Current track
Title Artist


Senior wird Opfer in Nagold: Darum funktionieren die Maschen von Trickbetrügern immer wieder

Nagold (pol/as) Man sollte meinen, die Maschen von Trickbetrügern sind inzwischen so bekannt, dass darauf niemand mehr herein fällt. Ein Senior in Nagold ging jetzt aber falschen Polizisten auf den Leim - und kam  sogar mit seinen Töchtern zusammen zu einer Geldübergabe. Das kostete den 83-Jährigen und seine Familie 55.000 Euro. Der Knackpunkt: Die Anrufer geben sich so geschickt mit immer wieder neuen Geschichten als falsche Polizisten aus, dass sie in einem von vielen Fällen auch Erfolg haben. Die echte Polizei kann gar nicht eindrücklich genug Warnhinweise verbreiten.

Foto: pixabay

  • Weitere Beiträge in: Pforzheim

Falsche Polizisten rufen im Raum Nagold an

Beim Polizeirevier Nagold gehen aktuell vermehrt Anrufe von Bürgern ein mit Meldungen, dass Sie von falschen Polizeibeamten kontaktiert wurden. Betroffen ist die Stadt Nagold und der umliegende Großraum. Die Polizei bittet um Vorsicht. In den Gesprächen wurde unter anderem nach Bargeld oder Wertsachen gefragt, ein Treffen mit Polizeibeamten angekündigt oder vor einem Einbruch gewarnt. Die Anrufer gaben sich jeweils als Polizeibeamte aus. Von Mithilfe der Opfer bei der angeblichen Festnahme der Betrüger bis hin zu technischen Kniffen bei der Telefonie: Das Repertoire der Betrüger scheint unerschöpflich, wenn es darum geht, sich glaubhaft als Polizist zu verkaufen. Und so kommen die Kriminellen immer wieder an Ersparnisse von Senioren – sogar wenn weitere Begleitpersonen dabei sind.

Falsche Polizei bewahrt angeblich Geld sicher auf 

Ein 83-jähriger Mann aus Nagold wurde kürzlich Opfer eines solchen Trickbetruges. Die bislang unbekannten Täter schafften es den Mann am Telefon davon zu überzeugen, dass Einbrecher und korrupte Bankmitarbeiter es auf sein Geld abgesehen hätten. Daher vereinbarte der ältere Mann ein Treffen mit den angeblichen Polizeibeamten, um sein Geld in vermeintlich sichere Hände zu geben. Der Mann hob 55.000 Euro bei seiner Bank ab und brachte das Geld gemeinsam mit seinen beiden Töchtern zu einem vereinbarten Treffpunkt in Stuttgart. Dort kam es schließlich zu der Geldübergabe. Entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet.

Verhaltenstipps der Polizei 

  • Die Polizei erfragt niemals die Vermögensverhältnisse – weder per Telefon noch an der Haus- oder Wohnungstür!
  • Geben Sie bei derartigen Anrufen keine familiären und finanziellen Verhältnisse preis 
  • Lassen Sie sich in jedem Fall den Namen und die Dienststelle des Anrufers geben
  • Suchen Sie für Rückrufe die Telefonnummer der Polizeidienststelle selbst heraus 
  • Lassen Sie keine fremden Personen in die Wohnung und händigen Sie Fremden niemals Geld und Wertgegenstände aus
  • Bei Zweifeln an der Echtheit des Anrufs verständigen Sie die Polizei und erstatten Anzeige. Beenden Sie dafür immer das bestehende Gespräch!