Lions gegen Giants nach turbulentem Spiel mit 103:95 vorn

Karlsruhe (pm) - Das Duell zwischen den PS Karlsruhe Lions und den Bayer Giants Leverkusen am achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA war hart umkämpft, in seiner Dynamik mitreißend und wurde von beiden Seiten leidenschaftlich geführt. Nach 40 intensiven Minuten setzten sich die Gastgeber am 28. November in der Fächerstadt mit 103:95 durch. Es war der vierte Sieg des Löwenrudels in der laufenden Saison – einer der früh gesichert schien, dann aber noch einmal hart verteidigt werden musste.

Symbolbild: Archiv

Beide Teams zeigen großen Kampfgeist

Die Begegnung war von Beginn an eng und temporeich. Bei den Gästen vom Niederrhein lief der Ball gut, die sich daraus ergebenden Chancen wurden aber meist von der anfangs sehr präsenten Karlsruher Defense vereitelt. Entsprechend knapp war der Spielstand bei 19:17 nach dem ersten Viertel. Der zweite Spielabschnitt nahm zunächst einen identischen Verlauf, bevor die Lions  zunehmend ihre Chancen verwerten konnten und das Punktekonto drastisch erhöhten. Die Giants stemmten sich permanent dagegen und kreierten ihrerseits gute Aktionen. So war die Partie durchgängig sehenswert und trotz eines Lions-Vorsprungs von 16 Punkten zur Halbzeit schien der Abend noch nicht entschieden. Dementsprechend stand nach dem Seitenwechsel eine hochmotivierte Leverkusener Mannschaft auf dem Parkett und überraschte Karlsruhe mit einer deutlich aggressiveren Spielweise. Das brachte die Lions spürbar aus dem Rhythmus und die Gäste aus dem Rheinland wieder bis auf sieben Punkte heran. Dennoch stoppten die Lions den Run, bevor das Spiel kippte und der Vorsprung der Hausherren pendelte sich bei etwa zehn Punkten ein. Die Begegnung verlor trotzdem zu kaum einem Zeitpunkt an Tempo, obwohl zwischenzeitlich längere Unterbrechungen der Dynamik immer wieder überraschende Wendungen gaben. Mit 71:63 ging es in die abschließenden zehn Minuten. Dort setzten die Hausherren in der 32. Minute zu einem 14:1-Lauf an und vergrößerten damit ihren Vorsprung auf 19 Punkte bei noch fünf verbleibenden Spielminuten. Es war stellvertretend für den gesamten Charakter des Spiels, als die Giants, die sich zu keinem Zeitpunkt mit dem Rückstand abfanden, das Geschehen nochmals auf den Kopf stellten und 100 Sekunden vor Spielende wieder auf drei Punkte in Schlagdistanz kamen. Das Umschaltspiel der Lions war wie bereits öfter im Verlauf der Begegnung behäbig und teils sogar fahrlässig gewesen. Das Team behielt trotzdem in der schwierigen Situation, in die es sich selbst gebracht hatte, die Nerven. Das Schlussviertel teilten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit 32:32 Punkten. Die Siegpunkte blieben dennoch am Oberrhein. Auch wenn das Karlsruher Trainerduo Drazan Salavarda und Samuel DeVoe sicher einige Punkte und Situationen der Partie gemeinsam mit der Mannschaft aufarbeiten muss, können die beiden mit der Gesamtleistung ihrer Schützlinge gegen einen starken Kontrahenten sehr zufrieden sein.

Der Abend der „Big Men“

Es war der Abend der „Big Men“ bei den Lions. Die Center Maurice Pluskota (24 Punkte/12 Rebounds) und Adam Pechacek (24/10) erzielten beide einen Doubble-Doubble. Daniel Norl schloss zwar ungewöhnlich selten aus der Distanz ab, verwandelte aber beide Versuche von der Dreipunktlinie und bestätigte seine gute Quote. Er kam auf 16 Punkte. Gregory Foster war mit 12 Punkten ebenfalls zweistellig. Am 6. Dezember wartet der nächste Prüfstein auf das Löwenrudel, denn es geht nach Heidelberg, zum Derby mit den dort ansässigen MLP Academics. Das Team scheint der derzeit stärkste Konkurrent der Lions im Südwesten zu sein.


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