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Zu warm: Skiliftbetreiber im Schwarzwald klagen über schleppenden Start in die Saison

Freiburg (dpa/lsw/bo) Lifte stehen still, Schneekanonen bleiben außer Betrieb: Dem Wintersporttourismus im Südwesten ist es zu warm, es fehlt Schnee. Entscheidend für die Saisonbilanz sind die kommenden Wochen. Die Skiliftbereiber hoffen daher auf den baldigen Wintereinbruch mit niedrigen Temperaturen und Schneefall.

Symbolbild: Patrick Seeger/dpa

Der Schnee fehlt

Nach einem schleppenden Start in die Saison hoffen die Betreiber von Skiliften im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb auf winterliches Wetter. Zum Skifahren habe bislang der Schnee gefehlt, sagte ein Liftbetreiber in Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Die Wintersportsaison habe fast überall im Südwesten wegen Schneemangels noch nicht beginnen können, Lifte seien nicht oder nur an wenigen Tagen in Betrieb gewesen. Auch die Betreiber des Skigebiets Seibelseckle an der Schwarzwaldhochstraße hofft auf baldigen Schneefall.

Kommende Wochen entscheiden über Saisonbilanz

"Wenn jetzt genügend und wochenlang Schnee liegt, können wir die Saison noch retten", sagte Isabel Braun, Liftbetreiberin am Skigebiet Notschrei auf dem Schwarzwaldberg Schauinsland bei Freiburg. Wirtschaftlich habe sich die Saison bisher nicht gerechnet, sagte ein Sprecher des Skigebiets Seibelseckle an der Schwarzwaldhochstraße bei Seebach (Ortenaukreis). Für die Saisonbilanz seien nun die Zeit um Fastnacht Ende Februar und die Ferien der Niederländer eine Woche zuvor wichtig. "Da brauchen wir, um rentabel zu sein, Schnee." Auch auf der Schwäbischen Alb sei Wintersport nicht möglich gewesen, sagte ein Liftbetreiber. Für künstliche Beschneiung sei es vielerorts im Südwesten bislang zu warm gewesen.

Skiliftbetreiber hoffen auf winterliches Wetter

Am höchsten Berg in Baden-Württemberg, dem Feldberg im Schwarzwald, sind wegen Schneemangels weniger Lifte als üblich in Betrieb, wie eine Sprecherin des Liftverbunds Feldberg sagte. Skifahren sei auf einzelnen Pisten möglich. Um mehr anbieten zu können, brauche es niedrige Temperaturen. Dann könnten weitere Schneekanonen starten. Der Feldberg profitiere derzeit, da Skifahren andernorts kaum möglich sei. Dies bringe zusätzliche Wintersportler an den Berg.

Winterbeginn in den letzten Jahren immer später

Ein dauerhaftes Problem sei der späte Winterbeginn nicht, sagte ein Sprecher der Hochschwarzwald-Tourismus-Gesellschaft. Auch in früheren Jahren habe es immer wieder späte Winter gegeben. Spiele das Wetter mit, könne die Skisaison am Feldberg bis in den April hinein dauern.