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LIONS mit Auftaktsieg – Spielentscheidung in letzter Sekunde

Karlsruhe (br) Knapp aber in der Gesamtschau völlig verdient haben die PS Karlsruhe LIONS am 21. September das erste Saisonspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gewonnen. Die nach Trier mitgereisten Fans des Löwenrudels mussten jedoch bis zur letzten Spielsekunde zittern, nachdem ihr Team bei den RÖMERSTROM Gladiators zunächst lange Zeit überlegen war, gegen Ende aber fast die Nerven verlor. Eine Sekunde vor Ertönen der Schlusssirene tippte Justin Gordon den Ball zum 76:78-Endstand in den Korb.

Symbolbild: PS Karlsruhe LIONS

Maurice Pluskota verletzungsbedingt nicht dabei

Bereits vor Spielbeginn musste LIONS-Headcoach Ivan Rudež umdisponieren. Big Man Maurice Pluskota stand verletzungsbedingt nicht im Aufgebot, was eine Schwächung Karlsruhes auf der Center-Position bedeutete. Neuzugang Josh Nzeakor federte mit 14 Punkten Pluskotas Ausfall gut ab. Überhaupt zeigte sich die in weiten Teilen neu zusammengestellte Mannschaft der LIONS streckenweise bereits gut eingespielt und kontrollierte das Geschehen in der Trierer Arena lange Zeit. Publikumsliebling Orlando Parker markierte die ersten Punkte für das Team aus der Fächerstadt, das über die gesamte Spielzeit hinweg zu keinem Zeitpunkt in Rückstand geriet. Schnell stand es 0:7 und nach fünf Minuten waren die LIONS bis auf 4:14 enteilt. Es gelang den Gladiators zwar, sich zu sortieren und den Rückstand auf zwei Punkte zu verkürzen, doch bis zur Pause stellte Karlsruhe den Zehn-Punkte-Vorsprung wieder her.

Individuelle Fehler bei den LIONS

Mit 15:25 ging es in den zweiten Spielabschnitt, in dem die LIONS ihre Kontrahenten zunächst weiter auf Distanz hielten. Doch individuelle Fehler im ansonsten gut abgestimmten Spiel der Gäste eröffneten den Hausherren Möglichkeiten. Die Gladiators taten sich allerdings schwer mit der Chancenverwertung. Der Halbzeitstand von 33:41 war daher durchaus leistungsgerecht. Tier startete druckvoll in die zweite Spielhälfte und kam schnell bis auf vier Punkte heran. Die LIONS hatten in der Folge weiterhin die bessere Trefferquote, verpassten es aber, sich vorentscheidend abzusetzen. So war der Ausgang der Partie bei einem Stand von 50:62 zu Beginn der letzten zehn Minuten weiterhin offen. Das Spiel wurde nun zerfahren und war von vielen Unterbrechungen geprägt. Es gelang den Gladiators in dieser Phase, den Rückstand langsam aber stetig zu verringern und sich einen psychologischen Vorteil zu erarbeiten.

Entscheidung in letzter Sekunde

Mit Beginn der Crunchtime herrschte Hochspannung in der Arena. Das Spiel entwickelte sich mehr und mehr zum Freiwurfduell, da auf beiden Seiten früh fünf Mannschaftsfouls erreicht waren. Acht Sekunden vor Schluss war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Die Gladiators hatten das 76:76 markiert und eine Overtime lag bereits in der Luft. Aus einer unübersichtlichen Situation unter dem Trierer Korb fiel dann in der letzten Sekunde des Spiels das 76:78. Die Schützlinge von Ivan Rudež haben den ersten Härtetest gemeistert. Der LIONS-Headcoach und die mitgereisten Anhänger konnten viele gute Ansätze beobachten. Dennoch war die Leistung des Löwenrudels nicht zu jedem Zeitpunkt stabil. Doch in Karlsruhe kann man von einem gelungenen Auftakt sprechen, zu dem die Neuzugänge Justin Gordon 20, Daniel Norl 15 und Josh Nzeakor 14 Punkte beitrugen. Am Oberrhein freut man sich nun auf die Heimpremiere am 28. September. Dann gastiert ab 19:30 Uhr Phoenix Hagen in der Karlsruher Europahalle.