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Fünf Promis zwischen Profi-Fußballer und Rockstar-Dasein

Karlsruhe (as) Fußballer und Musik – spätestens seit 1974, als die Nationalmannschaft mit dem Song "Fußball ist unser Leben" in die Öffentlichkeit ging, ist das eine Symbiose, die manchmal funktioniert und manchmal nicht. Unbestritten ist aber, dass es der liebe Gott mit manchen Menschen besonders gut gemeint hat, als er die Talente verteilt hat. Die Entscheidung, in welche Richtung man diese weiter entwickelt, liegt bei jedem selbst. Fünf Talente, darunter auch zwei Karlsruher, haben sich so entschieden: 

Foto: dnw

Materia

Der gebürtige Rostocker hatte zunächst eine Fußballer-Karriere im Sinn. Den Grundstein dazu legte er beim FC Hansa Rostock. Marten Laciny, wie Materia mit bürgerlichem Namen heißt, schaffte es  später sogar in die Jugend-Auswahl der Nationalmannschaft. Er entschied sich aber dann doch für das Musikbusiness – und landete im Olymp des Deutschrap. Damit füllt er aber auch die Stadien.

Andreas Görlitz

Der Fußball-Profi (unter anderem KSC, 1860 und Bayern) hat zwei Länderspiele für die Nationalmannschaft auf dem Buckel und stand Kicker-König Ronaldo als Gegenspieler gegenüber. Der Ex-KSCler ist inzwischen mit seiner Band “Whale City” zum Vollzeitmusiker geworden. Er kickt nur noch für Charity-Projekte. Zwei Singles („Echo of Joy“ und „Daylight“) hat Görlitz mit seinen Jungs veröffentlicht, die dritte und das komplette Album soll es im Herbst geben.  Wie er in der “Martin Wacker Show” bei der neuen welle verriet, hat er in der Münchener Clubszene das erste ausverkaufte Konzert gehabt und träumt vom Auftritt auf “Das Fest” in Karlsruhe.

 

David Alaba

Der österreichische Ausnahme-Kicker und Bayern-Star chillt unter anderem mit Musik-Größen wie RAF Camora und hat zusammen mit seinem Kumpel Orry Jackson die Single “Sag mein Namen” veröffentlicht. Szene-Kenner behaupten, dass sie fast so viel Substanz hat, wie die Bayern-Abwehr. Deutschrap mit Potential?

Horst Maria Merz

Der Karlsruher Pianist, Sänger und Schauspieler, der unter anderem beim Badischen Staatstheater Karlsruhe musikalischer Leiter war und Gründungsmitglied der “Berlin Comedian Harmonists”  weltweit die Rolle des Sextett-Pianisten Erwin Bootz mimte, hatte ursprünglich Fußball im Sinn: Bei Eintracht Frankfurt wollte der gebürtige Hesse Profi werden.  Als Kind war er Bolzplatz-Experte, das Klavier rief ihn aber lauter als das Leder. Die Fußball-Begeisterung ist neben der Musik geblieben. Statt im Stadion steht Merz aber lieber im Tonstudio oder auf der Bühne, und das international von Südamerika bis Sidney. Allerdings könnten die Comedian Harmonists-Fans, die ihn und seine fünf Schauspiel-Kollegen bei den Theater-Aufführungen von “Veronika, der Lenz ist da” gesehen haben, weltweit die Stadien füllen. 
 
 

Ruud Gullit

Ruud Gullit, der niederländische Nationalkicker, Europameister 1988 und Weltfußballer von 1987 versuchte sich als Reggae-Sänger. Während seiner Zeit bei Feyenord Rotterdam veröffentlichte er „Not The Dancing Kind“ und kam damit in die Top 5 der holländischen Single-Charts – ob das am musikalischen Können oder seinem Status als Fußballstar lag, kann man diskutieren. Bei der Reggae-Band “Revelation Time” war er ab und zu als Bassist im Einsatz.