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So erfährt der Karlsruher Bandleader Sean Treacy, warum die Uhren in Irland wirklich langsamer ticken

Karlsruhe (as) Geboren und aufgewachsen in Irland, seit über 30 Jahren Wahl-Karlsruher: Der Gründer und Sänger der Sean Treacy Band ist wohl der "badischste Ire" im Land - und gefühlt hat ihn jeder schon mal irgendwo bei einem Auftritt gesehen und gehört. Dass er sein Geburtsland aber immer noch bestens kennt und einschätzen kann, beweist er in der "Martin Wacker Show" bei der neuen welle. Dabei wird geklärt, warum es tatsächlich wahr ist, dass in Irland die Uhren langsamer ticken.

Foto: dnw

Tausende Auftritte der Karlsruher Sean Tracy Band

Ungefähr 6.000 Auftritte haben die Jungs von der Sean Treacy Band in Baden und im In- und Ausland gehabt. Auch mit Künstlern wie Marillion-Sänger Fish oder Stoppock, den Dubliners oder Wolftones standen sie auf der Bühne: Die Sean Treacy Band steht im Ruf, viele Songs besser als das Original zu covern. Ihre Musik ist handfest, ehrlich und schnörkellos. Und vermutlich ist es auch das Irische von Bandgründer und Sänger Sean Treacy, das die Konzerte zu einem echten “Real feeling”-Erlebnis machen.

Iren haben deswegen ihre eigene Zeit

Sean hat Bier quasi im Blut – er wuchs im irischen Kilkenny mit dem Hopfengeruch der gleichnamigen Biersorte in der Nase auf. Vielleicht hat ihn das in Karlsruhe an seine Heimat erinnert, denn in den 80er Jahren eröffnete er dort den ersten Irish Pub im Südwesten und blieb der Fächerstadt treu. Dass hier die Uhren dennoch anders ticken als in Irland, hat der Mann mit den zwei Staatsbürgerschaften (deutsch und irisch) schnell begriffen. Warum das nicht nur sprichwörtlich, sondern auch faktisch stimmt, wird in der “Martin Wacker Show” bei der neuen welle erklärt

 


 

Es gehört zu den Kuriositäten in Irland, dass die Menschen auf der grünen Insel alles im eigenen Tempo angehen. Bis zum Jahr 1916 bestimmte der Statutes (Definition of Time) Act 1880 die Dublin Mean Time als offizielle Zeit in Irland. Diese Zeit wurde am Dunsink Observatory außerhalb von Dublin gemessen und lag 25 Minuten und 21 Sekunden hinter der Greenwich Mean Time (GMT). Bis zum Osteraufstand 1916 befanden sich Irland und Großbritannien also in zwei verschiedenen Zeitzonen. In Irland (um genau zu sein, Dublin) war es tatsächlich 25 Minuten und 21 Sekunden früher als in Greenwich, England. Die Briten haben dann entschieden, die Zeit anzupassen. Am Sonntag, dem 2. Oktober 1916 wurden die irischen Uhren umgestellt.