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Karlsruher soll mit Freunden massenweise Automaten geplündert haben 

Frankfurt/Karlsruhe (dpa/cmk) Tatort Süßwarenautomat: Nach Durchsuchungen in 13 Wohnungen in Baden-Württemberg ist am Donnerstag in Karlsruhe ein 22 Jahre alter Mann festgenommen worden. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ist der ehemalige Angestellte eines Automatenaufstellers dringend tatverdächtig, auf Bahnhöfen in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und anderen Bundesländern aus Getränke- und Süßwarenautomaten das dort angesammelte Bargeld gestohlen zu haben. Dabei sei nicht zu Gewalt, sondern zu Originalschlüsseln gegriffen worden, die der Beschuldigte zusammen mit passender Arbeitskleidung seinen Komplizen zur Verfügung gestellt haben soll. Für unbeteiligte Beobachter sah alles nach einer ganz normalen Automatenwartung aus.

Symbolbild: Bundespolizei

33.000 Euro erbeutet

Während der 22-Jährige sich bei diesen Aktionen im Hintergrund gehalten haben soll, seien die aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis rekrutierten Komplizen gezielt losgeschickt worden, hieß es. In wechselnder Zusammensetzung sollen so zwischen Mitte Januar und Mitte März 241 Automaten geöffnet und rund 33.000 Euro entwendet worden sein. Betroffen waren unter anderem Automaten am Frankfurter Flughafen und Hauptbahnhof, an den Bahnhöfen Köln und Saarbrücken, sowie in Heidelberg, Freiburg, Pforzheim, Mainz, Kaiserslautern, Koblenz und einer Reihe weiterer Bahnhöfe vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Mutter sollte Geld verstecken

Seiner 56 Jahre alten Mutter soll der Hauptverdächtige aufgetragen haben, einen Teil des Geldes zu verstecken. Gegen sie sowie acht weitere Beschuldigte werde ebenfalls ermittelt, so die Generalstaatsanwaltschaft. Die Ermittlungen waren Anfang 2019 in Gang gekommen, nachdem das EDV-System des Automatenaufstellers unberechtigte Automatenöffnungen verzeichnete. Das Unternehmen erstattete nicht nur Strafanzeige, sondern hatte den nun Festgenommenen selbst schnell im Verdacht. Dem Mann war bereits vor seiner Festnahme gekündigt worden.