Polizei Offenburg warnt vor Diebesbanden in der Region

Mittelbaden (pol/ass) - Fast 500 Trickdiebstähle konnte das Polizeipräsidium Offenburg in diesem Jahr aktenkundig verzeichnen. Laut der Polizei ist eine Häufung feststellbar. Die Täter wählten vorwiegend ältere Menschen als Opfer aus, mit dem Ziel, an deren Geldbörsen zu gelangen. Hierzu wurden in den meisten Fällen sowohl vor, als auch in den Supermärkten Ablenkungsmanöver genutzt. In einigen Fällen erfolgte der Diebstahl beim Ausladevorgang der Einkäufe in den Pkw. Die bisherigen Ermittlungen der Beamten lassen vermuten, dass es sich bei den Dieben um eine größere Gruppe handelt, die während der Tatausführung arbeitsteilig vorgeht und überregional auf gleiche Art und Weise Straftaten begeht.

Symbolbild: Pixabay

Über 200. 000 Euro gestohlen

Oft kam es im Anschluss an den Geldbörsendiebstahl zu einer Abhebung an Geldausgabeautomaten im unmittelbaren Nahbereich des Tatortes. Die Täter gelangten hierbei zuvor auf verschiedene Art und Weise an die PIN der Opfer. Teilweise befand sich diese im Geldbeutel oder sie wurde bei entsprechenden Abhebungen im Vorfeld durch die Langfinger erspäht. Sie haben so bereits für einen Diebstahlsschaden von insgesamt über 200.000 Euro gesorgt.

Steckt eine Gruppe hinter den Diebstählen?

Die Straftaten wurden überwiegend auf Parkplätzen von Einkaufsmärkten begangen, insbesondere in und um Achern, Rastatt und Baden-Baden. Auffällig war, dass die Täter an einzelnen Tagen gleich mehrfach an wechselnden Orten entlang der Rheinschiene zwischen Ettenheim und Rastatt zuschlugen. Es ist davon auszugehen, dass die Banden sich auf den Parkplätzen von Supermärkten längere Zeit aufhalten und ihre Opfer gezielt aussuchen und ansprechen. Die Kriminalpolizei hat den Fahndungsdruck deswegen schon seit einigen Monaten erhöht. Zwei mutmaßliche Diebinnen konnte die Polizei hierbei bereits ausfindig machen. 

So können Sie sich vor Diebstählen schützen:

Die Polizei teilte mit, dass Taschendiebe am typisch suchenden Blick zu erkennen sind: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Deshalb raten die Beamten Geld, Schecks, Kreditkarten sowie Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper zu tragen. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm. Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. Legen Sie Geldbörsen nicht oben in die Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.

 

 


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