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Erfolgreiche Schwerpunktkontrolle von VBK und Polizei am Freitag

Karlsruhe (pm/bo) In der Nacht von Freitag auf Samstag führten die Polizei Karlsruhe und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) wieder einmal eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle im Tram- und Stadtbahnverkehr durch. Rund 30 Fahrscheinprüfer und 30 Polizisten waren im Einsatz.

Foto: VBK

Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls

Bereits zum achten Mal wurde die Großkontrolle durchgeführt. Ziel der Aktion ist es, das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken und eventuelle Straftaten zu verhindern. Räumlicher Schwerpunkt der gestrigen, fast siebenstündigen Kontrolle, war der Innenstadtbereich zwischen Europaplatz, Hauptbahnhof und Kronenplatz.

60 Mitarbeiter im Einsatz

Gegen 20 Uhr starteten die Einsatzkräfte von VBK und Polizei mit der Großkontrolle. “Gerade in den Abend-und Nachtstunden, als sich die tropischen Temperaturen auch in Karlsruhe nach heftigen Unwettern etwas abgekühlt hatten, waren so viele Menschen in der Innenstadt unterwegs”, stellte Rolf Geckle, Einsatzleiter der Polizei, fest. “Es war wichtig, dass wir verstärkt Präsenz gezeigt haben. Denn das nach wie vor sehr warme Wetter verleitet dazu, dass in Bars und Biergärten das ein oder andere Gläschen mehr getrunken wird als üblicherweise. Deshalb mussten unsere Beamten vor allem zu später Stunde häufig bei Konflikten eingreifen, die durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wurden. Außerdem mussten wir verstärkt Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz ahnden.”

Gute Zusammenarbeit von Polizei und VBK

Für die Mitarbeiter der VBK lag der Fokus der Großkontrolle darauf, das so genannte Erschleichen von Leistungen, also das Fahren ohne gültiges Ticket, aufzudecken und zu ahnden. Die Polizei wiederum verfolgte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in den Bahnen und im Haltestellenbereich und unterstützte die VBK-Mitabeiter bei der Feststellung von Personalien bei Fahrgästen ohne gültigem Ticket.

Vier Fahrscheinprüfer beim Einsatz verletzt

VBK und Polizei ziehen erneut eine positive Bilanz aus den gestrigen Kontrollen. Demnach sei das Ziel der Aktion, nämlich das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste positiv zu beeinflussen, erfüllt worden. Neben 247 Anzeigen wegen Erschleichens von Leistungen, gab es zwei Anzeigen wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ein Fahrgast wollte sich durch Flucht der Kontrolle entziehen, konnte aber nach einer kurzen Verfolgungsjagd gefasst werden. Der Grund für seine Flucht: der junge Mann hatte kein gültiges Ticket und wird mit Haftbefehl gesucht. Zwei Jugendliche, die aus einer Betreuungseinrichtung abgängig waren, wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Gegen Ende des Einsatzes wurden vier Fahrscheinprüfer bei einer körperlichen Auseinandersetzungen mit einer Gruppe Jugendlichen verletzt, zwei davon mussten mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Schwerpunktkontrollen auch in Zukunft

Vor drei Jahren wurde die Schwerpunktkontrolle von Polizei und VBK zum ersten Mal durchgeführt. “Das koordinierte Zusammenspiel von so vielen Einsatzkräften erfordert viel Planungsarbeit im Vorfeld und ebenso viel Kommunikation während des Einsatzes”, erklärt Mary Joyce. Die Leiterin des VBK-Fahrausweisprüfdienstes lobt die gute Zusammenarbeit mit der Polizei. “Die organisatorischen Abläufe sind inzwischen gut eingespielt. Unsere Teams ergänzen sich sehr gut.”
Obwohl die Aktion einen hohen personellen und logistischen Aufwand mit sich bringt, soll diese auch in Zukunft fortgesetzt werden.