisches Duell am 23. Dezember

Maurice Pluskota war der einzige Lions-Spieler, der zweistellig punkten konnte (20 Punkte). 15 dieser Zähler entfielen auf Versuche von der Freiwurfline, was die Ursache der Niederlage nochmals verdeutlicht. Ein Spiel wie dieses tut weh. Doch angesichts der bisherigen stabilen Saisonleistung Karlsruhes darf man unterstellen, dass die Mannschaft einen schlechten Tag erwischt hat. Bereits am 23. Dezember hat das Löwenrudel die Gelegenheit, wieder neues Selbstvertrauen zu tanken. Dann gastieren die Tigers Tübingen in der Europahalle. Im badisch-schwäbischen Duell werden sicherlich keine verfrühten Weihnachtsgeschenke verteilt, denn die Tigers haben ihre vergangenen fünf Begegnungen verloren und sind dringend auf Punkte angewiesen.


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