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KSC vs. VfB: Beide haben im Derby viel zu verlieren

Karlsruhe (jl/cmk) Die einen kämpfen um den Aufstieg in die Bundesliga, die anderen kämpfen mit allen Mitteln gegen einen Abstige in Liga 3. Wie die Rollen am Sonntag verteilt sind dürfte jedem bekannt sein. Der KSC muss gewinnen - genauso wie der VfB. Allerdings wäre es für die Schwaben nicht ganz so tragisch ein paar Punkte liegen zu lassen – für den KSC hingegen könnte es am jetzigen Wochenende schon zum vorzeitigen K.O. kommen.

Symbolbild: GES

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KSC ist mittendrin im Abstiegskampf

Die aktuelle Lage der Blau-Weißen zeigt drei Punkte Rückstand auf den Tabellenfünfzehnten Nürnberg, zwei Zähler Vorsprung auf den 17. Wehen Wiesbaden und zwei Punkte Vorsprung auf Dynamo Dresden. Der Tabellenletzte hat allerdings noch ein Spiel weniger, also im schlimmsten Fall wäre Dresden nach dem Nachholspiel einen Punkt vor dem KSC. Da die Karlsruher nicht gerade bekannt für erfolgreiche Relegationsspiele sind, sollte das Team von Trainer Christian Eichner also schauen, irgendwie auf Platz 15 zu kommen. Doch die Aufgabe an diesem Wochenende könnte nicht schwerer sein. It´s Derby-Time.

Erstes Baden-Württemberg-Derby ohne Zuschauer

Zum ersten Mal in der Geschichte wird das baden-württembergische Derby zwischen dem KSC und dem VfB Stuttgart ohne Zuschauer ausgetragen. Schade für alle Fans der beiden Teams, denn dieses Spiel gehört zu einem Highlight in der deutschen Fußballwelt und oft gab es diese Begegnung in den letzten Jahren wahrlich nicht. Zudem scheint es eher unwahrscheinlich, dass es zu einem Aufeinandertreffen in der nächsten Saison kommen wird. Doch kann daraus vielleicht sogar etwas positives gezogen werden? Cheftrainer Eichner sagte dazu am Freitag: "Ich glaube, dass die Spieler auf dem Platz immer den Druck ein Stück weit anders empfinden als ich das jetzt als Verantwortlicher habe. Ich versuche Ruhe auszustrahlen und empfinde den Druck gar nicht so extrem aktuell. Es ist eine normale Anspannung, wie vor jedem anderen Spiel auch. Ich glaube es wäre noch einmal etwas anderes, wenn das Stadion voll wäre, das wäre eine ganz andere Atmosphäre bei so einem Derby."

VfB will zurück in die 1. Bundesliga

Der VfB ist auf dem Sprung zurück in die Bundesliga. Aktuell haben die Schwaben zwei Punkte Vorsprung auf den HSV, der den Relegationsplatz belegt. Der HSV trifft am Freitagabend schon auf den Tabellenletzten Dresden und wird mit drei Punkten rechnen dürfen. Damit wird der VfB am Sonntag nachlegen müssen. Allerdings schwächeln die Stuttgarter gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Nach dem Re-Start verloren die Landeshauptstädter direkt die ersten beiden Spiele gegen Wiesbaden und Kiel. Gegen den HSV und Dresden gab es dann die volle Punkteausbeute, aber letzte Woche gegen Osnabrück ging es nicht über ein 0:0 Unentschieden hinaus. Sieben Punkte aus fünf Spielen holten die Schwaben, dagegen kann sich auch der KSC sehen lassen. Nur einen Zähler weniger holten die Blau-Weißen. Allerdings traf das Eichner-Team die Niederlage am letzten Sonntag gegen Aue hart. Mit drei Punkten mehr auf der Haben-Seite wäre der KSC nun auf Platz 15 und hätte nicht ganz so viel Druck vor dem Derby – aber hätte, hätte, Fahrradkette. "Der VfB bringt am Sonntag auch eine ordentliche Portion Druck mit in den Wildpark. Das darf man aber auch nicht als zu großen Vorteil für uns sehen, die haben einfach viele Typen die auch schon Champions-League gespielt haben. Aber dennoch wird es Möglichkeiten geben, wo wir reinstoßen können und reinstoßen wollen. Ich habe auch den Jungs gesagt, wir müssen es einfach mal schaffen, den Spielverlauf auf unsere Seite zu ziehen. Den Gegner zu locken und ihn auch mal vor Aufgaben zu stellen. Es wäre mal an der Zeit, dass wir auch mal in Führung gehen, um dann dem Gegner auch den Spielaufgabe ein Stück weit mehr in die Hand zu geben damit sie auch mal mehr riskieren müssen", so Eichner.

Karlsruher SC braucht dringend Punkte

Der KSC muss gewinnen – am besten alle vier Spiele, die noch übrig sind. Allerdings ist das Restprogramm der Blau-Weißen nicht leicht. Neben dem VfB und dem Tabellenführer Bielefeld geht’s auch noch gegen Regensburg und Fürth. Nun sind es nur noch Endspiele – es geht um alles oder nichts. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten das nun verinnerlicht haben und zum Schlussspurt alles in die Waagschale werfen. Anstoß im Wildparkstadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr.