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KABS kann Schnaken bald wieder mit Hubschrauber bekämpfen

Speyer (dpa/cmk) Nachdem zuletzt ein Hubschrauber der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) ausgebrannt ist, geht es jetzt offenbar wieder bergauf. Voraussichtlich können die Schnakenjäger ab Ende der Woche wieder aus der Luft agieren - eine Schnakenplage rund um Rastatt, Wörth und Germersheim wird aber wohl nicht mehr abzuwenden sein.

Foto: FF Dettenheim / ER24

Larven schon entwickelt

Die Stechmückenjäger am Oberrhein können ab Ende der Woche als Ersatz für zwei defekte Helikopter wieder einen Hubschrauber einsetzen. Das reparierte Fluggerät müsse noch von den Behörden genehmigt werden, sagte der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS), Norbert Becker, am Montag in Speyer. Für die aktuelle Mückenzeit komme der Hubschrauber zu spät. “Die Larven haben sich verpuppt, hier sind uns biologisch die Grenzen aufgezeigt”, sagte er.

Bekämpfung aus der Luft

Sollte es in den nächsten Wochen jedoch zu Starkregen und damit zu weiteren Larven kommen, könne die KABS diese dann wieder aus der Luft bekämpfen. Vom Hubschrauber aus verteilen die Stechmückenjäger den biologischen Wirkstoff Bti. Er zerstört den Darm der Larven und tötet sie. Viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. 

Plage rund um Rastatt, Wörth und Germersheim

Weil die beiden Helikopter der KABS defekt sind, können sich die Stechmücken derzeit an vielen Stellen nahezu ungehindert verbreiten. Die Schnakenjäger rechnen ab dieser Woche mit einer Plage ab dem Kreis Rastatt sowie auf pfälzischer Seite um Wörth und Germersheim und im Raum Kühkopf (Hessen). Das Einsatzgebiet der Organisation reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen und zum rheinland-pfälzischen Bingen.