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Karlsruher SC gewinnt Heimspiel gegen Darmstadt

Karlsruhe (jl) Der Ball rollt wieder in den deutschen Stadien - allerdings sind keine Zuschauer zugelassen. So auch beim 26. Spieltag zwischen dem KSC und Darmstadt 98. Der KSC schaffte im gespensterischen Wildparkstadion ein 2:0 und holt wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Foto: GES/Uli Deck

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Geisterstimmung im Wildpark

Ungewöhnliche Situation nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Betreuer und Medien. Viele durften gar nicht ins Stadion (anm. d. Red. davon sind auch wir betroffen) und für die wenigen die im Wildparkstadion waren, war es mehr als ungewohnt. Kein Klatschen, keine Fangesänge, keine Emotionen - und das wird auch erst mal die nächsten Woche bis Ende der Saison so bleiben. Ob dann in der kommenden Saison Zuschauer wieder zugelassen werden, ist noch offen.
Der Karlsruher SC steht tief im Tabellenkeller und braucht dringend Punkte. Christian Eichner hat zum ersten Spiel nach 70 Tagen folgende Männer auf das Feld geschickt: Im Tor stand Benni Uphoff. Die Abwehrkette bildeten Marco Thiede, Daniel Gordon, David Pisot und Damian Rossbach. Mit zwei Sechser spielte Eichner, Lukas Fröde kam nach langer Zeit mal wieder in die Startelf und Jerome Gondorf startete neben ihm. Etwas offensiver aggierten dann Marcin Wanitzek, Manuel Stiefler und Lukas Grozurek. Die einzige Spitze blieb wie schon in vielen anderen Spielen Philipp Hofmann. Für den KSC ist es nun wichtig so viele Punkte wie möglich zusammeln, um einen Abstieg in die 3. Liga zu verhindern.

KSC startete mutiger

In den ersten paar Spielminuten war ein gegenseitiges Abtasten deutlich zur erkennen. Zudem versuchten die Spieler nach so langer Pause einen Rythmus zu finden. Daher spielte sich in den ersten 15 Minuten viel im Mittelfeld ab ohne Torchancen. Der Karlsruher SC schaffte es dann in der 2o. Minute mit dem ersten Torschuss - Wanitzek zog aus circa 17 Meter ab - doch der stramme Schuss war für Marcel Schuhen im Tor der Darmstädter noch kein Problem. Auch ein weiterer Distanzschuss von Philipp Hofmann klärte Schuhen.

0:0 nach der 1. Halbzeit

Trotzdem war deutlich zu erkennen, dass der KSC mehr vom Spiel hatte. In der 35. Minute gab es dann die erste Chance für Darmstadt - die Darmstädter haben das schön über die rechte Seite herausgespielt und die Ablage auf Yannick Stark war perfekt - doch der Schuss von Stark flog dann doch weit über das Tor von Uphoff. 0:0 zur Halbzeit. So ging es mit einem noch Leistungsgerechten 0:0 in die Kabine. Keine Wechsel gab es nach dem Seitenwechsel. Beide Teams kamen wieder unverändert auf den Platz zurück.

Die erste Chance hatte dann Darmstadt 98. In der 52. Minute war es der Ex-Karlsruher Marvin Mehlem der mit seinem Schuss das Karlsruher Tor knapp verpasste. In der 63. Minute gab es dann die bis dato größte Chance des Spiels. Nach einem Eckball des KSC kam Daniel Gordon im Sechzehner zum Kopfball und für Darmstadt rettet das Aluminium - der Ball krachte an die Latte. Dann gab es die Erlösung für den Karlsruher SC - in der 66. Minute traf Philipp Hofmann nach einem Eckball von Lorenz zum 1:0 für die Blau-Weißen. Der KSC hatte das Spiel größtenteils unter Kontrolle - die Blau-Weißen liesen den Lilien kaum Spielraum.

Karlsruhe und Darmstadt trennen sich 2:0

In der Nachspielzeit der zweiten Hälfte machte dann Marvin Wanitzek den Deckel drauf und schob nach einem Konter den Ball zum 2:0 ein. Damit klettert der KSC auf Platz 16 der Tabelle. Am nächsten Sonntag spielt die Karlsruher gegen Bochum. Los gehts um 13:30 Uhr im Wildparkstadion.