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Pendleralptraum Rheinbrücke – Ein Ende ist in Sicht

Seit November 2018 wird nun schon die einzige Rheinquerung im Umkreis von gut 50 km (ca. 25 km weiter nördlich befindet sich die Rheinbrücke in Germersheim, rund 25 km südlich die Rheinbrücke Wintersdorf) saniert. Laut Jürgen Gentner, Leiter des Baureferats Mitte des Regierungspräsidiums Karlsruhe, konnte der Zeitplan bislang gut eingehalten werden und die Fertigstellung der verkehrsbeeinträchtigenden Bauarbeiten sollen im Januar des kommenden Jahres erfolgen.

Was noch passiert?

Der derzeitige Bauabschnitt der nördlichen Fahrbahn wird voraussichtlich im Juli fertiggestellt sein. Daraufhin wird der Verkehr auf den fertiggestellten nördlichen Brückenüberbau gelegt um mit der Ertüchtigung im Bereich des südlichen Überbaus beginnen zu können. Dies Maßnahme sollen bis Ende des Jahres andauern. Danach können wieder alle sechs Fahrbahnen der Rheinbrücke befahren werden.

Warum wird eigentlich saniert?

Die 1966 fertiggestellte, zweispurige Brücke war ursprünglich nur für 18.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Doch schon 1995 zählte man 65.000 Fahrzeuge pro Tag und man erweiterte auf sechs Fahrbahnstreifen. Zum heutigen Datum wird die Brücke mit gut 88.000 Fahrzeugen pro Tag belastet, mit einem Schwerlastanteil von 13%, das sing umgerechnet ca. 10.000 LKW an einem Tag.

Diese Überstrapazierung hat Spuren hinterlassen. Derzeit erfolgt eine Verstärkung der Rheinbrücke mit ultrahochfesten Beton, eine in Deutschland neuartige Bauweise an einer Brücke dieser Größenordnung. In den ultrahochfesten Spezialbeton werden beim Mischen Stahlfasern eingestreut, die nach dem Aushärten Zugkraft im Beton aufnehmen werden.

Verkehrsbeeinträchtigungen

Im Zuge der restlichen Bauarbeiten wird es noch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Demnach gibt es im August eine nächtliche Vollsperrung. Ende September/Anfang Oktober kommt es jeweils an zwei Wochenenden nochmals zu Vollsperrungen. Die Umleitung führt die Fahrer wie gewohnt über Germersheim.