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Rastatt: Weiterer Kiesabbau am Goldkanal genehmigt

Rastatt (pm) Das Landratsamt Rastatt hat auf Antrag des Kieswerks Steinmauern den weiteren Kiesabbau am Goldkanal für die nächsten 15 Jahre genehmigt. Die beantragte Abbaggerung der Grenzpunkt-Insel und der Illinger-Insel wurde abgelehnt. Wie der Erste Landesbeamte Dr. Jörg Peter weiter mitteilt, konnte durch die mit umfangreichen Auflagen ausgestattete Genehmigung ein Kompromiss zwischen den Belangen der Rohstoffsicherung, den Belangen von Natur und Landschaft und zahlreichen Freizeitnutzungen am Goldkanal erreicht werden.

Symbolbild: Pixabay

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Kiesabbau für die nächsten 15 Jahre genehmigt

Hintergrund der Entscheidung war das vom Kieswerk Steinmauern beantragte Planfeststellungsverfahren zum weiteren Kiesabbau, das aufgrund der Vielzahl der Beteiligten und komplexer Fragestellungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich machte. Auch das Interesse der Öffentlichkeit war enorm. So fand beispielsweise im Vorfeld eine Aktion mit mehreren tausend Unterschriften zum Erhalt der Grenzpunkt-Insel und der Illinger-Insel statt. Im Zuge des Verfahrens mussten zahlreiche Stellungnahmen und Forderungen aufgearbeitet und abgewogen werden.

Grenzpunkt-Insel und Illinger-Insel bleiben erhalten

Die Behörde hat nunmehr den Kiesabbau bis Ende 2035 genehmigt. Der Kiesabbau darf aber nur noch abschnittsweise durchgeführt werden und nicht mehr den gesamten Goldkanal gleichzeitig belasten. Der weitere Kiesabbau findet von Süden nach Norden statt. Hier wurden drei Abbau-Abschnitte gebildet. Ein weiterer Baustein der Genehmigung sind Vorkehrungen für den Zeitraum nach Einstellung der Abbaggerung, damit der Goldkanal keine nachteiligen Auswirkungen erfährt. Wichtig war der Genehmigungsbehörde, dass die vorhandenen Inseln, die Grenzpunkt-Insel und die Illinger-Insel, nicht abgebaggert werden dürfen und auch die Pläne der Gemeinden Steinmauern und Elchesheim-Illingen, den Goldkanal touristisch aufzuwerten, nicht beeinträchtigt werden.

 

Jörg Peter und der für das Verfahren zuständige stellvertretende Leiter des Umweltamtes Edgar Burkard betonen: „Der Goldkanal als herausragendes Binnengewässer im Landkreis Rastatt wird weiterhin ein Nebeneinander von Rohstoffsicherung, Naturschutz und Freizeitnutzung ermöglichen.“