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die neue welle Festival-Guide

Die Festival-Saison ist schon wieder in vollem Gange! Damit Sie ohne Probleme oder böse Überraschungen die Bands und die Partys auf dem Zeltplatz genießen können, haben wir einen kleinen Guide zusammengestellt. Hier erfahren Sie alles, damit der Festivalbesuch stressfrei und ohne Ärger abläuft!

Foto: pexels/pixabay

Der Guide

Es geht wieder los! Die Festival-Saison ist in vollem Gange und zigtausende pilgern quer durch Europa, um ihre Lieblingsbands live zu erleben und eine fette Party auf den Campingplätzen zu feiern! Dabei kann aber auch schnell mal etwas schief gehen. Pfütze im Zelt, kein Klopapier auf den Dixis, die Nachbarn lassen die Anlage bis morgens um 7 auf Hochtouren laufen – alles Dinge, die einem schnell den Spaß am Festival verderben können.
Aber NICHT MIT UNS! Hier erfahren Sie, was Sie auf dem Festival beachten müssen und was Sie auf keinen Fall zuhause vergessen sollten!

 

1. Das Survival-Kit:

Gut gepackt ist schon gewonnen – oder so ähnlich. Gerade wer zum ersten Mal auf ein Festival geht denkt an alles Mögliche, manchmal aber eben nicht an alles. Hier eine kleine Liste, was – neben Zelt, Campingstuhl, Gaskocher und Bier – auf dem Festival auf KEINEN FALL fehlen darf! 

  • KLOPAPIER!!! – essenziell, in den Dixi Klos ist es meist leer, Feuchttücher sind ebenfalls zu empfehlen
  • DESINFEKTIONSMITTEL – Dixi-Klo. Muss man mehr sagen?
  • Erste Hilfe-Set – sollte ja eigentlich jeder im Auto haben. Trotzdem, eins mehr schadet NIE!
  • Sonnenschutz – auf jeden Fall sollten Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung nicht fehlen. Vor der Bühne ist Schatten rar.
  • Regenponcho – auch für das andere Extrem sollte man gewappnet sein!
  • Ohrenstöpsel – auf einem Festival kann es auch mal laut werden, klar. Aber auch nachts, wenn bis 3 Uhr Bands spielen und danach die Nachbarn noch bis 7 Uhr weiter feiern, kann man mit Ohrenstöpseln vielleicht doch die Augen zu machen. Eine Schlafmaske hilft, falls man direkt neben der Campingplatz-Beleuchtung schläft.
  • Hygiene Pack – Zahnbürste, Zahnpasta, Deo, Duschzeug – ja nicht alle finden Duschen auf dem Festival „cool“, aber mal im Ernst, wer will schon stinken? Gerade wenn‘s heiß ist, ist auch beim Festival die Körperpflege das A und O!
  • Reiseapotheke – nichts ist blöder, als während des Festivals krank zu werden und zur Apotheke im nächsten Dorf kommen zu müssen.
  • Kaugummi – Zähne putzen klappt nicht immer und je nach dem was man vor hat ist der Bier-Atem vielleicht auch nicht optimal!
  • Kondome – …
  • Turnbeutel – meist darf eine Halbliter-Flasche oder ein kleines Tetra-Pak mit Getränken mit aufs Festivalgelände genommen werden. Zum Transport optimal!
  • Panzertape/Gaffa – „…hält die Welt zusammen!“ Das gilt auch beim Festival. Panzertape ist das ultimative Reperaturwerkzeug. Gibt’s teilweise auch in Neonfarben z.B. um den Zeltplatz zu markieren (siehe unten bei den Tipps)
  • GUMMI-Hammer – meist sind metallene Hammer auf dem Zeltplatz nicht erlaubt. Mit dem Gummi-Hammer bekommt man aber auch jeden Hering in den Boden!
  • Gummi Stiefel & Flip-Flops – egal wie heiß es wird, gerade um die Dixis kann‘s matschig werden und da will man wirklich nicht mit Sneakern drin stehen.
    Die Flip-Flops sind dann für die Duschen, denn auch da sieht’s nicht immer so lecker aus.
  • Taschenlampe – der Zeltplatz ist zwar meist beleuchtet, aber durchaus schlecht. Vor allem um die Zelte herum sollte man nachts eine Taschenlampe mitnehmen, damit man nicht Gefahr läuft im Dunkeln über Schnüre zu stolpern

 


 

2. Frühzeitig anreisen!

Eine frühe Anreise ist nach Möglichkeit zu empfehlen:
Kurz vorm Ziel ist der Stau auf den Autobahnen und vor allem den Landstraßen zum Festivalgelände noch erträglich.
Demnach sind auch die Autoschlangen am Einlass noch überschaubar.

Wer früher da ist bekommt meist auch einen Zeltplatz näher am Eingang zum Konzertgelände/Festivalgelände
Außerdem kann man sich vielleicht noch ein wenig mehr ausbreiten, als die, die später kommen 😉

 

3. Der Zeltplatz 

Auch beim Aufstellen des Zeltes gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte: Das Zelt sollte natürlich nach Möglichkeit nicht am Hang aufgebaut werden.

Auch kleine Mulden oder Löcher im Boden sollte man vermeiden. Hier sammelt sich im worst case der Regen unterm Zelt. Am besten geeignet ist ein leicht sandiger Untergrund von dem das Wasser gut ablaufen kann – wer will schon im Schlamm schlafen?

Außerdem sollte man die Zäune meiden. Klar, neben den Dixi-Klos will keiner schlafen, aber eben auch die Zäune werden gerne mal zur Erleichterung benutzt. Mit etwas Abstand vermeidet man komische Begegnungen und vor allem auch die Gerüche, die da zwangsläufig entstehen.

 

 
 
 
 
 
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Auch zu den Wegen ein bisschen Abstand zu halten ist keine schlechte Idee. Festivals haben ja den Ruf, dass es da auch immer feucht fröhlich zugeht. Und ab einem gewissen Pegel fällt es dem ein oder anderen Festivalbesucher nicht mehr so leicht gerade aus zu laufen. Da wird gerne mal ein Hindernis mitgenommen – auch Zelte sind davor nicht geschützt.

Ein letzter Tipp für’s eigene Camp: Den Zeltplatz markieren. In der Flut der Zelte fällt es vor allem nachts schwer das eigene Zelt wiederzufinden. Kleine individuelle Markierungen haben sich da bewiesen. Vom aufblasbaren Tierchen auf dem Zelt bis zur Fahnenstange war schon alles dabei. Gerade bei Aufbauten wie Fahnenstangen sollte das aber vorher mit dem Festivalbetreiber abgesprochen sein, ob das auch wirklich okay ist.

 

4. Das Zelt selbst

Wie auch beim „normalen“ Camping sollte das Zelt gut und sicher stehen.
Dabei ist es besonders wichtig, dass alles gut gespannt ist. Denn, je straffer, desto weniger flattert das Zelt im Wind und ist demnach auch stabiler.

Gerade bei höheren Temperaturen dehnen sich die Zeltplanen auch noch ein bisschen aus, deshalb – immer Nachspannen.

Beim Abspannen selbst sollte man beachten die Schnüre möglichst nicht über Durchgangswege zu spannen. Vor allem nachts können die zur – leider auch schon einmal tödlichen – Stolperfalle werden.

Empfehlenswert ist auch immer Ersatzmaterial dabei zu haben. Sprich: ein paar extra Heringe und Schnüre haben noch nie geschadet. Und wenn nicht für einen selbst, kann man vielleicht einem Mitcamper oder den Nachbarn aushelfen!

 

 
 
 
 
 
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5. Die Wertsachen

Menschenaufläufe sind immer auch ein Magnet für Diebe – Festivals sind da leider keine Ausnahme.
Deshalb: Die Wertsachen nicht im Zelt lassen! Wenn das Auto am Zeltplatz abgestellt werden kann empfiehlt es sich die Wertsachen, die man nicht unbedingt bei sich haben muss, dort sicher zu verstauen. Zum Beispiel nur so viel Geld mit zu den Konzerten nehmen, wie man wahrscheinlich für eine Wurst, ein paar Bier und das Band-Shirt der Lieblingsband braucht.

Wie auch bei Städtereisen gilt: Die Wertsachen, die man mitnimmt im Idealfall in einem Brustbeutel, einer Bauchtasche oder ähnlichem nah am Körper zu tragen. Wichtig ist dabei vor allem, dass man die Taschen zum Beispiel mit einem Reißverschluss verschließen kann.

Auch nachts die Wertsachen gut verstauen. Sprich, ab ins Auto oder mit in den Schlafsack. Im Vorzelt sollte man keine wertvollen oder wichtigen Gegenstände verstauen. Im Notfall geht aber auch ein Kofferschloss am Zelt.

Außerdem sollte man vielleicht nicht die wertvollsten Sachen, die man besitzt mitnehmen. Also, lieber das alte Handy eingepackt, als das nagelneue Smartphone. Und vielleicht doch besser die Ersatzbrille aufgesetzt, als die Neue.

 

6. Kaltes Bier – trotz heißem Wetter

Wenn das Zelt steht und die Wertsachen sicher sind kann’s ja eigentlich losgehen. Fehlt nur noch? Genau, kaltes Bier!
Hier ein paar Methoden, wie man auch bei heißem Wetter das Bier kühl bekommt/hält

Das Erdloch:
Dazu ein etwa 50 cm tiefes Loch graben, mit Bier oder den gewünschten Getränken füllen und zu buddeln. Unter der Erde bleiben die Getränke angenehm kühl.
Top-Tipp: Ein kleines Zelt ohne Boden kann über dem Loch aufgestellt werden, dann muss man nicht dauernd graben, wenn man ein neues Getränk möchte, da das Zelt die Sonne und damit auch einen Großteil der Hitze vom Loch abhält.

 

 
 
 
 
 
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Die „coole Socke“:
Das Bier in eine nasse Socke packen – im besten Fall natürlich eine unbenutzte.
Die Socke dann in die Sonne stellen. Was? In die Sonne? Ja, genau. Denn durch die Verdunstung kühlt das Bier relativ schnell auf eine angenehm kühle Temperatur runter – vorausgesetzt man vergisst es dann nicht in der Sonne.

Der „Profi-Trick“ – Bier mit Bier kühlen:
Dazu braucht es allerdings eine (möglichst große) Kühlbox und etwas Vorarbeit.
Ein Drittel des Biers wird komplett eingefroren und bildet die unterste Schicht in der Kühlbox. Darüber wird Bier geschichtet, das kurz vor dem Gefrierpunkt ist. Die oberste Lage bildet dann Bier auf Kühlschranktemperatur. Das Bier taut langsam nach unten durch und man hat immer ein kühles Blondes zur Hand!

 

7. Regeln bei Regen:

Sonne, leicht bekleidete Festivalgänger mit Sonnenbrille, verschwitzte Kerle oben ohne – das sind die typischen Festivalbilder. Aber auch Regen gehört oft mit zum Programm.

Im Optimalfall sorgt man schon beim Zeltaufbau für ein regensicheres Zelt.
Da ist ein sogenanntes Groundsheet zu empfehlen. Das sind PVC Folien, mit denen man den Zeltboden auslegt. Erstens: Die Folien lassen keine Feuchtigkeit durch. Zweitens: Je nach Dicke der Folien sind Sie auch vor kleineren spitzen Steinchen oder hartnäckigen Halmen geschützt!

Wenn‘s dann regnet sollte man feuchte Gegenstände und Klamotten aus dem Zeltinneren verbannen. So bleibt der Innenraum schön trocken und gerade bei Regen ein angenehmer Rückzugspunkt. Im Vorzelt können die Sachen getrost verstaut werden.

Und auch bei Regen gilt: regelmäßiges Lüften ist wichtig! Gerade wenn mehr als eine Person im Zelt schläft riecht es nicht nur schnell muffig, es bildet sich auch schnell Luftfeuchtigkeit und damit Kondenswasser – und dann ist auch das Zelt feucht.
Damit das ausbleibt – wie gesagt – auch bei Regen regelmäßig lüften.

 


 

Mit diesen Tipps & Tricks sollte einem gelungenen, spaßigen und vor allem stressfreien Festival nichts mehr im Weg stehen!
Und egal, ob Rock am Ring, Wacken oder das Happiness-Festival, wo auch immer Sie dieses Jahr hinfahren – wir wünschen VIEL SPASS und eine gute Zeit!