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Nach der Tunnel-Havarie in Rastatt: Erneute Bohrungen erforderlich

Rastatt (pm/cmk) Nach der Tunnel-Havarie in Rastatt sind knapp eineinhalb Jahre später weitere Erkundungsbohrungen notwendig. Diese finden im Rahmen des Beweiserhebungs- und Schlichtungsverfahrens statt und werden rund drei Wochen dauern.

Im August 2017 senkten sich auf einmal die Gleise an der Rheintalbahn. Seither suchen die Verantwortlichen nach einer Erklärung.

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Weitere Bohrungen notwendig

Zur Planung des Weiterbaus und im Rahmen des Beweiserhebungs- und Schlichtungsverfahrens zur Havarie Tunnel Rastatt sind weitere Untersuchungen des Baugrundes im Bereich der Unterquerung der Rheintalbahn notwendig. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Tunnel Rastatt wird die Deutsche Bahn südlich des Fußgängerstegs in Rastatt-Niederbühl weitere Bohrungen durchführen.

Deutsche Bahn bittet um Verständnis

Die Arbeiten werden in der kommenden Woche(ab dem 29. April) starten und voraussichtlich drei Wochen dauern. Dabei wird ausschließlich tagsüber unter der Woche gebohrt. “Durch die eingesetzten Bohrgeräte kann es für die Anwohner zu Lärmbeeinträchtigungen kommen”, warnt die Deutsche Bahn in einer Mitteilung. Gleichzeitig bittet der Konzern die Betroffenen im Voraus um Entschuldigung. Auch in Zukunft werden wohl weitere Erkundungsbohrungen notwendig sein, genaue Informationen dazu gibt es allerdings noch nicht.

Das Schlichtungsverfahren

Im September 2017 wurde das Schlichtungsverfahren zwischen der Deutschen Bahn und der ARGE Tunnel Rastatt vereinbart, um langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden. Bereits zwischen Mai und Oktober 2018 wurden über 60 Bohrungen im Bereich der Schadensstelle und im direkten Umfeld durchgeführt, um den Baugrund zu erkunden. Im Februar und März 2019 wurde dann weiteres Bodenmaterial entnommen und untersucht. Die Beteiligten erhoffen sich durch die Ergebnisse weitere Hinweise auf die Schadensursache.