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So wurde Schauspieler Ferdinand Grötzinger aus Rastatt vom Schrotthändler zum Tatort-Star

Karlsruhe/Rastatt (as) Er ist gebürtiger Schwabe, lebt aber schon seit Jahren in Rastatt-Niederbühl und ist inzwischen eigentlich Schauspiel-Rentner: Ferdinand Grötzinger stand in fast 10 Tatorten vor der Kamera, hat auf vielen Bühnen die unterschiedlichsten Charaktere gemimt, macht Kabarett und war zuletzt im Publikums-Renner "Big Manni" im Fernsehen zu sehen. In der Martin Wacker Show auf der neuen welle schildert der sympatische  Exil-Schwabe seine ungewöhnliche Karriere.

Foto: dnw

Glaubhafter Schwabe im Fernsehen

Ferdinand Grötzinger ist der Schwabe auch nach vielen Jahren im Badnerland noch anzumerken: An der Sprache, an der unprätentiösen Art und an seiner Kabarett-Rolle als schwäbischer Hausmeister Schorsch: Die spielt er so glaubhaft, dass ihm das in die Wiege gelegt sein muss. Vielen Zuschauern ist Grötzingers Gesicht nicht nur durch Bühnenauftritte in Deutschland und in der Region und unterschiedliche TV-Rollen zum Beispiel in Tatorten mit Bienzle und Richy Müller bekannt.

Schmierig-devoter Schwarzwaldbanker in “Big Manni”

Im Mai wurde die ARD-Satire “Big Manni” über den Ettlinger Flowtex-Skandal ausgestrahlt, mit Grötzinger in einer Rolle. 9 Millionen Zuschauer lockten der Film sowie die Doku danach vor die Bildschirme. Gezeigt wurden nicht nur viele reale Orte des Skandals aus der Region, sondern auch Figuren in Anlehnung an die real-Akteure. Grötzinger mimte einen schmierig-devoten Schwarzwaldbanker, der Manfred Brenner alias “Big Manni” alias Hans-Jochen Wagner hofierte. Eine seiner Lieblingsszenen war der Geburtstag von “Big Manni” in der Original-Schmider-Villa in Karlsruhe-Durlach. “Ich musste wunderbaren arabischen Damen in schwäbisch-englisch helfen, ihren Mann zu finden”, erinnert sich Grötzinger schmunzelnd. Dabei war der gebürtige Leonberger erst über viele Umwege zur Schauspielerei gekommen: 

Grötzinger kann’s nicht lassen

Aktuell ist Ferdinand Grötzinger – obwohl eigentlich schon Schauspiel-Rentner – doch wieder bei Proben: Er arbeitet an einem Bühnenstück im Karlsruher Sandkorn-Theater: Die Komödie”Kunst” von Yasmina Reza. Grötzinger spielt den Malerei-liebenden Pariser Dermatologen Serge, der in einem komplett weißen Bild meint, Farb-Nuancen zu erkennen. Die Premiere ist im Oktober.