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Zwei Jahre nach Tunnelhavarie bei Rastatt: Arbeiten sollen 2020 weiter gehen

Foto: dnw

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2020 wieder Bauarbeiten an der Weströhre

Während sich die Gutachter von Bauunternehmen und Bahn wohl immer noch nicht einig über die Schuldfrage an der Tunnelhavarie auf der Neubaustrecke bei Rastatt-Niederbühl im Sommer 2017 sind, sollen die Arbeiten im Untergrund endlich weiter laufen. Erst sollen die noch fehlenden 200 Meter der nicht beschädigten Weströhre des Tunnels fertiggestellt werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

700 Meter Bahnstrecke über Havarie-Stelle werden verlegt

Damit an der schwer beschädigten Oströhre der Neubaustrecke weiter gearbeitet werden kann, sollen die beiden Gleise der bestehenden Bahnstrecke vorübergehend auf einer Länge von 700 Metern verlegt werden. Die Oströhre soll in “offener Bauweise” saniert werden. 

Rückblick auf die Ereignisse vor zwei Jahren

Im August 2017 waren Wasser, Sand und Kies in den gerade fertigen Tunnelabschnitt unterhalb der bestehenden Bahntrasse gesickert. Die Schienen der Rheintalbahn sackten ab, die Strecke wurde sieben Wochen lang gesperrt. Um weitere Schäden zu verhindern, pumpten Arbeiter große Mengen Beton in den Tunnelabschnitt. Die Tunnelbohrmaschine wurde mit einbetoniert. Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im europäischen Streckennetz.