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Osterspaziergang 4.0 im Schwarzwald: Tipps für die schönsten Wege

Schwarzwald / Region (as) "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche..." - so Goethe im Faust-Monolog "Der Osterspaziergang". Der hat bei vielen Familien eine schöne Tradition.  Weil die Meteorologen herrliches Osterwetter voraussagen, zieht es viele am Ostersonntag hinaus in die blühende Natur.  Eine gute Gelegenheit, unterwegs die Ostereier zu verstecken.  Hier ein besten Tipps für den Osterspaziergang in der Region.

Foto: jill111 / pixabay

Naturerlebnisweg “Räuber Hotzenplotz Pfad” Gengenbach 

Die Nase von Räuber Hotzenplotz weist den Weg. Foto: Dieter Wissing / Kultur und Tourismus GmbH Gengenbach

Start und Ziel der beiden Touren ist bei Gengenbach-Strohbach. Direkt am Strohbacher Steinbruch geht es auf den “Kleinen Räuberpfad“ und in unmittelbarer Nähe am Strohbacher Festplatz auf den „Großen Räuberpfad”. An verschiedenen Stationen können die Besucher zum Beispiel auf einem Schleichpfad Tiere entdecken, beim Zapfenhutball die Treffsicherheit testen, hören wie eine Fledermaus oder sich am Baumhaus wie ein Vogel fühlen. Ziel ist, Spaß und Wissenswertes mit der Natur einzigartig zu verknüpfen –  eingebunden in die Geschichte um Räuber Hotzenplotz. Seine Nase zeigt den Weg. Für besonders aktive „Hotzenplotz Pfad“ – Wanderer stehen in der Tourist Information in Gengenbach Entdeckerrucksäcke bereit. Mit Bestimmungsbüchern, Fernglas, Lupen etc bestückt.

 

Kilians-Erzweg bei Neubulach

Kilians Erzweg. Foto: Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald

Der Knappe Kilian führt auf einem bergmännischen Themenpfad durch Neubulach bis zum Bergwerk und erzählt kindgerecht auf Thementafeln die Geschichte des Bergbaus. Schächte und Gänge unter Neubulach werden ebenfalls darauf dargestellt. Den Knappen Kilian gab es wirklich. Er hat um 1720 in Neubulach im Bergbau gearbeitet.  Der Pfad führt durch den historischen Ortskern bis zum Besucherbergwerk. Die erste Thementafel findet sich am Parkplatz vor der Firma Duss. Der Weg ist 1,6 km lang, hat keine Höhenmeter, aber 119 Meter Abstieg. Die Wanderung dauert etwa 1:15 Stunden. Die letzten Meter dieser Tour führen durch den Wald. Alternative: Über die Bergwerkstraße bequem auf der Straße zum Besucherbergwerk. Dann ist der Weg auch komplett kinderwagen-freundlich. 

Märchenpfad Bad Wildbad

Start und Ziel dafür ist am Turm des Baumwipfelpfades Bad Wildbad auf dem Sommerberg. Der Märchenweg informiert über Leben und Sagen im Schwarzwald und bietet zehn Stationen  von “Das kalte Herz”  über Flößerei und Glasbläserei im Schwarzwald bis hin zu “Das Glück”. Der Weg ist drei Kilometer lang, geschottert und mit geeigneten Kinderwägen (keine Buggys) und Rollstühlen befahrbar. Er hat keine große Steigungen und führt durch den Wald. Die Tour dauert ca. 1 Stunde. Parkplatzadresse: Peter-Liebig-Weg 10, 75323 Bad Wildbad

“Zeller Hahn-und-Henne-Runde“ bei Zell am Harmersbach im Kinzigtal

Hahn- und-Henne-Runde im Kinzigtal. Foto: Tourist-Info Zell am Harmersbach

Der Weg ist gleichzeitig auch ein Schwarzwälder Genießerpfad. Er ist knapp 15 Kilometer lang und hat über 20 Rastplätze mit Bänken und Sitzgruppen im Hahn-und-Henne-Design, dem berühmten Hühnerpaar der Zeller Keramik. Außerdem liegen drei Vesperstuben auf der Strecke.

Baumgarten-Rundweg bei Karlsbad

Startpunkt ist der Kirchlesweg, am Orientierungsschild direkt neben der Ruine St. Barbara. Auf circa 2,5 Kilometern Länge (Dauer etwa 30 Minuten) werden entlang des ebenen Weges viele Bäume bezeichnet. Auf 30 farbigen Bildern sind die besonderen Merkmale wie Blätter, Rinde oder Früchte dargestellt und es gibt zu jedem Baum noch Zusatzinfos. Neben Ahorn, Lärche oder Kiefer sind auch Exoten wie Tulpenbaum, Götterbaum oder Mammutbaum beschrieben. Auch über die Geschichte der St. Barbara-Ruine gibt es vor Ort Wissenswertes. 

Märchenweg Bad Griesbach

Start ist am Weiherplatz in Bad Griesbach. Er führt durch eine idyllische Schwarzwaldlandschaft im Tal der wilden Rench. Eine “Märchen-Schatzkarte” gibt es bei der Touristinfo Bad Peterstal oder Online als Download. Auf ca. 1 Kilometer verstecken sich acht bekannte Märchen, die es zu erraten gilt. Wer die Nummern auf den Schildchen sammelt, bekommt am Ende den Code für das Zahlenschloss an der geheimnisvollen Märchen-Schatztruhe in der Touristinfo Bad Peterstal. Der Weg überwindet 15 Meter Steigung und kann in etwa 45 Minuten bewältigt werden. Für Kinderwägen ist er aber eher nicht geeignet. 

 

Alb-Uferweg Bad Herrenalb

Foto: Tourismus und Stadtmarketing Bad Herrenalb

Der Alb-Uferweg im Kurpark Bad Herrenalb ist ein interaktiver Erlebnispfad, eingebettet in die renaturierte Flusslandschaft der Alb im Bereich des Kurparks. Auf Info-Tafeln wird über Themen wie Hoch- und Niedrigwasser, Strömungsgeschwindigkeit und Wasserenergie informiert sowie über die Flora und Fauna links und rechts des Weges. Der Frosch Ulli wird bei seinen Abenteuern am Ufer der Alb begleitet,  so kommen Besucher auch ans Ufer und ins Bachbett. Der Weg ist nur einen Kilometer lang und überwiegend breit und gut ausgebaut. Auf einem kurzen Abschnitt verläuft der Alb-Uferpfad über einen schmalen Fußpfad, der mit Rindenmulch ausgelegt ist. Man kann aber auf den parallel verlaufenden breiten Fußweg ausweichen.

 

Walderlebnispfad Spessart

Mit dem “Spessarter Eber” geht es auf Entdeckungsreise auf den ca. 2 Kilometer langen Rundweg durch leicht begehbares, nahezu ebenes Gelände. Zwischendurch gibt es immer wieder Weitblick ins Albtal.  An 12 Stationen informieren Holztafeln über Wald- und Naturthemen wie “Wachsen Bäume in den Himmel?”, “Was jagt ein Jäger?” oder “Welche Tiere wohnen im Wald?”. Der Walderlebnispfad beginnt und endet am Hufeisenweg in der Nähe der Waldgaststätte.