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KSC sichert Punkt in letzter Minute

Karlsruhe (jl) Der Karlsruher SC musste heute gegen den Tabellenführer der zweiten Liga gewinnen, um wenigstens den Relegationsplatz 16 zu verteidigen. Doch in der ersten Hälfte ließen sich die Karlsruher von den Bielefeldern vorführen. Am Ende holte der KSC, auch dank zweier Elfmeter, einen Punkt und festigt den Relegationsplatz 16. Nun müsste es komplett gegen den KSC laufen, um noch auf einen direkten Abstiegsplatz zu rutschen.

Foto: GES/Markus Gilliar

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KSC musste punkten

Da Bielefeld schon sicher als Aufsteiger feststand war die Hoffnung vorhanden, dass die Arminia eventuell ein paar Spieler auf das Feld schickt, die während der Saison nicht so oft zum Zuge gekommen sind. Insgesamt gab es sieben Wechsel bei Bielefeld. Allerdings spielte die Arminia erst am Donnerstag gegen Darmstadt und hatte dort auch schon einige Wechsel vorgenommen. Bielefeld wollte sicher keine Geschenke im Wildpark verteilen. Trainer Eichner schickte sein Team etwas offensiver auf das Feld. Der Karlsruher SC war enorm unter Druck. Wehen drückt von Platz 17, Nürnberg, aktuell auf Platz 15, hat drei Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis. Daher änderte Eichner ein wenig was an der Startelf. Im 4-4-3 ging es gegen die Ostwestfalen. Kapitän David Pisot wurde durch Christoph Kobald ersetzt, Marc Lorenz kam für Dominik Kother auf das Feld und Manuel Stiefler nahm auf der Bank Platz, für ihn kam Marco Thiede in die erste Elf. Damit wechselte Eichner dreimal nach der bitteren Niederlage gegen Regensburg.

KSC direkt in Rückstand

Der Karlsruher SC startete gleich mit einem Schock in die Partie. Marcel Hartel hämmerte das Leder nach 180 Sekunden in das Tor und stach damit direkt in das Blau-Weiße Herz. Es blieb nur zu hoffen, dass sich der KSC schnell fangen konnte. Beim Gegentreffer war die Abwehr der Karlsruher anscheinend noch in der Kabine. Da blieb die Abwehr auch weiterhin. Nur sieben Minuten später gab es die nächsten Unstimmigkeiten und die nutze Fabian Klos – alleine vor Uphoff zum 2:0. Der KSC schien nach zehn Minuten schon geschlagen. Damit standen die Badener nach zehn Minuten schon auf Platz 17, da Wehen in Kiel führte. Bielefeld machte munter weiter, der KSC leistete keine Gegenwehr. Nach 20 Minuten erhöhten die Ostwestfalen auf 0:3. Kobald klärte die flache Bielefelder Hereingabe ins eigene Tor.

KSC mit Anschlusstreffer

Der Karlsruher SC schaffte in der 25. Minute den Anschlusstreffer: Philipp Hofmann konnte eine Flanke von Marco Thiede sehr elegant verwerten. Dies war auch der erste Torschuss der Blau-Weißen. Trotzdem blieb die KSC-Abwehr löchrig wie ein Schweizerkäse. Die Bielefelder kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Benni Uphoff. Mit etwas mehr als 60 Prozent Ballbesitz, spielte Bielefeld mit den Karlsruhern weiter Katz und Maus. Der KSC war zu langsam. Bielefeld schaffte es immer wieder mit hohen Bällen über die Abwehrkette des KSC, sich 100 Prozent Torchancen herauszuspielen. Allerdings gingen die Ostwestfalen etwas fahrlässig mit den Abschlüssen um.

Kother für Ben-Hatira

Nach 36 Minuten musste Eichner die erste Auswechslung vornehmen. Änis Ben-Hatira hatte sich im Spiel verletzt und wurde von Dominik Kother ersetzt. Bis zur Pause passierte dann nichts mehr – zum Glück für den KSC. Bielefeld nahm die zwei Tore Führung mit in die Pause.

KSC wechselt zur Pause

Dirk Carlson kam nicht mehr zurück auf den grünen Rasen im Wildpark. Für ihn verteidigte nun Damian Roßbach. Nils Seufert ließ in der 49. Minute die nächste große Chance für die Arminia liegen. Gondorf verlor den Ball leichtsinnig vorm Strafraum und Seufert schaffte es noch, um den herausgeeilten Uphoff zu spielen, aber den Abschluss setzte er links neben den leeren Kasten. Bielefeld machte da weiter, wo sie aufgehört haben. Die Ostwestfalen gaben das Spiel nicht aus der Hand und dominierten den KSC weiter. Die Karlsruher kamen kaum aus ihrer eigenen Hälfte, dadurch gab es auch kaum Verschnaufpausen für die Abwehrkette der Blau-Weißen. Die erste KSC-Chance in der zweiten Hälfte gab es nach 64 Minuten. Jerome Gondorf hatte das zweite KSC-Tor auf dem Schlappen. Nach einem schönen Angriff der Karlsruher, wurde Gondorf über rechts schön in Szene gesetzt und zog aus der halbrechten Position ab. Der Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei.  

Arminia zog sich zurück

Bielefeld zog sich, nach der starken Anfangsphase in der zweiten Hälfte, etwas zurück. Somit kam der KSC zu mehr Ballbesitz und in der 68. Minute zu einer weiteren Chance. Es gab Strafstoß für den KSC. Philipp Hofmann wurde im Sechzehner unsportlich vom Ball getrennt. Den anschießenden Elfmeter verwandelte Hofmann selbst zum 2:3. Im Wildpark keimte wieder ein bisschen Hoffnung.

KSC warf nun alles nach vorne

Nach dem KSC-Treffer warf Eichner alles nach vorne. Mit Babacar Gueye und Marco Djuricin kamen weitere Offensivkräfte. Zudem wurde auf eine dreier Abwehrkette umgestellt, klares Zeichen in Richtung Bielefeld: Wir haben uns noch nicht aufgegeben! In der 80. Minute kam noch Toni Fink auf das Spielfeld, noch ein weiterer Stürmer für die Badener.

Alles oder Nichts

In den letzten zehn Minuten war die Marschroute des KSC klar: Alles oder Nichts! Die Blau-Weißen versuchten es, wie die Bielefelder in der ersten Hälfte, mit langen Bällen in die Tiefe. Doch Bielefeld stellte alles nach hinten und verteidigte sicher. In der 87. Minute gab es nochmal einen Elfmeter für den KSC, denn Gordon wurde gefoult. Zwar zeigte Brand erst auf Freistoß an der Strafraumgrenze, aber der Videoschiedsrichter korrigierte auf Strafstoß. Wieder war es Hofmann der sich den Ball auf den Punkt legte und wieder Nerven behielt.

KSC holt wichtigen Punkt

Der KSC glich in der 88. Minute zum 3:3 aus.  Dieses Tor war so wichtig für den KSC, denn mit dem Punkt haben die Karlsruher nun 34. Punkte und Platz 16 so gut wie sicher. Wiesbaden verlor gegen Darmstadt und Dresden gewann zwar, beide haben aber mit 31 Punkten und dem deutlich schlechteren Torverhältnis, drei Zähler Rückstand auf den KSC. Da auch Nürnberg verlor, haben die Karlsruher nun sogar noch die Chance auf Platz 15 zu springen. Zwei Punkte sind die Badener hinter den Franken. Die Karlsruher spielen am Sonntag in Fürth gegen den Nürnberger-Rivalen. Falls der KSC gewinnt und Schützenhilfe aus Kiel bekommt, da sind die Nürnberger zu Gast, wäre der sichere Klassenerhalt am letzten Spieltag möglich.  Alle Begegnungen starten wieder um 15:30 Uhr.